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    Radiowissen

    Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Interessantes aus Geschichte und Archäologie, Literatur, Architektur, Film und Musik, Beiträge aus Philosophie und Psychologie. Wissenswertes über Natur, Biologie und Umwelt, Hintergründe zu Wirtschaft und Politik. Und immer ein sinnliches Hörerlebnis.

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    Latest Episodes:
    Mythos Musen - Töchter der Erinnerung Sep 30, 2025
    Show notes

    Die Worte "Museum" und "Musik" sind nach ihnen benannt: den Musen. Die neun Schwestern werden einem illustren Elternpaar geboren. Ihr Vater ist Zeus, ihre Mutter die Göttin der Erinnerung, Mnemosyne. Sie beschützen und inspirieren in der griechischen Sagenwelt die Künste, und bis heute bringt man sie mit Kreativität in Verbindung. Von Julia Devlin (BR 2025)

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Julia Devlin
    Regie: Susi Weichselbaumer
    Es sprachen: Friedrich Schloffer, Thomas Birnstiel, Irina Wanka
    Technik: Frank Brunier
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:
    Prof. Dr. Jan Söffner, Lehrstuhlinhaber für Kulturtheorie und Kulturanalyse, Zeppelin Universität Friedrichshafen

    Literatur:
    - Raoul Schrott: Die Musen. München 2000 - ausführliches wissenschaftliches Werk
    - Jan Söffner: Musen. In: Maria Moog-Grünewald (Hrsg.): Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Die ägyptische Göttin Isis - Tochter von Himmel und Erde

    Wir kennen die Göttin Isis als Göttin des Lebens und des Todes aus der Ägyptischen Mythologie. Isis kann heute als Verkörperung einer Sehnsucht nach der ursprünglichen Muttergottheit verstanden werden, die über die Jahrtausende einem überwiegend männlichen Gottesbild weichen musste. Von Andreas Hauber (BR 2022)

    Die Magie der Steine - Mineralien in Kult und Mythologie

    Mineralien und Steine gehören zu den ältesten Rohstoffen, die sich der Mensch nutzbar gemacht hat. Beim Einsatz für kultische Zwecke spielt die Form der Steine ebenso eine Rolle wie ihre Farbe und die Beschaffenheit. Von Carola Zinner (BR 2019)

    Linktipps:

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

    Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
    ARD Audiothek | Radiowissen
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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    Wie wir Menschen wurden - Kochen, Nahrung und Gehirn Sep 30, 2025
    Show notes

    Der aufrechte Gang kam zuerst, danach entwickelte sich das menschliche Gehirn in Millionen Jahren zu der Größe und Leistungsfähigkeit, wie es den modernen Menschen auszeichnet. Ist der Grund dafür ein Wechsel in der Ernährung oder haben veränderte Lebensbedingungen den Ausschlag dafür gegeben? Autorin: Daniela Remus

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Daniela Remus
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Katja Amberger
    Technik: Regina Staerke
    Redaktion: Yvonne Maier

    Im Interview:
    Dr. Philipp Gunz, Paläoanthropologe, Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig;
    Prof. Ottmar Kullmer, Paläoanthropologe, Senckenberg-Forschungsinstitut und Naturkundemuseum, Frankfurt;
    Prof. Gerhard Weber, Paläoanthropologe, Universität Wien

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    Zubeißen - Die Entwicklung der Zähne
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    Was bleibt von Darwin - Forschung zur Evolution heute
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    Der Beginn der Landwirtschaft - Alles Natur
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    Was macht uns aus? - Der feine Unterschied zwischen Mensch und Tier
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    Neuroplastizität - Wie das Gehirn sich neu strukturiert
    JETZT ANHÖREN

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    ARD Audiothek | Der KI-Podcast
    Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema mehr – KI prägt unsere Gegenwart. Künstlich generierte Texte, Bilder und Stimmen sind überall ... und werden wöchentlich besser. Welche Auswirkungen bringt die KI in Arbeitswelt, Bildung und Gesellschaft mit sich? Wie kann man künstliche Intelligenz selbst im Alltag nutzen? Und was passiert, wenn jeder Inhalt im Internet auch ein KI-Fake sein könnte? Gregor Schmalzried, Marie Kilg und Fritz Espenlaub stellen sich jeden Mittwoch den großen und kleinen Fragen der KI-Revolution – und trennen die Fakten vom Hype. Ein ARD-Podcast von BR24 und SWR.
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    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.


    Helene Kottannerin - Die Kammerfrau, die Ungarns Krone stahl Sep 29, 2025
    Show notes

    Es sind die frühesten deutschsprachigen Memoiren einer Frau dazu noch ein Text von schier unglaublichem Inhalt: Helene Kottannerin, Hofdame Königin Elisabeths von Luxemburg, erinnert sich um 1450 daran, wie sie im Auftrag ihrer Herrin die legendäre Heilige Stephanskrone stahl. Mit ihr wurden die ungarischen Könige gekrönt. Von Carola Zinner (BR 2023)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Carola Zinner
    Regie: Christiane Klenz
    Es sprachen: Udo Wachtveitl, Irina Wanka, Carsten Fabian
    Technik: Roland Böhm
    Redaktion: Thomas Morawetz

    Im Interview:
    Professorin für Geschichte des Mittelalters unter besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München
    Diese hörenswerte Folge von radioWissen könnte Sie auch interessieren:

    Liselotte von der Pfalz - Ungeschminktes aus Versailles
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    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Zeitzeichen - Der Geschichts-Podcast des WDR
    22.02.1440: Helene Kottannerin - die Kammerfrau, die Ungarns Krone stiehlt

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    Linktipps:

    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischer Rundfunks.
    DAS KALENDERBLATT
    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischer Rundfunks. EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte

    Literaturtipp:

    Julia Burkhardt, Christina Lutter: Ich, Helene Kottannerin - Die Kammerfrau, die Ungarns Krone stahl. Wbg Theiss, 2023

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    Die Isar - Wildfluss und ewige Baustelle Sep 29, 2025
    Show notes

    Die Isar ist in Europa einzigartig: Sie darf auf immerhin 20 Kilometern noch fließen wie vor 200 Jahren. Doch der milchig türkis-schimmernde Fluss hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Wie die Isar allen Zähmungsversuchen zum Trotz doch immer ein bisschen wild geblieben ist, das erzählt RadioWissen in diesem Podcast. Von Jenny von Sperber (BR 2024)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Jenny von Sperber
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Julia Fischer, Burchard Dabinnus
    Technik: Simon Lobenhofer
    Redaktion: Yvonne Maier

    Im Interview:
    Prof. Dr. Aude Zingraff-Hamed: Expertin für Hochwasserschutz durch naturbasierte Lösungen, eh. TUM, jetzt Universität Straßburg, CNRS Centre national de la recherche scientifique Paris, ENGEESÉcole Nationale du Génie et de l'Eau et de l'Environnement de Strasbourg
    Dr. Tobias Lang: Wasserwirtschaftsamt Weilheim, Fachbereich Talsperren
    Andreas Riesch: Kraftwerks-Betriebsleiter Sylvensteinspeicher
    Dr. Michael Schödl: LBV, Gebietsbetreuer obere Isar
    Dr. Martin Kessler: Institut für Bayerische Geschichte, LMU
    Antje Uhl: Projektleiterin Wasserwirtschaftsamt Landshut

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    Ein Freistaat unter Strom - Bayerns Hunger nach Energie HIER

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    Ganz schön zwanghaft: Von Ticks, Spleens und echten Zwängen Sep 26, 2025
    Show notes

    Pflastersteine zählen, die Bettdecke richtig ausrichten, den Herd mehrfach prüfen. Harmlose Eigenarten oder bedenkliche Zwänge? Fast jeder Mensch hat Spleens, Ticks oder Marotten. Manche sind den Betroffenen nicht mal bewusst. Wie bedenklich sind solche Spleens, und inwiefern lassen sie sich von Zwangsstörungen abgrenzen, die man behandeln sollte? Überraschend ist: Bis zu einem gewissen Grad kann Zwangshaftigkeit sogar positive Effekte haben. Von Susanne Brandl CreditsAutorin dieser Folge: Susanne BrandlRegie: Kirsten BöttcherEs sprachen: Andreas Neumann, Peter VeitTechnik: Lorenz KerstenRedaktion: Susanne Poelchau Im Interview:Fanny Jimenez, Psychologin und Journalistin, Michael Kellner, Psychiater und Psychotherapeut, Universitätsklinikum Rechts der Isar, Katharina Bey, Psychologin und Psychotherapeutin, Universitätsklinikum Bonn;Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion: WDR5 Innenwelt - das psychologische Radio HIER ENTDECKENPsychologie fasziniert mit Einblick in unsere Innenwelt. Was passiert in unserem Kopf, welche Phänomene begleiten den Alltag? Und was, wenn etwas verkehrt läuft? Bei psychiatrischen Krankheiten ist Hinschauen ein erster wichtiger Schritt. oderZeit für Bayern: Zwänge: Wie es sich anfühlt, mit Zwangsstörungen zu leben - Bayern2 Radio Literatur:Ich und mein Spleen. Was wir tun, wenn wir alleine sind. Die Autorin Fanny Jimenez erklärt psychologisch fundiert, dass kleien Zwänge, Spleens oder Marotten uns keine Sorgen machen müssen, im GegenteiL: sie sind gesund, weil sie dabei helfen dabei, uns zu regulieren.Zwangsstörungen: Die Autorin Katharina Bey geht hier auf theoretische Grundlagen zu Erscheinungsformen, Diagnostik, Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangsstörung ein und stellt Psychotherapiemaßnahmen vor. Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de. Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadiowissenJETZT ENTDECKEN Das vollständige Manuskript gibt es HIER. Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript: SPRECHER: Es beginnt schon früh morgens, noch vor dem Aufstehen. O-TON A Ich stelle mir den Wecker oft ein, zwei Stunden früher als ich tatsächlich aufstehen muss. Einfach weil ich das Gefühl liebe, noch nicht aufstehen zu müssen. Dieser Moment, zu sehen, ah du kannst noch weiterschlafen, das genieße ich total. ATMO Teller + Besteck SPRECHER: Und wenn es dann so weit ist und der Tag beginnt, dann steht erst mal das Frühstück an. O-TON B „Beim Essen muss der letzte Bissen der beste Bissen vom ganzen Essen sein und dann esse ich drum herum, um möglichst sicher zu stellen, dass ich nicht mit einem unzufriedenen Gefühl aus dem Essen rausgehe.“ Atmo Geschirr in die Spülmaschine sortieren SPRECHER: Dann folgt das Tischabräumen. O-TON C „Die Geschirrspülmaschine muss immer ordentlich eingeräumt sein. Links die Messer, rechts das gebogene Besteck.“ ATMO Schranktür SPRECHER: Daraufhin steh ich vor dem Kleiderschrank und überlege. Oder auch nicht. Denn eigentlich ist klar: O-TON D „dass ich nur weiße Socken trag.“ Atmo Zähneputzen SPRECHER: Schnell noch Zähneputzen! O-TON E „Ich putz immer in der gleichen Reihenfolge, in dem gleichen Tempo Zähne. Genau nach dem gleichen Prinzip, sonst fühlt sich das nicht richtig an.“ ATMO Schritte SPRECHER: Und auf dem Weg in die Arbeit sind da diese Pflastersteine: O-TON F „Ich trete nicht auf die Linien von den Steinen auf den Boden, wenn es so große Steine sind, nicht auf die Linien. Warum nicht? Dann hat man irgendwie was zu tun.“ Musik aus SPRECHER: Manchmal sind wir seltsam. Wir folgen pedantisch ungeschriebenen Regeln oder Mustern. Wir kontrollieren Herd und Haustür oft mehrfach hintereinander. Wir zählen Autos, Straßenpfeiler oder Fenster. Kleine Zwänge, die uns komische Dinge machen lassen: O-TON 1 JIMENEZ: Viele Menschen sind sich ihres Spleens gar nicht bewusst bis es ihnen jemand sagt. Weil die eben so automatisch kommen. Unser Gehirn stellt das sozusagen einfach so zur Verfügung und oft erscheint uns das überhaupt nicht so irrational oder überflüssig wie es anderen erscheint. Und solange uns das keiner sagt, ist es meistens auch nicht peinlich.“ SPRECHER: Fanny Jimenez, Psychologin und Journalistin. In einer Kolumne befasste sie sich mit Marotten, Schrullen und Fimmeln, die man unter dem Begriff „Spleen“ zusammenfassen kann. Sie analysierte eigenartige Verhaltensmuster, trug Forschungserkenntnisse zusammen und veröffentlichte ihr Wissen in dem Buch. „Ich und mein Spleen.“ Darin bekräftigt sie: Kleine Zwänge müssen uns zunächst mal keine Sorgen machen. Im Gegenteil: O-TON 2 JIMENEZ: „Die helfen uns nämlich, unsere Ängste auszuhalten, sie helfen uns dabei, uns ein Gefühl von Kontrolle zu geben, vor allem wenn wir uns überfordert fühlen oder ohnmächtig. Und sie machen die unüberschaubare, unvorhersehbare Welt ein bisschen überschaubarer. Das ist zwar ne Illusion, aber unser Gehirn hat den Eindruck, dass alles ein bisschen sortierter und planbarer und vorhersehbarer funktioniert. Das heißt: Spleens und Marotten beruhigen und trösten uns und nehmen uns Angst und Unsicherheit. Musik 2: Goldberg-Variationen (Bach) – 35 Sek SPRECHER: Woher diese eigenartigen Bewältigungsstrategien kommen, das ist nicht so leicht zu entschlüsseln. Zunächst einmal zur Wortbedeutung: Der Begriff Spleen kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt: Milz - ein Organ, das in der Bauchhöhle in der Nähe unseres Magens liegt. Die Milz galt bis ins 19. Jahrhundert als verantwortlich für schwermütige Gefühlslagen, für hypochondrische Verstimmungen und alles, was an komischen Marotten so vorlag. Heute versteht man unter einem Spleen ein harmloses zwanghaftes Verhalten und verortet das vor allem im Gehirn. O-TON 3 JIMENEZ: „Das ist ja unsere große Problemlösemaschine - jetzt mal aus evolutionärer Sicht gesprochen - und das Gehirn weiß um bestimmte Phänomene, die uns helfen, die wir manchmal gar nicht wissen. Einfaches Beispiel: Putzen beruhigt enorm.“ SPRECHER: Das bestätigt eine Studie von der Universität Connecticut aus dem Jahr 2015. In Zeiten hohen Stresses greifen Menschen zu sich wiederholenden Verhaltensweisen wie Putzen, weil sie dadurch ein Gefühl der Kontrolle und Ruhe haben. O-TON 4 JIMENEZ: Das heißt, unser Gehirn weiß, was uns hilft, wenn wir überfordert sind oder ängstlich und nutzt diese verschiedenen Wege je nach Persönlichkeit. Mal ist es Putzen, mal ist es irgendwie was essen. Also über Spleens, um uns zu helfen und uns zu unterstützen. SPRECHER: Umgangssprachlich sprechen wir auch gerne von Ticks, und meinen damit schrullige, leicht zwanghafte Attitüden, die wir als unbedenklich einstufen. In der Medizin hingegen steht der Tick für ein neuro-psychiatrisches Krankheitsbild, so der Psychiater und Psychotherapeut Michael Kellner. Er leitet die Spezialambulanz Angst und Zwang an der Münchner Klinik rechts der Isar. O-TON 5 KELLNER „Aus medizinischer Sicht ist ein Tick eine motorische oder verbale kurzfristige Entäußerung, zum Beispiel, dass man kurz ne Grimasse macht oder das Augenlid zuckt etcetera. Es gibt aber auch komplexere Ticks wie zum Beispiel Grunzen oder Schimpfwörter rausschreien und die Verknüpfung zur Zwangsstörung: es gibt eine seltene Erkrankung, das „Gilles de la Tourette's syndrome“, bei dem neben Ticks auch sehr häufig Zwangsphänomene zustande kommen. Mutmaßlich Funktionsstörungen an sogenannten Basalganglien, ein tieferes Hirngebiet, wo auch Koordination von Bewegungen mitvermittelt wird und das wäre ne Brücke zwischen Tick und Zwangsstörung.“ SPRECHER: Zwangsstörungen sind von unproblematischen Zwängen klar zu unterscheiden. Was aber bedeutet unproblematisch? O-TON 6 KELLNER: „Es gibt keine klare Trennung zwischen Zwangsphänomenen und wirklicher Zwangsstörung, das ist ein Kontinuum. D.h. man muss da mindestens eine Stunde jeden Tag mit Zwangsphänomenen sich beschäftigen. Und vor allem eine Erkrankung wird bei uns erst eine Erkrankung, wenn das psychosoziale Leistungsvermögen in verschiedenen Rollen bis in den Beruf, Partnerschaft, Familie durch den Zwang beeinträchtigt wird.“ Musik 3: Twelve Month – 50 Sek SPRECHER: Herd und Haustür sind die wohl meist kontrollierten Gegenstände auf Erden. Fast jeder kennt das Innehalten und das Zweifeln. Manch einer kehrt noch einmal um. Zwangsneurotiker aber müssen mehrfach kontrollieren und glauben trotzdem noch nicht, dass der Herd aus ist und die Tür verschlossen. Dann sind sie gefangen in Gedanken- und Handlungsschleifen. Diese Art der Erkrankung betrifft circa zwei Prozent der Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit, eine Zwangsstörung zu bekommen steigt, wenn in der eigenen Kernfamilie schon eine solche Erkrankung vorliegt. Wenn beispielsweise Vater oder Mutter betroffen sind, ist das Risiko für die Kinder, selbst auch zu erkranken, vier Mal so hoch wie das Risiko der Gesamtbevölkerung. O-TON 7 KELLNER: „Dann ist es so, dass man gehäuft schwere lebensgeschichtliche Ereignisse, Traumata, besondere Stressoren auch zusätzlich in Vorgeschichten der Patienten findet und manchmal ist es auch nur dummer Zufall, dass ein Zwangsphänomen nicht mehr aufhört, sondern Schleifen dreht.“ Musik 4: Twelve Month – 22 Sek SPRECHER: Das heißt, tatsächlich kann ein zunächst unbedenklicher Spleen irgendwann zur Zwangsstörung werden, vor allem, wenn Ängste größer werden. Hat man beispielsweise große Angst vor einem Tennisturnier, dann kann der Spleen, vor dem Spiel alle Spielfeldlinien betreten zu müssen, besonders stark ausgeprägt sein. Verzögert sich aber das Turnier immer öfter, da man bestimmte Linien noch nicht betreten hat, dann wird es problematisch. Der Übergang ist fließend. Ob Fimmel vererbbar sind, dazu gibt es bislang kaum Forschungsergebnisse. Es scheint aber auch bei harmlosen Zwängen eine genetische Komponente zu geben, so die Psychologin Fanny Jimenez. O-TON 8 JIMENEZ: „Was man weiß, ist, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die eine Rolle spielen bei Spleens, dass die relativ hochgradig vererbbar sind wie z.B. Ängstlichkeit. Jeder Mensch hat ein Angstlevel, mit dem er oder sie auf die Welt kommt, das ändert sich auch oft nicht über die Lebensspanne. D.h. so eine Grundbereitschaft sich zu fürchten oder sich Sorgen zu machen. Und das ist tatsächlich zu einem sehr großen Teil vererbt.“ SPRECHER: Ängstlichere, kontrollbedürftige Menschen tendieren wohl eher dazu, einen Spleen zu entwickeln, so Jimenez, wobei sie hier darauf hinweist, dass dies wissenschaftlich noch nicht bewiesen ist. Bestätigt aber ist: Es gibt eine Gruppe von Menschen, die besonders spleen-anfällig ist. O-TON 9 JIMENEZ: „Das sind zum Beispiel Menschen, die ganz allein leben. Der Grund dafür ist, dass Menschen, auch als Erwachsene, immer noch andere Menschen brauchen, die ihnen helfen, ihre Gefühle zu regulieren. Also zum Beispiel Angst und Unsicherheit auszuhalten oder eben zu beruhigen und zu trösten, also gegenzusteuern.“ Musik 5: Brautlied – 40 Sek SPRECHER: Auch Kinder bewältigen ihre Ängste häufig mit leicht zwanghaften Verhaltensweisen. Oft sind es Begrüßungs- oder Verabschiedungsrituale, die stattfinden müssen, bevor der nächste Schritt erfolgen kann. Musik weiter O-TON JIMENEZ 10: „Als Kind kann man sich noch erinnern, wie wichtig das war, dass die Abende denselben Ablauf hatten, dass es die Gutenachtgeschichte gab, dass immer der Teddy mit dabei war.“ SPRECHER: In der noch magischen kindlichen Welt verschafft sich das Kind durch immer gleiche Abläufe Orientierung. O-TON 11 KELLNER: „In der Kindheit haben die allermeisten von uns meistens so im einstelligen Lebensalter eine kleine zwanghafte Phase hinter sich gehabt, wenn man durch gewisse Berührungsfolgen oder gewisse Rituale vielleicht die Welt oder das Schicksal scheinbar etwas berechenbarer macht. Das ist ein Übergangsstadion, und wenn es kurz ist, sollten sich Eltern da keine großen Sorgen machen.“ SPRECHER: So der Psychiater Michael Kellner, der noch eine weitere Gruppe nennt, die mit Verunsicherung und Neuorientierung konfrontiert ist: O-TON 12 KELLNER: „Interessanterweise sind insbesondere schwangere Frauen und Frauen im Wochenbett durchaus etwas gefährdeter, Zwangsphänomene zu entwickeln.“ SPRECHER: Eine gewisse Sensibilität ist ebenfalls ein Persönlichkeitsmerkmal, das ein zwanghaftes Verhalten wahrscheinlicher macht, so die Psychologin Katharina Bey von der Universität Bonn: O-TON 13 BEY: Sensibilität gegenüber Gefahren oder auch Überschätzungen der eigenen Verantwortlichkeit. Manchmal ist es auch so ein Anspruch, dass man die eigenen Gedanken kontrollieren muss, dass es über die eigene Persönlichkeit etwas aussagt, welche Gedanken man hat, das sind so ganz viele, ja verschiedene Bewertungsprozesse, die damit auch einhergehen. Musik 6: Twelve Month – siehe vorn – 15 Sek SPRECHER: Ein Beispiel: Fast jeder, der ein Messer in der Hand hatte, kam schon mal auf den Gedanken, dass man mit diesem Messer jemanden erstechen könnte. O-TON 14 BEY: „Aber die meisten denken ja, das mache ich ja sowieso nicht, das wird nicht passieren, ich bin ja kein gewalttätiger Mensch, also warum sollte ich das machen und dann gehen Sie direkt zum nächsten Gedanken. Aber Menschen, die eben sehr sensibel sind, deren Alarmsensor, wie man das vielleicht nennen möchte, im Gehirn besonders sensibel ist, die machen sich dann gleich Gedanken, vielleicht bin ich dann wirklich ein schlechter Mensch, vielleicht gibt’s da einen Anteil in mir, der das tun möchte, vielleicht verliere ich die Kontrolle und könnte sowas tun und das ist dann natürlich total bedrohlich.“ SPRECHER: Im Falle einer Zwangsstörung kann sich der Betroffene nicht mehr von diesem Gedanken lösen, dass er oder sie jemanden erstechen könnte und entwickelt darüber hinaus extreme Schuldgefühle. Die Angst vor dem Messer kann allerdings auch als subklinischer, einfacher Spleen auftreten, den Fanny Jimenez an sich selbst entdeckt hat: O-TON 15 JIMENEZ: „Womit ich so ein bisschen Schwierigkeiten habe, ist, wenn mir Menschen gegenübersitzen, zum Beispiel beim Mittagessen, und das Messer des Gegenübers zeigt auf mich. Es ist irgendwie unangenehm, ich würde es auch aushalten, also es ist jetzt nicht so, dass ich mich dann gar nicht mehr konzentrieren kann. Aber es ist unangenehm und ich schieb dann meistens ne Wasserflasche oder den Brotkorb oder so dazwischen und dann ist es wieder gut. Das ist auch eine ganz typische Vorsichtsmaßnahme, weil das Gehirn antizipiert, dass dieses Messer potenziell ein gefährlicher Gegenstand sein könnte und daher sicherstellen will, dass wir das im Blick haben.“ SPRECHER: Damit benennt Jimenez eine von mehreren Kategorien, in die man Spleens unterteilen kann. Sie können potentiellen Gefahren einen Riegel vorschieben, auch wenn die Gefahr selbst heutzutage wenig realistisch erscheint. Unsere Vorfahren waren einst wirklich gezwungen, Messern mit Misstrauen zu begegnen. So kann der Zwang, einem Messer eine Barriere vorzuschieben vor tausenden von Jahren ganz vernünftig gewesen sein - heute scheint er übertrieben, eigenartig, seltsam. Eine weitere Kategorie: Das Zählen von Objekten. Musik 7: Gimme that shimmy – 32 Sek O-TON G „Ich zähle Treppenstufen. Wenn man fünf, sechs Stockwerke hat, dann macht‘s das angenehmer, mitzuzählen im Kopf.“ SPRECHER: Andere Menschen bilden Quersummen aus den Nummernschildern, wenn sie im Stau stehen. Oder sie zählen die vorbeifahrenden Autos. Das sind Beschäftigungsmechanismen, die unser Gehirn anschaltet, wenn es sich langweilt, so Jimenez. Das Gehirn hat zudem eine ganz große Vorliebe für Symmetrie. O-TON 16 JIMENEZ: „Und das ist im Gehirn sehr eng verbunden mit Konzepten, nämlich mit dem Konzept von Gerechtigkeit oder Ausgewogenheit, weswegen es z.B. zu solchen Spleens kommt: wir hatten vorhin die Treppenstufen, die man hochgeht und dabei zählt. Wenn man dabei eine Treppenstufe auslässt, weil man darüber springt, dann gibt es Menschen, die sagen, ich bin noch mal zurückgegangen, weil es war die einzige Treppenstufe, auf die ich nicht getreten bin.“ SPRECHER: Ein amüsantes, populäres Beispiel für den Zäh…

    Full show notes at the publisher

    Unsere Luft - was in ihr steckt Sep 25, 2025
    Show notes

    Die Luft, die uns auf der Erde umgibt, ist ein Gasgemisch und unerlässlich für jedes Leben. Frische Luft ist sauerstoffreich, farb- und geruchsfrei. Aber vor allem in den Städten sind neben Sauerstoff, Stickstoff und den anderen natürlichen Bestandteilen auch Schadstoffe in der Luft. Autorin: Katrin Kellermann

    Autor/in dieser Folge: Roana Brogsitter
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Ditte Ferrigan, Xenia Tiling, Karin Schumacher, Andreas Discherl
    Technik: Andreas Lucke
    Redaktion: Matthias Eggert

    Literatur-Empfehlungen:

    · Buch „Staub. Alles über fast nichts“, Jens Soentgen, dtv Verlag Witzig und eloquent geschrieben, absolutes Lesevergnügen über Wollmäuse und andere Erkenntnisse über den Staub!

    · Buch „Ein Meer von Luft: Eine Naturgeschichte der Atmosphäre“, Gabrielle Walker, Berlin Verlag 2007. Eine spannend geschriebene Wissenschaftsgeschichte, sehr umfangreich!

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Spannende Berichte über aktuelle Forschung und Kontroversen aus allen relevanten Bereichen wie Medizin, Klima, Astronomie, Technik und Gesellschaft gibt es bei IQ - Wissenschaft und Forschung:
    BAYERN 2 | IQ - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

    Hör-Tipps:

    IQ - Wissenschaft und Forschung · Feinstaub - Der Kampf gegen den Dreck in der Luft · Podcast in der ARD Audiothek

    radioWissen · Dicke Luft - Wie schädlich ist Feinstaub? · Podcast in der ARD Audiothek

    radioWissen · Höhenluft - ganz schön gut, ganz schön schlecht · Podcast in der ARD Audiothek

    IQ - Wissenschaft und Forschung · Methan - Das unterschätzte Klimagas · Podcast in der ARD Audiothek

    radioWissen · Photosynthese - Das wundersame Pflanzenkraftwerk · Podcast in der ARD Audiothek

    radioWissen · Was der Wind zu uns trägt - Von Samen, Staub und anderen Passagieren der Lüfte · Podcast in der ARD Audiothek

    radioWissen · Zug um Zug - wie die Lunge uns Leben "einhaucht" · Podcast in der ARD Audiothek

    Blitze – Extrem und zunehmend gefährlich

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

    Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
    ARD Audiothek | Radiowissen
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    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.


    Wildtiermangement - Wie mit wilden Tieren leben? Sep 24, 2025
    Show notes

    Wenn der Biber am Bahndamm gräbt, der Fischotter sich an Fischteichen bedient, Wasserbüffel am Flussufer weiden, gibt es Probleme. Wildtiermanager sollen im Dauer-Konflikt zwischen Mensch und Natur vermitteln. Von Werner Bader (BR 2025)

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Werner Bader
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Susanne Schroeder, Christian Baumann, Kia Ahrndsen
    Technik: Andreas Lucke
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Mit Tieren sprechen – Verständigung von Mensch und Tier auf Augenhöhe

    Warum verstehen sich Mensch und Tier, obwohl sie nicht die gleiche Sprache sprechen? Natalie Putsche erfährt einiges über die Kommunikation von Vögeln, Kühen, Wölfen, Pferden, Füchsen, Katzen und Schweinen und erlebt ganz besondere Freundschaften.
    https://1.ard.de/mit-tieren-sprechen

    Weiterführende Links:

    WirTier (6): Biber-Fieber
    "Biber ehrenhalber” sind die Wildlife-Fotografen Bettina und Christian: sie haben sich das Vertrauen einer Biber-Familie hart erarbeitet. Sie sind dabei, wenn die Biber fressen, spielen, ihre Babys großziehen. Ob auch Wir-Tier Host Julius ein Schnappschuss gelingt?
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:ca92d4b8bd723482/

    Die Rückkehr der Wölfe - Wie kann eine Co-Existenz gelingen?
    Wie kann eine friedliche Co-Existenz mit dem Wolf gelingen? Die Rückkehr des Wolfs ist ein heiß diskutiertes Thema, bei dem sich Landwirte, Alm-Betreiber und Naturschützer oft unversöhnlich gegenüberstehen. Dabei bemühen sich zahlreiche Biologen und Wildtiermanager um umsetzbare Lösungen. Autor: Lutz Reidt (BR 2025)
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:8b6339dce6c5a93a/

    Der Fischotter – Flinker Marder mit Schwimmhäuten
    Der Fischotter: neugierig, verspielt, schnell und elegant. Seit den 1980er Jahren galt er bei uns lange als ausgestorben. Aber: Er ist wieder da. Natürliche Feinde hat er kaum - wenn da nur nicht der Mensch wäre... (BR 2018)
    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d9740a9143db31cd/


    Literatur:

    Wildtiere im Fokus : Rückkehrer & Zuwanderer : Probleme – Erwartungen – Lösungen
    Von: Hespeler, Bruno [Verfasser]
    Verlag: Graz Leopold Stocker Verlag [2022]
    Beschreibung: 247 Seiten Illustrationen, farbig 23 cm
    EAN: 9783702020149
    ISBN: 9783702020149
    Schlagwörter: Wildtiere Lebensraum Rückkehr Zuwanderung
    Zusammenfassung: Fachlich fundierte Informationen über Veränderungen im Tierbestand Mitteleuropas durch zurückgekehrte bzw. wieder eingebürgerte und freiwillig oder unfreiwillig eingeschleppte Tiere.

    Wolf, Luchs und Bär in der Kulturlandschaft : Konflikte, Chancen, Lösungen im Umgang mit großen Beutegreifern
    Mitwirkende(r):
    Bauer, Franziska und Heurich, Marco (Herausgeber)
    Stuttgart (Hohenheim) Ulmer [2019]Beschreibung: 287 Seiten Illustrationen,
    ISBN: 381860505X
    Zusammenfassung: In diesem Buch setzen sich zehn ausgewiesene Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fundiert mit Biologie, Ökologie und Management der Tiere auseinander.

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    Eine Prise Politik - Wie die Küche die Gesellschaft verändert Sep 23, 2025
    Show notes

    Die Küche ist ein ganz besonderer Ort. Denn die Küche ist nicht nur der Platz, an dem Lebensmittel in Gerichte verwandelt werden. Sie ist auch ein Spiegel der Gesellschaft. An Herd und Küchentisch fanden schon immer wichtige Gespräche statt: Ob Diskussionen über Politik oder traditionelle Geschlechterrollen. Von Johannes Marchl.

    Autor: Johannes Marchl

    Regie: Anja Scheifinger

    Sprecher:innen: Christian Baumann, Franziska Ball

    Technik: Susanne Harasim

    Redaktion: Iska Schreglmann

    Gesprächspartner:

    • Josef Matzerath, Historiker, Professor an der TU Dresden
    • Susanne Breit-Keßler, ehemalige Regionalbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern, Food-Kolumnistin und leidenschaftliche Köchin

    Literatur-Tipps:

    - Katalogbuch zur Ausstellung „Oikos. Von der Feuerstelle zur Mikrowelle“ mit vielen Aufsätzen zu Haushalt und Wohnen im Wandel der Zeit – ungemein umfangreich und vielfältig.

    - Otl Aicher, „Die Küche zum Kochen“, ein Klassiker! Und der Beginn, die Küche von den Menschen aus zu denken und nicht nur funktional

    - Peter Peter, „Die Kulturgeschichte der deutschen Küchen“. Die kulinarische Geschichte der deutschen Küche von den Germanen bis zu Witzigmann. Schnell und amüsant erzählt.

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    Linktipps:

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    Orchideen - Spektakel der Farben und Formen Sep 23, 2025
    Show notes

    Leuchtende Farben, betörender Duft: Orchideen gelten als wunderschön - aber auch als selten. Viele glauben, es gäbe sie vor allem in den Tropen. Dabei sind diese spektakulären Pflanzen auch in Bayern zu entdecken. Man muss nur wissen, welche Vorlieben sie haben und wo sie deshalb zu finden sind. (BR 2022)

    Autor/in dieser Folge: Bettina Weiz
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Berenike Beschle
    Technik: Wolfgang Lösch
    Redaktion: Matthias Eggert
    Das Manuskript zur Folge finden Sie HIER.

    Hier gibt es eine weitere interessante Folge von radioWissen:
    Nachtaktive Pflanzen – Was uns im Dunkeln blüht
    JETZT ANHÖREN

    Wie sollte man Orchideen schneiden?
    Und vor allem: was sollte man schneiden? Blütenstiele, Wurzeln oder Blätter? Sabrina Nitsche von Querbeet hat die Antworten:
    Querbeet | Phalaenopsis - Orchideen richtig schneiden
    ZUM ARTIKEL

    Literaturtipps:
    Helmut Presser, Orchideen. Die Orchideen Mitteleuropas und der Alpen, Landsberg am Lech, 2000: ecomed-verlagsgesellschaft
    Eric Hansen, Orchideen-Fieber. Die Geschichte einer Leidenschaft, Stuttgart 2002: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger
    J. G. Williams, A E. Williams, N. Arlott, Orchideen Europas mit Nordafrika und Kleinasien, München et al 1979: BLV Verlagsgesellschaft


    Russland und seine Geheimdienste - Der lange Schatten des KGB Sep 22, 2025
    Show notes

    Putin ist ehemaliger KGB-Agent. Das beeinflusst seine Politik und sein Weltbild. Doch wie einflussreich sind die russischen Geheimdienste bis heute? Haben sie den russischen Staat gekapert? Ein ehemaliger Spion kannte Putin persönlich und berichtet über den langen Schatten des KGB. Von Jerzy Sobotta

    Credits
    Autor dieser Folge: Jerzy Sobotta
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Hemma Michel, Andreas Neumann
    Technik: Monika Gsaenger
    Redaktion: Thomas Morawetz

    Im Interview:
    Sergei Jirnov, ehem. KGB-Agent
    Mark Galeotti, britischer Geheimdienst- und Russland-Experte
    † Andreas Hilger, Historiker und ehem. Leiter der Max-Weber-Stiftung in Tbilissi, Georgien

    Diese hörenswerten Folgen von Radiowissen könnten Sie auch interessieren: Die Russische Welt aus Sicht des Kremls - Ruskij Mir HIER

    Literatur:

    Catherine Belton, „Putins Netz. Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste.“ – ein beeindruckend recherchiertes Standartwerk über Putin, sein KGB-Netzwerk und den Aufstieg im Kreml.

    Ein Heft der Zeitschrift Osteuropa (11/2022) zu Russlands Geheimdiensten: „Mit Mord und Tat“. Eine aktuelle Bestandaufnahme über Geschichte und Gegenwart der russischen Geheimdienste.

    „Schwarzbuch Putin“, herausgegeben von Stéphane Courtois und Galia Ackermann mit wertvollen Beiträgen unter anderem zu Putins Zeit beim KGB und den Geheimdienstaktionen Russlands im Westen und der Ukraine.

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