Woher stammt die “Quarantäne”? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de
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Sind braune Fugen im Bad gesundheitsschädigend?
Jun 19, 2025
Show notes
Silikonfugen werden von Mikroorganismen besiedelt
Die braune Verfärbung ist typisch für Silikonfugen. Die Silikonfugen können von Mikroorganismen besiedelt werden, von Schimmelpilzen, aber auch von Hefen. Die fressen das Substrat oder die Hautschuppen des Menschen, die da drauf fallen, oder auch die Duschgel-Rückstände – das weiß man.
Braune Fugen sind vor allem ein ästhetisches Problem
Es gibt Silikon, das "antimikrobiell ausgerüstet" ist. Das verzögert diesen Effekten ein bisschen. Allerdings ist es tatsächlich mehr ein ästhetisches als tatsächlich ein gesundheitliches Problem.
Woher kommt "jemand spricht mit gespaltener Zunge"?
Jun 17, 2025
Show notes
Den Ausdruck kennen wir von Karl May und aus vielen Western. Man hat ihn den Indianern "untergeschoben", die gerne eine bildreiche Sprache verwenden.
Die gespaltene Zunge bezieht sich auf die Schlange. Diese Tiere haben ja tatsächlich häufig eine vorne etwas verzweigte Zunge, weil sie mit der Zunge sehr viel wahrnehmen.
Für uns erscheint das, als würde jemand nicht grade und klar bei einer Wahrheit bleiben, sondern als würde er das eine sagen und das andere meinen. In China sagt man "Honigmelonenlippen – Bittermelonenherz". Also: "Pass auf, was der sagt, der spricht mit gespaltener Zunge, wie eine Schlange".
Außerdem sind wir hier natürlich auch bei der Schöpfungsgeschichte, beim Teufel.
Warum wurde der Euro-Kurs bei 1,95582 DM festgelegt?
Jun 16, 2025
Show notes
Banken rechneten seit 1979 mit dem ECU
Der genaue Euro-Kurs wurde am Tag der Einführung des Euro als Buchgeld festgelegt, d.h. am 1.1.1999. Der Wert des Euro war nicht aus der Luft gegriffen, sondern der Euro hatte einen Vorläufer, den ECU – die European Currency Unit (Europäische Währungseinheit). Den ECU hatten wir zwar noch nicht im Portemonnaie, aber auf der Ebene der europäischen Banken wurde damit bereits seit 1979 gerechnet. Und als 20 Jahre später der Euro eingeführt wurde, wurde der Wert des ECU einfach 1:1 als Euro fortgeführt.
Wie wurde der Kurs des ECU festgelegt?
Das Prinzip war das des Währungskorbs. Man kann es mit einem Obstkorb vergleichen: Im Obstkorb sind verschiedene Früchte. Die Früchte – Äpfel, Birnen, Bananen – haben jeweils einen eigenen Kilopreis. Und aus der Summe ergibt sich der Wert des Obstkorbs.
So hat man es auch mit den Währungen gemacht: Man stellte sich einen großen Korb vor und hat dort fiktiv Geld von allen Ländern, die am Europäischen Währungssystems teilgenommen haben, hineingetan: D-Mark, französische Francs, italienische Lira usw.
Die verschiedenen Währungen waren dabei aber nicht gleichwertig, sondern wurden gewichtet. Zum Beispiel ein Drittel des gesamten Währungskorbs wurde durch die DM bestimmt, weil Deutschland eine große, starke und damit wichtige Volkswirtschaft war. Das irische Pfund dagegen hat am ECU nur ein Prozent ausgemacht. Diese verschiedenen Währungen gewichtet ergaben zusammen einen ECU.
Das musste später etwas angepasst werden, denn es kamen weitere Länder und damit weitere Währungen dazu. Aber das Prinzip wurde beibehalten.
1999 wurde der Wert des ECU dann 1:1 als Euro übernommen. An Silvester 1998 vormittags um 11 gab es eine Telefonkonferenz der Notenbankchefs der europäischen Staaten. Da wurden noch mal die einzelnen Währungen untereinander auf 5 Stellen hinterm Komma verglichen und darauf wurde dann für jede Währung der endgültige Umrechnungskurs zum Euro festgelegt.
Warum wurde der ECU so festgelegt? Man hätte ja mehr oder weniger "Obst" in den Korb tun können?
Das hätte man machen können, denn letztlich ist es egal, wie hoch man den absoluten Wert ansetzt. Hauptsache, das Verhältnis der Währungen untereinander stimmt.
Jetzt müssen wir noch ein bisschen weiter zurückgehen. Denn auch der ECU hatte eine Art Vorgänger; der nannte sich "Europäische Rechnungseinheit" (ERE). Das war eine Einheit, die bereits Anfang der 1970er-Jahre eingeführt wurde, um eine einheitliche Messlatte zu haben, mit der man die verschiedenen europäischen Währungen vergleichen konnte. Diese Europäische Rechnungseinheit wurde Anfang der 1970er-Jahre in Parität zum Dollar definiert. Also ursprünglich war eine ERE gleich einem Dollar.
1979, als der ECU als Währungskorb eingeführt wurde, hat man diesen Korb so gepackt, dass alle Währungen zusammen den Wert von einer Europäischen Rechnungseinheit bildeten. Wenn man also fragt, warum wir einen Euro haben, der ungefähr 2 Mark entspricht und nicht 10 Mark oder 100 Mark, dann liegt das daran, dass der Vorvorgänger des Euro dem Dollar gleichgesetzt wurde.
Wie und warum leuchten Glühwürmchen?
Jun 14, 2025
Show notes
Glühwürmchen glühen nicht, sondern erzeugen "Kaltes Licht"
Mit Chemie! Das ist ein Beispiel, wie die Natur dem Menschen mal wieder weit voraus war. Der Name Glühwürmchen ist nämlich irreführend – Glühwürmchen glühen überhaupt nicht. Glühen heißt ja, dass etwas so heiß wird, dass es leuchtet. Wie eben heiße Kohle oder auch der Draht in der Glühlampe. Die Glühlampen wurden nach und nach verboten. Warum? Weil sie so uneffektiv sind: Die meiste Energie wird in Wärme umgewandelt, nur 5 Prozent in Licht. Deswegen sage ich: Die Glühwürmchen waren dem Menschen voraus, weil sie nicht glühen, sondern die Energie viel effizienter nutzen. Sie erzeugen nämlich sogenanntes "Kaltes Licht" – Das ist das gleiche Prinzip, das die Menschen erst seit 20 Jahren bei den sogenannten LEDs nutzen, also den Leuchtdioden, die jetzt zunehmend Verbreitung finden – dieses Prinzip verwenden die Glühwürmchen bereits seit Jahrmillionen.
Physikalisch passiert dabei Folgendes: Wenn man Atomen Energie zufügt, werden sie angeregt. Ihre Elektronen springen dann auf ein höheres Energieniveau. Dort bleiben sie aber nur winzige Sekundenbruchteile. In dem Moment, wenn sie wieder auf das alte Niveau zurückfallen, wird die entsprechende Energie in Licht umgewandelt. Und genau das passiert sowohl in den Leuchtdioden als auch im Glühwürmchen.
Glühwürmchenlicht: kühl wie ein LED-Lämpchen
Das Licht der Glühwürmchen wirkt auch recht kühl, eben ähnlich wie bei LED-Lämpchen; es ist die gleiche Art von Licht. Der Unterschied besteht darin, wie die Atome angeregt werden. Bei den LEDs geht das mit elektrischem Strom, bei den Glühwürmchen wird die Energie chemisch erzeugt, durch chemische Reaktionen.
Gar nicht teuflisch: Wenn Luciferin mit Luciferase reagiert
Und jetzt wird’s schön: Die Glühwürmchen besitzen nämlich eine Substanz, die den teuflischen Namen Luciferin trägt – allerdings nicht deshalb, weil die Substanz was Teuflisches hätte, sondern weil Lucifer ja wörtlich "Licht-Träger" bedeutet. Dieses Luciferin reagiert mit einem entsprechenden Enzym – der Luciferase – und bei dieser Reaktion entstehen diese angeregten Atome. Wenn die sich wieder "abregen", geben sie – wie eben die Leuchtdiode auch – Licht ab. Und zwar hoch effizient: 95 Prozent der dabei verbrauchten Energie wird in Licht umgewandelt – bei der Glühlampe sind es nur 5 Prozent.
... und Würmchen sind sie auch nicht: Das Glühwürmchen ist ein Käfer
Die Glühwürmchen leuchten nicht am ganzen Körper, sondern nur das Hinterteil leuchtet. Der Name "Glühwürmchen" ist nämlich noch aus einem anderen Grund falsch – die Glühwürmchen glühen nicht nur nicht – es sind auch keine Würmer, sondern Käfer. Das Hinterteil der Käfer ist transparent. Darauf befindet sich eine Schicht aus Salzkristallen, die das Licht reflektiert. Das ist vergleichbar mit einem Autoscheinwerfer, der eine reflektierende Schicht und eine durchsichtige Scheibe besitzt, die das Licht nach außen lässt.
Leuchten lockt die Partner an
Mit dem Leuchten locken die Glühwürmchen Partner an. Es gibt Arten, bei denen nur die Weibchen leuchten, bei anderen auch die Männchen.
Der Normalfall ist: Laue Sommernacht: Die Weibchen sitzen im Gras oder auf Büschen und leuchten. Dadurch werden die Männchen ganz heiß – es entsteht praktisch ein natürlicher Rotlichtbezirk. Dann begeben sich die Männchen Richtung Weibchen – und zielgenau über dem Weibchen lassen sie sich fallen.
Wie viele Sprachen gibt es?
Jun 13, 2025
Show notes
Weltweit etwa 7.000 Sprachen
Insgesamt gibt es auf der Welt ungefähr 7.000 Sprachen. In Afrika gibt es zum Beispiel nur wenige Länder, die sprachlich homogen sind. Somalia ist wahrscheinlich das einzige, wo es eigentlich nur eine Sprache gibt, vielleicht noch Malawi. In den meisten afrikanischen Ländern gibt es mehrere oder viele Sprachen. Und in etlichen Ländern gibt es sehr viele Sprachen. Allein in Nigeria gibt es über 100, im Kamerun wahrscheinlich ebenfalls.
Wir haben in Leipzig einen sehr wichtigen Katalog der Sprachen der Welt entwickelt, den nennen wir "Glottolog" – nach Glotta, dem griechischen Wort für Sprache. Darin gibt es über 7.000 Sprachen.
Große Sprachvielfalt vor allem am Äquator
Die Sprachenvielfalt konzentriert sich insbesondere um den Äquator herum. Aber so ist es nicht nur in Afrika, das finden wir genauso in Südamerika, auch in der Äquatorialregion. In Amazonien, aber auch in den Anden haben wir sehr, sehr viele verschiedene Sprachen.
Am allergrößten ist die Sprachendichte aber in Südostasien, also in Indonesien oder in Borneo. Die absoluten Rekorde finden wir in Neuguinea und auf den Salomoninseln und Vanuatu. Das sind ganz kleine Länder, mit vielen kleinen Inseln, die in den Nachrichten fast nie vorkommen. Hier leben viele arme Menschen; viele leben in Dörfern von 3.000 bis 5.000 Einwohnern – und ihre jeweilige Sprache wird nur in diesem Dorf gesprochen.
Warum gibt es in bestimmten Regionen so viele Sprachen?
Das ist eine sehr interessante Frage, auf die wir eine interessante Antwort geben können. Man muss die Frage vielleicht umkehren: Warum haben wir in Europa so wenige große Sprachen? Das war in Europa wahrscheinlich auch mal anders, nämlich zu der Zeit, bevor es diese vielen großen Reiche gab. Bevor sich das Römische Reich über ganz Italien ausgebreitet hat, gab es dort ungefähr 20 oder 30 verschiedene Sprachen. Die alten Römer haben darüber geschrieben. Dann hat sich das Lateinische ausgebreitet und die Sprachenvielfalt war weg. So ähnlich war es vermutlich in anderen Teilen Europas auch.
Das heißt: Überall dort, wo sich keine großen Reiche ausgebreitet haben, konnte sich die Sprachenvielfalt erhalten – also etwa im Amazonasgebiet oder in Neuguinea, wo die Ausländer erst im Laufe des 20. Jahrhunderts wirklich eingegriffen haben.
Allein in Neuguinea gibt es heutzutage noch an die 1.000 Sprachen.
Wie wirkt Hitze auf Körper und Psyche?
Jun 12, 2025
Show notes
Hitze erhöht Risiko für psychische Erkrankungen
Nicht nur unser Körper arbeitet bei Hitze auf Hochtouren, um uns runterzukühlen, auch die Psyche ist betroffen: Wenn die Temperaturen steigen, steigt auch das Risiko für psychische Erkrankungen, warnt das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim: Bei Hitze steigt die Zahl der aggressiven Zwischenfälle, es kommt zu mehr Notaufnahmen in Akutpsychiatrien. Und sogar die Zahl der Suizide steigt, wenn es heiß ist.
Körper leistet bei Hitze Schwerstarbeit
Unser Körper steht ebenfalls unter großem Stress, um zu verhindern, dass das System überhitzt. Unabhängig von der Außentemperstur muss er seine Temperatur konstant auf ca. 37°C halten. Das ist nötig, damit die lebensnotwendigen Stoffwechselprozesse stattfinden können. Steigt die Körpertemperatur zu sehr, dann zerfallen die körpereigenen Proteine.
Deshalb leistet der Körper bei Hitze Schwerstarbeit: Die Blutgefäße erweitern sich und vergrößern ihre Oberfläche, um möglichst viel Wärme abgeben zu können. Wasser wird dabei aus dem Blut über die Schweißdrüsen aus dem Körper gepumpt – und wir fangen an zu schwitzen. Die Verdunstung von Schweiß auf unserer Haut kühlt dann unseren Körper herunter; Schwitzen ist unser wirksamster Mechanismus, um nicht zu überhitzen. Doch durch die Erweiterung der Blutgefäße sinkt unser Blutdruck. Das Herz-Kreislauf-System ist dann besonders gefordert. Das Herz muss schneller pumpen und durch die stärkere Hautdurchblutung werden die inneren Organe mit weniger Blut versorgt. Das kann zu einer Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Wir fühlen uns schneller erschöpft. Außerdem wird warmes Blut zur Abkühlung in die Extremitäten wie Hände und Füße gebracht. Die können in der Folge anschwellen.
Hitze: vor allem Belastung für Kinder, Senioren und Schwangere
Gerade für Kinder, ältere Menschen und Schwangere ist Hitze besonders belastend. Kinder schwitzen viel weniger als Erwachsene und können schlechter hohe Außentemperaturen ausgleichen. Ältere Menschen schwitzen ebenfalls zu wenig, denn die Zahl der Schweißdrüsen und die Durchblutung der Haut nimmt mit dem Alter ab. Außerdem nimmt altersbedingt in der Regel auch die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems ab. Und Schwangere sind bei Hitze besonders gefährdet, denn ihr Körper muss sowieso schon eine größere Menge Blut pumpen, um den Fötus mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Bei Hitze steigt auch das Risiko für Frühgeburten.
Flüssigkeitsverlust verursacht viele Beschwerden
Eine zu hohe Hitzebelastung merken wir häufig durch Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Benommenheit. Meist hängen die Beschwerden mit dem Flüssigkeitsverlust zusammen, der beim Schwitzen entsteht. Deshalb sollten wir bei Hitze mehr trinken als normal. Außerdem – wenn irgend möglich – sollten wir draußen im Schatten bleiben und die direkte Sonne meiden.
Soll man täglich duschen und Haare waschen?
Jun 12, 2025
Show notes
Täglich waschen, aber nicht unbedingt duschen
Das Duschen bzw. Waschen ist immer ein bisschen dem Zeitgeist geschuldet. Beim normalen Menschen, der keine schwere körperliche Arbeit verrichtet, ist das tägliche Duschen und Haarewaschen nicht unbedingt notwendig.
Wenn man sich täglich wäscht, also körperliche Reinheit einhält, muss das nicht unbedingt durch Duschen erfolgen, sondern man kann sich auch am Waschbecken waschen.
Die Häufigkeit der Haarwäsche hängt vom Haartyp ab. Auch wenn man lange Haare nicht täglich waschen möchte, werden sie deshalb nicht unhygienisch.
Ist häufiges Haarewaschen sogar schädlich?
Durchaus. Genauso wie das häufige Duschen. Bei jedem Duschen wird die Haut strapaziert. Und je nach Seife – wenn diese z. B. Zusätze wie Farb- oder Duftstoffe enthält oder besonders aggressiv ist – wird unser Säureschutzmantel und der Talg – das Fett – an unserer Haut abgewaschen. Die Haut wird dadurch trocken und damit anfälliger, denn wir stören die Haut bei der Abwehr von Keimen.
Warum werden Menschen zu Amokläufern?
Jun 11, 2025
Show notes
Das ist eine der interessantesten Fragen der Entwicklungspsychologie. Da Menschen so unterschiedlich sind, ist es schwer, diese Frage allgemein zu beantworten. Durch Vergleiche lassen sich aber bei den Tätern relevante Gemeinsamkeiten feststellen, die als Ursache infrage kommen. So kann man vier Variablen erkennen, die auf alle Amokläufer zutreffen:
1. Alle Amokläufer litten massiv unter psychischen Störungen.
2. Sie besitzen ein ausgeprägtes Interesse an Waffen.
3. Sie haben Zugang zu Waffen.
4. Sie haben ein ausgeprägtes Interesse an Gewalt. – Das gilt sowohl für jugendliche als auch für erwachsene Amokläufer.
Warum werden wir in der Sonne braun?
Jun 11, 2025
Show notes
Braune Haut schützt vor UV-Strahlung
Wenn man davon ausgeht, dass Sonnenlicht im allgemeinen Gegenstände aufwärmt, dann ja. So hat die dunklere Haut den gleichen Effekt, wie wenn man sich ein dunkles T-Shirt anzieht; darunter ist es auch wärmer, als wenn man ein weißes T-Shirt trägt. Allerdings soll uns die braune Haut nicht vor Wärmestrahlung schützen – sondern vor der gefährlichen UV-Strahlung, und dafür ist diese Bräune wiederum wichtig.
Bräune: Farbpigment Melanin in Kombination mit UV-Strahlung
Die Bräune entsteht durch ein bestimmtes Farbpigment, das Melanin heißt. Es bildet sich unter der Haut, wenn UV-Strahlung auf die Hautzellen kommt. Diese UV-Strahlung, vor allem die UV-B-Strahlung, produziert das Melanin. Das normale Sonnenlicht enthält sowohl UV-B- als auch UV-A-Strahlen. Die UV-A-Strahlen lassen das Melanin wiederum mit Blutsauerstoff reagieren – und das ergibt eine braune Färbung der Haut.
Braune Haut "schluckt" gefährliche UV-Strahlung
Die Verdunkelung der Haut ist ein Nebeneffekt. Eine komplett weiße Haut, die wie eine Farbe das Sonnenlicht reflektiert, ist biologisch sehr schwer zu bewerkstelligen. Das Melanin wiederum hat den Effekt, dass es die gefährlichen UV-Strahlen schluckt; es absorbiert sie. Genau das tun ja dunkle Pigmente: Sie absorbieren die Sonnenstrahlen, in dem Fall die gefährlichen UV-Strahlen. Und genau darum werden wir in der Sonne braun.
Ist es hygienischer, wenn man den Körper rasiert?
Jun 10, 2025
Show notes
Rasierter Körper entspricht dem Zeitgeist
Nein. Waschen bzw. körperliche Sauberkeit ist wichtig. Dabei kann man die Haare genauso gut waschen wie die glatte Haut. Vielleicht ist es etwas einfacher, die glatte Haut zu waschen. Aber die Mode, sich heute den Körper zu rasieren, entspricht dem Zeitgeist und ist nicht der Hygiene geschuldet.
Körperbehaarung schützt
Haare schützen Körperöffnungen und sollen Reibung minimieren, z. B. unter den Achseln oder im Schambereich. Deshalb erfüllen sie biologisch betrachtet einen Zweck.