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    Latest Episodes:
    Die Religion der Massai - Die Auserwählten von Gott Engai Aug 15, 2024
    Show notes

    Die Volksgruppe der Massai lebt in Ostafrika. Die Nomaden betrachten sich als Schützlinge der Himmelsgottheit Engai, die auf einem Vulkan in Tansania ihre irdische Wohnstatt hat. Engai, so die Überzeugung, soll den Massai die Obhut über alle Rinder dieser Welt übertragen haben. Von Margarete Blümel (BR 2022)

    Credits:
    Autorin dieser Folge: Margarete Blümel
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Irina Wanka, Stefan Merki, Katja Schild
    Technik: Wolfgang Lösch
    Redaktion: Bernhard Kastner
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    RadioWissen hat noch weitere spannende Folgen zum Thema:
    Der Zoroastrismus - Die Religion zwischen Glauben und Philosophie
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    Die Entwicklung des Glaubens - Wie Religion entstand
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    Die Baha'i - Religion ohne Glaubensgrenzen
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    Literaturtipps:

    Wilkens, Katharina: Holy Water and Evil Spirits. Religious Healing in East Africa, Dissertation, Universität Bayreuth, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Bayreuth 2007
    Fischer, Moritz: Maasai gestalten Christsein, Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, Erlangen 2001.
    Spencer, Paul: Providence and the Cosmology of Misfortune and Loonkidongi Diviners and Prophets, Routledge, London 2003.

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

    Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
    ARD Audiothek | Radiowissen





    Checkpoint Charlie - Nadelöhr im kalten Krieg Aug 14, 2024
    Show notes

    Unmittelbar nach dem Mauerbau im August 1961 errichteten die Westalliierten in der Friedrichstraße eine Grenzübergangsstelle. Der Checkpoint Charlie sollte fast drei Jahrzehnte lang den Ostteil Berlins mit dem Westen verbinden und den Transfer der Alliierten ermöglichen. Er wurde aber auch früh zum Schauplatz einer globalen Systemkonfrontation zwischen Ost und West. Von Thomas Grasberger (BR 2023)

    Credits
    Autor dieser Folge: Thomas Grasberger
    Regie: Rainer Schaller
    Es sprachen: Christian Jungwirth, Verena Fiebinger, Peter Weiß
    Technik: Ruth-Maria Ostermann
    Redaktion: Matthias Eggert


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    • Der Mauerbau - Schutzwall für die Einen, Gefängnis für die Anderen
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    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    DAS KALENDERBLATT

    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
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    Das Hitler-Attentat - Der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 Aug 14, 2024
    Show notes

    Das Deutsche Reich wieder eine Großmacht? Den Versailler Vertrag einfach vom Tisch fegen? Solche Visionen teilten führende Militärs mit dem frisch zur Macht gekommenen NS-Regime. Doch Hitlers riskante Expansionsziele stießen auch auf Zweifel in Teilen der Militär-Elite. Als sich später die Niederlage abzeichnete, versuchte die militärische Opposition das NS-Regime zu stürzen. Eine demokratische Zukunft, die am Weimarer Zeiten angeknüpft hätte, war aber nicht geplant. Von Renate Eichmeier CreditsAutorin dieser Folge: Renate EichmeierRegie: Christiane KlenzEs sprachen: Katja Bürkle, Peter VeitTechnik: Stefan OberleRedaktion: Thomas Morawetz Im Interview:Prof. Dr. Johannes Hürter, Institut für Zeitgeschichte MünchenUnd noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN Literaturtipps: Thomas Karlauf: Stauffenberg. Porträt eines Attentäters – detaillierte Biographie und Darstellung von Stauffenbergs Denken und Persönlichkeit (relativ neu von 2019) Manfred Messerschmidt: Die Wehrmacht im NS-Staat. Zeit der Indoktrination (dickes Standardwerk von 1969 mit vielen Infos, gut um bestimmte Themen nachzulesen oder nachzuschlagen) Linktipp: Institut für Zeitgeschichte HIER Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de. Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadiowissenJETZT ENTDECKEN Das vollständige Manuskript gibt es HIER. Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript: O1 HÜTER: Eigentlich hat sich die Militärelite in sehr weitgehender Form auf den Nationalsozialismus, auf Hitler, auf die Kriegspolitik, auf die Kriegszielpolitik auch eingelassen und später dann sich auch an dem Vernichtungskrieg beteiligt. ERZÄHLERIN: Sagt Professor Dr. Johannes Hürter vom Institut für Zeitgeschichte in München. Als dann mit der verlorenen Schlacht um Stalingrad eine deutsche Kriegsniederlage drohte, beschlossen Angehörige der Wehrmachtsführung, das NS-Regime zu stürzen. Am 20. Juli 1944 detonierte um 12 Uhr 42 eine Sprengladung im Führerhauptquartier Wolfschanze im damaligen Ostpreußen. Die Baracke, in der Adolf Hitler gerade eine Lagebesprechung abhielt, wurde zerstört, einige der Anwesenden wurden getötet. Es sollte der Beginn eines Staatsstreiches sein. Am gleichen Tag meldete der Rundfunk. MUSIK 2 (Fabian itter: Dark Pulse 0‘20) ZUSPIELUNG O-Ton Radio (aus: Autor: Uwe Pagels / Archivnummer: W0550945 101 / 00:46 bis 1:00 / geklärt, rechtefrei) Auf den Führer wurde heute ein Sprengstoffanschlag verübt. Der Führer selbst hat außer leichten Verbrennungen und Prellungen keine Verletzungen erlitten. Er hat unverzüglich seine Arbeit wieder aufgenommen. MUSIKENDE ERZÄHLERIN: 30. Januar 1933. Mit einem nächtlichen Fackelzug durch Berlin feierten die paramilitärischen Schlägertrupps der SA die Ernennung des NSDAP-Vorsitzenden Adolf Hitler zum Reichskanzler. Es war das Ende der Weimarer Republik. Bald waren demokratische Grundsätze und Rechtsstaatlichkeit abgeschafft. Politische Gegner und Menschen, die nicht der rassistischen NS-Ideologie entsprachen, wurden brutal verfolgt. O2 HÜRTER: Die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde von sehr vielen Militärs mit einer gewissen Sorge angesichts der radikalen Tendenzen dieser Partei und dieser Bewegung betrachtet, aber auch mit sehr vielen Hoffnungen. Und unter dem Strich haben die Hoffnungen eigentlich überwogen. ERZÄHLERIN: Johannes Hürter war unter anderem an einem Forschungsprojekt zur Wehrmacht in der NS-Diktatur beteiligt. O3 HÜRTER: Denn es gab zwischen nationalkonservativen Offizieren auf der einen Seite und Nationalsozialisten auf der anderen Seite sehr viele Schnittmengen in dem, was man vorhatte, was man politisch vorhatte, was man in Hinsicht auf die Aufrüstung vorhatte, was man in Hinsicht auf die Überwindung der Versailler Ordnung vorhatte. Man spricht da auch von großen Teilidentitäten zwischen der nationalkonservativen Militärelite und den Nationalsozialisten. MUSIK 3 (Johnny Klimek: Plan B 0‘32) ERZÄHLERIN: Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages musste Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg alle Kriegsschiffe, Flugzeuge, Panzer, sogenanntes schweres Kriegsmaterial an die Siegermächte ausliefern und das Heer auf hunderttausend Soldaten reduzieren. Schon in den Jahren der Weimarer Republik gab es seitens der Reichswehr Versuche, diese Bestimmungen zu unterlaufen. Mit Beginn der NS-Diktatur hoffte man nun, dass die Wiederaufrüstung Fahrt aufnahm. O4 HÜRTER: Also die Hoffnung war schon sehr groß, dass sich unter dieser neuen nationalen Regierung etwas verändert in Richtung Revision des Versailler-Vertrags und in Richtung Aufrüstung der Wehrmacht, Wieder-Erstarkung Deutschlands. ERZÄHLERIN: Deutschland wieder eine Großmacht? Diese Vision teilten führende Militärs mit dem NS-Regime und versprachen sich von einem Wiederaufstieg Deutschlands auch eine Rückgewinnung ihrer gesellschaftlichen Bedeutung, die sie mit dem Ende des Kaiserreiches 1918 verloren hatten. Die neuen NS-Machthaber kamen diesen Erwartungen entgegen. Adolf Hitler versuchte von Anfang an, die Reichswehr in sein Machtsystem zu integrieren und Vertrauen aufzubauen. MUSIK 4 (Badonviller Marsch 0‘31) SPRECHER: Reichswehrminister Werner von Blomberg zeigte sich von den NS-Machthabern begeistert, interpretierte das neue Kabinett als "Ausdruck breiten nationalen Wollens", äußerte sich bewundernd über den neuen Kanzler Adolf Hitler, der "wie ein ganz großer Arzt" fungiere. Er war bereit, die NSDAP innenpolitisch gewähren zu lassen. MUSIK 5 (Alan Fillip: Entering Space 0‘33) SPRECHER: Auch Blombergs Ministeramtschef im Reichswehrministerium, Generalmajor Walter von Reichenau, äußerte sich begeistert: "Hinein in den neuen Staat, nur so können wir die uns gebührende Position behaupten." Und zu den Gewaltexzessen der neuen Machthaber sagte er: "Morsches muss fallen, das kann mit Terror geschehen." ERZÄHLERIN: Die militärische Führungsriege hoffte, in einem autoritären NS-Staatsgefüge in der Hierarchie weit oben ihren Platz zu finden. Beunruhigt waren militärische Führungskreise deshalb nicht durch die Abschaffung demokratischer Grundrechte, sondern durch die paramilitärische Konkurrenz der SA. Ihr Führer Ernst Röhm wollte die SA zu einer Art braunem Massenheer ausbauen, in dem die Reichswehr aufgehen sollte. Als Adolf Hitler im Sommer 1934 Ernst Röhm und andere vermeintliche Gegner durch die SS ermorden ließ, gab es seitens der Reichswehr Unterstützung. SPRECHER: "Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid" – so die Soldaten der Reichswehr Anfang August 1934. Sie schworen, dass sie Adolf Hitler, dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, ihrem neuen Oberbefehlshaber, unbedingten Gehorsam leisten und bereit sind, ihr Leben für diesen Eid einzusetzen. ERZÄHLERIN: Ursprünglich wurde die Reichswehr auf die Verfassung der Weimarer Republik vereidigt. Als Paul von Hindenburg starb, übernahm Adolf Hitler zusätzlich zu seiner Kanzlerschaft das Amt des Reichspräsidenten und wurde damit Staatsoberhaupt. Noch am gleichen Tag ließ Werner von Blomberg die Soldaten der Reichswehr auf Adolf Hitler persönlich vereidigen. MUSIK 6 (Johnny Klimek: Plan B 0‘29) SPRECHER: Ohne Auftrag Hitlers, wie er behauptete. Auch sonstige Äußerungen zeigen ihn regimekonform. "Das erste Jahr der nationalsozialistischen Staatsführung hat die Grundlagen für den politischen und wirtschaftlichen Neubau der Nation gelegt", ließ er verlauten. Und: "Das zweite Jahr stellt die Notwendigkeit der geistigen Durchdringung der Nation mit den Leitgedanken des nationalsozialistischen Staates in den Vordergrund. " MUSIK 7 (Cliff Martinez: After The Chase 0‘45) ERZÄHLERIN: In militärischen Dienststellen und militärischen Fachschulen wurden weltanschauliche Schulungen eingeführt und nationalsozialistisches Gedankengut vermittelt. So gab es zum Beispiel in den Kriegsschulen für die Offiziersausbildung sogenannten "rassenhygienischen Unterricht". 1935 wurde die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt, damit die Zahl der ausgebildeten Soldaten massiv erhöht, die Reichswehr wurde offiziell in Wehrmacht und der Reichswehrminister in Reichskriegsminister umbenannt. Die militärischen Vorbereitungen für Hitlers Expansionspläne begannen auf Hochtouren zu laufen. O5 HÜRTER: Hitler hat die Wehrmachtspitze, sehr früh über seine sehr radikalen außenpolitischen Pläne auch informiert. ERZÄHLERIN: So der Historiker Johannes Hürter. O6 HÜRTER: Er hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er plant, nach Osten auszugreifen, Lebensraum zu gewinnen. Er hat von Anfang an versucht, die Wehrmachtselite, damals noch die Reichswehrelite, einzubeziehen in sein Programm, in sein außenpolitisches Programm, das letztlich unverkennbar stark auf Krieg ausgerichtet war. MUSIK 8 (Alan Filip: A Sad One 1’12) ERZÄHLERIN: Anfang November 1937 lud Hitler die militärische Führungselite zu einer Besprechung in die Reichskanzlei ein. Anlass waren Streitigkeiten um die Verteilung von Stahlvorräten, die für die Aufrüstung der Streitkräfte gebraucht wurden. Hitler sollte diesbezüglich für eine Klärung sorgen. Neben Reichskriegsminister Blomberg waren unter anderem auch die Oberbefehlshaber von Heer, Luftwaffe und Marine anwesend. In einem mehrstündigen Monolog nutzte Hitler nun die Chance, die versammelte Militärspitze detailliert über seine Expansionspläne zu informieren – und ihre Reaktion zu testen. Er betonte, dass militärische Aktionen bezüglich Österreich und der Tschechei beziehungsweise dem Sudetenland in nächster Zukunft geplant seien. Obwohl es eine prinzipielle Übereinstimmung bezüglich einer deutschen Expansionspolitik gab, äußerten Reichskriegsminister Blomberg und auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Werner von Fritsch, starke Bedenken. Sie befürchteten, die Situation könnte eskalieren und zu einem Krieg mit England und Frankreich führen. Johannes Hürter: O7 HÜRTER: Es ging der Militärspitze eher um die Zeiträume. Ein Krieg schon Ende der dreißiger Jahre war vielen professionellen Generälen zu riskant, zu gefährlich. Sie haben gedacht, dass die Wehrmacht da noch nicht kriegsfähig ist. ERZÄHLERIN: Hitlers Kritiker verschwanden daraufhin Anfang 1938 aus der militärischen Führungsriege. Reichskriegsminister Werner von Blomberg stolperte über seine zweite Heirat mit einer Frau, die in ihrer Jugend wegen Nacktfotos polizeilich aktenkundig geworden war. Und Werner von Fritsch musste gehen, weil Gerüchte über eine angebliche Homosexualität gestreut wurden. Im Laufe der folgenden Monate geriet dann der Generalstabschef des Heeres Ludwig Beck ins Visier Adolf Hitlers, als er versuchte die Generäle des Heeres zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen dessen riskante Kriegsplanungen zu bringen. Auch er musste seinen Posten aufgeben und zog sich ins Privatleben zurück. Er blieb aber nicht untätig, sondern erwies sich als geschickter Netzwerker. Ludwig Beck sammelte gleichgesinnte Militärs um sich und suchte Kontakte zur zivilen Opposition. Dort war sein wichtigster Ansprechpartner der konservative Politiker Carl Friedrich Goerdeler. MUSIK 9 (Johnny Klimek: Nah 1’01) Auch Becks Nachfolger als Generalstabschef des Heeres, Franz Halder, hatte lose Kontakte in oppositionelle Kreise. In – wenn auch – sehr kleinen Teilen der militärischen Führungselite wurden Überlegungen angestellt, wie man sich verhalten solle, wenn Hitler 1938 verfrüht in einen Krieg hineinstolpern würde. Doch ihre Bedenken sollten sich nicht bewahrheiten. Sowohl den deutschen Einmarsch in Österreich als auch die Besetzung des Sudetenlandes konnte die NS-Diktatur als außenpolitischen Erfolg verbuchen. Die Westmächte scheuten eine Konfrontation mit dem Deutschen Reich und billigten mit dem Münchner Abkommen die aggressive Expansionspolitik. Einer möglichen Opposition aus militärischen Kreisen war damit die Grundlage entzogen – so jedenfalls das Narrativ nach dem Zweiten Weltkrieg. O8 HÜRTER: Man muss ja auch generell sagen, dass die Militärelite nach 1945 bemüht war, sich nachträglich von Hitler und dem Regime zu distanzieren. Und diese Konstruktion, es habe schon 1938 eine Verschwörung gegeben, einen Widerstand, hat da natürlich gut reingepasst, aber stimmte mit der Realität nicht immer so ganz überein. Da hat man ziemlich an der Wahrheit oder an der Vergangenheit herum manipuliert. Im Grunde war das eine Art Vergangenheitspolitik in eigener Sache, um die Militärelite zu entlasten nachträglich, denn eigentlich hat sich die Militärelite in sehr weitgehender Form auf den Nationalsozialismus, auf Hitler, auf die Kriegspolitik, auf die Kriegszielpolitik auch eingelassen und später dann sich auch an dem Vernichtungskrieg beteiligt. ATMO Kriegsgeräusche / MUSIK 10 ( Iva Zabkar: Frühstück / einbruch / mord 1’06) ERZÄHLERIN: Als sich mit der verlorenen Schlacht um Stalingrad im Winter 1942/43 eine deutsche Kriegsniederlage abzeichnete, kam Bewegung in das oppositionelle Netzwerk, in dem die zivilen und militärischen Akteure zwar miteinander kommunizierten, aber keine konkreten Umsturzplanungen anstellten. Für letzteres waren ohnehin die Militärs zuständig, während sich die zivile Opposition in erster Linie mit Konzepten für ein zukünftiges Deutschland beschäftigte. Die drohende Kriegsniederlage beunruhigte die Militärs. MUSIK 11 ( Jens Buchert: Pulse 0‘46) Was würde aus Deutschland werden im Falle einer bedingungslosen Kapitulation? Wer würde zur Verantwortung gezogen für die Massenmorde, all die Verbrechen, die die deutschen Besatzer in den besetzten Ostgebieten begangen hatten? Der Sturz des NS-Regimes sollte politische Handlungsmöglichkeiten schaffen – vor allem in Hinblick auf Friedensverhandlungen. Führende Köpfe des militärischen Widerstands waren General Friedrich Olbricht und Generalmajor Henning von Tresckow. Sie bildeten den Kern der späteren Attentatsgruppe. Mit den Widerstandsnetzwerken um Ludwig Beck waren sie bereits seit 1938 in Kontakt. Claus Schenk von Stauffenberg, der das Attentat am 20. Juli 1944 letztendlich ausführte, stieß erst relativ spät zu den Verschwörern. O9 HÜRTER: Stauffenberg kommt aus einem rechtsnationalistischen Milieu. Aus dem Grund hat er auch 1933 die Machtübernahme Hitlers und der Nationalsozialisten zunächst durchaus begrüßt, und man findet sogar bis 1942 noch viel Zustimmung. Das bestärkt eigentlich die These, dass er erst ab 1942 und vielleicht sogar auch erst im Laufe des Jahres 1943 auch innerlich zum überzeugten Widerstandskämpfer geworden ist, der dann aber wirklich mit einer unvergleichlichen Konsequenz dieses eine Ziel, nämlich Hitler zu beseitigen, verfolgt hat. Also da war er die treibende Kraft dann neben sehr vielen anderen militärischen und zivilen Akteuren, die diesen letzten Schritt vielleicht irgendwann gehen wollten, aber mit der Konkretisierung immer Probleme haben, gezaudert haben, den richtigen Augenblick, der vielleicht nie kommen würde, abwarten wollten. MUSIK 12 ( Iva Zabkar: Fahrt zum Kommissariat 0‘35) ERZÄHLERIN: Eine zentrale Rolle bei den militärischen Umsturzplänen spielte das sogenannte Ersatzheer. Das waren Soldaten, teils noch in Ausbildung, teils auch in Reserve, die innerhalb des Deutschen Reiches stationiert waren und es im Krisenfall unter dem Decknamen "Operation Walküre" verteidigen sollten. Als stellvertretender Befehlshaber hatte Friedrich Olbricht Zugriff auf das Ersatzheer. Und Henning von Tresckow hatte die Idee, die Walküre-Planungen für einen Staatsstreich umzuarbeiten. O10 HÜRTER: Das war eine fantastische Idee, denn dieser Plan Walküre war von Hitler ja an sich bereits genehmigt und sollte eingesetzt werden gegen mögliche Aufstände, innere Unruhen, Meutereien von Zwangsarbeitern, Kommandounternehmen der Alliierten in Deutschland, also war ein Instrument, ein Planungsinstrument, um Deutschland im Inneren, von inneren und äußeren Angriffen zu verteidigen. Und die geniale Idee Tresckows war, das nun gegen Hitler oder besser…

    Full show notes at the publisher

    Fertiggerichte - Was kommt da eigentlich auf den Tisch? Aug 14, 2024
    Show notes

    Nur kurz in den Ofen - und fertig ist die Mahlzeit! Gerade für Eilige ist Fertigessen verlockend. Dabei ist es oft ungesund, denn es enthält viel Salz und Zusatzstoffe. Neuartige Produkte, wie Fleischersatz auf Soja- oder Weizenbasis, klingen dagegen erst mal gesund. Aber sind sie das auch? Von Maike Brzoska (BR 2022)

    Credits:
    Autorin dieser Folge: Maike Brzoska
    Regie: Christiane Klenz
    Es sprachen: Katja Amberger, Beate Himmelstoß, Frank Manhold
    Technik: Ruth-Maria Ostermann
    Redaktion: Matthias Eggert
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

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    • Nahrungsergänzungsmittel – Sinnvoll oder Geschäftemacherei?
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    • Detox mit Fasten – Die Mär vom Entgiften?
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    Literaturtipps:

    • Christoph Wiedmer: Lebensmittellügen. Wie bei unserem Essen getrickst wird. Piper. 2022
    • Hans-Ulrich Grimm: Die Suppe lügt. Die schöne neue Welt des Essens. Knaur. 2015
    • Dorothee Hahne: E-Nummern, Zusatzstoffe: Alle E-Nummern erklärt und bewertet. Stiftung Warentest. 2020
    • Bas Kast: Der Ernährungskompass. Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung. Bertelsmann. 2018

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    Bodyshaming - Mein Körper und der Blick der anderen Aug 13, 2024
    Show notes

    Auch wenn wir uns heute zunehmend in virtuellen Räumen bewegen - wenn wir einander in der Realität begegnen, spielt unser Körper aus Fleisch und Blut eine große Rolle. Er ist unsere Visitenkarte, aber auch unser Material, das wir nach unseren Vorstellungen und entlang gesellschaftlicher Normen gestalten. Von Susanne Hofmann (BR 2023)

    Credits

    Autorin dieser Folge: Susanne Hofmann
    Regie: Kirsten Böttcher
    Es sprachen: Shenja Lacher, Jerzy May, Katja Schild
    Technik: Tim Höfer, Winfried Messmer
    Redaktion: Nicole Ruchlak

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Interviewpartner/innen:
    Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky, Professorin für Soziologie und Gender Studies an der Ludwig-Maximilians-Universität München;
    Prof. Dr. Thomas Alkemeyer, Professor für Soziologie und Sportsoziologie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

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    Weltnaturerbe Wattenmeer - Ökosystem im Wechsel von Flut und Ebbe Aug 12, 2024
    Show notes

    Es ist die größte trocken fallende Meeresfläche der Welt - das Wattenmeer vor der Nordseeküste. Auf 4.700 Quadratkilometern hat sich die Natur dem extremen Wechsel von Ebbe und Flut angepasst und das in erstaunlicher Geschwindigkeit: Das Wattenmeer ist erst vor rund 6.000 Jahren entstanden. Trotzdem gibt es hier hoch spezialisierte Lebensformen, die mit den Gezeiten existieren und sogar wandern. Wird der Wattschnecke ihr Lebensraum auf dem Wattboden zu eng, sondert sie rund um sich herum Schleim ab und wartet auf die nächste Flut. Vom auflaufenden Wasser wird die Schnecke wie auf einem Floß angehoben und lässt sich davon tragen. Nur Stunden später sonnen sich dort, wo eben noch Wasser war, Seehunde auf Sandbänken. Erst 2009 wurde das Wattenmeer zum Weltnaturerbe erklärt. Klimawandel und Meeresspiegelanstieg könnten den Lebensraum dramatisch verändern - falls das Meer schneller steigt, als das Watt anwachsen kann. Von Helmut Stapel (BR 2011)

    Autor dieser Folge: Helmut Stapel
    Regie: Martin Trauner
    Es sprach: Julia Fischer
    Technik: Monika Gsänger
    Redaktion: Bernhard Kastner
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Hier gibt es eine weitere spannende Folge von radioWissen:
    Ebbe und Flut - Zwischen Sonne und Mond
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    Sternschnuppen - Leuchtende Phänomene am Nachthimmel Aug 12, 2024
    Show notes

    Wir bewundern sie gerne als kurz aufblitzende Leuchtspur am Nachthimmel: Sternschnuppen, auch Meteore genannt, entstehen immer dann, wenn Gestein aus dem Weltall auf die Erdatmosphäre trifft. Von Katrin Kellermann (BR 2019)

    Autorin dieser Folge: Katrin Kellermann
    Regie: Susi Weichselbaumer
    Es sprachen: Julia Fischer, Herbert Schäfer, Johannes Hitzelberger
    Technik: Robin Auld
    Redaktion: Iska Schreglmann

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

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    Meteor mit Mission - Kam das Leben aus dem All?
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    Spanende Berichte über aktuelle Forschung und Kontroversen aus allen relevanten Bereichen wie Medizin, Klima, Astronomie, Technik und Gesellschaft gibt es bei IQ - Wissenschaft und Forschung:
    BR PODCAST | BAYERN 2 | IQ - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

    Interviewpartner/innen dieser Folge:
    Sebastian Deiries, Mitarbeiter an der Volkssternwarte als Hobbyastronom, Meteorbeobachter, Ingenieur an der ESO in Garching.
    Dr. Stefan Löhle, Akademischer Rat am Institut für Raumfahrtsysteme, Uni Stuttgart.
    Dieter Heinlein, Astrophysiker und Technischer Leiter des DLR Feuerkugelnetzes und anerkannter Gutachter.
    Dr. Carolin Liefke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Haus der Astronomie in Heidelberg.

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.


    Die Gebärmutter - Ein komplexes Organ Aug 12, 2024
    Show notes

    Kein menschliches Leben ohne Gebärmutter. Das muskulöse Hohlorgan lässt den Fötus bis zur Geburt heranreifen. Die Monatsblutung im weiblichen Zyklus besteht vor allem aus sich regelmäßig erneuernder Gebärmutterschleimhaut. Die krankheitsbedingte Gebärmutterentfernung ist die häufigste OP bei Frauen. Von Birgit Magiera (BR 2022)

    Credits

    Autorin dieser Folge: Birgit Magiera
    Regie: Anja Scheifinger
    Es sprachen: Stefan Wilkening, Franziska Ball, Diana Gaul
    Technik: Viktor Veress
    Redaktion: Matthias Eggert
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
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    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte

    Literaturtipps:

    • Cleghorn, Elinor, Die kranke Frau - wie Sexismus, Mythen und Fehldiagnosen die Medizin bis heute beeinflussen, kiwi-Verlag, 2022.
    • Pröll, Gabriele, Die „glückliche“ Gebärmutter - Innere Bilder+ selbstheilende Kraft bei Unterbauchbeschwerden, Diametric-Verlag, 2016.
    • Brochmann+Stokken Dahl, Viva la Vagina, S.Fischer-Verlage, 2018.
    • Strack, Hanna, Spirituelle Reise zur Gebärmutter, Lit Verlag, 2014

    Weimar - Die soziale Republik Aug 11, 2024
    Show notes

    Der Krieg war aus und die Hoffnung auf eine moderne Gesellschaft blühte auf. In der Weimarer Republik wurde der Mensch neu gedacht. Linke und rechte Utopien prallten aufeinander. Von Katharina Kühn (BR 2019) (Lernmaterial unter http://www.radiowissen.de)


    Homo pictor - Der Mensch und die Bilder Aug 09, 2024
    Show notes

    Der Mensch lebt nicht vom Wort allein. Er braucht Bilder. Bilder schaffen Überblick, machen Unsichtbares sichtbar, speichern Wissen, fördern Erkenntnis, sie formen und spiegeln den menschlichen Geist. Darum haben Bilder die kulturelle Entwicklung nicht nur begleitet, sondern wesentlich vorangetrieben und beschleunigt. Von Simon Demmelhuber (BR 2022)

    Credits:
    Autor dieser Folge: Simon Demmelhuber
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Andreas Neumann, Burchard Dabinnus
    Technik: Daniela Röder
    Redaktion: Bernhard Kastner
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Hier gibt es weitere hörenswerte Folgen von radioWissen:
    Die Erfindung der Schrift - Vom Bild zum Symbol
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    Philosophie des Wohnens - Von Domizil und Sein
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    Kunst ist eine Behauptung - Der Kunstbegriff
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    Literaturtipps:


    Gustav Frank, Barbara Lange, Einführung in die Bildwissenschaft, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010
    Klaus Sachs-Hombach, Bildtheorien: anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
    Klaus Sachs-Hombach, Bildwissenschaft: Disziplinen, Themen, Methoden, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
    Richard Wollheim, Objekte der Kunst, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1982
    Ernst Gombrich, Meditationen über ein Steckenpferd. Von den Wurzeln und Grenzen der Kunst, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1978


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