Woher stammt die “Quarantäne”? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de
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Warum enden schwäbische Ortsnamen oft auf "-ingen"?
Jul 20, 2025
Show notes
Im Schwäbischen sind diese Namen sehr häufig. Wenn man mit dem Zug von Stuttgart nach Tübingen fährt, gibt es außer Bad Canstatt praktisch keine Station, die nicht auf -ingen endet. Aber es gibt sie auch anderswo.
In Hessen gibt es Städte wie Büdingen, im Badischen gibt’s Söllingen. Und wenn man nach Bayern geht, findet man diese Ortsnamen auch, allerdings enden sie da nur auf -ing: Garching, Ismaning, Schwabing und so weiter. Das ist letztlich das gleiche.
Weiter Richtung Norden findet man statt -ingen -ungen: Bad Wildungen oder Kaufungen. Das sind alles Varianten der Wortendung -ingen.
Diese Wortendung geht auf die Zeit der Völkerwanderung zurück. Sie verweist häufig auf Orte, die von den eingewanderten Franken gegründet wurden. Also auf das 6./7. Jahrhundert.
Wortendung "-ingen" drückt Zugehörigkeit aus
Dieses -ingen ist eine Wortendung, die so etwas wie eine Zugehörigkeit ausdrückt – fast immer zu einer bestimmten Person, einem Anführer. So lebten in Sigmaringen die Angehörigen eines Sigmars.
Jetzt werden vielleicht manche sagen: Ich hab gelernt, dass die fränkischen Siedlungen oft auf die Silbe -heim enden. Also Rüsselsheim, Sinzheim, Durmersheim. Das ist genauso richtig, wobei diese Ortsnamen auf -heim von Anfang an Ortsnamen waren. Also anders als bei den Namen auf -ingen leitet sich die Bezeichnung nicht von einem Anführer hab, sondern beschreibt meist direkt eine geografische Stelle: Steinheim, Hügelsheim.
Das waren zwei alternative Vorgehensweisen, um in der Zeit der Völkerwanderung neue Ortsgründungen zu bezeichnen.
Ein Blick auf die Landkarte zeigt: In den Gegenden, wo die Orte auf -heim häufig sind, kommen wie im Hessischen oder im Badischen die -ingens nur sehr selten vor und umgekehrt. Dort, wo es viele Orte auf -ingen gibt – wie eben im Schwäbischen – gibt es nur ganz wenige Orte auf -heim. Das waren offenbar regional unterschiedliche Moden: Hier hat man es so gemacht und dort eben so. In ein paar ganz wenigen Fällen kommt sogar beides zusammen: Bietigheim und Besigheim wären so Beispiele, in denen noch ein verkümmertes "-ing" steckt, gefolgt von einem "-heim".
Wie funktioniert Bluetooth?
Jul 18, 2025
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Funkstandard für die Übertragung von Daten auf kurze Distanz
Stark heruntergebrochen ist Bluetooth eine Funkverbindung zwischen zwei Bluetooth-Geräten. Über die kabellose Bluetooth-Verbindung können sie gegenseitig Daten – z.B. Musik oder Bilder – übermitteln.
Nehmen wir als Beispiel ein Handy und eine Musikbox. In ihnen eingebaut ist ein Chip. Der kann Bluetooth-Signale senden und gleichzeitig empfangen. Das geht aber nur, wenn man Bluetooth aktiviert. Handy und Box senden so jeweils eine eindeutige 48 Bit lange Seriennummer nach außen – individuell wie ein Fingerabdruck.
Dann beginnt die Suche nach dem passenden Gerät: Ein bisschen wie bei der Partnersuche, müssen sich Handy und Musikbox gegenseitig entdecken. Das Handy fängt die Seriennummer der Box auf und kann sich dann damit verbinden.
Daten-Hopping soll vor Störungen und Abhören schützen
Die beiden gekoppelten Geräte erzeugen eine Funkverbindung von 2.4 GHz, eine sogenanntes Wireless Personal Area Network, also eine kabellose Kurzstrecken-Funkverbindung. Das Problem: WLAN nutzt die gleiche Bandbreite von 2.4G Hz. Um Frequenzstörungen zu vermeiden, macht Bluetooth Frequenz-Hopping: Die Verbindung zwischen Handy und Box springt also innerhalb des Frequenzbands von einem Unterkanal zum nächsten. Nicht ab und an, sondern bis zu 1.600-mal pro Sekunde.
Das Hopping schützt nicht nur vor Störungen, sondern auch vor ungewollten Abhöhrern. Anders als beim Walkie-Talkie früher, bei dem plötzlich ein fremdes "Hallo" durch den Hörer funken konnte, stehen bei Bluetooth-Verbindungen die Frequenzen nur dem Sender und dem Empfänger zur Verfügung. Anders als bei alten Walkie-Talkies, bei denen man plötzlich fremde Gespräche mithören konnte, sind Bluetooth-Frequenzen nur für Sender und Empfänger zugänglich.
So können wir die Musik von unserem Handy auf unserer Box hören – zumindest in einer Distanz zwischen einem und 100 Metern. Je nach Geräteklasse.
Namensgeber: König Harald Blauzahn aus Dänemark
Der Name Bluetooth kommt übrigens vom dänischen König Harald Blauzahn. Blauzahn war bekannt für seine kommunikationsfreudige Art und schaffte es sogar, Norwegen und Dänemark zu verbinden. So wie Handy und Musikbox heute miteinander verbunden sind.
Verdampft Alkohol beim Kochen vollständig?
Jul 15, 2025
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Alkohol verdampft nicht vollständig
Ich habe, auch als Kind, den Alkohol herausgeschmeckt. Allerdings wurde damals immer gesagt, das sei nur noch der Geschmack, der Alkohol sei verdampft. Man hat das aber nachgemessen und ausgerechnet. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Alkohol nicht vollständig verdampft.
Flambierter Pudding enthält noch viel Alkohol
Das hängt ein bisschen von den Bedingungen ab, also zum Beispiel davon, ob beim Kochen der Deckel auf dem Topf ist oder nicht, wie warm es ist usw. Aber man hat bei verschiedenen Speisen festgestellt, dass immer ein Restalkohol übrig bleibt. Manchmal sind es nur 4 Prozent von der ursprünglichen Menge, manchmal aber auch 50 Prozent. Und in flambiertem Pudding hat man sogar noch 80 Prozent des ursprünglichen Alkohols gemessen.
Bedenklich für Kinder und trockene Alkoholiker
Das ist mit Sicherheit nichts für Kinder. Und vor allem ist es nichts für trockene Alkoholiker, die ja ein Suchtgedächtnis haben, das sehr schnell durch auch nur geringste Mengen von Alkohol wieder reaktiviert werden kann.
Es ist also nicht nur der Geschmack, sondern es ist tatsächlich der Alkohol selbst, der noch in den Speisen verblieben ist. Und wenn man z.B. Kuchen kauft, sollte man immer fragen, ob Alkohol enthalten ist.
Fjord und Förde – was ist der Unterschied?
Jul 11, 2025
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Fjord und Förde entstanden in der Eiszeit
Das kommt darauf an, welche Sprache man spricht. Beide Wörter haben den gleichen Ursprung. Eigentlich könnte man sagen: Förde ist nur das deutsche Wort für das, was auf Dänisch oder Norwegisch Fjord heißt. Doch genau dadurch hat sich auch ergeben, dass beide Wörter in der Geologie inzwischen eine unterschiedliche Bedeutung haben.
Erstmal die Gemeinsamkeiten: Beide Begriffe, Fjord und Förde, bezeichnen bestimmte Landschaftsformen, nämlich Täler, die in der Eiszeit entstanden sind. In beiden Fällen waren Gletscher am Werk, die die Landschaft in gewisser Weise ausgeschürft haben. In der Eiszeit war auch der Meeresspiegel bis zu hundert Meter tiefer als heute – eben weil eine Menge Wasser, was sich über die Erde verteilt, in diesen Gletschern gebunden war. Es gab damals, mit anderen Worten viel Gletscher und wenig Ozean. Als die Gletscher am Ende der Eiszeit geschmolzen sind, stieg der Meeresspiegel und die ausgeschürften Landschaften haben sich mit Wasser gefüllt. So sind die heutigen Fjorde und Förden entstanden. Es sind Meeresarme, die ins Land hineinragen und davon zeugen, dass dort früher einmal Gletscher und die unter ihnen fließenden Gletscherflüsse die Landschaft ausgeschabt haben.
Bewegung der Gletscher unterschiedlich bei Fjord und Förde
Der große Unterschied zwischen Fjord und Förde: Beim Fjord hat sich der Gletscher landauswärts bewegt, also von den Bergen Richtung Meer. Bei den Förden, an der Ostküste von Schleswig-Holstein und Dänemark, war es umgekehrt. Dort kam der Gletscher von Osten und hat sich aufs heutige Festland geschoben.
Wenn man also auf eine Karte guckt, dann kam das Eis aus Skandinavien. Dort sind die Berge hoch, es ist kalt, der Eispanzer war wirklich dick und mächtig. Die Gletscher haben lange, tiefe und breite Täler geformt, eben die Fjorde mit ihren steilen Bergflanken.
Das Eis hat sich dann aber weitergeschoben, unter anderem über den Boden der heutigen Ostsee hinweg nach Schleswig-Holstein. Dort wurde das Eis dünner und die Landschaft ist eher flach. Deshalb hat der Gletscher nicht die gleiche Wirkung gehabt wie in Skandinavien. Er hat sich vor allem landeinwärts bzw. bergauf, von "unten" nach "oben" bewegt. Dadurch entstehen etwas andere Landschaftsformen.
Man kann es vielleicht vergleichen mit einer Scheibe Brot, über die man mit ein bisschen Druck ein stumpfes Messer zieht. Das stumpfe Messer entspricht dem Gletscher. Wenn man das Messer vom Brot herunterzieht, verformt sich das Brot in einer anderen Weise als wenn man das Messer zum Brot hinführt. Wenn man es runterzieht, entsteht ein langer eher scharfer Schnitt. Wenn man das Messer von unten zum Brot hinführt, wird das Brot im Zweifel eher gequetscht. Ein bisschen so ist das mit Landschaften auch. Die Fjorde entsprechenden eher den scharfen tiefen Schnitten. Die Förden dagegen haben eine andere Form; sie sind eher trichterförmig und verengen sich schnell Richtung Land. Und sie sind auch nicht so lang.
Unterscheidung vor allem im deutschsprachigen Raum
Man muss aber auch sagen, dass dieser sprachliche Unterschied vor allem im deutschsprachigen Raum gemacht wird. In Dänemark werden auch die Landschaften, die geologisch gesehen Förden sind, als Fjorde bezeichnet.
Essen kalt, Teller heiß – was passiert da in der Mikrowelle?
Jul 08, 2025
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Mikrowelle bringt Wassermoleküle zum Schwingen
Das Prinzip der Mikrowelle ist: Sie bringt Wassermoleküle zum Schwingen. Wassermoleküle sind in praktisch allen Nahrungsmitteln drin. Selbst trockenes Knäckebrot enthält noch 10 Prozent Wasser. Und wenn die Mikrowellen die Wassermoleküle in Schwingung versetzen, entsteht Wärme.
Bzw. genauer: Die Bewegung der Moleküle ist die Wärme. Je schneller sie sich bewegen oder schwingen, desto höher ist die Temperatur, die wir fühlen.
Mikrowellen dringen nicht tief ein – Essen bleibt kalt
Das ist das Grundprinzip: Die elektromagnetischen Wellen regen die Wassermoleküle im Essen an, dadurch wird das Essen heiß. Allerdings dringen die Wellen oberflächlich in eine Substanz ein. Stellen wir also eine Suppe in die Mikrowelle, wird zunächst die Oberfläche erhitzt, aber der Rest braucht eine Weile. Deshalb kann es passieren, dass uns die Suppe, wenn wir sie zu früh rausholen und nicht zwischendurch umrühren, kalt vorkommt.
Wasser dringt schnell in Risse der Keramik-Glasur ein
Warum aber ist der Teller heiß? Weil die Glasur in einem Keramikteller oft viele winzige Risse enthält, in die ebenfalls Flüssigkeit eindringt. Und gerade weil die Risse so fein sind, kommt die Mikrowelle dort überall schnell hin und erhitzt das Wasser dort recht schnell, und entsprechend schnell verteilt sich die Wärme in der Keramik. Und das Ergebnis kann dann eben sein: Der Teller ist schneller heiß, als das Essen.
Warum sind unsere Finger unterschiedlich lang, auch zwischen Männern und Frauen?
Jul 06, 2025
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Evolution folgt dem Prinzip der Sparsamkeit
Die unterschiedliche Fingerlänge entspricht am besten unseren Bedürfnissen. Andernfalls wären sie ja entweder alle gleich lang oder gleich kurz. Lauter kurze Finger wären unpraktisch, denn zum Greifen, zum Anfertigen von Werkzeugen oder zum Werfen von Speeren brauchen Finger nun mal eine gewisse Länge.
Wären dagegen alle Finger so lang wie der Mittelfinger, wäre das eine Verschwendung von Ressourcen. Die Evolution – also die natürliche Selektion – folgt dem Prinzip der Sparsamkeit: Sie kräftigt nur die Strukturen, die wirklich benötigt und belastet werden. Die anderen bleiben klein oder schrumpfen – denn das Material und die Energie, die dabei gespart werden, kann der Organismus anderswo sinnvoller einsetzen.
So hat sich eine Hand entwickelt, bei der die Länge der Finger auch die durchschnittliche Belastung spiegelt. Wenn Sie einen Ball werfen oder an einem Ast Klimmzüge machen, ist der Mittelfinger am stärksten belastet, am zweitstärksten der Ringfinger. Anschließend kommt der Zeigefinger, der bei manchen, vor allem feinmotorischen Tätigkeiten, stärker beansprucht wird.
Man kann sich das übrigens schön veranschaulichen: Nehmen Sie einen Tennisball oder einen Apfel in die Hand. Wenn die Finger bequem den Ball umfassen, sind die Fingerkuppen etwa auf einer Linie.
Der lange Mittelfinger nämlich sucht sich die Stelle mit dem größten Umfang, sozusagen den Äquator. Von ihm geht beim Halten die meiste Kraft aus.
Eine Ausnahme ist der Daumen, aber der ist ohnehin ein Sonderfall, weil er ja in Opposition zu den anderen Fingern steht, beim Greifen also den Gegendruck erzeugt. Der Daumen ist etwas dicker. Und er ist in Wirklichkeit gar nicht so kurz, wie er aussieht, denn der eigentliche Daumenansatz sitzt ja viel tiefer in der Hand als die Ansätze der anderen Finger.
Messen Sie mal mit der linken Hand ab, wie lang Ihr rechter Daumen vom Ansatz – vom ersten Gelenk – bis zur Spitze ist und vergleichen Sie das mit dem Mittelfinger – der Daumen zieht da in der Regel keineswegs den Kürzeren.
Wie der Finger des Mannes ...
Bei Männern ist meist der Ringfinger länger. Bei Frauen sind die Finger eher gleich lang, oft ist der Zeigefinger sogar länger. Und die Anatomen haben in den letzten Jahren noch viel mehr herausbekommen: Es gibt zumindest bei Männern eine Korrelation: Je länger der Ringfinger im Verhältnis zum Zeigefinger, desto größer sind die Hoden und der Penis.
Einfluss von Testosteron und Östrogen
Die Ringfingerlänge korreliert auch mit Karriere-Erfolg. In Orchestern haben die ersten Geiger signifikant längere Ringfinger als die zweiten Geiger. Man ahnt inzwischen auch die Gründe: All diese Eigenschaften – die Länge des Ringfingers, die männlichen Geschlechtsteile wie auch die berufliche Durchsetzungskraft – sind im wahrsten Sinne des Wortes testosterongesteuert und werden somit auch von den gleichen Genen kontrolliert.
Das weibliche Hormon Östrogen wiederum beeinflusst das Wachstum des zweiten Fingers – das ist durch Tierversuche belegt. Diese Zusammenhänge hat man erst in den letzten Jahren entdeckt. Nun versucht man zu verstehen, welche tieferen Hintergründe sie haben bzw. was sich die Evolution dabei "gedacht" hat.
Ist Geld voller Keime? Wie unhygienisch ist es, wenn Bäcker Geld mit ihren Handschuhen anfassen?
Jul 06, 2025
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Auf Geld halten sich nur wenige Bakterien
Die Frage ist berechtigt. Nicht nur beim Bäcker, sondern auch beim Metzger kann es vorkommen, dass Wurst und Geld vom Verkaufspersonal angefasst werden. So wird im Lebensmittelhandel Hygiene häufig falsch verstanden, wenn auch unabsichtlich. Denn wenn man zwar Handschuh trägt, damit aber alle Arbeiten verrichtet – die Wurst nimmt, die Tüte, sich am Kopf kratzt etc. – nützt der Handschuh nichts.
Geld wird von vielen Menschen als unhygienisch empfunden, weil es durch viele Hände geht. Trotzdem halten sich daran nur verhältnismäßig wenige Bakterien. Deshalb muss man vor Geld keine große Angst haben.
Auf Münzen und Geldscheinen halten sich Keime schlecht
Zwar hängen viele Keime an Münze und Scheinen. Die Frage ist aber, ob es Keime sind, die uns krank machen. Das kann man nicht pauschal beantworten. Durch Münzgeld, das Kupfer enthält – Silber und Kupfer setzen Ionen frei, die Bakterien abtöten – reduziert sich die Menge an Keimen.
Sowohl Papier- als auch Münzgeld ist aber trocken. Und Trockenheit ist der Feind der meisten Bakterien; die sterben auf einer trockenen Oberfläche, weil sie dort keine Nährstoffe finden.
Wir brauchen aber für Beschäftige im Lebensmittelbereich eine bessere Hygieneausbildung, sodass es da nicht zu Fehlern kommt.
Können Fische die Augen schließen und schlafen?
Jul 05, 2025
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Augenschließen bei Fischen nicht nötig
Kaum ein Fisch kann die Augen schließen. Das ist aber auch nicht nötig, weil die Augen ja unter Wasser nicht austrocknen können. Landtiere schließen die Augen hauptsächlich, weil sie austrocknen, wenn sie nicht immer wieder benetzt werden. Das ist im Wasser nicht nötig.
Papageifische: zum Schlafen abends ab in den Schleim-Kokon
Trotzdem können Fische schlafen, und fast alle Fische tun das auch. Papageifische in den indopazifischen Korallenriffen zum Beispiel bauen sich jeden Abend einen Kokon aus Schleim, in dem sie sich einigeln, damit Moränen sie über Nacht nicht fressen können. Außerdem gibt es nachtaktive Fische, die am Tag schlafen.
Im Korallenriff: "Schlafanzug" in Tarnfarben
Die buntgefärbten Fische im Korallenriff haben nachts fast immer eine unscheinbare Tarnfärbung, mit deren Hilfe sie sich verstecken.
Woher kommt der Ausdruck "jemanden über den Löffel balbieren"?
Jul 03, 2025
Show notes
Das bezieht sich auf eine unangenehme Praxis von jungen Barbiergesellen oder Barbierlehrlingen, also jungen Herrenfrisören, die die Leute noch nicht so gut rasieren konnten.
Eingefallene Wangen bei der Rasur über einem Löffel straff ziehen
Wenn man in früheren Zeiten sehr alt war, dann hatte man ja meist sehr eingefallene Wangen, die schwierig zu rasieren waren. Diese Jungens haben es einfach so gemacht, dass sie einen Löffel nahmen und ihn den Leuten mit der Laffe nach außen in den Mund steckten. So nutzten sie diese Rundung, um die Wange nach außen zu drücken, wodurch eine schöne glatte Fläche entstand.
Bedeutungswandel setzt mit der Zeit ein
Diese Bedeutung – also die umstandslose Art, mit den Leuten umzugehen, die ja auch recht frech ist – hat sich im Lauf der Zeit verändert und es kam dann zu der Bedeutung im Sinne von "Betrug, Übervorteilung".
Hört man in einer Muschel wirklich das Meeresrauschen?
Jul 02, 2025
Show notes
Meeresschnecke verstärkt Umgebungsgeräusche
Nein, das Rauschen, das wir in Muscheln hören, ist nicht das des Meeres. Wie soll das auch gehen? Geräusche bleiben nicht in einem Hohlraum gespeichert. Es ist auch nicht das, was gelegentlich behauptet wird: Der Blutfluss in unseren Adern, der in der Muschel angeblich reflektiert wird.
Was wir in der Muschel hören, sind vielmehr die Geräusche aus der jeweils aktuellen Umgebung. Diese können sich in der Muschel – bzw. der Meereschnecke – verstärken.
Je nachdem, wo wir uns gerade befinden, können die ziemlich ähnlich klingen wie Meeresrauschen. Das liegt am Hohlkörper des Schneckengehäuses; das wirkt akustisch wie eine Resonanzkammer. Die Schallwellen von außen schwingen in der Luftsäule hin und her, und diese Frequenzen treffen dann wieder auf unser Gehör. Je nachdem, wie groß so ein Gehäuse ist, ist auch der Ton eher höher oder tiefer.
Gleicher Effekt bei Gläsern und Dosen
Nicht nur die Meeresschnecke, sondern auch andere Hohlräume, wie Gläser oder Dosen, können diesen Effekt auslösen. Sogar unsere Hände können, wenn wir sie richtig formen, solch ein "Rauschen" erzeugen.
Sobald wir aber mit der Muschel in einen schalldichten Raum gehen, verschwindet dieses angebliche Meeresrauschen.