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    1000 Antworten

    Woher stammt die “Quarantäne”? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de
    Viele Episoden dieses Podcasts stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz. Ihr könnt diese Episoden unter Angabe der Quelle und der Lizenz unverändert in Eurem eigenen Digitalangebot dauerhaft veröffentlichen. Die Episoden dürfen dabei nicht verändert oder kommerziell genutzt werden. Die Lizenz lautet CC BY-NC-ND 4.0.

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    Latest Episodes:
    Entfernt die Spülmaschine Krankheitserreger? Mar 21, 2023
    Show notes

    Infektionskrankheit: Hygienisch sauber wird Geschirr im Normalprogramm

    Die Spülmaschine zu benutzen ist das Beste, was Sie machen können, um zu Hauser des Geschirr sauber zu bekommen. Wenn Sie hygienisch auf Nummer sicher gehen wollen, nehmen Sie das Normalprogramm oder sogar das Programm mit dem Symbol "Topf und zwei Untertassen", also das 75-Grad-Programm. Dann sind Sie absolut auf der sicheren Seite.

    Energiesparprogramm nutzen, aber gelegentlich Normalprogramm fahren

    Die Ökoprogramme, die wir im Augenblick benutzen, um Energie zu sparen, kann man guten Gewissens benutzen, wenn man ab und zu, etwa einmal die Woche, auch das Normalprogramm fährt. Das ist gut für die Hygiene der Maschine und auch die des Geschirrs, das in der Maschine ist.

    Wie klimaschädlich ist Wein? Mar 14, 2023
    Show notes

    Wenn man sich die CO2-Bilanz von Getränken anschaut, bewegt sich Wein im oberen Mittelfeld. Für eine normale Flasche Wein fällt ungefähr so viel CO2 an wie bei einer 5 Kilometer langen Autofahrt. Das ist aber nur die Flasche; wenn der Wein abgefüllt ist, kommt noch der Transport hinzu. Je nachdem, wohin die Reise der Flasche geht, fällt die CO2-Bilanz deutlich höher aus. Bei der Traubenproduktion im Weinberg kommen 20 Prozent der Treibhausgas-Emissionen zustande – für Dünger, Diesel und Pflanzenschutzmittel. Letztere machen in der Gesamtbilanz aber nur ein Prozent aus. Wer also Bio-Wein kauft, tut zwar etwas Gutes für die Umwelt, nicht aber zwingend fürs Klima. Weitere 25 Prozent der Emissionen fallen im Weinkeller an. Hier spielen vor allem der Stromverbrauch und die Wärmeenergie bei der Weinproduktion eine Rolle.

    Energieintensive Produktion: Klimakiller Einweg-Weinflasche

    Über die Hälfte der Emissionen von Wein entsteht durch die Verpackung – der versteckte Klimakiller ist hier die Glasflasche. Deren Herstellung ist nämlich echt energieintensiv. Die Bilanz ist vor allem deswegen mies, weil wir die Flasche nur einmal benutzen und dann ins Altglas werfen. Alternativen zur Glasflasche gibt es schon – zum Beispiel ein Pappkarton mit Schlauchbeutel, wie man ihn kennt, wenn man frischen Apfelsaft vom Hofladen kauft. Bag-in-Box nennt sich das. Bei der Herstellung so eines Kartons fällt nur ein Achtel der Emissionen von einer normalen Glasflasche an. In den skandinavischen Ländern ist so eine Papp-Verpackung für Wein schon so was wie Standard, in Deutschland setzt sie sich bisher aber nicht durch. Und zwar weil Weinliebhaber gelernt haben, dass Qualitätswein vor allem in schweren Glasflaschen daherkommt – und man aus dem Tetrapack im Supermarkt eben eher Fusel erwartet. So richtig effektiv fürs Klima wäre nach Meinung von Weinexpertin Helena Ponstein ein Mehrwegsystem für Weinflaschen, wie es in Deutschland auch für andere Flaschen üblich ist.

    Mehrwegsystem ist bei Weinflaschen schwer umzusetzen

    Das umzusetzen ist aber aus mehreren Gründen schwierig, denn zum einen kommt ein großer Teil unseres Weins aus dem Ausland, und zum anderen müssten sich die Winzer dann auf eine einheitliche Flasche einigen – bisher haben sie da recht freie Hand: Es gibt 0,75- und 1-Liter-Flaschen in den Farben rot, grün, braun und weiß – und häufig ist so eine Flasche mit viel Tradition und Marketingstrategie verbunden. Auch sind die Verschlüsse der meisten Weinflaschen nicht darauf ausgelegt, häufig recycelt zu werden. Allerdings bieten einige Winzerinnen und Winzer bereits regionale Mehrwegsysteme an.

    Nachhaltig: Wein regional kaufen und möglichst nicht in der Einweg-Flasche

    Laut Weinexpertin Helena Ponstein wäre es möglich, durch ein Mehrweg-System, Ökostrom und kurze Transportwege bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen von Wein einzusparen. Nachhaltiger Weintrinken heißt also: Wein beim regionalen Winzer kaufen und möglichst nicht aus der Einweg-Glasflasche.

    Was sind die drei größten Keimschleudern im Haushalt? Mar 13, 2023
    Show notes

    1. Spülschwamm

    Die absolute Nummer 1 als größte Keimschleuder im Haushalt ist der Spülschwamm.

    2. Kühlschrank

    Hygiene im Kühlschrank ist total wichtig, weil dort Lebensmittel gelagert werden.

    3. Mensch und Tier

    Was viele nicht wissen: Zu den größten Keimschleudern zu Hause gehören auch die Menschen, mit denen man zusammenlebt. Und Tiere.

    Schadet zu viel Hygiene der Gesundheit? Mar 12, 2023
    Show notes

    Hygienehypothese: frühkindliche Exposition mit Mikroorganismen schützt

    Das Stichwort ist hier die sogenannte Hygienehypothese: Der Mensch braucht, um gesund zu sein, Kontakt mit vielen verschiedenen Mikroorganismen. Das weiß man. Nehmen wir mal an, man würde ein Experiment machen, bei dem man Menschen steril aufzieht. Dann werden diese Menschen nicht gesund. Das darf man nicht. Die Kunst ist, im Leben Kontakt mit Mikroorganismen zuzulassen – also viel rauszugehen, auch mal im Dreck zu spielen. Bei Kindern wird der Schnuller, der runtergefallen ist, nicht mit Sagrotan desinfiziert, sondern nur mit dem Taschentuch ab gewischt. Und man ernährt sich vielfältig – das sind wichtige Punkte.

    Keine Masernpartys!

    Es wäre aber falsch zu sagen: Ich suche zum Beispiel bewusst den Kontakt mit Infektionskrankheiten und mache eine Masernparty. Wenn also ein Kind krank ist, stecke ich alle zusammen, damit die bewusst krank werden und sich so das Immunsystem abhärtet. Das wäre total falsch.

    Bei Kindern Kontakt mit Mikroben zulassen

    Man muss eine gewisse Balance hinkriegen. Den Kontakt mit Mikroben, den ich als Säugling und als Kind habe, ist entscheidend. In meinem Alter, um die 50, ist es total egal. In Bezug auf die Hygienehypothese ist es total egal, was ich in dem Alter mache; da ist schon alles gelaufen. Aber bei Kindern ist es wichtig, dass man Kontakt mit Mikroben zulässt.

    Wie kommt Saharastaub nach Deutschland? Feb 22, 2023
    Show notes

    Saharastaub bringt Nährstoffe und düngt Pflanzen – sogar am Amazonas

    Fast eine Milliarde Tonnen Sand weht der Wind jedes Jahr aus der Sahara weg. Dabei kommt das wenigste bei uns an. Die Kanarischen Inseln vor Westafrika kriegen viel ab – Fuerteventura ist eigentlich ein Ableger der Sahara – und auch nach Südamerika an den Amazonas weht der Sand. Dort liefert er mehr als die Hälfte der Nährstoffe, die die Pflanzen brauchen. Zu uns kommt die rötliche Sandfracht mehrmals im Jahr – mal mehr, mal weniger sichtbar.

    Blutschnee und Blutregen

    Diese Winter-Staub-Stürme verfärben den Schnee, der noch in den Alpen liegt, rotbraun: "Blutschnee" sagen die Menschen dazu. "Blutregen" heißt es, wenn Niederschlag den Staub aus der Atmosphäre wäscht.

    Sahara: weltweit größte Feinstaub-Quelle

    Die Sahara ist die größte Quelle von Feinstaub weltweit. Aus ihr alleine stammt die Hälfte der Mineralstaubpartikel. Was bei uns ankommt, ist auch tatsächlich der Fein- und Feinststaub. Gröbere Sandkörner kommen nicht so weit.

    Krankheitskeime können über den Staub transportiert werden

    Im Vergleich zu Partikeln aus Verbrennungsprozessen – also Autoabgasen und Rauch aus Schornsteinen – sind die mineralischen Teilchen aber deutlich weniger gefährlich für die Gesundheit von Menschen. Asthmatikern machen sie aber trotzdem hin und wieder Probleme. Und die Staubteilchen können auch robuste und langlebige Krankheitskeime, die sich an sie dranheften, weit transportieren. Zumindest sind Zusammenhänge zwischen Saharastaub und Krankheitsausbrüchen in Afrika dokumentiert.

    Ist grüner Tee wirklich so gesund? Feb 09, 2023
    Show notes

    Teetrinker leben gesundheitsbewusster

    Was sind die "Beweise"? Zum einen, dass Grünteetrinker länger leben und etwas seltener Krebs bekommen. Das kann aber auch ganz andere Gründe haben. Es ist zum Beispiel bekannt, dass Teetrinker generell gesundheitsbewusster leben. Das ergab vor Jahren eine französische Studie: Teetrinker rauchen weniger und bewegen sich mehr. Und schon das kann dazu führen, dass die durchschnittliche Teetrinkerin eine höhere Lebenserwartung hat als ihr bier- und limotrinkender Nachbar.

    Weder Laborstudien noch klinische Studien bringen Klarheit

    Das grüner Tee so gesund sein soll, stützt sich zum anderen auf Studien einer Substanz, die vor allem im grünen Tee, kaum aber im Schwarztee vorkommt: Es handelt sich um EGCG (Epigallocatechingallat), In Tier- und Laborstudien zeigt sich, dass EGCG – vor allem in hochkonzentrierter Form – bestimmte Gefäßablagerungen verhindert, die für Alzheimer und Parkinson verantwortlich sind. Doch aus solchen Laborversuchen kann man noch längst nicht ableiten, dass Tee gegen Alzheimer hilft. Das Problem ist, dass das EGCG beim normalen Teetrinken kaum vom Körper aufgenommen wird – also auch nicht wirken kann. So stellen sich manche der positiven Wirkungen (so auch die häufig zu lesende höhere Fettverbrennung und damit verbunden mögliche Gewichtsreduktion) nur ein, wenn EGCG in konzentrierter Form genommen wird - etwa in Form von EGCG-Kapseln. Doch genau diese bergen auch Gefahren für die Leber. Und so ist es häufig: In Laborstudien zeigen die im Tee enthaltenen Substanzen eine bestimmte Eigenschaft, die positiv sein könnte – aber in klinischen Studien, wenn man also echten Patienten Tee zu trinken gibt, bleibt die Wirkung dann doch aus. Eine Ausnahme gibt es: Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Tee kann unter bestimmten Umständen Blutgefäße weiten und damit das Infarktrisiko senken. Aber bei diesen Versuchen war es dann völlig egal, ob der Tee grün oder schwarz ist.

    Gesundheitsfördernde Wirkung bei Grün- und Schwarztee

    Und diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch: Fast überall dort, wo es eine gesundheitsfördernde Wirkung gibt, zeigt sie sich beim grünen und schwarzen Tee gleichermaßen. Das könnte darauf hinweisen, dass die Forschung bisher auf die falsche Substanz gesetzt hat. Möglicherweise sind gar nicht die Katechine für eventuelle positive Wirkungen verantwortlich, sondern zum Beispiel das Theanin, eine Aminosäure, die sowohl im Schwarzen als auch im Grünen Tee vorkommt. Oder es ist das Koffein – dessen positive Seiten die Forschung inzwischen zunehmend entdeckt.

    Nicht zu viel erwarten

    Doch das sind alles Mutmaßungen. Im Moment kann man nur sagen: Es gibt viele gute Gründe, Tee zu trinken: Er enthält viel Flüssigkeit, keine Kalorien und keinen Alkohol. Aber wenn Sie ihn nur trinken, um länger zu leben: Erwarten Sie nicht zu viel!

    Können Hunde schnarchen? Feb 07, 2023
    Show notes

    Beim Mops kann zu enger Rachen Ursache sein

    Diese Frage werden viele Halter direkt beantworten können: ja, definitiv. Es gibt einige Rassen, die auch im wachen Zustand schnarchen, das darf man nicht verwechseln. Es ist aber nicht gut, wenn sie das tun, denn das spricht meistens dafür, dass sie einen zu engen Rachen haben, ein zu langes Gaumensegel. Das betrifft vor allen Dingen die kurznasigen Hunderassen wie zum Beispiel den Mops.

    Schnarchende Hunde sind normal, aber Vorsicht bei möglichen Fremdkörpern

    Aber auch die normalnasigen Hunde könnten durchaus in den Tiefschlafphasen schnarchen. Das ist wie beim Menschen durch ein flatterndes Gaumensegel oder eine schiefe Nasenscheidewand oder ähnliches bedingt. Für die langnasigen Hunde ist das überhaupt nicht problematisch. Man sollte aber aufmerksam werden, wenn man ein Tier hat, das noch nie geschnarcht hat und auf einmal damit anfängt. Das kann ein Hinweis sein, dass irgendwo in der Nasenhöhle ein Schleimpfropf sitzt. Bei Hunden kann das auch mal ein Grashalm oder ein anderer Fremdkörper sein. Aber ansonsten dürfen die Tiere durchaus auch mal schnarchen.

    Was tun, wenn mein Hund nachts laut träumt? Feb 04, 2023
    Show notes

    Wie Menschen können auch Hunde träumen. Das sieht häufig aus, als wären es Hundebegegnungen, als wären sie auf der Jagd, häufig machen die Tiere im Traum Beinbewegungen, als würden sie rennen, machen Belllaute oder Japslaute. Das kann sehr unterschiedlich sein. Wenn Sie merken, dass es für den Hund ein Stresstraum ist, ein Albtraum oder ein aufregender Traum, sollten Sie beruhigend auf ihn einwirken, wenn er aufwacht und realisiert, wo er ist. Dann wird er merken, dass es nur ein Traum war und friedlich weiterschlafen. Die Hunde verarbeiten im Schlaf, soweit ich das einschätzen kann, erlebte Dinge – vielleicht ganz ähnlich wie wir Menschen.


    7 Tricks zum schönen Gendern: Wie gendert man elegant, ohne dass es auffällt? Feb 04, 2023
    Show notes

    7 Tricks zum schönen Gendern

    1. Verben statt Substantive 2. Geschlechtsneutrale Begriffe 3. Mit exemplarischen Personen arbeiten und abwechseln
    • Die Regelung trifft die Bankangestellte ebenso wie den Krankenpfleger.
    • Wie lange ein Patient die Antibiotika nehmen muss, entscheidet im Zweifel die Ärztin.
    4. Das exemplarische "Ich", "Du", "Wir", "Ihr", "Sie"
    • Für mich als Patientin bedeutet das neue Gesetz, …
    • Versuche haben gezeigt: Wenn wir Farben wahrnehmen, sehen Sie sie anders als ich.
    • Alle Mitarbeiter bleiben bitte zu Hause! → Bitte bleibt zu Hause!
    5. Sätze umstellen 6. Manchmal reichen Zahlen ohne Substantive
    • Zur Demonstration kamen Zehntausende.
    • In der Klasse haben heute fünf gefehlt.
    7. Wortzusammensetzungen ändern

    Ist es normal, dass Katzen Milben im Ohr haben? Feb 02, 2023
    Show notes

    Abstrich aus dem Katzenohr unter dem Mikroskop analysieren

    Manche Katzen haben immer wieder Probleme mit den Ohren; es gibt dazu eine Veranlagung. Wichtig ist herauszufinden, ob es sich um eine reine Milbeninfektion handelt. Der Tierarzt nimmt hierfür einen Tupfer und schaut sich den unter dem Mikroskop an. Wenn Milben festgestellt werden, braucht es ein bestimmtes Medikament, um die Milben zu bekämpfen.

    Oft verursachen Pilze und Bakterien Probleme mit den Ohren

    Wenn man aus dem Ohr der Katze schwarzen Schmutz herausholt, sind aber häufig gar keine Milben beteiligt, sondern es handelt sich um eine Ohrinfektion, die aus einer Mischung aus Pilzinfektion und Bakterien besteht. Auch das erkennt man unter dem Mikroskop: Sind es Bakterien? Sind es Pilze? Oder ist es eine Kombination aus beidem. Danach wählt man das passende Medikament aus. Katzen können mal Ohrmilben haben. Meistens werden sie als Kitten einmal dagegen behandelt und damit ist das normalerweise erledigt. Die Tiere stecken sich dann nicht ununterbrochen wieder an. Sollten sie aber dennoch regelmäßig Probleme mit den Ohren haben, muss man sich den Abstrich unter dem Mikroskop anschauen, was genau die Ursache ist.

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