TopPodcast.com
Menu
  • Home
  • Top Charts
  • Top Networks
  • Top Apps
  • Top Independents
  • Top Podfluencers
  • Top Picks
    • Top Business Podcasts
    • Top True Crime Podcasts
    • Top Finance Podcasts
    • Top Comedy Podcasts
    • Top Music Podcasts
    • Top Womens Podcasts
    • Top Kids Podcasts
    • Top Sports Podcasts
    • Top News Podcasts
    • Top Tech Podcasts
    • Top Crypto Podcasts
    • Top Entrepreneurial Podcasts
    • Top Fantasy Sports Podcasts
    • Top Political Podcasts
    • Top Science Podcasts
    • Top Self Help Podcasts
    • Top Sports Betting Podcasts
    • Top Stocks Podcasts
  • Podcast News
  • About Us
  • Podcast Advertising
  • Contact
Not in our directory?
Add Show Here
Podcast Equipment
Center

toppodcastlogoOur TOPPODCAST Picks

  • Comedy
  • Crypto
  • Sports
  • News
  • Politics
  • True Crime
  • Business
  • Finance

Follow Us

toppodcastlogoStay Connected

    View Top 200 Chart
    Back to Rankings Page
    Natural Sciences

    1000 Antworten

    Woher stammt die “Quarantäne”? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de
    Viele Episoden dieses Podcasts stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz. Ihr könnt diese Episoden unter Angabe der Quelle und der Lizenz unverändert in Eurem eigenen Digitalangebot dauerhaft veröffentlichen. Die Episoden dürfen dabei nicht verändert oder kommerziell genutzt werden. Die Lizenz lautet CC BY-NC-ND 4.0.

    Advertise
    • Apple Podcasts
    • Google Play
    • Spotify

    Latest Episodes:
    Entstanden unsere Redensarten vor allem im Mittelalter? Jan 05, 2025
    Show notes

    In der Romantik herrscht besonderes Interesse am Mittelalter

    Seit der Romantik hatte man beim Publikum sehr viel Erfolg mit dem Mittelalter: Mittelalterromane und Mittelalterdramen entstanden. Und mit dem Film auch die Mittelalterfilme. Die hatten einen unerhörten Erfolg. Auch bei den Erklärungen für Redensarten und Sprichwörter beginnt man sehr gerne mit der schönen Einleitung "Schon im Mittelalter ..."

    Mittelalter umfasst rund 1.000 Jahre

    Da stellt sich jedoch die Frage: Welches Mittelalter denn? Wenn wir die grobe Einteilung 500 bis 1500 nehmen, sind das 1.000 Jahre. Und es ist ein Unterschied, ob etwas um 800, um 1100 oder um 1400 im Schwange ist. Da bin ich schon vorsichtig. Mit der Romantik, mit dieser starken literarischen Betonung des Mittelalters, wurden Wendungen, die im Mittelalter vorkamen, aber gar nicht so häufig waren, plötzlich wichtig und modern. Es gab auch viele bildliche Darstellungen; dadurch sind die überhaupt wieder in Schwange gekommen, nachdem sie eigentlich gar nicht mehr so beliebt gewesen waren. "Nägel mit Köpfen machen" geht zum Beispiel definitiv auf das Handwerk des Nagelschmied zurück, der einen schweren Baunagel zu schmieden hatte. Das erforderte harte und gute Arbeit. Das wurde erst um 1800 zu einer Redensart, obwohl die Grundlage dafür wesentlich älter war.

    Beispiel "Holzauge, sei wachsam!"

    Bei "Holzauge, sei wachsam" kann man klar sagen, dass es hierzu falsche Behauptungen gibt. Dass der Ausdruck nämlich von einer drehbaren Kugel in einer Schießscharte herkomme. Oder von einer Art Guckloch in Toren von Burgen. Denn diese Redensart kommt aus dem Kartenspiel; da ist sie besonders beliebt. Sie ist vor dem Zweiten Weltkrieg praktisch überhaupt nicht zu finden – vielleicht ein paar Jahre davor, aber keineswegs im Mittelalter oder auch nur im 16. der im 17. Jahrhundert. Es ist definitiv später erfunden worden. Wer Karten spielt, weiß, dass das damit einhergeht: eine ganz bestimmte Geste nämlich. Man zieht das untere Augenlid nach unten. Es ist nicht hundertprozentig möglich zu erklären, woher es wirklich kommt. Aber wenn man sich die Lexika ansieht, findet man "Holzauge" als Bezeichnung für das "Astloch" und durch das Astloch schauen. Das kommt zum Beispiel bei Friedrich Schiller in "Kabale und Liebe" vor.
    Und wenn du aus jedem Astloch ein Auge strecktest und vor jedem Blutstropfen Schildwache ständest ...

    Quelle: Miller, 1. Akt, 1. Szene: "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller

    Es kommt aber auch später, gerade im soldatischen Zusammenhang, bei vielen Witzen vor, wo Männer durch Bretterzäune schauen, hinter denen leicht oder gar nicht bekleidete Frauen zu sehen sind. Im Fliegerjargon war das Holzauge ein Jagdflieger, der auf seinen Rottenführer ein besonderes Auge hatte, oder auch die Kokarde an feindlichen englischen Bombern. Das alles spielt hier zusammen. Es ist wohl so, dass man mit eine Art bösem Witz darauf anspielt, dass selbst eine Holzprothesen von einem Auge, das wäre ja eigentlich ein Glasauge, selbst dieses Auge müsste wachsam sein. Gerade im Zusammenhang mit dem soldatischen Herkunftsgebiet und mit dem Jagdfliegen kann man sich vorstellen, dass das sehr leicht in das Kartenspiel und über das Kartenspiel in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist. Aber mit dem Mittelalter hat es nichts zu tun.

    Stimmt es, dass der Mount Everest doch nicht der höchste Berg der Welt ist? Jan 03, 2025
    Show notes

    Schildvulkane auf Hawaii

    Das stimmt. Denn die größten, aktivsten Vulkane der Erde sind höher als der Mount Everest. Sie befinden sich auf Hawaii. Da ist der Mauna Loa und der Mauna Kea. Die sind beide über 10.000 Meter hoch – vom Meeresboden angerechnet bis über den Meeresspiegel. Über dem Meeresspiegel sind sie etwa 4.000 Meter hoch, aber ganz flach. Man nennt sie Schildvulkane.

    Warum riechen alte Menschen anders als junge? Jan 02, 2025
    Show notes

    Talg- und Fettzellen stellen im Alter andere Duftmoleküle her

    Im Alter verändert sich die Haut. Die Fette, die wir über die Talgdrüsen ausscheiden, verändern sich. Die Haut verliert auch an Feuchtigkeit und ist daher im Alter trockener. Damit ändert sich auch die Zusammensetzung der Düfte, die unser Körper und unsere Duftzellen abgeben. Vor allem die Talg- und Fettzellen stellen andere Duftmoleküle her. Damit bekommt man einen völlig anderen Altersduft. Man sollte schauen, dass man die Haut möglichst frisch, also sehr feucht hält und sich gut eincremt. Auch sollte man versuchen, die Kleidung öfter zu wechseln als sonst, weil sich der Geruch auch in der Kleidung festsetzt. Aber ein bestimmter Altersduft entspricht eben dem Alter und unterscheidet sich von dem Duft, den man in jungen Jahren hat und auch vom Duft der Kindheit.

    Körperduft hängt auch von den Hormonen ab

    Auch die Hormone spielen natürlich eine Rolle, denn auch die verändern sich im Alter. Der Duft ist auch hormonabhängig.

    Wie sollte man Perlatoren und den Duschkopf reinigen? Jan 01, 2025
    Show notes

    Sie sollten den Perlator, also den Aufsatz am Wasserhahn, regelmäßig reinigen. Das gilt auch für den Duschkopf. Legen Sie sie dazu in Essig oder Zitronensäure und holen Sie den Kalk heraus.

    Säure entfernt Kalk und Mikroben

    Kalk ist eine wunderbare Grundlage für mikrobielles Wachstum und schafft eine große Oberfläche. Mit der Säure, die man benutzt, um den Kalk wegzumachen, holt man auch die Mikroben heraus. Auf Metallen wächst weniger mikrobieller Bewuchs als auf Kunststoffoberflächen. Wasserhähne und Duschköpfe aus Metall sind zwar teurer, aber hygienisch gesehen sind sie besser.

    Woher kommt das Wort "Tohuwabohu"? Dec 31, 2024
    Show notes

    "Und die Erde war wüst und leer"

    Das Wort kommt aus der hebräischen Bibel, also dem "Alten Testament“, und zwar gleich aus dem zweiten Satz. Der erste lautet bekanntlich: "Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde" – "Bereschit bara Elohim et haSchamaim we‘et ha‘arez" – und dann geht es gleich weiter: "va ha‘arez hajita tohu vavohu." – "Und die Erde war wüst und leer." Dieses "wüst und leer“ ist somit nichts anderes als die Lutherübersetzung des biblischen "Tohuwabohu“ ("b“ und "v“ werden im Hebräischen durch den gleichen Buchstaben dargestellt).

    Bibelübersetzung: Martin Luther nahm sich sprachliche Freiheiten

    "Tohu“ bedeutet so viel wie "leer“, "vohu“ entspricht dem deutschen Begriff "öde" oder eben "wüst". Und das "wa“ heißt einfach nur "und“. Also eigentlich steht da, strenggenommen nicht: "Die Erde war wüst und leer", sondern umgekehrt: "leer und wüst". Aber diese Freiheit der Umstellung hat sich Martin Luther genommen. Diesen Ursprung des Ausdrucks kennen heute viele nicht mehr – heute ist Tohuwabohu einfach ein Synonym für Chaos, was ja in der Bibel auch gemeint war: Die Welt war völlig unsortiert. Es gab keine Trennung von Land und Wasser, noch nicht einmal von Licht und Finsternis. Das war das Tohuwabohu der Bibel. Sprachlich interessant ist auch, dass der Bibeltext zwei klanglich ähnliche Wörter verwendet, eben "tohu“ und "bohu“. Das ist ein sprachliches Stilmittel, ein "Homoioteleuton“ – das kennen wir im Deutschen auch in Ausdrücken wie: "Klein, aber fein“, "richtig und wichtig“, "Lug und Trug. Aber diesen Gleichklang von Tohuwavohu ins Deutsche zu übertragen, das hat selbst der sprachverliebte Martin Luther nicht geschafft. Auf "wüst“ reimt sich nun mal nichts Passendes. Wenn man es drauf anlegt, könnte man texten: Die Erde war öde und schnöde … aber das trifft nicht wirklich den Zustand des Tohubabohu.

    Warum gilt rotes Licht als "warm", obwohl es energieärmer ist als blaues? Dec 30, 2024
    Show notes

    Rotes und blaues Licht unterscheiden sich in der Energiedichte, sie befinden sich jeweils auf den entgegengesetzten Seiten des Regenbogens. Blaues Licht schwingt fast doppelt so schnell wie rotes und hat eine entsprechend kürzere Wellenlänge. Und weil es schneller schwingt, sind die Lichtteilchen auch energiereicher. Trotzdem wirkt rotes Licht wärmer.

    Unterschied zwischen Physik und Psychologie

    Wie eine Farbe auf uns wirkt, hängt eben nicht davon ab, ob die entsprechenden Strahlen energiereich sind oder nicht, sondern es hängt davon ab, wie unser Gehirn Signale verarbeitet. Gerade bei Farben spielen da vermutlich auch ganz archaische Assoziationen eine Rolle. Rot, gelb und orange – das sind die Farben des Feuers, der Glut. Rot erscheint die Sonne am Abendhimmel. Und Rot ist auch die Farbe des Blutes. Blut bedeutet Wärme: Wenn uns heiß ist und die Finger warm sind, sind sie rot. Das alles war schon bei unseren frühen Vorfahren so, deshalb ist diese Assoziation rot = warm wohl ganz tief in unserem Wahrnehmungsapparat verankert. Was dagegen ist blau? Blau ist zum Beispiel das Wasser – und Wasser kühlt.

    Rotes Licht ist nicht nur psychologisch warm, sondern auch physikalisch warm

    Denken wir zum Beispiel an Infrarotlampen: Die wärmen wirklich. Das wird im medizinischen Bereich eingesetzt, während umgekehrt kein Arzt oder Ärztin daran denken würde, einen Menschen mit UV-Lampen zu behandeln. Denn UV-Licht ist aggressiv, es kann die Haut schädigen und Krebs verursachen. Das liegt daran, dass UV-Licht noch energiereicher ist als blaues Licht – die hohe Energiedichte macht das Licht so aggressiv. Umgekehrt ist Infrarotlicht physikalisch gesehen noch energieärmer als rotes Licht; trotzdem gilt Infrarotstrahlung als Wärmestrahlung. Das hat folgenden Hintergrund: Grundsätzlich hat jeder Körper eine Eigenstrahlung, und diese Eigenstrahlung hängt ausschließlich von der Temperatur ab. Deshalb kann man, selbst wenn es stockdunkel ist, mit einer Infrarotkamera warme und kalte Gegenstände unterscheiden, weil die warmen im Infrarotbereich stärker strahlen. Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Temperatur eines Körpers und der Art von Strahlung, die er aussendet. Wenn etwas Zimmertemperatur hat, dann sehen wir diese Strahlung nicht, sie liegt im Infrarotbereich und infrarote Strahlung sehen unsere Augen nicht. Doch wenn die Dinge wärmer werden, verändert sich die Strahlung und verschiebt sich in den Bereich des sichtbaren Lichts – sprich, sie verschiebt sich von Infrarot zu Rot. Deshalb sind glühende Körper rot. Bei noch höheren Temperaturen würde sich die Glühfarbe wiederum ins Bläuliche verschieben, aber wenn ein Körper blau glüht, müsste er noch heißer sein als die Sonne, und im Alltag haben wir praktisch nie mit solch extrem heißen Objekten zu tun. Deshalb ist für uns eben auch Rot die Farbe warmer, glühender Körper.

    Mit dem Rauchen aufhören: Wann ist der Körper wieder auf Nichtraucherniveau? Dec 28, 2024
    Show notes

    Raucherhusten und Kurzatmigkeit: nach etwa 9 Monaten verschwunden

    Das Rauchen hat viele Auswirkungen auf den Körper. Manche verschwinden, wenn man aufhört, schneller, andere brauchen länger. Recht schnell verschwinden die unmittelbaren Symptome, also der Raucherhusten und die Kurzatmigkeit. Da schafft es die Lunge innerhalb von wenigen Wochen bzw. spätestens nach neun Monaten, sich selbst zu reinigen; die Flimmerhärchen in den Lungenflügeln wachsen wieder nach. In dem Bereich kommt ein Ex-Raucher relativ schnell wieder auf den Stand eines Nicht-Rauchers.

    Kein erhöhtes Herzinfarktrisiko mehr nach 5 bis 6 rauchfreien Jahren

    Etwas länger dauert es bei den schwerwiegenderen Gesundheitsrisiken, die mit dem Rauchen verbunden sind. Es ist bekannt, dass Raucher ein deutlich erhöhtes Herzinfarktrisiko haben. Schon bei täglich fünf Zigaretten steigt dieses Risiko um 50 Prozent. Die Ursache hierfür sind Begleitstoffe im Qualm, Kohlenmonoxid, Stickoxide, Wasserstoffcyanide. Die führen zu ständigen kleinen Entzündungen an den Innenwänden der Blutgefäße. Diese Stoffe machen das Blut buchstäblich dicker, zähflüssiger. Gleichzeitig steigt bei jeder Zigarette der Blutdruck – und alles zusammen steigert die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt, aber auch für Schlaganfälle. Untersuchungen zeigen: Ein 60-jähriger Raucher hat etwa das gleiche Infarktrisiko wie ein 80-jähriger Nichtraucher. Die gute Nachricht ist: Das Risiko sinkt wieder, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Auch bei ehemals starken Rauchern ist das Herz-Kreislauf-System nach 5 bis 6 rauchfreien Jahren in der Regel wieder so fit, als wenn man nie angefangenen hätte. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit hat das auch eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums bestätigt: Selbst Menschen, die erst mit 60 aufhören zu rauchen, haben nach ein paar Jahren kein erhöhtes Infarktrisiko mehr.

    Gilt das auch für Lungenkrebs?

    Nein, da dauert es etwas länger. Da berufe ich mich wieder auf das DKFZ: Die Krebsforscher sagen zwar, dass nach 10 Jahren Nichtrauchen das Lungenkrebsrisiko bereits deutlich reduziert sei und nach 20 Jahren "ist das meiste weg". Aber auf das Niveau eines "Nie-Rauchers" sinkt das Risiko nicht mehr.

    Genetische Schäden in den Lungenzellen sind irreparabel

    Das leuchtet auch ein: Krebs entsteht dadurch, dass bestimmte Stoffe im Qualm – gar nicht mal das Nikotin, sondern Stoffe wie Benzol oder Formaldehyd – zu genetischen Schäden in den Lungenzellen führen. Diese Schäden sind irreparabel. Da nimmt mit jedem Jahr Rauchen das Risiko prinzipiell zu, weil die Gefahr, dass Zellen geschädigt werden, steigt. Wenn man aufhört, steigt die Gefahr zwar nicht weiter an – aber von den Zellen, die bei der Entscheidung aufzuhören bereits geschädigt waren, geht weiterhin Gefahr aus.

    Wie lange braucht ein Lichtsignal vom Objekt ins Gehirn? Dec 25, 2024
    Show notes

    Mit Lichtgeschwindigkeit vom Objekt aufs Auge

    Erst mal muss das Licht vom Objekt auf die Netzhaut des Auges gelangen. Diese Zeit hängt von der Entfernung des Objekts ab. Da die Lichtgeschwindigkeit bekannt ist – 300.000 km pro Sekunde – kann man die Geschwindigkeit leicht ausrechnen. Wenn ich ein Buch lese, das 30 cm von meinem Auge weg ist, braucht das Licht den hundert millionsten Bruchteil einer Sekunde. Wenn ich einen Baum in 30 Metern Entfernung sehe, dann braucht es 100-mal länger.

    Vom Auge ins Gehirn dauert's: Nerven arbeiten nicht in Lichtgeschwindigkeit

    Das macht also einen Unterschied – aber dieser Unterschied ist eigentlich belanglos: Von besagtem Baum zu meinem Auge braucht das Licht immer noch nur eine Millionstel Sekunde und diese Zeit kann man vernachlässigen. Denn viel länger ist die Zeit, die das Signal auf dem weiteren Weg von der Netzhaut ins Gehirn braucht. Das sind nämlich 50 bis 80 Millisekunden, also nur noch etwa den zwanzigsten Teil einer Sekunde. Das heißt, die Übertragungsgeschwindigkeit in den Nerven ist viel langsamer als das Licht. Man kann das auch anders anschaulich machen: Die Zeit, die das Signal vom Objekt zum Auge braucht, fällt erst bei astronomischen Größenordnungen ins Gewicht. Ein guter Anhaltspunkt wäre ein Asteroid, der in knapp 30.000 km Entfernung an der Erde vorbei saust; das ist knapp ein Zehntel der Strecke Erde/Mond. Da kann man wirklich sagen: Das Licht braucht vom Asteroiden zum Auge ungefähr so lange wie auf den restlichen Zentimetern vom Auge zur Sehrinde im Gehirn. Wir haben nun zwei Etappen betrachtet:
    1. Etappe: Der Lichtweg vom Objekt zur Netzhaut
    2. Etappe: Die Nervenübertragung vom Auge ins Gehirn

    Gehirn braucht "Rechenzeit", bis ein Bild entsteht

    Es fehlt aber noch etwas. Denn was im Gehirn ankommt, sind unzählige elektrochemische Nervensignalen – die muss das Gehirn noch verarbeiten, um aus den vielen Signalen ein Gesamtbild zu konstruieren. Das ist also "Rechenzeit", und die dauert ungefähr nochmal so lange. Bis wir also ein Objekt wirklich erkennen, brauchen wir ungefähr 150 Millisekunden – also etwa eine Siebtel Sekunde. Und die allermeiste Zeit davon verbringt das Signal sozusagen "in unserem Kopf". Der Lichtweg vom Objekt zum Auge spielt erst eine Rolle, wenn wir zum Mond oder zu den Sternen gucken; auf der Erde ist er vernachlässigbar. Insgesamt kann man schon sagen: Unser Erleben, unsere Wahrnehmung hinkt der Wirklichkeit um mehr als eine Zehntelsekunde hinterher.

    Warum werden Kartoffeln braun und knusprig, wenn man sie in Öl brät? Dec 25, 2024
    Show notes

    Maillard-Reaktion sorgt für schmackhafte Bräune

    Da geht’s den Kartoffeln nicht anders als fast allen anderen Lebensmitteln, denn das gilt ja auch für Nudeln, Fleisch oder Gemüse und insbesondere Zwiebeln. Alles wird in der Pfanne oder im Ofen braun und häufig zumindest an der Oberfläche auch knusprig. Darüber denken wir meist gar nicht mehr nach, denn das ist schließlich der Inbegriff des Bratens und Backens: die leckere Bräune des Essens. Bei diesen Vorgängen läuft eine chemische Reaktion ab, die sogenannte Maillard-Reaktion. Für diese Reaktion braucht man zwei Zutaten, die in all den genannten Lebensmitteln – wenn auch in unterschiedlichen Mengenverhältnissen – enthalten sind:
    • Zuckermoleküle vor allem in Form von Glucose – also Traubenzucker und
    • Eiweiße bzw. Aminosäuren – also Eiweißbausteine
    Wenn diese beiden Ausgangssubstanzen zusammenkommen und erhitzt werden, verbinden sie sich zu größeren Molekülen. Diese Endprodukte heißen Melanoide – in dem Namen steckt das griechische Wort Melas = schwarz. Womit schon gesagt ist, dass diese Reaktionsprodukte dunkel sind – daher die Bräunung.

    Warum werden die Lebensmittel knusprig?

    Aus zwei Gründen. Zum einen verbinden sich zwei Moleküle – Zucker und Aminosäure – zu jeweils einem besonders großen Molekül. In der Chemie gilt als Faustregel: Große Moleküle machen eine organische Substanz tendenziell härter oder zumindest „weniger geschmeidig" als kleine. Und im Mund fühlt sich das dann knusprig an.

    Welche Rolle spielt das Öl in der Pfanne?

    Für die chemische Reaktion selbst ist es eigentlich nicht wichtig – es dient vor allem dazu, die Hitze zu übertragen und damit den Vorgang überhaupt auszulösen. Das Öl ist außerdem ein Geschmacksträger. Und natürlich verhindert es in vielen Fällen, dass die Sachen anbrennen. Aber die Maillard-Reaktion funktioniert auch ohne Fett: Kartoffeln werden im Ofen auch ohne Fett braun, genauso der Toast im Toaster.

    Frühjahrskartoffelchips enthalten mehr Acrylamid

    Bei der Maillard-Reaktion entstehen unter bestimmten Bedingungen allerdings neben den genannten Melanoiden auch andere Substanzen, allen voran das berüchtigte Acrylamid. Das entsteht vor allem bei großer Hitze, wenn die Ausgangssubstanzen besonders trocken sind – bestes Beispiel ist die Herstellung von Kartoffelchips, aber auch im Brot oder im Kaffee ist Acrylamid enthalten. Interessant: Eine Studie besagt, dass Kartoffelchips, die man im Frühjahr kauft, mehr Acrylamid enthalten als die, die man im Herbst kauft. Der Grund: Die Kartoffeln, die im Frühjahr zu Chips verarbeitet werden, haben bereits mehrere Monate Lagerung hinter sich, und bei der Lagerung verwandelt sich ein Teil der Stärke in Glucose. Glucose ist, wie gesagt, eine wesentliche Ausgangssubstanz für die Maillard-Reaktion – und bei der Kartoffelchips-Herstellung bedeutet mehr Glucose eben auch: mehr Acrylamid. Allerdings hat die Studie auch ergeben, dass die Kartoffelchips heute im Schnitt weniger Acrylamid enthalten als noch vor zehn Jahren. Und dass Acrylamid überhaupt gesundheitsgefährdend oder gar krebserregend ist, ist bislang noch gar nicht bewiesen.

    Woher weiß man, ob ein Stern, den wir nachts sehen, überhaupt noch existiert? Dec 23, 2024
    Show notes

    Licht aus, Stern tot

    Wenn man es ganz streng nimmt, dann weiß man es letztlich wirklich nicht. Die einzige Möglichkeit, wie Sterne uns sozusagen "mitteilen” können, dass sie nicht mehr existieren, ist, dass sie aufhören zu leuchten. Wenn wir uns vorstellen, ein Stern ist 1.000 Lichtjahre weg, und ist gestern erloschen, dann würden wir das auf der Erde theoretisch erst in 1.000 Jahren erfahren. Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, um die Wahrscheinlichkeit abschätzen. Zum Beispiel dürften die allermeisten Sterne, die wir in der näheren Umgebung sehen – damit meine ich unsere Milchstraße – auch jetzt in diesem Moment noch existieren. Die Milchstraße hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren. Wir blicken also bei der Milchstraße höchstens 100.000 Jahre in die Vergangenheit. Das klingt viel, ist aber nur ein Bruchteil der Zeit, die diese Sterne überhaupt existieren. Denn die meisten von ihnen gibt es seit Milliarden von Jahren. Das ist zehntausendmal so lang wie das Licht von ihnen zu uns braucht. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass der Stern ausgerechnet in dieser relativ kurzen Zeit erloschen ist, in der sein Licht zu uns unterwegs war, ist statistisch gesehen relativ klein. Man kann es für die einzelnen Sterne aber noch etwas genauer abschätzen. Denn Sterne haben, genau wie Menschen, einen typischen Lebenszyklus. Sie leuchten, weil sie Wasserstoff zu Helium fusionieren. Und irgendwann ist der Wasserstoff aufgebraucht. Jetzt kommt es darauf an, wie groß der Stern ist. Denn je größer der Stern, desto schneller ist der Wasserstoff "verbrannt", desto kürzer also ist die Lebenserwartung des Sterns.

    Größe von Sternen anhand der Leuchtkraft messen

    Die Astronomen können in den Himmel gucken und ermitteln: Wie groß ist der Stern? Das kann man vor allem an seiner Leuchtkraft messen. Kleine Sterne haben meist noch viel Zeit vor sich, große Sterne haben ein kurzes Leben, mit ihnen wird es bald zu Ende gehen. Und wie viel ihrer Lebenszeit schon rum ist, das lässt sich oft auch an der Farbe des Lichts ablesen. Ist das Licht rötlich, ist das Ende des Sterns näher als wenn er hell und bläulich leuchtet.

    Falls es also Sterne gibt, die im Moment gar nicht mehr existieren, dann eher die rötlichen?

    Ja, es gibt ein Paradebeispiel dafür, das ist der Stern Beteigeuze im Sternbild Orion. Der ist relativ nah, etwas mehr als 400 Lichtjahre entfernt. Und er ist sehr groß, 20 Mal so groß wie die Sonne. Die Astronomen stellen fest, dass seine Leuchtkraft seit Jahren nachlässt, das heißt, sie geben ihm nicht mehr viel Zeit. irgendwann innerhalb der nächsten 10 bis 20.000 Jahre sollte es mit ihm vorbei sein. Dann wird er sich erst mal kurz zur Supernova aufblasen und extrem hell werden. Obwohl Beteigeuze so weit weg ist, würde man das auf der Erde auf jeden Fall mitbekommen. Man sagt, das wird dann eine Lichterscheinung – vielleicht so hell wie der Mond. Aber das kann eben in 10.000 Jahren sein, vielleicht war seine Zeit auch schon gestern vorbei, nur dass wir das noch nicht mitbekommen haben, weil wir sein Licht immer noch sehen. Wir würden das dann eben erst nach 400 Jahren sehen.

    Previous 1 43 44 45 46 47 72 Next

    Related Podcasts

    Science Friday

    1

    Science Friday Astronomy
    Radiolab

    2

    Radiolab Documentary
    BrainStuff

    3

    BrainStuff Natural Sciences
    StarTalk with Neil deGrasse Tyson

    4

    StarTalk with Neil deGrasse Tyson Games & Hobbies
    Radiolab

    5

    Radiolab Documentary
    Stuff To Blow Your Mind

    6

    Stuff To Blow Your Mind Life Sciences
    footer-logo

    Contact Us

    Toll Free: 844-670-7747

    Links

    • Home
    • Top Charts
    • Networks
    • Apps
    • Independents Podcasts
    • Podcast Advertising
    • Podcast News
    • Contact Us
    • About Us
    • Analytics & Insights

    Stay Connected

      Privacy, Terms of Use & Our Code of Ethics Protecting Content Creators Copyrights