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    Latest Episodes:
    Selbstliebe - Wie kann man mit sich selbst befreundet sein Jul 30, 2024
    Show notes

    Freundschaft plus Selbst gleich Selbstfreundschaft? Die Beziehung zwischen beiden gelingt nicht einfach durch Addition. In Freude und Konflikt, in Nähe und Not: gerade mit sich selbst will Freundschaft gelernt und gepflegt werden. Von Frank Schüre (BR 2020) CreditsAutor dieser Folge: Frank SchüreRegie: Martin TraunerEs sprach: Irina WankaTechnik: Robin AuldRedaktion: Bernhard Kastner Interviewpartner dieser Folge: Wilhelm Schmid, Philosoph, Berlin Das Manuskript zur Folge gibt es HIER. Diese hörenswerten Folgen von radioWissen könnten Sie auch interessieren: Der Egoismus - Das Zukunftsmodell?JETZT ANHÖREN Starke Bindung? - Der Anfang von BeziehungJETZT ANHÖREN Symbiose und Autonomie - Zwei Pole in BeziehungenJETZT ANHÖREN Beste Freundinnen - Was Frauenfreundschaften ausmachtJETZT ANHÖREN Identität - Eine philosophische AnnäherungJETZT ANHÖREN Freundschaft mit Tieren - Eine uralte BeziehungJETZT ANHÖREN Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.RadioWissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadioWissenJETZT ENTDECKEN Das vollständige Manuskript gibt es HIER. Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript: Atmo / spielende Kinder / Kindheit … 01 OT Wilhelm Schmid Freundschaft gab’s mal zum Nulltarif. Viele Jahrhunderte war das so: Freundschaft war einfach da. Da ist man reingeboren worden. Man blieb ja meistens an dem Ort, an dem man geboren worden war und spielte mit den Kindern von Gegenüber auf der Straße. Und die gingen auch nie weg. Sondern die blieben auch da. Erzählerin Die ersten Freunde und Freundinnen wohnen meist nebenan oder gegenüber. Man spielt zusammen auf dem Bürgersteig und dem Spielplatz. Man geht gemeinsam in den Kindergarten und dann in die Grundschule. 02 OT Wilhelm Schmid Häufig sind die Freundschaften vererbt worden: man hat die Freundschaften des Vaters, der Mutter, mit den Kindern der Freunde selber weiter gepflegt. Und ich glaube, es leben viele heute noch so, als wäre es noch, dass es von selbst geschieht: Freundschaft. Aber diese Zeiten sind vorbei. Erzählerin Die nächsten Freunde wohnen dann schon weiter weg als ‚nebenan‘. Wenn die Eltern umziehen, ein eigenes Haus bauen, wenn man die Schule wechselt …, die alte Heimat für eine Ausbildung verlässt, wenn man neue Freunde finden muss … 03 OT Wilhelm Schmid Freundschaft gibt es nur noch, wenn sie gesucht, gegründet, und gepflegt wird. Und zwar unter verschärften Umständen. Denn mit sehr großer Sicherheit: die Freunde, die ich gewonnen habe in meiner Kindheit, die sind in alle Welt zerstreut. Ich habe nur dann Freundschaft - auch ich nicht mehr mit allen, aber mit einigen - dann und nur dann, wenn ich dahinter her bin - das muss ich nicht vom Freund verlangen, sondern ich bin dahinter her, dass wir uns mal treffen, sehen, sprechen. Atmo / neue Medien Sound… 04 OT Wilhelm Schmid Heute kommt uns eigentlich zugute, die modernen sozialen Medien machen es sehr leicht, Freundschaft zu pflegen, um dann allerdings Sorge dafür tragen zu müssen, dass es nicht nur digital bleibt, und nicht nur am Telefon, sondern dass wir uns wirklich wenigstens einmal im Jahr real sehen. Das Reale wird immer noch mehr Bedeutung gewinnen, je mehr das Digitale an Bedeutung gewinnt. Das wäre wichtig zu verstehen: Freundschaft ist möglich, aber nur, wenn ich ihren Wert erkenne und anerkenne, und sie pflege. Erzählerin: Doch um wirkliche Freundschaften zu anderen aufbauen zu können, sollte man nach Wilhelm Schmid auch eine ganz besondere Freundschaft pflegen: 05 OT Wilhelm Schmid Menschen brauchen eine Beziehung zu sich selbst. Wer mit wem? - Bei einer Freundschaft ist das klar: hier bin ich, und dort ist der Freund. Und ich habe mit dem eine Beziehung. Aber wie ist das mit mir (lacht): ich bin ja schon da? Erzählerin Ich bin da. Ich fühle mich. Ich spreche mit mir. Ich schimpfe mit mir. Mag ich mich? Sind da zwei ‚Iche’ in mir? Wer ist da bitte noch in mir – außer mir? Wer bist Du, wer bin Ich?! Manchmal streite ich mit mir. 06 OT Wilhelm Schmid Das Ich, das denkt, ist nicht immer identisch mit dem Ich, das Hunger hat. Das Ich, das denkt, das zum Beispiel am Computer sitzt, jetzt ‘ne wichtige Arbeit macht, kann sagen: „Schweige Hunger, jetzt bin ich dran.“ Das können wir bis zu ‘nem bestimmten Zeitpunkt so machen - und irgendwann wird der Hunger so übermächtig, dass wir nicht mehr denken können. Erzählerin Eigentlich bin ich gerne mit mir zusammen. Das merke ich so richtig, wenn ich allein bin mit mir. Ich rede und langweile mich dann mit mir, ärgere und freue mich über mich. Und am besten geht’s, wenn wir freundlich miteinander sind … 07 OT Wilhelm Schmid Also kann die Freundschaft mit sich selbst bedeuten: Das Denken befreundet sich mit dem Magen. Und dann geht es wie in jeder guten Freundschaft: ich achte darauf, dass es dem Freund gut geht. Ich versuche ihn nicht überzustrapazieren. Ich darf ihn schon mal fordern, aber nicht so, dass die Freundschaft zerbricht. Das ist kurz und sehr einfach gesagt: ‚Selbstfreundschaft‘. AKZENT – Trenner Erzählerin In Zeiten von ‚So-mobil-wie-möglich, von digitalen Sozialen Netzen und ständig wechselnden Lebenswelten entfernt man sich nicht nur von gewohnten Orten, Plätzen und Straßen, von Nachbarn und Freunden – man entfernt sich auch von sich selbst. Das verunsichert, wie der Philosoph der Selbstfreundschaft betont: 08 OT Wilhelm Schmid Auch das ist neu: das Selbst versteht sich nicht mehr von selbst. Das war auch lange Jahrhunderte so: das Selbst hat sich lange Jahrhunderte nicht aus sich selbst heraus definiert, oder sogar definieren müssen. Es wurde definiert. Es wurde definiert durch die Eltern, Jungs insbesondere durch den Vater: der Vater war Metzger, dann war es sehr wahrscheinlich, dass der Sohn auch Metzger wird. Der Vater war Bauer, dann hatte der Sohn im Grunde auch Bauer zu sein. Und Mädel hatten sowieso Hausfrau und Mutter zu werden - da gab es gar kein Entweichen. Erzählerin Eine Dimension der Freiheit, die das Ich nicht selten vor Probleme stellt: Denn plötzlich ist es für so vieles verantwortlich, was zuvor von anderen geregelt wurde: Beruf, Partnerwahl, Wohnort … Klar ist: 09 OT Wilhelm Schmid Wir müssen mit uns selbst umgehen. Das ist also eine relativ neue Angelegenheit. Sicherlich, wenn ich Aristoteles zitiere, das ist lange her - aber das waren ja Eliten damals - einige wenige Philosophen und sonst wie denkende Menschen, die ein freieres Selbstverhältnis und Verhältnis zu anderen begründen durften. Mittlerweile sind das aber Massenphänomene: das Nicht-mehr-umgehen oder Noch-nicht-umgehen-können mit sich selbst. Erzählerin Ich bin auf mich selbst gestellt. Das ist irgendwie verlockend – und manchmal auch unheimlich. Ich lerne Freundschaft neu, ich frage mich ständig selbst, ob alles klar und richtig und gut so ist. Ich interessiere mich für mich, ich verstehe mich – naja, zumindest oft und dann öfter, ich diskutiere mit mir. Ich merke es vielleicht nicht sofort, ich merke es vielleicht erst viel später, aber Fakt ist: ich lerne mich auf eine neue Weise kennen, ich befreunde mich mit mir, ich werde mein erster und bester Freund in einem ziemlich selbständigen Leben mit mir, das vor allem Fragezeichen bietet. 10 OT Wilhelm Schmid Wir sind noch in dem historischen Zustand, dass viele die Aufgabe noch nicht recht realisieren. Und wir sind auch erst in dem historischen Stadium, dass wir die Instrumente dafür erst finden. Eins der Instrumente ist Therapie, ohne jede Frage. Und eins der Instrumente ist eben auch der Umgang mit sich selbst, ohne unbedingt therapiebedürftig zu ein. Und dafür wollte ich diesen Vorschlag Selbstfreundschaft unterbreiten, mit den Schritten, die wir real praktisch im Alltag tun können, um dem näher zu kommen. Erzählerin Die Beziehung zu sich selbst beeinflusst auch die normalen Beziehungen. Freunde-haben ist zwar gut und normal, aber irgendwann zu wenig. Je besser man mit sich selbst klarkommt, desto mehr erwartet man das auch in der Beziehung mit anderen. Man braucht dann tiefere und erfüllende Freundschaften - wie mit sich selbst! Ganz besonders in Zeiten von Twitter, Instagram und Co. AKZENT 11 OT Wilhelm Schmid Alles, was Sie in der Freundschaft mit ‘nem anderen Menschen beobachten können, gilt ziemlich adäquat in der Freundschaft mit sich selbst. Und Freundschaft mit sich selbst ist im Unterschied zur Selbstliebe nicht dazu da, nur für das Selbst zu leben. Selbstliebe, wie die Liebe zu einem anderen Menschen, tendiert dazu, sich abzuschließen gegenüber der Welt, und nur für sich selbst da zu sein. Die Selbstfreundschaft hat das Ziel, für andere da zu sein. Zum Teil weil’s Freude macht, für andere da zu sein, zum anderen, weil das Leben darin reicher wird, für andere da zu sein. Das Leben wird nicht wirklich reich durch das eigene Selbst, sondern durch das Zusammensein mit anderen. Erzählerin Dieses Zusammensein mit anderen wird auch dadurch anders, dass ich mit mir selbst anders, bewusster und freundlicher umgehe. Je besser ich mich kenne, je mehr ich mich mag – und auch nicht mag in manchen Macken – desto genauer schaue ich mir die anderen an. Ich will auch sie besser kennenlernen, ich will auch sie mögen und verstehen, in ihren Stärken und ihren Schwächen. Die ‚Anderen‘ sind dann eben auch nicht einfach da und definiert. 12 OT Wilhelm Schmid Es ist ein Faktum, dass wir ohne andere nicht leben können. Das kann jeder sich für einen Moment überlegen, für eine gewisse Zeit auch praktizieren: das Haus, in dem ich lebe, habe ich nicht selber gebaut. Die Straßen, die ich benutze, habe nicht ich geteert. Die U-Bahn, die ich benutze, fahre nicht ich - und das sind nur die weiteren anderen. Die näheren anderen - wenn’s irgendwie schwierig wird in meinem Leben, komm ich da selber raus? Ich brauche andere dafür. Wenn ich schöne Dinge im Leben erleben kann - ja, das geht auch mit sich selbst allein - aber wird es nicht viel schöner noch, wenn ich’s mit anderen machen kann? Freunden und geliebten Menschen? Erzählerin Ja, es wird schöner! Es kann aber auch langweiliger werden, je besser man sich selbst kennt und versteht. Dann möchte man mit anderen nicht einfach nur Spaß haben und die Zeit totschlagen. Man möchte dann auch reden, fragen und gemeinsam versuchen, zu verstehen wie es einem selbst geht, wie es dem anderen geht, wie es miteinander gut geht und warum manchmal nicht. Je tiefer man in diese oft unbekannte Freundschaft mit sich selbst hineingerät, desto tiefer sollte dann auch die Freundschaft mit anderen gehen. AKZENT Erzählerin In seinem Buch über Selbstfreundschaft erläutert Wilhelm Schmid, wie man aus dem normalerweise flüchtigen Selbstbekannten einen Selbstfreund oder eine Selbstfreundin fürs Leben macht. Wie aus dem unsteten Gesellen ein treuer Partner wird, sich selber und anderen. Wie man lernt, dem Selbstfreund zu vertrauen. 13 OT Wilhelm Schmid Das ist eine der ältesten Angelegenheiten der Menschheit. Das Modell geht zurück auf Aristoteles, 400, 300 v. Chr. Der sprach zum ersten Mal auf Griechisch von phil-autia - philia, die Freundschaft, autos, das Selbst, also Selbstfreundschaft. Von da hab ich das wiederaufgenommen, und mir lag an diesem Begriff: Selbstfreundschaft, um ihn zu unterscheiden von der heute übermäßig populär gewordenen Selbstliebe. Die scheint mir langsam aber sicher problematisch zu werden. Denn bei der Liebe sind Menschen versucht, keine Differenz in sich selbst mehr wahrzunehmen. Die aber nötig ist, um sich selbst zu sehen, wie von außen zu sehen, wie ein Freund einen anderen von außen sieht, und auch mal ironische Distanz zu sich selber zu haben. Auch mal über sich selbst lachen zu können. Erzählerin Für diese Selbstentfaltung bietet der Experte für Lebenskunst sechs Anregungen. Nummer Eins lautet: Selbstfreundschaft ist nicht Selbstliebe! 14 OT Wilhelm Schmid In der Liebe neigen Menschen dazu, den anderen zu idealisieren. In der Selbstliebe geschieht dasselbe: das Selbst wird jetzt idealisiert. Und wenn das Selbst dann nicht ideal ist, dann wird die Beziehung sozusagen gekündigt. So wie das auch in der Liebe zu anderen Menschen allzu häufig der Fall ist. Freundschaft heißt, nachsichtig mit sich zu sein. Anzuerkennen, dass das halt kein Idealbild sein kann, weder das Selbst noch der Freund. Anzuerkennen, dass es Konflikte gibt. Die gibt’s in der Freundschaft mit einem anderen Menschen genauso wie in der Freundschaft mit sich selbst. Erzählerin Der Selbstfreund ist aufmerksam auf sich, so die zweite Anregung von Wilhelm Schmid. Ein interner Moderator entdeckt, integriert und vernetzt viele Teil-Ichs. Das gelingt, weil der Selbstfreund aufmerksam ist und sich zuwendet und immer einfühlender wird mit sich selbst - und dann auch mit den anderen Menschen. Befreunden geht dann nach innen und außen. Die Selbstfreundin sorgt für sich und für ihre Freunde. Sie entfaltet aus der ängstlichen eine kluge Sorge, und darin eine so notwendige wie erfreuliche Selbstsorge. So die dritte Anregung, aus der sich die vierte ergibt: befreunde dich auch mit deinem Körper, denn sinnliche Fülle geht einher mit sinnvollem Erleben. Ernähre dich gut, beachte Schmerz und Lust, sei freundlich mit deinen körperlichen Zuständen. Aber Vorsicht mit dem Gefühl der Liebe … 15 OT Wilhelm Schmid Liebe kann so aussehen, dass Sie mit dem anderen eins sein wollen. Und Liebe kann so aussehen, dass Sie mit dem anderen gelegentlich eins sein wollen und vielleicht auch können, ab er auch Distanz zu ihm haben können. Das sind zwei unterschiedliche Erfahrungen von Liebe. Die romantische Liebe zielt auf Einssein, und akzeptiert zum Beispiel überhaupt nicht den Alltag. Der nicht aus Einssein besteht, sondern aus Zweisein und manchmal (lacht) sehr deutlich Zweisein. Also die Liebe, die zur Distanz in der Lage ist, das auszuhalten, und vielleicht dann auch die Erfahrung zu machen: wow, aus der Distanz heraus können wir wunderbar zusammenkommen und eins sein, dann wird’s erst wieder richtig spannend. Ansonsten wird das Einssein zum Gefängnis, zum goldenen Gefängnis. Erzählerin Die Seele – Kraftwerk des Selbst – unentwegt steigen Gefühle darin auf und vergehen. Der Selbstfreund kennt und akzeptiert das. Wilhelm Schmid regt eine „Muschelkompetenz der Seele“ an, die sich öffnen und schließen lernt gemäß innerer Verfassung und äußeren Umständen. Derart kompetente Selbstfreunde und Moderatoren des eigenen Gefühlsreichtums vermögen aus dem Bauch heraus zu entscheiden. So Anregung Nr. Fünf. Aber, warnt der Experte, gerate bei dem Befreunden mit dir selbst nicht in eine Nabelschau: 16 OT Wilhelm Schmid Sich selbst kennenzulernen, dient dazu, sich reif zu machen, für andere da zu sein. Das ist bei der Nabelschau immer übersehen worden. Die Menschen sind bei sich stehengeblieben. Und dann wird’s irgendwann unerträglich - für das eigene Selbst - denn Sie können Nabelschau betreiben bis ans Ende der Welt und werden sich nicht genügend erkannt haben. Und es wurde unerfreulich für andere, denn da waren ja nur noch Menschen, die sich mit sich selber beschäftigt haben, und gar kein Interesse mehr hatten, auf andere zuzugehen, sich reif zu machen für andere. Das ist der Unterschied: betreibe ich die Nabelschau nur um meiner selbst willen, oder betreibe ich die Nabelschau, um reif zu werden, auf andere wieder zuzugehen und für andere da zu sein, bis zu dem Punkt, in der Liebe und der Freundschaft, mich selbst auch mal zu vergessen?! Erzählerin Die sechste Anregung des Selbst-Freund-Philosophen bringt das Denken ins Spiel. Denn so sehr und oft wir uns wünschen, diesen ständigen Unruhestifter Denken einfach abschalten zu können – der Experte empfiehlt Nachdenken: denn gerade Nicht-Gedachtes oder nur An-Gedachtes stiftet Unruhe. Freundliches Nachdenken führt zu innerer Ausgeglichenheit und erfüllten Beziehungen. Besonders das freundliche Nachdenken über mich selbst. AKZENT 17 OT Wilhelm Schmid Es gab in der Geschichte unterschiedliche Umgangsweisen mit dem eigenen Selbst. Der eine hieß Selbstbeherrschung. Selbstbeherrschung ist nicht Selbstfreundschaft.…

    Full show notes at the publisher

    Olympia-Hymnen - Musikalisches Olympia-Branding Jul 30, 2024
    Show notes

    Die Hymne der olympischen Bewegung, Nationalhymnen und kommerzielle Pathos-Songs reihen sich bei Olympia aneinander. Doch was macht eine Hymne eigentlich zur Hymne? Und warum sind sie für die Rituale sportlicher Events inzwischen unerlässlich? Von Martin Schramm (BR 2022)

    Autor dieser Folge: Martin Schramm
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Andreas Neumann, Rahel Comtesse, Andreas Discherl
    Technik: Monika Gsaenger
    Redaktion: Andrea Bräu
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Wir empfehlen außerdem:
    DIE OLYMPIAPROTOKOLLE (Folge 1-4) auf Alles Geschichte:
    Bis heute sind noch viele Fragen zum Olympiaattentat am 5.9.1972 offen. Eva Deinert und Yvonne Maier durchforsten monatelang im Münchner Staatsarchiv zehntausende Akten, Einsatztagebücher, Berichte, Fotos, Briefe, Telegramme. Und stellen fest: Eine Spur haben die Behörden möglicherweise bis heute übersehen.

    DIE OLYMPIA-PROTOKOLLE - Folge 1: Die heiteren Spiele


    DIE OLYMPIA-PROTOKOLLE - Folge 2: Die Geiselnahme

    DIE OLYMPIA-PROTOKOLLE - Folge 3: Der Befreiungsversuch

    DIE OLYMPIA-PROTOKOLLE - Folge 4: Die unbekannte Frau in den Akten


    RadioWissen hat noch weitere spannende Folgen zum Thema:
    Sprint zu den Olympischen Spielen - München wird moderner
    JETZT ANHÖREN
    Olympische Dörfer in aller Welt - Was wurde aus den Unterkünften?
    JETZT ANHÖREN

    Auch ein weiterer Podcast von Bayern 2 befasst sich mit dem Attentat von 1972:
    In „Himmelfahrtskommando“ erzählt Patricia Schlosser die Geschichte ihres Vaters, der 1972 als Polizist beim Olympia-Attentat eingesetzt war und sich seitdem fragt, ob er Mitschuld am tödlichen Ausgang hat.
    BR PODCAST | Himmelfahrtskommando - Mein Vater und das Olympia-Attentat


    Tattoos - Vom Seefahrerkult zum Massenphänomen Jul 30, 2024
    Show notes

    Vor ein paar Jahrzehnten waren Tätowierungen noch verpönt und nur unter Seefahrern oder Häftlingen verbreitet. Inzwischen ist die Jahrtausende alte Körperkunst ein Massenphänomen. Dabei ist die Körperkunst sehr alt: Einer der ältesten Menschen mit Hautkunst, der bisher gefunden wurde, ist die Gletscher-Mumie Ötzi. Von Claudia Steiner (BR 2022)

    Credits:

    Autorin dieser Folge: Claudia Steiner
    Regie: Matthias Eggert
    Es sprachen: Ruth Geiersberger, Peter Veit
    Technik: Christiane Gerheuser-Kamp
    Redaktion: Thomas Morawetz
    Das Manuskript zur Folge finden Sie HIER.

    In der BR Mediathek finden Sie einen interessanten Beitrag von ARD alpha:
    Stiche unter die Haut - Jugendtrend Tattoo JETZT ANSEHEN (Online bis 08.02.2027, 18:31 Uhr)
    Außerdem lohnt sich ein Blick in die Fotogalerie auf BR Wissen:
    Tätowierungen - Tattoos mit Geschichte ZUM BEITRAG
    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN

    Ebenholz - Ein Holzkern voller Geschichten Jul 29, 2024
    Show notes

    Schwarz wie Ebenholz - jedes Kind kann sich die Farbe von Schneewittchens Haaren vorstellen. Aber welcher Erwachsene weiß, wie ein Baum ausschaut, der Ebenholz liefert? Immerhin eines der kostbarsten Edelhölzer der Erde. Von Anja Mösing (BR 2022)

    Credits:

    Autorin dieser Folge: Anja Mösing
    Regie: Sabine Kienhöfer
    Es sprachen: Rahel Comtesse, Diana Gaul
    Technik: Christiane Gerheuser-Kamp
    Redaktion: Matthias Eggert


    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Literaturtipps:
    Dieser Aufsatz bietet eine detailreiche Übersicht zur Verwendung von Ebenholz seit altägyptischer Zeit in mitteleuropäischem Kontext und zahlreiche Beispiele für kunsthandwerkliche Stücke aus sakralem, repräsentativem Bereich, auch zu Musikinstrumenten:
    Ebenholz, Bethe-Kränzner, Alice, In: Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte, Bd. 4, Sp. 639-650, Hrsg: Otto Schmitt, Stuttgart 1958
    Ein Informativer Klassiker zur Kulturgeschichte von Wald- und Holznutzung:
    Holz – Ein Naturstoff in der Technikgeschichte, Radkau, Joachim und Schäfer, Ingrid, Rowohlt, Reinbeck b. Hamburg 1987



    Das Jahr 1000 - Als die Globalisierung begann Jul 26, 2024
    Show notes

    Große Veränderungen passierten um das Jahr 1000: Die Wikinger kamen in Neufundland an, der Welthandel begann sich vor allem in Asien und Afrika zu entwickeln, in Europa brachten mildes Klima und Erfindungen Agrarüberschuss, die Städte wuchsen. Die Epoche war aber auch von Endzeitstimmung geprägt. Von Brigitte Kramer (BR 2022)

    Credits:

    Autorin dieser Folge: Brigitte Kramer
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Hemma Michel, Christian Baumann
    Technik: Roland Böhm
    Redaktion: Thomas Morawetz
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Hier gibt es eine weitere hörenswerte Folge von radioWissen:

    Das Ziel der Geschichte - Wie sieht's aus im letzten Akt?
    JETZT ANHÖREN

    Literaturtipps:

    Hansen, Valerie: Das Jahr 1000, als die Globalisierung begann. C.H.Beck Verlag
    Ariès, Philippe / Duby, Georges (Hg.): Geschichte des privaten Lebens, 1.Band: Vom Römischen Imperium zum Byzantinischen Reich. Bechtermünz / Weltbild Verlag (Nur mehr antiquarisch zu bekommen.)
    Focillon, Henri: Das Jahr Tausend. Grundzüge der Kulturgeschichte des Mittelalters. WBG, Darmstadt.

    Linktipps:

    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    DAS KALENDERBLATT
    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte



    Sie haben Post! Briefkultur, tot oder lebendig? Jul 25, 2024
    Show notes

    Dem Brief wird nicht erst seit der Digitalisierung der Tod vorausgesagt: "Seine eigentliche Geschichte liegt hinter uns" schreibt Georg Steinhausen schon 1889. Den Todesrufen zum Trotz empfangen wir bis heute private, berufliche, amtliche Briefe. Eine Suche nach Reiz und Resilienz der Briefform. Von Marie Schoeß (BR 2022)

    Autorin dieser Folge: Marie Schoeß
    Regie: Kirsten Böttcher
    Es sprachen: Xenia Tiling, Marlen Reichert
    Technik: Michael Krogmann
    Redaktion: Nicole Ruchlak
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Hier gibt es eine weitere spannende Folge von radioWissen:
    Die Erfindung der Schrift - Vom Bild zum Symbol
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    Otl Aicher - Gestaltung mit Haltung Jul 24, 2024
    Show notes

    Otl Aicher war einer der wichtigsten deutschen Gestalter des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Schriften, Plakaten, Logos und dem visuellen Konzept für die Olympischen Spiele 1972 in München prägte er das Erscheinungsbild der Bundesrepublik. Äußere Form und innere Haltung gehörten dabei immer zusammen. Von Julie Metzdorf (BR 2022)

    Credits:

    Autorin dieser Folge: Julie Metzdorf
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Thomas Birnstiel, Beate Himmelstoß
    Technik: Gerhard Wicho
    Redaktion: Susanne Poelchau
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Hier gibt es eine weitere spannende Folge von radioWissen:

    Wilhelm von Ockham – Scharfsinniger Streiter für die Wahrheit
    JETZT ANHÖREN
    Die BR KulturBühne hat einen interessanten Beitrag mit einer faszinierenden Bildergalerie zum Designer:
    Otl Aicher - "ES BLEIBT SEINE ENORME LEISTUNG ALS DESIGNER"
    ZUM ARTIKEL


    Außerdem empfehlen wir folgende Aufsatzsammlung:
    Otl Aicher: analog und digital. Verlag Ernst & Sohn, Berlin 1991.
    Weiterführende Literatur:
    Eva Moser: Otl Aicher: Gestalter. Eine Biografie. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2011
    Otl Aicher. Designer. Typograf. Denker. Prachtband mit 250 Abbildungen, hrsg. von Winfried Nerdinger und Wilhelm Vossenkuhl, Prestel 2022.
    Otl Aicher - Die Regenbogenspiele. Das visuelle Erscheinungsbild der XX. Olympischen Spiele München 1972. Katalog zur Ausstellung in Ulm und Isny 2012.
    Otl Aicher: Die Küche zum Kochen. Callwey 1982.
    Otl Aicher: innenseiten des kriegs. S. Fischer 1985.
    Otl Aicher: typographie, Ernst & Sohn 1989.
    Otl Aicher: analog und digital. Ernst & Sohn 1991.
    Otl Aicher: die welt als entwurf, Ernst & Sohn 1991.



    Adelheid Duvanel - Schweizer Schriftstellerin im Schatten Jul 23, 2024
    Show notes

    Die Schweizer Autorin Adelheid Duvanel (1936 - 1996) widmet sich in ihren oft bizarren Texten verkrachten oder gefährdeten Existenzen. Sie gibt Trinkern, Drogensüchtigen, behinderten Menschen, einsamen Männern und verprügelten Frauen, kurz: all den Gestalten am Rand einer Gesellschaft ein ganz besonderes Gesicht. Von Justina Schreiber (BR 2022)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Justina Schreiber
    Regie: Irene Schuck
    Es sprach: Beate Himmelstoß
    Technik: Monika Gsaenger
    Redaktion: Susanne Poelchau

    Im Interview:
    Prof. Dr. Elsbeth Dangel-Pelloquin, Literaturwissenschaftlerin, und Friederike Kretzen, Schriftstellerin
    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

    Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
    ARD Audiothek | Radiowissen
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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    Stühle, Sessel, Schemel - Wie wir sitzen Jul 23, 2024
    Show notes

    Ob am Schreibtisch, im Bus, beim Essen oder im Kino: Wir verbringen den größten Teil unserer Tage im Sitzen. Und wie man sitzt, so wird man gesehen! Von Julie Metzdorf (BR 2022)

    Credits:
    Autorin dieser Folge: Julie Metzdorf
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Katja Amberger, Andreas Neumann
    Technik: Monika Gsaenger
    Redaktion: Susanne Poelchau
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.


    Von rauchenden Schloten zum Klimagesetz - Die Geschichte der deutschen Umweltpolitik Jul 22, 2024
    Show notes

    1971 ist eine Art Gründungsjahr der Umweltpolitik in Deutschland, doch im Osten wird der Elan schnell gebremst. Im Westen treiben Umweltverschmutzung und wissenschaftliche Erkenntnisse die Umweltpolitik voran. Der Klimawandel bringt neue Herausforderungen: Politik für künftige Generationen. Von Renate Ell (BR 2021)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Renate Ell
    Regie: Christiane Klenz
    Es sprachen: Ditte Ferrigan, Carsten Fabian
    Technik: Christine Frey
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:
    Martin Jänicke (Professor em. Dr., Freie Universität Berlin)
    Tobias Huff (Dr. an der Universität Mainz (Dissertation zur Umweltpolitik der DDR))
    Kai Hünemörder (Dr. ELBCAMPUS (Dissertation zur frühen Umweltpolitik der Bundesrepublik))
    Willy Brandt (Kanzlerkandidat 1961)

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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