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    Radiowissen

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    Latest Episodes:
    ADHS - Eine Diagnose fürs Leben Aug 29, 2024
    Show notes

    Was früher Zappelphilipp hieß, nennt sich heute ADHS. Mädchen leiden eher an der verträumten Form der Krankheit: ADS. Auch Erwachsene sind betroffen - oft ohne es zu wissen. Von Veronika Bräse (BR 2022)

    Credits:
    Autorin dieser Folge: Veronika Bräse
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Julia Fischer, Benedikt Schregle, Rahel Comtesse
    Technik: Ursula Kirstein
    Redaktion: Matthias Eggert
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Eine weitere spannende Folge von radioWissen:
    Der Kuss - Biologie einer Liebkosung
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    Unsere KollegInnen von Die Lösung - Der Psychologie-Podcast von Puls haben sich mit ADHS bei Erwachsenen beschäftigt:
    ADHS bei Erwachsenen | Warum es oft Jahre bis zur Diagnose dauert
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    Weitere Informationen und Hilfe zu ADHS finden Sie im ADHS-Infoportal:
    EXTERNER LINK | https://www.adhs.info/


    Das Faultier - Langsamkeit als Überlebenstrick Aug 28, 2024
    Show notes

    Faultiere leben ständig im Stand-By-Modus. Langsamkeit, geringer Energieverbrauch und gute Tarnung sichern den Tieren, die mit Ameisenbären und Gürteltieren verwandt sind, das Überleben in den Regenwäldern. Sie hängen den ganzen Tag in Bäumen herum und begeben sich nur einmal pro Woche zur Toilette. Von Brigitte Kramer (BR 2021)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Brigitte Kramer
    Regie: Eva Demmelhuber
    Es sprachen: Ruth Geiersberger, Friedrich Schloffer
    Technik: Andreas Lucke, Christiane Gerheuser-Kamp
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Interviewpartner/innen:
    Jutta Heuer (Biologin, Bergzoo Halle);
    John Nyakatura (Biologe, Humboldt-Universität, Berlin);
    Niklas Hörper (Tierpfleger, Tierpark Hellabrunn, München)

    Diese hörenswerten Folgen von radioWissen könnten Sie auch interessieren:

    Illegaler Wildtierhandel - Ausverkauf seltener Arten
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    Der Ameisenbär - Minigehirn, wehender Schweif, klebrige Zunge
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    Das Lama - Heiliges Tier mit sanfter Seele
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    Der tropische Regenwald - Bedrohter Klimapuffer
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    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

    RadioWissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
    ARD Audiothek | RadioWissen
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    Der Stadtplaner Robert Moses - Gründer des modernen New York Aug 28, 2024
    Show notes

    Stadtplaner Robert Moses war in New York als so arroganter wie brillanter, visionärer wie rücksichtsloser "Master Builder" verehrt und gefürchtet. 44 Jahre lang konnte er die Metropole wie kein anderer im Alleingang formen, mit gewaltigen wie umstrittenen Bauprojekten. Von Florian Kummert (BR 2021)

    Credits
    Autor dieser Folge: Florian Kummert
    Regie: Susi Weichselbaumer
    Es sprachen: Beate Himmelstoß, Rainer Buck, Sven Hussock
    Technik: Adele Kurdziel
    Redaktion: Thomas Morawetz

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:
    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN

    Literaturtipps:

    Robert A. Caro: The Power Broker – Robert Moses and the Fall of New York, 1975, Random House

    Ric Burns, u.a. New York – Die illustrierte Geschichte von 1609 bis heute, 2002, Geo Verlag

    Pierre Christin & Olivier Balez: Robert Moses – der Mann, der New York erfand, Graphic Novel von 2014, Carlsen

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    Lou Andreas-Salomé - Muse, Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Aug 27, 2024
    Show notes

    Mehr als nur Muse großer Männer: Lou Andreas-Salomé war eine eigenständige Philosophin, Literatin und Psychoanalytikerin, die männliche Geistesgrößen ihrer Zeit mit ihren Gedanken wesentlich bereicherte. In der Deutung der modernen Frau nimmt sie eine rätselhafte Position ein, dennoch führte sie ein emanzipiertes Leben. Von Susanne Brandl (BR 2021)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Susanne Brandl
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Beate Himmelstoß, Laura Maire, Stefan Wilkening
    Technik: Susanne Herzig
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:

    Hans Rüdiger Schwab, Literaturwissenschaftler, Theologe und Mitherausgeber der Werkausgabe Lou Andreas-Salomés;
    Ursula Welsch, Herausgeberin der Werkedition Lou Andreas-Salomé

    Literaturtipps:

    Lou Andreas-Salomé – Eine Bildbiographie, von Ursula Welsch und Dorothee Pfeiffer, Reclam Verlag Leipzig 2006. Ein Band, der aus dem Nachlass schöpft, präsentiert in Bild und Text auf anschauliche Weise Leben, Lieben und Schaffen von Lou Andreas-Salomé.

    Lou Andreas-Salomé: Lebensrückblick, Severus Verlag Hamburg 2013, die Autobiographin erinnert sich auf intime und komplexe Weise an ihre Kindheit, Ehe und Affären.

    Briefwechsel, Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé, hrsg. von Ernst Pfeiffer, Insel Taschenbuch Verlag 1989. Ein Schriftwechsel, der die tiefe Verbundenheit beider zum Ausdruck bringt, indem Andreas-Salomé Rilke in psychologischen und schöpferischen Fragen berät und betreut.

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    Völkerschauen - Für 50 Pfennig in den „Menschenzoo“ Aug 26, 2024
    Show notes

    Entdeckungsreisende brachten die ersten indigenen Menschen nach Europa, so den "edlen Wilden" Ahutoru aus Tahiti. Tätowiert, mit krauser Haarmähne, wurde der Polynesier begafft wie ein außerirdisches "Wundertier". Mit der Zeit entwickelte sich "Exotik als Attraktion" weltweit zu einem inhumanen Menschenausstellungsgeschäft. Autor: Rainer Firmbach (BR 2023)

    Credits
    Autor dieser Folge: Rainer Firmbach
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Christoph Jablonka, Julia Fischer, Benjamin Stedler
    Technik: Regina Staerke
    Redaktion: Andrea Bräu

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Literaturtipps:
    Hans Henny Jahnn: Perrudja. Frankfurt, Fischer, 1966.
    Carl Hagenbeck: Von Tieren und Menschen. Leipzig, List, 1967.
    Anne Dreesbach. Gezähmte Wilde. Frankfurt, Campus, 2005.
    Pascal Blanchard: Menschenzoos. Hamburg, Crieur Public, 2012.
    Dirk Wittenborn: Unter Wilden. Köln, DuMont, 2002.

    Linktipps:

    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischen Rundrunks.
    DAS KALENDERBLATT
    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte

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    Schreibblockaden - Der Kampf um den ersten Satz Aug 23, 2024
    Show notes

    Heute geht es um ein Problem, das fast alle Leute kennen, die längere Texte verfassen müssen oder wollen: die Schreibblockade. Was steckt hinter der Angst vor dem leeren Blatt, dem Bibbern vor dem ersten oder nächsten Satz? Und wie kommen Schriftstellerinnen und Autoren über diese Hürden hinweg? Von Justina Schreiber (BR 2022)

    Credits:
    Autorin dieser Folge: Justina Schreiber
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Beate Himmelstoß, Andreas Neumann
    Technik: Wolfgang Lösch
    Redaktion: Susanne Poelchau
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Mehr über die Autorin Lena Gorelik erfahren Sie in dieser Folge von radioWissen:
    Erfolgsautorinnen aus dem Osten - Russisch zählen, deutsch schreiben
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    RadioWissen hat noch weitere spannende Folgen zum Thema:
    Ghostwriter - Autoren ohne Namen
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    Neue Subjektivität - Schreiben als Selbsterfahrung
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    Literaturtipps:


    Bieker, Nadine/ Schindler, Kirsten (2021): Wenn Autorinnen Kinder bekommen - Mutterschaft als Schreibblockade. In: Gansel, Carsten/ Lehnen, Katrin/ Oswalt, Vadim (Hrsg.): Schreiben, Text und Autorschaft II - Zur Narration und Störung von Lebens- und Schreibprozessen. Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht, 259-273.
    Alice W. Flaherty: Die Mitternachtskrankheit. Warum Schriftsteller schreiben müssen. Autorenhaus Verlag 2004
    Carsten Gansel / Katrin Lehnen / Vadim Oswalt (Hg.): Schreiben, Text, Autorschaft II. Zur Narration und Störung von Lebens- und Schreibprozessen. Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen 2021
    Lena Gorelik: Die weißen Nächte. Schirmer / Graf Verlag, München 2004
    Herlinde Koelbl: Schreiben! 30 Autorenporträts, Knesebeck Verlag München 2007
    Ilka Piepgras (Hg.): Schreibtisch mit Aussicht. Schriftstellerinnen über ihr Schreiben. Kein & Aber Verlag, Zürich – Berlin 2020
    Fridolin Schley, Die Verteidigung, Hanser Berlin, Berlin 2021
    Thomas von Steinäcker, Ende offen. Das Buch der gescheiterten Kunstwerke. S. Fischer, Frankfurt / Main 2021.

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    Überfischung - Wenn das Meer leer wird Aug 22, 2024
    Show notes

    Es sind hochtechnisierte Fangflotten, die monatelang über die Weltmeere fahren und tonnenweise Speisefische an die Oberfläche ziehen, sie verarbeiten und einfrieren. Was es bedeutet, wenn Speisefische in gigantischen Mengen einfach aus ihrem Ökosystem entnommen werden, wird der Forschung erst langsam klar. Von Yvonne Maier (BR 2022)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Yvonne Maier
    Regie: Kirsten Böttcher
    Technik: Wolfgang Lösch
    Es sprachen: Rahel Comtesse, Hemma Michel und Benedikt Schregle.
    Redaktion: Matthias Eggert
    Das Manuskript zur Folge finden Sie HIER.

    Hier gibt es weitere spannende Folgen von radioWissen:

    Der Thunfisch – Der bedrohte Jäger der Meere
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    Fische - Die unterschätzten Lebewesen
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    Hochseefischerei - Geschichte einer Industrie zu See
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    Performance Art - Geschichte, Themen, Perspektiven Aug 22, 2024
    Show notes

    Seit den 1960er Jahren machen Künstler der Performance Art ihren Körper zum zentralen Mittel. Das Zusammentreffen der Performer mit den Zuschauern wird zu einem Ereignis das nichts mehr darstellt, sondern Wirklichkeit schafft. Voller Risiko und mit dem Appell, zu handeln. Von Stephanie Metzger (BR 2021)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Stephanie Metzger
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Beate Himmelstoß, Andreas Neumann, Jerzy May
    Technik: Regina Staerke
    Redaktion: Andrea Bräu

    Im Interview:
    Rosemarie Brucher
    Sophie Becker
    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

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    Literaturtipps:
    Broszat, Tilmann/Hattinger, Gottfried: Theater etcetera. Zum Theaterfestival ´97 in München. München (Spielmotor München e.V.), 1997
    Broszat, Tilmann/Hattinger, Gottfried: Theater etcetera. Zum Theaterfestival Spielart München 2001. München (Spielmotor München e.V.), 2001
    Fischer-Lichte, Erika/Kreuder, Friedemann/Pflug, Isabel (Hrsg.): Theater seit den 60er Jahren. Grenzgänge der Neo-Avantgarde. Tübingen/Basel (A. Francke Verlag), 1998.
    Fischer-Lichte, Erika/Kolesch, Doris/Warstat, Matthias: Metzler Lexikon Theatertheorie. Stuttgart/Weimar (Verlag J.B. Metzler), 2005.
    Goldberg, RoseLee: Die Kunst der Performance – vom Futurismus bis heute. Berlin/München (Deutscher Kunstverlag), 2014.

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    David Bowie - das Chamäleon des Pop Aug 21, 2024
    Show notes

    David Bowie war eine überragende Gestalt der modernen Popmusik. Er inszenierte sich als artifizielle Kunstfigur. In seinem Musiktheater war er mal Major Tom, mal Ziggy Stardust oder der "Thin White Duke". Autor: Markus Mayer (BR 2019)

    Credits
    Autor dieser Folge: Markus Mähner
    Regie: Markus Mayer
    Es sprachen: Katja Amberger, Stefan Merki, Frank Manhold, Jennifer Güzel
    Technik: Helge Schwarz
    Redaktion: Nicole Ruchlak

    Im Interview:
    Andrian Kreye, Journalist, Feuilleton-Chef Sueddeutsche Zeitung

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    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischer Rundfunks.
    DAS KALENDERBLATT
    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischer Rundfunks. EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte

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    Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    Kinder des 20. Juli - Wie es für die Nachkommen weiterging Aug 16, 2024
    Show notes

    Der Staatsstreichversuch vom 20.Juli 1944 gilt heute als Versuch, durch den Tod Hitlers den Zweiten Weltkrieg zu beenden und damit Millionen Zivilisten und Soldaten das Leben zu retten. Doch an dieser Anerkennung hat es lange gefehlt. Die Tat der Verschwörer um Stauffenberg, Tresckow, Beck und andere wurde über Jahrzehnte als Verrat denunziert. Entsprechend schwer hatten es auch Angehörige und Nachkommen, in der deutschen Öffentlichkeit Ansprüche auf Entschädigung geltend zu machen. Von Rainer VolkCreditsAutor dieser Folge: Rainer VolkRegie: Sabine KienhöferEs sprachen: Thomas Birnstiel, Jerzy May, Susanne SchroederTechnik: Simon LobenhoferRedaktion: Thomas Morawetz Eine besondere Empfehlung der Redaktion:ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN Omas Tasche und das Hitler-AttentatWar Oma am Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt? Der Autor Thies Marsen ist zunächst sehr skeptisch, als ihm seine Großmutter eröffnet: Sie habe die Aktentasche besorgt, in der Graf von Stauffenbergs Bombe platziert war. Dann taucht er in die Familiengeschichte ein. Was er herausfindet, lässt ihn bis heute nicht los. Von Thies Marsen JETZT ENTDECKEN Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de. Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadiowissenJETZT ENTDECKEN Das vollständige Manuskript gibt es HIER. Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript: O-Ton 1: (Hitler im Radio, 20.7.1944, Länge: 0’50) „Deutsche Volksgenossen und -genossinnen. Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissensloser und zugleich unvernünftiger, verbrecherisch-dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen… (blenden ab „…mich zu beseitigen“ – unter Erzähler verlieren) Musik: Dark operation red 0‘43 Erzähler: Die Nachwirkungen des 20.Juli 1944 beginnen schon in der Nacht jenes Tages - als Hitler im Radio spricht. Seine Diffamierung der Akteure des Umsturzversuchs wirkt noch über Jahrzehnte. Die brutale Rache der Nazis vor Kriegsende 1945 mit hunderten Hinrichtungen, Sippenhaft und Verschleppungen von Angehörigen ist dabei nur ein Aspekt. Das wahre Gift der Sätze Hitlers zeigt sich erst nach der Befreiung vom Nationalsozialismus. Axel Smend ist Jahrgang 1944. Sein Vater, der Oberstleutnant Günther Smend, versuchte seinen Vorgesetzten, den Generalstabschef des Heeres, zu bereden, dem Widerstand beizutreten, Sein Sohn Axel erinnert sich: O-Ton 2: (Smend-Verräter) – „Meine Mutter war beim Elternsprechtag. Und sie sprachen auch in irgendeiner Weise über meinen Vater. Ich war immer ein schlechter Schüler. Und dann hat der Lehrer in diesem Zusammenhang meiner Mutter gesagt. Na ja, dann ist es ja kein Wunder, dass Ihr Sohn Axel schlecht in der Schule ist - als Sohn eines Verräters.“ Länge: 0‘23 Erzähler: Smends Erlebnis ist keineswegs ein Einzelfall. Begriffe wie „Vorbilder“ oder „Helden“ für die Männer und Frauen des 20.Juli 1944 blieben lange die Ausnahme. So fand das Allensbacher Institut für Demoskopie 1951 heraus: 30 Prozent der Deutschen verurteilten den versuchten Staatsstreich weiterhin. Noch einmal so viele wussten nichts von den Geschehnissen oder hatten keine Meinung dazu. Irritiert schrieben die Meinungsforscher: Musik: Dark figures (red.) 0‘16 Zitator: „Beinahe die Hälfte aller Leute, die über den 20.Juli mitreden können, sagten über die Verschwörer nur Nachteiliges… Weiter wird ihnen Feigheit vorgeworfen, gelegentlich auch Egoismus.“ Erzähler: Besonders hartnäckig hielten sich die Verleumdungen im militärischen Milieu - in der Bundeswehr. Das Verteidigungsministerium benannte zwar 1961 die erste Kaserne nach einem der Verschwörer – in Sigmaringen, nach Stauffenberg. Doch Jobst Schulze-Büttger, dessen Vater Georg ein Vertrauter von Henning von Tresckow war - neben Stauffenberg der wichtigste Kopf des berühmten „Unternehmen Walküre“ – berichtet von einem Erlebnis als Offizier Anfang der 1980er Jahre: O-Ton 3: (Schu-Bü. – Verräter) – „Wir saßen im Kasino zusammen und hatten das Thema Widerstand. Und man landete im Laufe dieses Gesprächs bei dem Thema natürlich auch „20.Juli“. Und da sagte ein Kompaniechef aus meinem Bataillon: „Das waren alles Verräter.“ Länge: 0‘17 Musik: Coming closer red 0‘36 Erzähler: Kein Wunder, dass Ehefrauen, Mütter, Söhne und Töchter der Offiziere des 20.Juli 1944 sich abkapselten. Die Familien hatten nach dem gescheiterten Staatsstreich Schreckliches erlebt: Etwa 50 Kinder kamen im Herbst 1944 unter falschen Namen in ein Heim bei Bad Sachsa – manche bis zum Kriegsende. Die Gestapo steckte Dutzende Frauen in Sippenhaft, um herauszufinden, was diese über die Umsturzpläne wussten. Die Folge: In vielen Familien wurde wenig erzählt von den Vätern. Jobst Schulte-Büttger: O-Ton 4: (Schu-Bü – Beschweigen) – „Ich habe meine Mutter und meinen Bruder nie gefragt. Irgendwie habe ich gespürt, dass da was war. Und ich ihnen im Grunde genommen nicht zumuten wollte, mir auf eine Frage, von der ich das Gefühl hatte, dass es für sie ein Problem ist, zu antworten. Musik: Strictly confidential 0‘41 Erzähler: In Gesprächen mit den Kindern der Umstürzler vom 20.Juli 1944 finden sich aber auch Aussagen, die ein anderes Extrem andeuten: Die Verklärung des Vaters. Kurt von Plettenberg war 1944 Generalbevollmächtigter der Hohenzollern-Familie und des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe. Er wusste von den Putsch-Plänen und stürzte sich, nachdem er dem Verhör-Beamten der Gestapo einen Boxhieb verpasst hatte, aus dem Fenster des Berliner Gestapo-Gebäudes in den Tod. Seine Tochter Dorothea, Jahrgang 1944 erinnert sich: O-Ton 5: (Plettenberg – Vater Heiliger) – „Mein Vater war so der Heilige und wurde ständig überall so gelobt. Das war eine Sache, an die ich gewöhnt war.“ Länge: 0‘14 Erzähler: Derlei Schilderungen lassen sich nur schwer generalisieren. Felicitas von Aretin, Historikerin und ebenfalls Nachfahrin von Widerstandskämpfern, hat für ihr Buch „Die Enkel des 20.Juli“ Befragungen durchgeführt. Für sie sind die Witwen Dreh- und Angelpunkt in der Familienüberlieferung: O-Ton 6: (Aretin – Witwen-Rolle) – Wenn Witwen eben sehr viel über ihre Erlebnisse oder Gefühle sprechen konnten mit ihren Kindern, dann hat sich das meistens auch sehr positiv ausgewirkt, weil eine Verarbeitung stattgefunden hat. Weil hingegen, wenn die Witwen sozusagen gar nichts erzählt haben, dann war das für die Kindergeneration natürlich schon viel schwieriger. Und damit, versetzt, auch für die Enkel-Generation.“ Länge: 0‘25 Musik: Obscure intrigue red. 0‘47 Erzähler: Teilweise erklärt sich die komplizierte Lage durch die Weltpolitik der Nachkriegszeit. 1947 begann der Kalte Krieg zwischen Amerikanern und Sowjets. Das trieb die deutsche Teilung in West und Ost voran und erschwerte den Alltag der Witwen, Eltern und Kinder weiter. Viele flohen aus der sowjetisch besetzten Zone in den Westen, verloren so ihren Besitz im Osten. Zur Diffamierung kam ein sozialer Abstieg hinzu. Axel Smends Mutter hatten die Nazis noch vor Kriegsende das Wohnrecht in ihrer Offizierswohnung in Lüneburg entzogen. Das provisorische Hausen in zwei oder drei Zimmern sei weniger schlimm gewesen als die finanziellen Schwierigkeiten seiner Mutter, meint Axel Smend im Rückblick. O-Ton 8: (Smend – Verhältnisse) – „Es ging eigentlich mehr um Wie kann man sich finanzieren? Sie hat, glaube ich, sehr viele Tauschgeschäfte gemacht. Also: Sachen verkauft, um dafür Geld zu haben – und um dafür dann Lebensmittel zu kaufen.“ Länge: 0‘26 Erzähler: Unterstützung erhielten Witwen, Mütter, Kinder und Verwandte durch das „Hilfswerk 20.Juli 1944 e.V.“ - das bis heute kaum bekannt ist. Der Freundeskreis gründete sich im Herbst 1945 - vor allem auf Initiative des Juristen Fabian von Schlabrendorff und des Ehepaars Carl-Hans und Renate von Hardenberg. Schlabrendorff und Hardenberg hatten als Offiziere im Umkreis von Henning von Tresckow Attentats-Pläne mit entworfen und nach deren Scheitern diverse Konzentrationslager nur knapp überlebt. Anhand einer Liste der Angehörigen, die Schlabrendorff erstellte, kümmerte sich das Hilfswerk unbürokratisch um die Überlebenden des militärischen Widerstands. Musik: Ich bin zurückgeblieben 0‘29 Erzähler: In der Trümmergesellschaft der Halbwaisen, jung Verwitweten und Ausgebombten – hier in einem satirischen Chanson beschrieben – war Unterstützung für die Hinterbliebenen des 20.Juli 1944 besonders dringlich. Die Evangelische Kirche in Deutschland gab mit ihrer Hilfswerks-Organisation, die der Widerständler und spätere Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier leitete, was möglich war. Fundamental aber waren bis Anfang der 1950er Jahre ausländische Gönner – vor allem karikative Organisationen in den USA und Großbritannien. Was er an Spenden erhielt, ist Axel Smend und anderen im Gedächtnis geblieben: O-Ton 10: (Smend – Pakete) – „Ich erinnere mich sehr gut, als wir Pakete bekamen. Und zwar von privaten Organisationen, weil mein Bruder sich darauf stürzte: Corned Beef, Rosinen, Milchpulver und ein paar Schuhe. Aus Amerika kam sogar das Angebot, mich zu adoptieren.“ Musik: New beginning 0‘32 Erzähler: Zu den wenigen Sternstunden der Nachkommen des 20.Juli zählten Aufenthalte in die Schweiz, die ein Arzt aus Bern anbot und mit dem Britischen Roten Kreuz organisierte. Bereits im Januar 1947 konnten so 20 Kinder von ermordeten Widerständlern zum Aufpäppeln ins Berner Oberland fahren – weitere Transporte folgten. Erzähler: Geprägt wurde die Arbeit des Hilfswerks durch ein hohes Maß an Improvisation und Empathie mit den Betroffenen. Durch hektografierte „Rundbriefe“, die sie per Post verschickte, gelang es Geschäftsführerin Renate von Hardenberg, innere Solidarität aufzubauen und unkonventionell zu helfen. Manche Unterstützung klingt für heutige Ohren hemdsärmelig: Musik: prayer wheel (red.) 0‘34 Zitatorin/Zitator (gemischt, im ‚Verkündungston‘): „Ein bekannter Chemiker macht den Vorschlag, eventuell einen jungen Mann aus dem Kreise der Hilfsbedürftigen auf Kosten seiner Firma eine Ausbildung als Chemiker zukommen zu lassen. // Kindern, die keine Gelegenheit haben, von zu Hause aus eine höhere Schule besuchen zu können, kann evtl. durch die Geschäftsstelle zu Vergünstigungen bei bestimmten Internaten geholfen werden.“ Erzähler: Unter den Schülern, die ein solches Angebot erhielten, war auch Jobst Schulze-Büttger, der mit seiner Mutter und einem älteren Bruder in Hildesheim aufwuchs. Seine Mutter habe zunächst gezögert, erzählt Schulze-Büttger. Doch die Gräfin Hardenberg habe sie überredet und ihm ein Stipendium in einer Schule bei Bad Hersfeld besorgt: O-Ton 11: (Schu-Bü Internat) – „Die Hermann-Lietz-Schulen sind solche Landschulheime, von Hermann Lietz gegründet –Und ich wollte endlich mal unter Männer und nicht alleine aufwachsen.“ Erzähler: Akten aus der frühen Bundesrepublik zeigen, wie nötig derlei Hilfe war. Denn die Bürokratie ging äußerst unsensibel mit den Hinterbliebenen des 20.Juli um. Viele Frauen mussten lange um ihre Witwen-Pensionen kämpfen. So teilte die Oberfinanzdirektion München der Witwe des Widerstandskämpfers Rudolf von Marogna-Redwitz im Juli 1951 mit, man habe den Versorgungs-Bescheid aufgehoben. Zur Begründung führte der Beamte ein Gesetz aus der Nazi-Zeit an, dass zum Tod verurteilte Hoch- und Landesverräter keine Pensionszahlungen erhalten könnten. Zitat: Musik: Political efforts red. 0‘25 Zitator: „Aus zwingenden Gründen muss deshalb die Zahlung des Unterhaltsbetrages ab sofort eingestellt werden. Es wird ihnen anheim gestellt, unverzüglich beim Staatsministerium der Justiz Antrag auf Aufhebung des Urteils und dessen Folgen zu stellen. Nach Vollzug würde die Zahlung wieder aufgenommen.“ Erzähler: Weder in den Ländern noch in der ersten Bundesregierung fanden sich anfangs Mehrheiten, Renten- und Pensions-Ansprüche der Hinterbliebenen des 20.Juli 1944 ähnlich großzügig zu regeln wie bei ehemaligen Polizisten und Soldaten der Wehrmacht. Im Oktober 1951 – über sechs Jahre nach Kriegsende! – erreichte das Hilfswerk schließlich eine „Spendenregelung“. Die Bundesregierung zahlte von nun an pauschal eine Summe, die das Hilfswerk unter seinen Bedürftigen verteilen konnte. Als „Almosen“ bezeichneten viele im Hilfswerk das Ergebnis in Mark und Pfennig. Renate von Hardenberg schrieb zu ihrer Verteidigung in einem Brief: Zitatorin: „Als ich merkte, dass die Sache nicht gesetzlich geregelt werden sollte, habe ich mich mit aller Energie eingeschaltet und habe das kümmerliche Resultat erreicht, was sie kennen. Alle Proteste müssen durch die Parteien an den Bundesrat gerichtet werden und an die verantwortlichen Herren der Regierung. Ich bitte, mich nicht dafür verantwortlich zu machen, aber auch keine unnötigen Lorbeeren an mich zu verschwenden.“ Musik: Undercover investigations red. 0‘29 Erzähler: Das zuständige Bundesinnenministerium überwies - wie die Akten zeigen – nie mehr als 400-tausend D-Mark pro Jahr an das Hilfswerk. Alleinstehende Frauen erhielten pro Monat 200 Mark, Mütter von Kindern ohne Einkommen 300 Mark, Studenten 150 Mark – und so weiter - was die Lebensverhältnisse mehr schlecht als recht absicherte. Dass die Spenden-Symbolik dürftig war, wusste die Bonner Politik nur zu gut. Auch deshalb ergriff sie in der Folge öffentlich stärker Partei für den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1954 hielt erstmals ein Bundespräsident die Gedenkrede zum Jahrestag. Frisch für eine zweite Amtszeit gewählt, versuchte Theodor Heuss in der Berliner Freien Universität – mit Kanzler Adenauer im Publikum – eine Ehrenrettung der Männer des 20.Juli 1944: O-Ton 12: (Heuss – 1954) – „Die Scham, in die Hitler uns Deutsche gezwungen hatte, wurde durch ihr Blut vom besudelten deutschen Namen wieder weggewischt. Das Vermächtnis ist noch in Wirksamkeit, die Verpflichtung noch nicht eingelöst.“ Erzähler: Heuss‘ Rede begründete eine Tradition. An den „runden“ Jahrestagen des gescheiterten Putschversuchs von 1944 sprechen seither regelmäßig führende Repräsentanten unserer Demokratie – entweder im Hinrichtungsschuppen des ehemaligen Gefängnisses Plötzensee, oder im so genannten Bendlerblock, wo sich im Allgemeinen Heeresamt der Wehrmacht die historischen Ereignisse zutrugen. Aus der Sicht der Überlebenden und Nachkommen des 20.Juli 1944 eine wichtige Geste, dass die Bonner Demokratie den Putschversuch zunehmend als Teil des politischen Fundaments der Bundesrepublik verstand. Dass der Widerstand gegen den Nationalsozialismus jedoch weiter ein ‚heißes Eisen‘ war, wurde spätestens 1969 klar, als Gustav Heinemann kurz nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten, bei der Feierstunde proklamierte: O-Ton 13: (Heinemann – 1969) – „In dieses Gedenken schließen wir alle Widerstandskämpfer ein, die in den Jahren der Diktatur von 1933 bis 1945 in Deutschland und außerhalb Deutschlands, aus welcher Nation und an welchen Orten auch immer das Opfer des Lebens für Recht und Menschenwürde brachten. Wir schließen ebenfalls und ausdrücklich auch alle jene Menschen ein, die im Namen unseres Volkes verfolgt und unter den Taten unseres verführten Volkes gelitten haben.“ Länge: 0‘36 Musik: Secret proofs 0‘42 Erzähler: Heinemanns versuchter Brückenschlag zu Widerstandsgruppen mit sozialdemokratischem, gewerkschaftlichem oder kommunistischem Hintergrund ging vielen Angehörigen des Hilfswerks jedoch zu weit. Mit den Kindern und Enkeln der Ermordeten führten diejenigen, die den Putschversuch und seine Folgen selbst miterlebt hatten, ab Anfang der 1970er Jahre heftige Debatten zu diesem Thema. Abstand hielt man auch zur DDR, deren stalinistische Ideologen dem 20.Juli 1944 lange nichts abgewinnen konnten – erst 1967 erschien hier eine erste Stauffenberg-Biografie. Doch für die meisten Nachkommen hat das Datum mit seinen Zeremonien einen ganz anderen Aspekt: Es ist Gelegenheit, den Vätern nahe zu sein. - Axel Smend nahm als 10jähriger erstmals an einer der Veranstaltungen teil. Manche Details der Feier in Plötzensee hat er bis heute vor Augen, vor allem die Predigt von Harald Poelchau, dem ehemaligen Gefängnispfarrer, der viele der Verurt…

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