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    Woher stammt die “Quarantäne”? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de
    Viele Episoden dieses Podcasts stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz. Ihr könnt diese Episoden unter Angabe der Quelle und der Lizenz unverändert in Eurem eigenen Digitalangebot dauerhaft veröffentlichen. Die Episoden dürfen dabei nicht verändert oder kommerziell genutzt werden. Die Lizenz lautet CC BY-NC-ND 4.0.

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    Latest Episodes:
    Sind die Ostfriesen wirklich Weltmeister im Teetrinken? Apr 17, 2025
    Show notes

    Sind die Ostfriesen wirklich Weltmeister im Teetrinken?

    Das liest man zwar überall und ich habe diese Behauptung in früheren Berichten auch ungeprüft übernommen. Laut Deutschem Teeverband trinken die Ostfriesen pro Kopf 300 Liter Schwarz- und Grüntee im Jahr und demnach mehr als die Menschen in Libyen (287 Liter) und der Türkei (277 Liter), die nach Angaben des Internationalen Teehandelsverbands ITC die Rangliste im Ländervergleich anführen. Wer schon mal in Ostfriesland war, weiß, dass dort viel Tee getrunken wird. Trotzdem gibt es mehrere statistische Gründe, den angeblichen Weltrekord infrage zu stellen.

    Statistische Rosinenpickerei

    Der erste Grund ist: Die Türkei ist ein Staat, Ostfriesland eine Region. Da geht die statistische Rosinenpickerei schon los: Eine deutschen Region, von der man weiß, dass dort sehr viel Tee getrunken wird, zu vergleichen mit einem Durchschnittswert anderer Staaten. Dabei gibt es innerhalb dieser großen Länder ebenfalls regionale Unterschiede. An der türkischen Schwarzmeerküste, wo Tee angebaut wird, dürfte der Verbrauch höher liegen als im Rest der Türkei. Und wenn er nur 10 Prozent höher läge als der türkische Durchschnitt, könnten die Schwarzmeerküstenbewohner den Ostfriesen den Weltmeistertitel streitig machen. Doch auch an der Zahl von 300 Litern pro Kopf drängen sich Zweifel auf.

    Wie der Teekonsum berechnet wird

    Denn wie werden diese Verbrauchszahlen überhaupt ermittelt? Das Internationale Teekomitee (ITC) hat dafür eine einfache Formel: Wie viel Tee importiert ein Land? Wie viel Tee produziert es selber? Das wird addiert, und davon abgezogen wird die Menge, die ein Land exportiert. Daraus ergibt sich die Summe an Teepulver in Tonnen, die in einem Land bleibt und naheliegenderweise von den dortigen Bewohnern in flüssiger Form konsumiert wird. Aus einem Kilogramm entstehen ungefähr 90 Liter Tee, das ist die gängige Umrechnungsformel. Im Fall von Ostfriesland kommt man dann auf 140 Millionen Liter Tee, die sich auf knapp 470.000 Einwohner verteilen. Macht ziemlich genau 300 Liter pro Ostfriese und Jahr.

    Statistische Falle beim "Pro-Kopf"-Verbrauch

    Das klingt erstmal plausibel, aber wenn man auf diese Weise einen Pro-Kopf-Konsum ermittelt, kann man leicht in eine statistische Falle tappen. Für die gibt es ein Lehrbuchbeispiel aus der Statistik: Welches Land hat die höchste Kriminalitätsrate. Antwort: Der Vatikan. Warum? Weil der Petersplatz viele Besucher und viele Taschendiebe anlockt. Hunderte Delikte werden dort pro Jahr gemeldet. Aber der Vatikan hat offiziell nur knapp 500 Einwohner. Die Kriminalitätsrate ist aber per Definition die Zahl der Delikte geteilt durch die Zahl der Einwohner. Wenn man so rechnet, kommt man beim Vatikan im Schnitt auf ein Verbrechen pro Einwohner. Also wäre fast jeder Vatikan-Bewohner – aber nur deshalb weil die vielen Besucher bei der Berechnung der Kriminalitätsrate unter den Tisch fallen. In diese Falle kann man auch tappen, wenn man den Teekonsum in Ostfriesland errechnet. Denn auch Ostfriesland hat überdurchschnittlich viele Urlauber im Verhältnis zur Einwohnerzahl. In Ostfriesland wohnen 460.000 Menschen, aber zusätzlich halten sich zwischen Emden und Norderney 100.000 Touristen auf. Die trinken aber ebenfalls Tee, das gehört schließlich dazu, oder sie kaufen als Mitbringsel für sich oder andere Ostfriesentee, den sie für sich oder für andere nach Hause mitnehmen. Wenn diese Urlauber nicht berücksichtigt werden, sondern man die Teemenge nur durch die Zahl der Einwohner teilt, erscheint der Pro-Kopf-Verbrauch in Ostfriesland höher als er tatsächlich ist. Der Effekt ist natürlich nicht so krass wie bei der Kriminalitätsrate des Vatikan, kann aber durchaus 10 bis 20 Prozent ausmachen.

    "Ostfriesischer" Teekonsum findet auch außerhalb Ostfrieslands statt

    Ein weiterer Fehler kann auftauchen, wenn die veranschlagte Teemenge größer ist als es der Realität entspricht. Auch das ist hier sehr wahrscheinlich der Fall. Denn ermittelt wird diese Zahl regulär über die Differenz aus Import und Export. Doch die großen ostfriesischen Teehäuser schicken ihren Tee auch an Läden oder Endkunden außerhalb Ostfrieslands, ohne dass dies offiziell als "Export" irgendwo registriert wird. Der größte Teehändler Bünting etwa verkauft ein Drittel seines Tees über Teegeschäfte außerhalb Ostfrieslands. Plus über den Online-Versand an Endkunden an Deutschland und im Ausland. Dieser Online-Versand macht nach Angaben von Bünting 6 Prozent des Absatzes aus.

    Zähler zu groß, Nenner zu klein – das treibt den "Teeverbrauch" in die Höhe

    Werden diese Fehlerquellen nicht berücksichtigt, würde das bedeuten: In Ostfriesland verbleibt weniger Tee als offiziell ausgewiesen, und dieser Tee wird auch noch von deutlich mehr Menschen konsumiert als nur von den Einwohnern. In der Rechnung: Menge pro Kopf wird also der Zähler zu groß und der Nenner zu klein angesetzt. So würde der offizielle Teeverbrauch künstlich in die Höhe geschraubt. Und selbst wenn es jeweils nur 10 Prozent sind, macht das schon fast 20 Prozent Unterschied. Statt 300 Liter pro Kopf läge der Verbrauch bei nur 240 Litern, und das wäre noch vorsichtig gerechnet. Der Verdacht, dass wirklich falsch gerechnet wurde, liegt nahe, denn erstens entsprechen die angeblichen 300 Liter pro Kopf ja genau der Zahl, die herauskommt – wenn man also die offizielle Teemenge durch die offizielle Zahl der Einwohner teilt und somit die Fehlerquellen nicht berücksichtigt. Und zweitens lassen sich diese Fehlerquellen ja auch nur schwer beseitigen. Der Teekonsum durch Urlauber etwa wird ja nicht separat erfasst, sodass man ihn herausrechnen könnte.

    Intransparente Berechnung des Teekonsums

    Zur Sicherheit habe ich trotzdem beim Deutschen Teeverband nachgefragt, ob diese möglichen Fehlerquellen berücksichtigt werden. Die Auskunft war so knapp wie ernüchternd.
    Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir interne Berechnungsdetails nicht weitergeben.

    Quelle: Deutschen Teeverband

    Das ist ungewöhnlich: Der Teeverband verkündet eine Rekordzahl, verrät aber nicht, wie sie zustande kommt. Das widerspricht den Grundlagen jeder Wissenschaft und jeder Statistik. Das alleine wäre schon ein Grund, die Zahl und den damit verbundenen "Weltmeister"-Titel nicht länger zu verbreiten. Doch auch das Deutsche Rekordinstitut erscheint in keinem guten Licht. Es hat sich die Zahl zu eigen gemacht und dem Land 2021 den Weltmeistertitel in einer offiziellen Urkunde bestätigt. Auf seinen Webseiten erweckt das Rekordinstitut den Eindruck, es hätte die Angaben nochmal geprüft. Doch auf Nachfrage erklärt es:
    "Leider haben wir keine Informationen zur Methodik der damaligen Untersuchung."

    Quelle: Rekord-Institut für Deutschland

    Die einen sagen nichts, die anderen wissen nichts. Seriös geht anders.

    Tourismusmarketing mit angeblichem Weltmeistertitel

    Jetzt könnte man fragen: Ist das nicht egal? Warum ist dieser Weltmeistertitel überhaupt so wichtig? Ist er eigentlich nicht – aber er wird natürlich zu Marketingzwecken genutzt. 2016 wurde die Ostfriesische Teekultur in das Immaterielle Kulturerbe der Unesco aufgenommen, und der pseudo-amtliche Tee-Weltmeistertitel setzt dem nochmal die Krone auf. Das zeigt schön ein vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium mitfinanzierter "Praxisleitfaden nachhaltiger Kulturtourismus", in dem Tipps gegeben werden, wie die Ostfriesische Teekultur inklusive Weltmeistertitel in Wert gesetzt werden kann.
    Die Teekultur nimmt im Regionalmarketing einen zentralen Stellenwert ein.

    Quelle: Praxisleitfaden nachhaltiger Kulturtourismus

    Das wiederum ist offensichtlich. Natürlich hat Ostfriesland ein besonderes Verhältnis zum Tee. Alleine aufgrund seiner Geschichte. Der Tee kam dort über die benachbarten Niederländer schon relativ früh an. "Vor rund 300 Jahren hat sich in Ostfriesland eine eigenständige Teekultur entwickelt. Tee wird seitdem auf ritualisierte Art während der ostfriesischen Teezeremonie getrunken." So steht es im Bundesweiten Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe der Unesco.

    Wie authentisch ist die "Ostfriesische Teezeremonie"?

    Die "Ostfriesische Teezeremonie" mit "Kluntje" (Kandiszucker) und Sahne ist ebenfalls fester Teil des Regionalmarketings. Und auch ein bisschen übertrieben, meint der Historiker Martin Krieger im SWR-Podcast "Das Wissen". Er hat ein ganzes Buch über die Geschichte des Tees geschrieben und sich die Quellen genauer angeschaut.
    Der ostfriesische Tee ist in allererster Linie ein Mythos. Wenn wir uns die Statistiken angucken aus dem siebzehnten, aus dem achtzehnten Jahrhundert, dann werden wir sehr schnell feststellen, dass in Ostfriesland in dieser Zeit in ebenso großem Maße Kaffee wie Tee getrunken wurde. Das heißt also, man trank in Ostfriesland nicht mehr Tee als beispielsweise in Hamburg als in Schleswig-Holstein.

    Quelle: Martin Krieger, Historiker

    Tatsächlich vollzog sich der Teeboom in Ostfriesland erst viel später, nämlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts. "In der ärmlichsten Hütte kommt der Theetopf den ganzen Tag nicht vom Feuer." Heißt es damals in einem Aufsatz über das ostfriesische Armenwesen. Aber auch: "Milch wird regelmäßig in Ostfriesland zum Thee nicht genommen, dagegen wenn irgend der letzte Pfennig es gestattet, etwas Kandiszucker" Also: Kluntje ja, aber keine Milch und keine Sahne, und auch sonst unterschied sich die Teezubereitung die meiste Zeit nicht von der in anderen Gegenden Norddeutschlands. "Die ostfriesische Teezeremonie war eigentlich gar keine", sagt Martin Krieger:
    Denn so, wie man heute den Tee aus Friesland serviert, so hat man ihn im neunzehnten Jahrhundert praktisch überall serviert in Deutschland. Erst zu Beginn des zwanzigsten, Jahrhunderts gab es den Versuch, eine ostfriesische Identität zu konstruieren, und so schafft man einen Mythos nach dem Motto: Wir trinken Tee eigentlich schon immer.

    Quelle: Martin Krieger, Historiker


    Wurden die Mauern von Jericho tatsächlich durch Posaunen zum Einsturz gebracht? Apr 16, 2025
    Show notes

    Unterschied zwischen Text und Archäologie

    Man muss hier unterscheiden zwischen Textuntersuchung und Archäologie: Der Text wurde nicht in der Zeit um 1200 v. Chr. geschrieben, also zurzeit der Landnahme, sondern rund 600 Jahre später. Das sieht man schon allein daran, dass die Grenze Israels am Jordan lag, denn sonst würde das gar nicht nach Jericho verlagert werden. Während es in der Zeit um 1200 auch nur im Ostjordanland Stämme gab, nämlich Gad und Teile von Manasseh und Reuben, sodass die Außengrenze des Stämmeverbundes Israels ganz woanders lag. Es ist also ein relativ junger Text, der deutlich machen will: Dieses Land ist euch von Gott geschenkt worden. – Bei den archäologischen Grabungen um 1909 in Jericho fand man eine eingestürzte Mauer und sagte: Da sind wir bei Josua, damit haben eine absolute Datierung; das ist 1200 v. Chr. Später hat sich gezeigt, dass man sich um rund 1000 Jahre geirrt hat, denn das ist eine Mauer, die aus der Zeit 2300 v. Chr. stammt, also sehr viel älter ist.

    Jericho: in der Zeit der Landnahme unbesiedelt

    Jericho war in der Zeit, als die Landnahme stattgefunden hat, überhaupt nicht besiedelt. Es ist ein Ort, der um 1300 v. Chr. aufgegeben wurde und dann erst wieder ab 1100 neu besiedelt wurde. Diese Texte wollten aber nie historische Texte sein. Wir denken heute immer stark als Historiker. Das war bis zur Aufklärung überhaupt nicht der Fall. Gehen Sie in ein Museum und schauen sich ein Bild an, z. B. eine Geburtsgeschichte, die im 13., 14. oder 15. Jahrhundert gemalt wurde. Da haben Sie die biblische Geburtsgeschichte und dahinter eine italienische Stadt und Maria und Joseph tragen Kleider, die für die damalige Zeit in der Gegen typisch war und keine orientalische Kleidung. Die Leute haben also immer von ihrer Zeit her gedacht und nicht von der Vergangenheit her, weil sie dieses Wissen auch gar nicht mehr hatten. Also keine Trompeten vor Jericho und auch keine Posaunen.

    Warum sind Alpenflüsse oft blau oder türkis? Apr 15, 2025
    Show notes

    Eigenfarbe des Wassers ist nur bei großen Wassermengen erkennbar

    Es gibt zwei Gründe, warum Wasser blau erscheinen kann. Die erste Möglichkeit ist: Das Wasser ist tief und mächtig. Wir denken oft, Wasser ist farblos, aber das stimmt nicht ganz. Wasser hat tatsächlich eine Eigenfarbe, es schluckt tendenziell die roten Lichtanteile und ist deshalb ganz schwach blau. Das macht sich aber nur bei großen Wassermengen bemerkbar – etwa in einem tiefen See oder im Meer. Bei wenig Wasser – etwa dem Wasser in einem Glas oder einer Flasche – macht sich diese Eigenfarbe noch nicht bemerkbar.

    Schwebteilchen im Wasser beeinflussen die Flussfarbe

    Die Eigenfarbe erklärt deshalb auch nicht die oft blau, manchmal leuchtend türkis-blaue Farbe von Gebirgsflüssen. Die hat eine andere Ursache. In welcher Farbe Flüsse erscheinen, hängt nämlich weniger von ihrer Tiefe ab als von der Zusammensetzung des Wassers, also von den Schwebteilchen, die er mitschleppt. Viele große Flüsse erscheinen eher braun, weil sie viel Schlamm transportieren. Wenn in ihnen Algen leben, bekommen sie oft einen Grünton.

    Gletschermilch sorgt in Gebirgsflüssen für Farbe

    Bei Alpenflüssen dagegen ist es oft etwas anders. Sie kommen aus den Bergen, haben eine starke Fließgeschwindigkeit, da bilden sich kaum Algen. Außerdem ist im Flussbett wenig Schlamm, denn wenn sich Schlamm bildet, wird der schnell vom Fluss abgetragen. Deshalb besteht das Flussbett eher aus Kies und Geröll. Kein Schlamm, keine Algen – dafür enthalten die Flüsse oft etwas anderes, nämlich feinste Gesteinsteilchen, die sogenannte Gletschermilch. Die entsteht, wenn die Gletscher abschmelzen. Die Gletscher in den Hochalpen schieben sich langsam über das Gestein, schleifen es und nehmen dabei kleinste Gesteinspartikel auf. Wenn der Gletscher abschmilzt, entlässt er diese Gesteinsteilchen ins abfließende Wasser und damit in die Flüsse. Da die Nord- und Südalpen zu einem großen Teil aus Kalksteinen bestehen, enthalten die Flüsse viele solche Kalkteilchen; die meisten sind viel kleiner als die Ton- und Sandpartikel, aus denen sich Schlamm zusammensetzt.

    Kalkteilchen im Fluss brechen das Sonnenlicht

    Die vielen winzigen Kalkteilchen im Flusswasser brechen nun das einfallende Sonnenlicht. Das weiße Sonnenlicht setzt sich aus den Spektralfarben – den Farben des Regenbogens – zusammen. Aber die einzelnen Farben werden, wenn sie auf Teilchen im Wasser stoßen, unterschiedlich stark gebrochen. Die blauen Lichtanteile brechen am stärksten – und die Folge ist, dass bei denen die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass sie so gebrochen werden, dass sie wieder aus dem Wasser austreten und in unser Auge fallen. Die roten Lichtanteile bleiben dagegen eher im Wasser. Deshalb erscheint im Ergebnis das Wasser blau, oft leuchtend türkis.

    Lichtbrechung sorgt für Himmelsblau und verleiht "Blautopf" Farbe

    Das Phänomen ähnelt dem des blauen Himmels. Auch das Blau des Himmels kommt von der Lichtbeugung – das habe ich in der Folge "Warum ist der Himmel blau?" ausführlicher erklärt. Die Erklärung funktioniert analog auch für blaue Gewässer wie die blauen Alpenflüsse – oder den berühmten Blautopf in Blaubeuren. Bei dem kommt sogar beides zusammen: Der ist relativ tief – 21 Meter – und das Wasser enthält viele Kalkteilchen. Der Blautopf ist eine Karstquelle, das heißt, hier kommt frisches Quellwasser direkt aus der Schwäbischen Alb. Und die besteht auch aus Kalkstein, deshalb sind da so viele Tropfsteinhöhlen. Das Quellwasser nimmt auf seinem Weg durchs Gebirge also jede Menge winzige Kalkteilchen auf – und die verleihen dem Blautopf seine leuchtend blaue Farbe.

    Warum feiert die orthodoxe Kirche Ostern oft später? Apr 15, 2025
    Show notes

    Papst Gregor XIII. Kalenderungenauigkeiten beseitigt

    Das lässt sich mit der Kalendergeschichte erklären: Es gibt den julianischen Kalender, so wie Cäsar ihn konstruiert hat, und den gregorianischen Kalender. Den hat Papst Gregor XIII. nachgeschärft, um Kalenderungenauigkeiten zu beseitigen. Heute divergieren der julianische und der gregorianische Kalender 13 Tage; in einigen Jahrzehnten werden es 14 Tage sein. Das heißt also: Alle Feste, die an fixen Terminen im Kirchenjahr gefeiert werden, sind zwischen der orthodoxen und der christlichen weströmisch-katholischen Kirche um 13 Tage verschoben.

    Frühlingsvollmond und 13 Tage Differenz

    Da Ostern vom Frühlingsvollmond abhängt, muss man diese 13 Tage nehmen. Und dann kommt es darauf an, wie der Frühlingsvollmond jeweils zu liegen kommt. Da können dann sehr viel größere Differenzen zwischen dem römisch-katholischen Kalender einerseits und dem griechisch- und russisch-orthodoxen Kalender andererseits auftauchen. Und so kommt es zu großen Divergenzen.

    Wie verbreitet waren Kreuzigungen im Römischen Reich? Apr 14, 2025
    Show notes

    Die Kreuzigung war eine besonders schlimme und perfide Art der Hinrichtung, die im Orient bereits vor den Römern Praxis war und von den Römern übernommen wurde. Die Römer praktizierten sie dann zum Beispiel auch in Italien, und zwar immer dann, wenn eine besondere Illoyalität begangen worden war, zum Beispiel von Sklaven. Darum ließen sie nach dem Aufstand des Spartakus in Italien sehr viele dieser aufständischen Sklaven ans Kreuz schlagen. So ähnlich gingen sie auch mit den Feinden der römischen Ordnung um, die sie "Räuber" nannten. Zu denen gehörten Aufrührer aller Art, und Jesus Christus wurde ebenfalls in diese Kategorie eingeordnet. Daher ist er als Aufrührer am Kreuz gestorben wie viele, viele andere auch, gerade in Judäa.


    Wie wird der Ostertermin errechnet? Apr 12, 2025
    Show notes

    Pessach orientiert sich am Frühlingsmond

    Zum Osterfesttermin kam es folgendermaßen: Der Termin der Passion Christi und des Kreuzestodes Christi ist historisch nachweisbar; er lag in unmittelbarem Umfeld des jüdischen Pessachfestes. Dieses Pessachfest wiederum war, da die Juden einen Mondkalender hatten, am Frühlingsvollmond orientiert.

    Ostern und Pessach liegen zeitlich nah beieinander

    Deswegen hat man schon sehr früh entschieden, man müsste auch diesem Mondkalender folgen. Allerdings gab es zunächst zwei Modelle. Das eine Modell, das im Mittelmeerraum, im Osten erdacht wurde, war das, dass man das jüdische Pessachfest und das christliche Ostern einfach am selben Termin begehen sollte – Ostern also am Pessachtermin. Eine andere Auffassung aus dem Westen des Mittelmeerraums war allerdings, dass Ostern fixiert werden sollte, also nicht beweglich sein sollte im Kirchenjahr. Es sollte am 25. März gefeiert werden, denn dieser 25. März galt nach dem Altem Testament als der Weltschöpfungstag. Das passe mit der Auferstehung zusammen; das ist ja sozusagen die Neuschöpfung der Welt.

    Konzil von Nicäa: Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond

    Im Konzil von Nicäa 325 wurde der Ostertermin endgültig festgelegt – und keines der beiden Modelle kam zum Tragen. Man hat zum einen tatsächlich den Mondkalender respektiert und gesagt, Ostern soll sich am Mondkalender orientieren. Man hat aber als Alleinstellungsmerkmal, so würde man heute sagen, nicht die Identität mit dem Pessachtermin hergestellt, sondern gesagt, Ostern im christlichen Bereich soll immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond sein. Wenn der Frühlingsvollmond auf einen Sonntag fällt, dann ist Ostern acht Tage später.

    Ostern: immer zwischen dem 22. März und dem 25. April

    Das bedeutet, dass der Ostertermin um insgesamt 35 Tage variieren kann, nämlich um eine Mondumlaufphase von 28 plus maximal 7 weitere Tage, macht zusammen 35. Ostern kann also nie vor dem 22. März und nie nach dem 25. April sein.

    Wann gilt ein Dialekt als eigenständige Sprache? Apr 11, 2025
    Show notes

    Sprachwissenschaft: keine scharfe Trennung zwischen "Dialekt" und "Sprache"

    Für die meisten Deutschen ist klar: Sie sprechen grundsätzlich Deutsch, aber unter Umständen in einem bestimmten Dialekt: Schwäbisch, Sächsisch, Hessisch, Kölsch – was auch immer. Genauso selbstverständlich ist, dass zum Beispiel Niederländisch mit dem Deutschen eng verwandt, aber eben eine andere Sprache ist. Interessant sind deshalb die Graubereiche dazwischen. Wenn wir in Norddeutschland bleiben, gilt auch das Niederdeutsche oder Plattdeutsche als eigene Sprache, die in Hamburg sogar als alternative Amtssprache neben dem Hochdeutschen akzeptiert ist. Das Schwyzerdütsch dagegen am anderen Ende des deutschen Sprachraums wird in der Regel nicht als eigenständige Sprache betrachtet, auch wenn es z.B. in vielen Sendungen des Schweizer Rundfunks standardmäßig gesprochen wird und gleichzeitig ja auch in Aussprache, Wörtern etc. so weit weg sind vom Hochdeutschen, dass es viele Deutsche kaum verstehen können. In der Sprachwissenschaft gibt es aber keine ganz scharfe Definition für Sprache oder Dialekt, sondern eher verschiedene Merkmale und Kriterien.

    1. Merkmal einer Sprache: Standardisierung

    Eins der Kriterien ist die Frage der Standardisierung. Es gibt Hochdeutsch als standardisiertes Deutsch, aber es gibt in der gesprochenen Sprache der Schweiz kein vereinheitlichtes „Hoch-Schwyzerdütsch“. Schweizer Zeitungen und Behörden schreiben Hochdeutsch mit lediglich ein paar kleineren Abweichungen in der Rechtschreibung.

    2. Merkmal einer Sprache: vereinheitlichte Schreibung

    Eine vereinheitlichte Schreibung ist das zweite Merkmal für eine eigenständige Sprache. Das gibt es bei Dialekten nicht. Es wird natürlich im Volksschrifttum, gerade auch in der Lyrik, im Dialekt geschrieben. Das folgt aber keiner einheitlichen Vorgabe, sondern ist im Wesentlichen "Schreiben nach Gehör". Und da sich Dialekte manchmal schon von einem Dorf zum nächsten leicht verändern, gibt es keine geregelte badische, pfälzische oder bayerische Dialekt-Schreibweise. Man muss aber sagen: Das gab es bis zur Frühen Neuzeit auch nicht für die deutsche Sprache.

    3. Merkmal der Sprache: gegenseitige Verständlichkeit

    So gesehen gab es bis ins Mittelalter sowieso nur Dialekte. Aber das stimmt dann doch nicht ganz, denn es gibt ein weiteres Kriterium für Sprache: die gegenseitige Verständlichkeit. Das ist auf den ersten Blick ein sehr wackliges Kriterium, weil das extrem subjektiv ist. Wenn eine Kölnerin und ein Oberbayer ihren Dialekt richtig breit sprechen, verstehen sie sich nicht unbedingt, auch wenn es irgendwie Deutsch ist. Ein Friese und eine Holländerin können sich aber unter Umständen sehr wohl verstehen, ebenso wie eine Italienerin und ein Spanier, obwohl sie verschiedene Sprachen sprechen. Worauf es aber ankommt ist nicht, dass sich alle Sprecher einer Sprache gegenseitig verstehen, sondern dass es im Sprachraum keine scharfen Grenzen gibt. Friesen und Schweizer mögen sich im Extremfall nicht verstehen, aber zwischen beiden Dialekträumen verlaufen alle Grenzen fließend.

    Dialektkontinuum: Dialekte gehen fließend ineinander über

    In der Sprachforschung spricht man auch von Dialektkontinuum. Das heißt: Wenn man von Mecklenburg ins österreichische Burgenland wandern würde, würde man von Ort zu Ort kaum einen Sprachunterschied bemerken, denn die Dialekte verändern sich kontinuierlich über die lange Strecke. Man könnte sogar in allen Orten eine amtliche Bescheinigung vorlegen, die nicht übersetzt werden müsste. Anders, wenn man über die Grenze nach Polen oder Belgien läuft – hier sind die Staatsgrenzen zugleich Sprachgrenzen. Und auch zwischen Platt- und Hochdeutsch gibt es keine Dialektkontinuität. Man spricht entweder Platt oder den ostfriesischen Dialekt des Hochdeutschen. Aber es gibt keinen fließenden Übergang. Man kann nicht nur ein bisschen plätteln, so wie man ein bisschen schwäbeln kann.

    Was denn nun: Sprache oder Dialekt?

    Ob etwas nur Dialekt oder schon Sprache ist, entscheidet sich also vor allem an diesen beiden Punkten: Gibt es ein Kontinuum von einem Dialekt zu einem anderen? Dann würde man beide Dialekte einer gemeinsamen Sprache zuordnen. Und erst recht dann, wenn sich beide Dialektgruppen über eine von beiden akzeptierte, gemeinsame Standardsprache verständigen.

    Warum reinigt Moos die Luft? Apr 10, 2025
    Show notes

    Moos kann tatsächlich die Luft reinigen. In Stuttgart wurde sogar versucht, mit Mooswänden die Schadstoffbelastung zu senken. Das hat zwar nicht so funktioniert wie erhofft, aber dass Moos Feinstaub aus der Luft aufnimmt, das ist grundsätzlich erwiesen. Das hat mit der besonderen Rolle in der Evolution zu tun.

    Moos ist extrem anspruchslos

    Moos ist eine besondere Pflanze: Es ist extrem anspruchslos, es wächst an Bäumen und Betonwänden, es gibt Moos in den Tropen und selbst in der unwirtlichen Antarktis. Das ist eines der Phänomene, die Ralf Reski beschäftigen. Er ist Moosforscher an der Uni Freiburg. Eine Sache, die ihn fasziniert: Moosartige Pflanzen waren die ersten Gewächse, die vor 450 Millionen Jahren das Festlandland eroberten. Vorher waren die Kontinente wüst und leer. Mit den Moosen wurden sie grün.
    Genau genommen gab es zu jener Zeit nur einen Kontinent. Das war der Superkontinent Pangäa; der war wirklich komplett felsig. Im Wasser gab es fädige Süßwasseralgen, die dann an Land gespült wurden. Die haben sich sehr schnell ausgebreitet. Diese ersten Urpflanzen sahen so ähnlich aus wie heutige Moose.

    Quelle: Ralf Reski, Moosforscher, Uni Freiburg

    Zu jener Zeit gab es keine Bäume und keine Gräser, das Festland war weitflächig überzogen mit einer riesigen Moosdecke. Doch wie kam es dazu? Wie haben sich die ursprünglich Süßwasseralgen an das Leben an Land angepasst? "Ein wesentliches Problem beim Schritt vom Wasser an Land ist natürlich Wasserverlust und Trockenheit", sagt Reski. Algen leben im Wasser, dort können sie nicht austrocknen. Pflanzen, die das Land erobern wollen, müssen ihre Oberfläche so verändern, dass das Wasser nicht einfach austritt. Einer der entscheidenden Schritte in der Evolution war deshalb die Ausbildung einer wachsartigen Schicht – der sogenannten Cuticula.
    Es gibt im Moos ein Enzym, das bei Bäumen z.B. dafür da ist, dass Holz gebildet wird, also Lignin. Moose haben aber noch kein Holz. Wir haben uns gefragt, welche Funktion dieses Protein dann im Moos hat. Wir fanden heraus, dass es eine phenolhaltige, also wachsartige Substanz ausbildet, die sich außen auf die Moose drauflegt und sie vor Austrocknung schützt.

    Quelle: Ralf Reski, Moosforscher, Uni Freiburg

    Moose siedeln auf nacktem Fels und ziehen Nährstoffe aus der Luft

    Die Besiedelung des Festlands durch moosartige Pflanzen war die Voraussetzung dafür, dass auch Tiere das Festland für sich entdeckten. Denn es gab ja nun durch die Moose dort etwas zu fressen. Und die Moose sorgten für klare Luft. Denn weil sie auf dem nackten Fels siedelten, hatten sie keine Wurzeln und keinen Boden, aus dem sie sich ernähren konnten. Sie mussten die Nährstoffe aus der Luft holen, hielten Sand und Staub fest, der über dem zuvor nackten Festland herumflog. Und so gibt es eine direkte Verbindung zwischen der Evolution der Moose und ihrer luftreinigenden Wirkung.
    Die Hauptmenge der Nährstoffe kriegen sie aus der Luft. Das heißt, ihre Zellwände, ihre Außenwand, auch die Cuticula, diese wachsartige Schicht, können Schwermetalle sehr gut binden.

    Quelle: Ralf Reski, Moosforscher, Uni Freiburg

    Moos: faszinierend, aber unbeliebt

    Das Moos ist also eine besondere Pflanze – nur Hobbygärtner können ihm meist nicht viel abgewinnen. In fast jedem Gartenbuch finden sich Tipps, wie man das Moos in Schach hält und verhindert, dass es sich im Rasen breitmacht. Ist das der richtige Umgang mit dieser besonderen Pflanze?
    Natürlich wird das Moos unterschätzt. Ich habe mein ganzes wissenschaftliches Leben dem Moos gewidmet und finde es extrem schön. Man muss halt auch die Augen haben nicht nur für die großen Rosenblüten, sondern auch für die kleinen hübschen Moospflanzen. Aber ich muss zugeben, dass meine Frau aus unserem Garten das Moos auch rausvertikutiert.

    Quelle: Ralf Reski, Moosforscher, Uni Freiburg


    Warum ist die Lederhaut im Auge mal strahlend weiß, mal eher trüb? Apr 10, 2025
    Show notes

    Gefäße in der Bindehaut werden bei Reizungen dicker

    Unser Auge ist etwa so groß wie ein Tischtennisball und besteht aus der sogenannten Lederhaut; das ist das Weiße, was man sieht. Nach vorne ist das Auge von der Hornhaut abgeschlossen, dahinter befindet sich die Regenbogenhaut. Das ist das Farbige im Auge: meist blau, aber auch braun oder grün. Über dieser Lederhaut liegt eine dünne, abschließende Schicht, die man Bindehaut nennt. Die hat Gefäße. Wenn die Bindehaut gereizt ist, dann kommen dort mehr Gefäße hinein, man sagt: Sie sprossen ein; sie werden dicker. Dann sieht das Auge rot aus und ist entzündet. Dann muss man zum Augenarzt und das kontrollieren lassen.

    Normal: Einsprengsel bei Menschen mit dunkler Haut

    Jetzt gibt es aber manche Situationen, bei denen das Auge eine andere Farbe hat. Zum Beispiel bei Menschen, die sehr dunkle Haut haben, ist auch die Lederhaut nicht weiß, sondern sie hat lauter kleine braune Einsprengsel. Und dann wirkt sie nicht hell weiß, sondern ein bisschen bräunlich oder gelblich.

    Verfärbungen können Anzeichen für Leber- oder Gallenerkrankungen sein

    Es gibt aber auch Erkrankungen, bei denen man das sieht. Wenn man zum Beispiel eine Leber- oder eine Gallenerkrankung hat, dann kann es sein, dass die Gallenfarbstoffe zu hoch sind im Körper. Das sieht man dann auf dem ansonsten schneeweißen Hintergrund der Lederhaut. Meist handelt es sich nur um eine normale Variante. Aber wenn das irgendwann aufgetreten ist, dann muss man zum Arzt – Allgemeinarzt und Augenarzt – und abklären lassen, ob man nicht doch eine Erkrankung hat. Viele Erkrankungen kann man am Auge ablesen.

    Gibt es einen Weißmacher, der für strahlendes Weiß sorgt?

    In besonderen Fällen kann man eine Substanz in Tropfenform geben. Die führt dazu, dass die roten Gefäße sich ganz zusammenziehen. Das macht man aber nur in ganz wichtigen Fällen, zum Beispiel für ein Hochzeitsfoto, wenn etwa die Braut ausgerechnet dann stark gerötete Augen hat, weil sie gerade gereizt sind. Daran möchte man sich ungern 50 Jahre lang erinnern. Diese Tropen, die die Gefäße zusammenziehen, wirken allerdings nur wenige Male und haben am Ende einen gegenteiligen Effekt. Deshalb sollte man das nur in absoluten Ausnahmefällen machen – und muss ansonsten einfach dazu stehen.

    Meerwasser brennt in den Augen. Warum salzige Tränen nicht? Apr 09, 2025
    Show notes

    Weil die Salzkonzentration niedriger ist. Meerwasser enthält dreimal so viel Salz wie die Tränenflüssigkeit. Tränen haben eine Salzkonzentration von etwas unter 1 Prozent, sie enthalten somit etwa genau so viel Salz wie das Blut. Sie bilden somit eine "isotonische" Lösung und deshalb brennen Tränen nicht nur nicht – sondern sie enthalten genau die Salzkonzentration, die auch unsere Schleimhäute gerade als angenehm empfinden.

    Könnten wir in einem Meer von Tränen tauchen – für die Augen gäbe es nichts Angenehmeres

    Tränen enthalten auch viel weniger Salz als etwa Schweiß – die Salzkonzentration von Schweiß entspricht der im Meerwasser – und deshalb brennt Schweiß in den Augen. Tränen aber nicht. Deshalb brennt Schweiß ja auch in den Augen, Tränen nicht. Könnten wir in einem Meer von Tränen tauchen – für die Augen gäbe es nichts Angenehmeres.

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