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    Latest Episodes:
    Heiler auf vier Pfoten? - Tiere als Therapeuten Oct 10, 2025
    Show notes

    Schon Sigmund Freud soll seine Hündin Jofie zu Therapiestunden mitgenommen haben. Nun zeigen systematische Studien: Tiere können in der Psycho-Therapie eine heilsame Wirkung entfalten. Hunde etwa wirken beruhigend auf aggressive Kinder. Pferde können emotionale Blockaden lösen. Von Maike Brzoska

    Credits
    Autorin dieser Folge: Maike Brzoska
    Regie: Christiane Klenz
    Es sprachen: Laura Maire, Peter Weiß
    Technik: Susanne Herzig
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:
    Andrea Beetz, Psychotherapeutin und Professorin für Heilpädagogik an der Internationalen Universität IU
    Karin Hediger, Professorin für Klinische Psychologie und Tiergestützte Intervention an der Universität Basel
    Kathrin Wachholz, Krankenschwester und Fachkraft für Tiergestützte Therapie im Theodor-Wenzel-Werk
    Lara Sonnenschein, Krankenschwester im Theodor-Wenzel-Werk
    Lisa, Patientin im Theodor-Wenzel-Werk
    Julia Wahl, Psychotherapeutin und Reit-Therapeutin Pferdehof Berlin

    Diese hörenswerten Folgen von Radiowissen könnten Sie auch interessieren:
    Tiere im Einsatz - Supernasen und Alderaugen
    JETZT ENTDECKEN

    Was macht uns aus? - Der feine Unterschied zwischen Mensch und Tier
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    Tiere verstehen? - Zwischen Deutung und Forschung
    JETZT ENTDECKEN

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Literaturtipp:
    Tiergestützte Interventionen: Handbuch für die Aus- und Weiterbildung. Ernst Reinhardt Verlag. 2021.
    Umfassender und auch für Laien verständlicher Einblick in die Methoden der Tiergestützte Therapie.

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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    ARD Audiothek | Radiowissen
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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    Richard Wagner und Ludwig II. - Im Wahn vereint Oct 09, 2025
    Show notes

    Es ist eines der furiosesten Comebacks der Musikgeschichte: Richard Wagner - künstlerisch gescheitert, finanziell am Boden - wird errettet durch den 18-jährigen König Ludwig II. von Bayern. Der Beginn einer außergewöhnlichen Beziehung, die Wagner zu beispiellosen Erfolgen führen und Ludwig das Herz brechen wird. (BR 2025)

    Credits

    Autor/in dieser Folge: Philip Montasser
    Regie: Rainer Schaller
    Es sprachen: Susanne Schroeder, Peter Veit, Anne-Madlen
    Technik: Christine Frey
    Redaktion: Thomas Morawetz

    Im Interview:

    - Marcus Spangenberg, Biograph von Ludwig II.

    - Markus Söder, Ministerpräsident

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:


    Kunstverbrechen - True Crime meets Kultur

    Gestohlene Gemälde, Kunstschmuggel, Fälscherskandale: Bei Kunstverbrechen rollen Lenore Lötsch und Torben Steenbuck spektakuläre Verbrechen in der Welt der Kunst- und Kultur auf. Ohne Blutvergießen, dafür mit spannender Kunst!



    Literatur:

    - Otto Strobel: »König Ludwig II. und Richard Wagner – Briefwechsel« (ein 1936 erschienenes sechsteiliges Kompendium des kompletten Briefwechsels samt ausführlichem Kommentar, zusammengetragen und bearbeitet vom damaligen Archivar des Hauses Wahnfried – bei der Bayerischen Staatsbibliothek als Digitalisat komplett frei und ohne Login zugänglich)

    - Marcus Spangenberg: »Ludwig II. Der andere König« (eine prägnante und kurzweilige Biographie)

    - Hartmut Schick: »Zwischen Skandal und Triumph: Richard Wagners Wirken in München« (ein sehr prägnant geschriebener Aufsatz in einem wissenschaftlichen Sammelband zu Wagners Münchner Zeit)

    - Annette Kolb: »König Ludwig II. von Bayern und Richard Wagner« (eine kurze, biographische Skizze über die schillernde Freundschaft mit einer gewissen literarischen Verspieltheit)


    Weiterführende Links:

    Ludwig II. - Der Mondkönig

    Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee: Die Bauten König Ludwigs II. prägen das Bayernbild weltweit. Zu seinen Lebzeiten hatte das Volk das Treiben ihres "Kinis" durchaus mit Skepsis betrachtet. Von Carola Zinner (BR 2011)

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d7c49ac288b5831e/

    Linktipps:

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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

    Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

    ERZÄHLERIN

    Der Park von Schloss Linderhof, im April 2025. Vor einer unscheinbaren Felswand tummeln sich Politiker, Journalisten, Fotografen. Die Stimmung ist gespannt. In wenigen Augenblicken wird sich ein Element der Felswand wie von Geisterhand zur Seite schieben – und den Weg in eine einzigartige Höhle freigeben. Sesam, öffne Dich…

    MUSIKAKZENT

    Ouvertüre aus: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg, Wiener PhO; Mehta, Strauß, Josef, 1:29 Min

    ERZÄHLERIN

    Die »Venusgrotte« – das vielleicht magischste Refugium des Märchenkönigs Ludwig II. Die 14 Meter hohe künstliche Tropfsteinhöhle ist in farbiges Licht getaucht, Blumengirlanden ranken sich um die Säulen, an eine Felswand ist ein Regenbogen projiziert und am Ufer eines künstlichen Sees ankert ein reich verzierter Muschelkahn. Nach fast 10 Jahren Sanierung ist der Ort nun wieder so zugänglich, wie der Bauherr ihn einst ersonnen hat.

    Bei seiner festlichen Ansprache gerät Ministerpräsident Markus Söder ins Schwärmen:

    ZSP 02 SÖDER

    Was man hier sieht, ist genau das, was Ludwig II. ausgemacht hat. In gewisser Weise ein Träumer, gleichzeitig ein technischer Visionär. Das war eigentlich gedacht als Kulisse, um Musik zu hören – einzutauchen in eine musikalische Welt.

    ERZÄHLERIN

    Eine musikalische Welt, die in erster Linie von den Opern eines einzigen Dichterkomponisten inspiriert ist: Richard Wagner. Der war für den Monarchen weit mehr als ein wertgeschätzter Künstler. Er war Ludwigs Protegé, sein Vertrauter und Berater, einer seiner engsten und langjährigsten Weggefährten. Ein Freund – in gewisser Weise. Aber auch entscheidend verantwortlich für Ludwigs tragisches Schicksal. Für Richard Wagner hingegen? War der König nichts weniger als seine Rettung…

    MUSIKAKZENT

    Delirien. Walzer, op.212, Wiener PhO; Mehta, Gustav Mahler, 0:30 Min

    ERZÄHLERIN

    Wien, im Frühjahr 1864. Der 50-jährige Richard Wagner steckt in seiner größten Krise. In den Jahren zuvor hat der Komponist viel erreicht. Seine Tondichtungen »Rienzi«, »Der fliegende Holländer«, »Tannhäuser« und »Lohengrin« waren umjubelte Erfolge. Er verkehrt in der Welt der Schönen und Reichen, wird in der Musikwelt geschätzt, ja, sogar verehrt. Seine nächsten Opern werden mit Spannung erwartet: »Tristan und Isolde« und der monumentale »Ring des Nibelungen«, Werke die zu diesem Zeitpunkt nur als Druck existieren. Seit April 1861 laufen in Wien die Probenarbeiten für »Tristan und Isolde«. Doch Sänger und Musiker beißen sich an Wagners anspruchsvollen Harmonien die Zähne aus. Nach 77 Proben stellt die Wiener Oper die Arbeit am »Tristan« ein. Das Werk gilt als unaufführbar. Wagner ist damit nicht nur künstlerisch erledigt, sondern auch finanziell. Der Komponist mit extravagantem Lebensstil hat einen ebenso extravaganten Schuldenberg angehäuft. Ihm droht die Inhaftierung. Fluchtartig verlässt Wagner am 23. März 1864 die Donaumonarchie. Sein Ziel: die Schweiz.

    MUSIKAKZENT

    Sinfonie Nr.5 cis-Moll, RSO Stuttgart; Eschenbach, Richard Wagner, 0:28 Min

    ERZÄHLERIN

    Auf seiner Reise macht Wagner für zwei Tage in München Station. Es herrscht Ausnahmezustand: König Max II. ist ein paar Tage zuvor gestorben. Doch die Bayern setzen große Hoffnungen in den Thronfolger den erst 18-jährigen Ludwig II. Später, in seiner Autobiographie, wird auch Wagner von seiner Ergriffenheit berichten, als er bei seinem München-Besuch ein Bild des Königs sieht.

    In Wagners Aufzeichnungen vom März 1864 ist dergleichen aber nicht zu finden. Stattdessen verfasst er eine humoristische Inschrift für sein Grab. Wenige Tage darauf, mittlerweile im Schweizer Exil, äußert er seine Todessehnsucht in einem Brief an seine Vertrauten Mathilde Maier:

    ZITATOR WAGNER

    Ich fürchte, nun ist’s mit Allem aus. So tief zerstreut und lebensmüde war ich noch nie.

    ERZÄHLERIN

    Und an seinen Komponistenfreund Peter Cornelius schreibt er:

    ZITATOR WAGNER

    Ein gutes, wahrhaft hilfreiches Wunder muß mir jetzt begegnen, sonst ist's aus!

    ERZÄHLERIN

    Als hätte er diese verzweifelten Hilferufe vernommen, entsendet der frischgebackene König Ludwig II. nur zwei Tage später, am 10. April 1864, seinen Kabinettssekretär Franz Seraph Freiherr von Pfistermeister. Er soll den Komponisten nach München holen. Ludwig II. ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal einen Monat im Amt. Doch was wirkt wie die Impulshandlung, eines unerfahrenen Monarchen, ein spontaner Einfall aus einer Laune heraus, ist das genaue Gegenteil…

    MUSIKAKZENT

    Vorspiel, 1. Aufzug, aus: Lohengrin, WWV 75, Münchner Philharmoniker; Susanna Mälkki, Richard Wagner, 2:24 Min)

    ERZÄHLERIN

    Ludwigs Liebe zum Theater ist tief ihn ihm verwurzelt. Marcus Spangenberg, Kunsthistoriker und Biograph von Ludwig II, findet erste Nachweise in dessen Kindheit:

    ERZÄHLERIN

    Vielleicht braucht es das auch gar nicht, wenn man – wie Ludwig – in einer Welt aufwächst, die selbst Theaterkulissen gleicht. Zum Beispiel Schloss Hohenschwangau, wo der Kronprinz in seiner Kindheit viel Zeit verbringt.

    ERZÄHLERIN

    Ein Schwanenritter – wie die Figur des Lohengrin. Bilder, die zum Leben erwachen, als der kleine Ludwig sich in Stücktexte und Libretti hineinversenkt. Und er begeistert sich für die Theorie: Schon als Zwölfjähriger verschlingt der belesene Kronprinz Wagners sperrige Abhandlungen »Das Kunstwerk der Zukunft«, »Die Kunst und die Revolution« und »Oper und Drama«. In die Oper darf er da noch nicht – das verbietet ihm sein Vater. Ludwig muss sich noch drei Jahre gedulden, bis er gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Großvater den »Lohengrin« erleben darf.

    ERZÄHLERIN

    Je vier Aufführungen des »Lohengrin« und des »Tannhäuser« besucht Ludwig bis zu seiner Krönung. 1863 erscheint die Textausgabe des »Ring des Nibelungen«, die Ludwig besonders fesselt. Im Vorwort ruft Wagner nach einem Mäzen, der das Monumentalwerk sponsern würde:

    ZITATOR WAGNER

    Wird dieser Fürst sich finden? […] Ich hoffe nicht mehr, die Aufführung meines Bühnenfestspieles zu erleben: darf ich ja kaum hoffen, noch Muße und Luft zur Vollendung der musikalischen Komposition zu finden.

    ERZÄHLERIN

    Ludwig fühlt sich offenkundig angesprochen. Ende 1863 beschließt er, sich mit dem Komponisten in Verbindung zu setzen. Und ein Vierteljahr später, als König, setzt er den Plan endlich in die Tat um: Er entsendet seinen Kabinettssekretär Franz Seraph von Pfistermeister.

    MUSIKAKZENT

    Vorspiel 3.Akt aus: Lohengrin, WWV 75, Wiener PhO; Welser-Möst, Richard Wagner, 1:24 Min)

    ERZÄHLERIN

    Die Suche nach dem aus Wien geflohenen Wagner erweist sich als kleine Odyssee. In Wien erfährt Pfistermeister, dass der Komponist in die Schweiz aufgebrochen ist. Er reist ihm hinterher, doch verpasst er ihn auch dort: Der Meister ist kurz vorher nach Stuttgart weitergezogen. Doch Pfistermeister gibt nicht auf. Jahre später beschreibt Wagner in seiner Autobiographie, wie er am 2. Mai spätabends von einem unangekündigten Besucher überrascht wurde.

    ZITATOR WAGNER

    Sehr unangenehm davon überrascht, daß mein Aufenthalt in Stuttgart schon Durchreisenden bekannt wäre, ließ ich hinaussagen, ich sei nicht anwesend, worauf ich mich alsbald in meinen Gasthof zurückzog, um hier wiederum von dem Wirthe desselben davon benachrichtigt zu werden, dass ein Herr aus München mich dringend zu sprechen wünsche, welchen ich nun für den anderen Morgen um zehn Uhr beschied. Stets auf Übles mich vorbereitend, verbrachte ich eine unruhige Nacht, nach welcher ich andren Tags Herrn Pfistermeister, Kabinetts-Sekretär S.M. [Seiner Majestät] des Königs von Bayern, in meinem Zimmer empfing.


    Queerness im Tierreich - Von schwulen Schafböcken und trans* Fischen Oct 09, 2025
    Show notes

    Homosexuelles Verhalten ist im Tierreich bei mindestens 1.500 Arten nachgewiesen. Und auch Geschlechtergrenzen verschwimmen in der Tierwelt. Nachdem es lange ein Tabu war, wissen Forschende heute immer mehr darüber, welche Vorteile gleichgeschlechtliche Paarung und Co. für Tiere haben.

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Miriam Harner
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Miriam Harner, Benjamin Day
    Technik: Daniela Röder
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:
    - Dr. Ilse Tutter: Diplombiologin sowie Museums- und Zoopädagogin
    - Prof. Dr. Barbara Fruth: Verhaltensökologin und Evolutionsanthropologin mit Schwerpunkt Sozioökologie von Bonobos und Schimpansen, Trägerin Verdienstordens am Bande der Bundesrepublik Deutschland
    - Prof. Dr. Volker Sommer: Primatologe, Evolutionsbiologe und Anthropologe, Professor Emeritus für Evolutionäre Anthropologie am University College London
    - Prof. Dr. Christian Kropf: Zoologe und Leiter Biowissenschaften Naturhistorisches Museum Basel, Co-Kurator Ausstellung QUEER Naturhistorisches Museum Bern
    Diese hörenswerten Folgen von Radiowissen könnten Sie auch interessieren:

    “Gott liebt mich, nur diese Kirche ist schräg.” - so lebt es sich als schwuler Pfarrer

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9bd9cb65c4d99f2f/

    Gott liebt alle Menschen – leider sehen das die katholische und die evangelische Kirche zum Teil bis heute anders. Trotzdem gibt es queere Menschen, die gläubig und sogar aktiv in der Kirche sind. Wie passt das zusammen?

    Tiere in der Pubertät - Abenteuerlustig, impulsiv, risikofreudig

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:08a35f8e860a598c/

    Abenteuerlustig, impulsiv, risikofreudig - die Pubertät ist auch für viele Tiere eine aufregende Zeit. Die Veränderungen, die tierische Teenager durchlaufen, sind zum Teil ähnlich wie beim Menschen. (BR 2020) Autorin: Claudia Steiner

    Regenerationskünstler - Wie Tiere sich selbst heilen

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9301091cd5c2a5db/

    Axolotl, Rippenqualle oder Stachelmaus - es gibt einige Tiere, die unfassbare Selbstheilungskräfte besitzen: Sie können Körperteile wieder nachwachsen lassen wie einen Fuß oder auch im Extremfall den Kopf. Wie funktioniert das? Was kann die Humanmedizin davon lernen? Autorin: Katharina Hübel

    Warum Tiere singen - Alles Natur

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9a6c9a07f2a7ebfb/

    Warum singen Tiere? Welchen biologischen Vorteil bringt es mit sich? Es gibt wenige Säugetiere, die singen: Wale, Delphine, aber auch: Affen. Die kleinen Menschenaffen - Gibbons. Sie sind wahre Meister des Gesangs. Ein Ausflug in die Bio-Akustik und zu den Ursprüngen der menschlichen Musik. Autorin: Katharina Hübel

    Tierische Paar(ungs)geschichten - Alles Natur!

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d87492be9ba0a84b/

    Im Tierreich scheinen viele Partnerschaften durch klare Regeln wie "nur das dominante Männchen paart sich" gekennzeichnet, manchmal sogar durch lebenslange Treue. Doch der genaue Blick zeigt: Auch hier gibt es haufenweise Seitensprünge, heimliche Liebhaber, "uneheliche" Kinder. und: gehörnte Partner. (BR 2020) Autor: Niklas Nau

    Literatur:

    - Josh L. Davis, „Queer – Sex und Geschlecht in der Welt der Tiere und Pflanzen“ (2025) – dieses Buch feiert die erstaunliche Vielfalt des Sexualverhaltens und der Geschlechtsbestimmung in der Natur

    Linktipps:

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    Die Kunst der Perspektive - Wie Gemälde die Welt darstellen Oct 08, 2025
    Show notes

    Die Kunstgeschichte kennt viele Arten, die Welt auf einer zweidimensionalen Fläche abzubilden. Die Zentralperspektive konstruiert den Raum nach mathematischen Regeln, man kann aber auch einfach Wichtiges größer machen. Wann haben Künstler welche Perspektive genutzt und was sagt das über die jeweilige Zeit?

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Julie Metzdorf
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Christian Baumann, Irina Wanka
    Redaktion: Susanne Poelchau

    Im Interview:

    Florian Matzner, Professor für Kunstgeschichte, Akademie der Bildenden Künste München

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Wie wir ticken - Euer Psychologie Podcast
    Wie gewinne ich die Kraft der Zuversicht? Warum ist es gesund, dankbar zu sein? Der neue Psychologie Podcast von SWR2 Wissen und Bayern 2 Radiowissen gibt Euch Antworten. Wissenschaftlich fundiert und lebensnach nimmt Euch "Wie wir ticken" mit in die Welt der Psychologie. Konstruktiv und auf den Punkt. Immer mittwochs, exklusiv in der ARD Audiothek und freitags überall, wo ihr sonst eure Podcasts hört.
    Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast

    Linktipps:

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    Schattenpatienten - Leben mit einem kranken Partner Oct 08, 2025
    Show notes

    Erkrankt jemand schwer, bekommt er Aufmerksamkeit und Mitgefühl. Doch kaum jemand fragt, wie es dem Partner geht. Dabei leidet er ebenfalls: Auch er trägt den Schmerz mit, hat Angst, möchte aber gleichzeitig stark sein und Hoffnung ausstrahlen. Ein Dilemma.

    Credits:

    Autorin: Karin Lamsfuß

    Es sprachen: Susanne Schroder, Johannes Hitzelberger

    Technik: Andreas Lucke

    Regie: Kirsten Bötcher

    Redaktion: Bernhard Kastner

    Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/wie-wir-ticken-euer-psychologie-podcast/urn:ard:show:be34348e7e107ac6/

    Jeder Mensch 'tickt' anders - doch warum? Psychologie hilft, unsere Wahrnehmung zu schärfen und sich und andere besser zu verstehen. Ihr wollt erfahren, weshalb Dankbarkeit befreiend wirken kann, Neid uns einengt, was unsere Partnerwahl über uns aussagt, und wieso wir dazu neigen, unangenehme Dinge aufzuschieben? Das und viel mehr beantwortet unser Psychologie Podcast "Wie wir ticken" vom BR und SWR jede Woche mit einer neuen Folge. Immer mittwochs in der ARD Audiothek und am Freitag auf allen anderen Plattformen. Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder Themenwünsche? Schreibt uns gerne eine Nachricht über wiewirticken@ard.de!

    Linktipps:

    Zwei Studien zu Partnerschaft und Krankheit

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jomf.13077?af=R

    https://link.springer.com/article/10.1007/s15015-023-3093-6

    Infos für Angehörige von Krebspatienten:

    https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/mit-krebs-leben/hilfe-fuer-angehoerige-von-krebspatienten/#c25626

    Literatur:

    · Susanne Krejsa und Jan H. Jacke: Mein Partner ist krank und wo bleibe ich? Goldegg 2007

    · Verena König: Trauma und Beziehungen. Arkana, 2024

    · Christine Schönberger: Mit dem kranken Partner leben. Leske und Budrich, 2013

    Linktipps:

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    Intelligenter Oktopus - Gehirn im ganzen Körper Oct 08, 2025
    Show notes

    Das Gehirn von Kraken ist bemerkenswert. Nur ein Teil davon befindet sich im Kopf, der Rest ist verteilt auf die acht Arme, so können sie sich auch unabhängig vom Zentralgehirn bewegen. Die Komplexität von Signalverarbeitung und Verhalten bei Kraken ist vergleichbar mit der von Wirbeltieren. Wie erklärt man sich das? Von Prisca Straub (BR 2022)

    Credits:
    Autorin dieser Folge: Prisca Straub
    Regie: Eva Demmelhuber
    Es sprachen: Irina Wanka, Peter Lersch
    Technik: Susanne Herzig
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:
    Prof. Dr. Antje Boetius, Meeresbiologin, Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven
    Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Zoologe, Zoologische Staatssammlung München
    Prof. Dr. Gilles Laurent, Neurobiologe, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt am Main
    Dr. Michel Kuba, Neuroethologe, Universität Federico II, Neapel
    Prof. Dr. Judith Burkart, Evolutionsbiologin, Institut für Anthropologie, Universität Zürich

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

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    Die unglaubliche Geschichte eines Fischerjungen - Manjiro Nakahama Oct 07, 2025
    Show notes

    Manjiro Nakahama wuchs als armer Fischerjunge auf - und sollte doch bald die Geschicke von Nationen mitbestimmen: 1841 erleidet der Teenager Schiffbruch, Amerikaner retten ihn und nehmen ihn mit in die USA. Bis dahin war Japan gegenüber der Außenwelt mehr oder weniger völlig isoliert - aber nach Manjiro Nakahamas Rückkehr nach Japan sollte sich vieles ändern. Autor:Lukas Grasberger (BR 2025)

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Lukas Grasberger
    Regie: Sabine Kienhöfer
    Es sprachen: Katja Amberger, Peter Weiß, Johannes Hitzelberger
    Technik: Wolfgang Lösch
    Redaktion: Nicole Ruchlak

    Im Interview:

    • Prof. Klaus Vollmer, Japan-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München

    • Adam Stanley, Historiker mit Forschungsschwerpunkt „Manjiro Nakahama und die Transformation Japans“, University of Wisconsin Platteville

    • Robert Whitfield, Nachfahre des Walfänger-Kapitäns William Whitfield, Whitfield Manjiro Friendship Society, Fairhaven

    • Prof. Reinhard Zöllner, Abteilung für Japanologie und Koreanistik, Universität Bonn

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Alles Geschichte - Der History-Podcast

    Hinter allem steckt Geschichte und wir erzählen sie euch - euer History-Podcast. [https://1.ard.de/alles-geschichte]


    Diese hörenswerte Folge von Radiowissen könnten Sie auch interessieren:

    Samurai - Der legendäre Kriegeradel Japans - Radiowissen | BR Podcast

    "Das Schwert ist die Seele des Samurai". Viele blutrünstige Geschichten sind über Japans legendären Kriegeradel in Umlauf. Aber welche sind wahr und welche einfach nur Legende? (BR 2015) Autorin: Isabella Arcucci

    Literaturtipps:

    Ikaku Kawada, Manjirō Nakahama: Drifting Toward the Southeast: The Story of Five Japanese Castaways : a Complete Translation of Hyoson Kiryaku (a Brief Account of Drifting Toward the Southeast) as Told to the Court of Lord Yamauchi of Tosa in 1852 by John Manjiro

    Ein Roman über seine Lebensgeschichte:
    Margi Preus: Heart of a Samurai: Based on the True Story of Manjiro Nakahama

    Seite zu Originaldokumenten - auch Zeichnungen von Manjiro selbst (eigentlich ein Ausstellungskatalog):
    https://static1.squarespace.com/static/66fb68a83ed38c0c99c762f9/t/67adc1ff3f748a504aba3813/1739440677331/GG-Manjiro-FINAL.pdf

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    Produkte aus Hafer - Eine gute Alternative? Oct 07, 2025
    Show notes

    Hafer ist das neue Superfood. Zumindest dem Anschein nach: Influencer werben dafür, kaum noch ein Café kommt ohne Hafermilch aus, die Supermärkte bieten Kekse, Müslis, Riegel mit Hafer an. Aber was ist dran an der Behauptung, Hafer sei supergesund? Was macht Hafer so besonders? Autorin: Daniela Remus (BR 2024)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Daniela Remus
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Susanne Schroeder, Stefan Wilkening
    Technik: Andreas Lucke
    Redaktion: Iska Schreglmann

    Im Interview:
    Prof. Mathias Fasshauer, Ernährungswissenschaftler, Universität Gießen
    Prof. Hans Hauner, Ernährungswissenschaftler, TU München
    Prof. Stefan Lorkowski, Biochemiker + Ernährungswissenschaftler, Universität Jena
    Prof. Marie Christine Simon, Ernährungswissenschaftlerin, Universität Bonn

    Diese hörenswerten Folgen von Radiowissen könnten Sie auch interessieren: Die wundersame Welt der Gräser - Alles Natur HIER

    Linktipps:

    Homepage von Prof. Mathias Faßhauer, Universität Gießen HIER

    Homepage von Prof. Stefan Lorkowski, Universität Jena HIER
    Forschung zu Hafer von Stefan Lorkowski et al:
    In Frontiers in Nutrition: doi: 10.3389/fnut.2023.1095245

    Homepage von Prof. Hans Hauner, TU München HIER

    Homepage von Prof. Marie-Christine Simon, Universität Bonn HIER

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    Was uns tröstet - Kraft in der Krise Oct 06, 2025
    Show notes

    Von allen Übeln stets verschont, das wäre gut! Doch Verlust, Trennung, Tod gehören zum Leben. Ist die Wucht des Unglücks zu groß, droht das Leid uns zu erdrücken. Dann brauchen wir Kraft und Mut zum Aufstehen: Wir brauchen Trost. (BR 2020)

    Autor/in dieser Folge: Simon Demmelhuber, Volker Eklkofer
    Regie: Rainer Schaller
    Es sprachen: Peter Weiss, Beate Himmelstoß, Frank Manhold
    Technik: Regina Stärke
    Redaktion: Bernhard Kastner

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    Bunter Freundeskreis - Warum Vielfalt in unserem Leben so wichtig ist Oct 06, 2025
    Show notes

    Gleich und Gleich gesellt sich gern, denn das ist ja auch einfach. Aus der Psychologie aber weiß man inzwischen: Je ungleicher Freundschaften sind beispielsweise in Sachen Alter, sozialer Herkunft, religiöser, politischer oder sexueller Orientierung, desto stabiler und bereichernder sind sie fürs Leben. Autorin: Susi Weichselbaumer

    Credits

    Autorin: Susi Weichselbaumer

    Regie:Frank Halbach/ Susi Weichselbaumer

    Sprecher:innen: Susi Weichselbaumer

    Technik: Wolfgang Lösch

    Redaktion: Susanne Poelchau


    Im Interview:

    • Martin Diewald, Soziologe an der Universität Bielefeld
    • Franz Neyer, Professor für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Wie wir ticken - Euer Psychologie Podcast
    Wie gewinne ich die Kraft der Zuversicht? Warum ist es gesund, dankbar zu sein? Der neue Psychologie Podcast von SWR2 Wissen und Bayern 2 Radiowissen gibt Euch Antworten. Wissenschaftlich fundiert und lebensnach nimmt Euch "Wie wir ticken" mit in die Welt der Psychologie. Konstruktiv und auf den Punkt. Immer mittwochs, exklusiv in der ARD Audiothek und freitags überall, wo ihr sonst eure Podcasts hört.
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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

    A1 ZU

    Q: Leute, ich bin schon drin! / Nachbarin: Wie hast jetzt des gmacht? / Q: Ich war schneller!

    SPRECHERIN

    Ein typischer Abend unter der Woche: Die drei Kinder sitzen bei der goldigsten Nachbarin der Welt am Küchentisch und spielen mit ihr „Mensch-ärgere-Dich-nicht“.

    A2 ZU

    Nachbarin: Jetzt hat die Wally wieder an 6er…

    Es wird wild gewürfelt, gnadenlos rausgeschmissen, selten verschont. Und diskutiert. Viel.

    MUSIK Spare time in the zoo (red)

    SPRECHERIN

    Die Mädls sind 10 und 8 Jahre alt, der kleine Bruder 4 – unsre Nachbarin ist alterstechnisch im Vorteil.

    1 ZU

    W: Sie ist glaube ich jetzt 97. / M: Ich glaube sie wird bald 98. / W: Wenn sie halt beim „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ sagt: Das war schon immer so, dann kann man da nicht wirklich widersprechen, denn sie muss es ja wissen, sie ist ja schon am längsten auf der Welt.

    SPRECHERIN

    Ich darf nie mitspielen. Was vielleicht auch gut ist. Die vier haben ihr sehr eigenes Regelwerk.

    2 ZU

    M: Man darf sich halt nicht selber überspringen und schmeißen ist Pflicht. / W: Knallhart, aber es macht sehr viel Spaß. / Nachbarin: Wer verliert, da wird kein Theater draus gemacht ;o))/

    SPRECHERIN

    Mein Job ist nebendran sitzen. Und eventuell mal ein Glas Orangensaft anreichen, wenn es spieltechnisch hektisch wird und keiner mehr zum Trinken aufstehen kann und an die Spüle kommen. Ich liebe diese Abende. Man denkt so: Neun Jahrzehnte Altersunterschied – ja mei.

    ATMO/ MUSIK ENDE

    SPRECHERIN

    Man spürt aber auch: Das ist ein Geschenk, dass wir alle so harmonieren. Etwas Besonderes. Denn: Statistisch sind heterogene Freundschaften selten. Nur fünf Prozent unserer engeren Verbindungen, belegt die Forschung, gehen wir ein mit Menschen, die ganz anders sind als wir selbst. Vom Alter her, was die soziale Stellung anbelangt oder den Bildungshintergrund, die Herkunft, Sprache, Religion.

    3 ZU Neyer (0.15)

    Wir suchen uns Freunde, die uns ähnlich sind.

    SPRECHERIN

    Das ist Franz Neyer. Er ist Persönlichkeitspsychologe an der Universität Jena. Und er sagt:

    4 ZU Neyer (0.15)

    Ähnlichkeit schafft Nähe und Vertrautheit und dadurch entstehen Beziehungen.

    SPRECHERIN

    Ich habe da Zweifel. Kann das so pauschal gelten? Gefühlt habe ich viele Freunde und Bekannte, die mir unähnlich sind. Laut Studien aber gelten als ganz wesentliche Gemeinsamkeitsfaktoren Bildungsweg und Job. Anwälte sind nachweislich vor allem mit Anwälten befreundet; Journalistinnen mit Journalistinnen. Handwerker laden am Wochenende zum Grillen mit der Familie bevorzugt ein: Andere Handwerker.

    MUSIK Be fed

    SPRECHERIN

    Mein erster Gedanke: So bin ich nicht! Einer meiner besten Kindheitsfreunde Zum Beispiel Mario war auf der Hauptschule und ist jetzt Maschinenführer in einer Fabrik, ich habe zwei Doktortitel. Wir sind also unähnlich. Allerdings, wenn wir uns alle paar Wochen mal sehen, passen seine beiden Kinder und meine drei auf eine magische Art und Weise zusammen – wie wir auch, ab Tag eins damals beim Fußballspielen auf der großen Wiese. Als wir uns kennenlernen im Grundschulalter, ist er das einzige Kind in der Siedlung, das in einer Wohnung wohnt. Ich bin das einzige Kind, das eben zugezogen ist und in einem Rohbau groß werden wird, das Fliesenlegen lernt und Holzdecken einziehen, weil der Wunsch meines Vaters ein eigenes Haus ist. Groß Geld haben wir nie.

    MUSIK ENDE

    5 ZU Papa

    Ja – aber des war hoid, wo ma sogt: De andan ham was ghabt und mia no nix und da Mario a ned. De warn in der Wohnung und de andan ham Häuser gehabt.

    SPRECHERIN

    Meint mein Papa dazu, den ich für diese Sendung befrage zu mir und meinen Freundinnen und Freunden in allen Lebensphasen, quasi kompetente Außensicht. Sein Fazit: Die Ähnlichkeit liegt vor allem im Inneren:

    6 ZU Papa

    Der Mario is scho bissl wia du, der is hilfsbereit, hilft jedem, ist freundlich. Auf den Mario kann man sich verlassen.

    SPRECHERIN

    Was ein schönes Kompliment. Für den Mario und für mich. Überhaupt sagt meine Vater nette Sachen. Auch über Markus, Harry und Daniel. Wir vier sind seit dem Gymi befreundet, wie so ein Kleeblatt.

    7 ZU Papa

    Do is a Zusammenhalt do unter eich, ona helft dem andern, wenn was ist. Probleme besprechen.

    SPRECHERIN

    Also doch mehr ähnliche Freunde als gedacht – obwohl?

    MUSIK Cool animals

    SPRECHERIN

    Untersuchungen zeigen seit Jahren zuverlässig: Weiterer wichtiger Ähnlichkeitsfaktor ist das Geschlecht. Der beste Freund einer Frau ist zu 85 Prozent eine Frau. Mein Freundes- und Bekanntenkreis ist aber überwiegend männlich. Was vielleicht schlicht daran liegt, dass ich hauptsächlich mit Jungs aufgewachsen bin, allein schon, weil wir in der Siedlung auf der großen Wiese beim Fußballspielen halt einfach viel weniger Mädchen waren. Womöglich liegt aber darin schon wieder ein anderer Ähnlichkeitsfaktor, der uns eint: Zusammen am gleichen Ort Kind sein, Fußball mögen – es scheint komplex.

    MUSIK ENDE

    SPRECHERIN

    Ist es auch. Psychologische Studien belegen: Dieses „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ passiert in der Regel unbewusst. Wer aus verwandten Milieus stammt, aus derselben Kultur kommt, den gleichen sozialen Hintergrund hat, denkt und fühlt generell ähnlich. Man versteht sich mit wenigen Worten, lacht über denselben Witz. Das ist einfach, das fließt. Da führt schon beim zufälligen Zusammentreffen eins zum anderen… ohne dass man sich groß Gedanken darüber macht: Sind wir ähnlich? Tatsächlich fallen mir im eigenen Umfeld zig solcher Beispiele ein.

    MUSIK Joyful zoo day


    SPRECHERIN

    Ich simse also meine Freundin Bine an, sie ist fünf Jahre jünger, wir kennen uns von einem Sprachkurs in Mexiko. Ich war Mitte 20 und bin dann weiter , nach Argentinien und Ecuador. Bine wollte einfach Spanisch lernen. Weil in dem kleinen mexikanischen Örtchen, in dem wir waren, wochenlang nur ein Film im Kino lief – „Findet Nemo“ – nennen wir uns in Anlehnung an den Film bis heute gegenseitig „Tiburonzita“. Kleines Haimädchen.

    SFX PING

    SPRECHERIN

    Sind wir ähnlich? Sie schreibt zurück:

    SFX PING

    ZITATORIN

    Bin gespannt, was die Forscher sagen. Haifisch-Emoji. Sonnenbrillen-Smiley.

    SPRECHERIN

    Na topp. Ich antworte mit einem Filmzitat.

    SFX PING

    SPRECHERIN

    Haihappen uhahaha….

    SFX PING PING PING

    MUSIK ENDE

    SPRECHERIN

    Meine Kinder lachen sich schlapp und behaupten, Bine sei echt wie ich! ,

    Zwei Menschen – eine Geschichte. Oder zu neudeutsch: Ein Match - Alter Ego gefunden. Damit also doch Mainstream, wie ihn die Forschung erkannt hat? Langsam entsteht ein Sog. Ich will wissen: Bin ich jetzt Gleich-und-Gleich-gesellt-sich, was sich eventuell irgendwann intolerant und langweilig anfühlen könnte, aber zugleich auch irgendwie konsequent und geborgen. Oder nicht? Wonach entscheide ich? Und ist das ein Mechanismus, der schon immer so war? Ändert sich das im Laufe des Lebens?

    MUSIK Spare time in the zoo Z8032615 115 0.58 min.

    SPRECHERIN

    Ich gehe gedanklich zurück zu mir als ganz junge Susi: Auf den Spielplatz in die Sandkiste mit den bunten Plastikförmchen und dem roten Rechen. Wie habe ich damals gewusst, als kleines Kind: Mit wem schließe ich nach ein paar zusammen gebackenen Sandkuchen oder gebuddelten Burggräben Freundschaft für den einen Nachmittag oder fürs ganze Leben? Hmm. Man hat einfach zusammen einen Spielmodus gefunden und gut. Die Kinderliteratur kennt zig Freundespaare, die ohne viele äußere Ähnlichkeiten auskommen: Pippi Langstrumpf, stark, unabhängig, ein bisschen allein ohne Eltern – was sie sich nicht anmerken lässt – freundet sich an mit den Nachbarskinder Thommy und Annika. Den ausgesprochen braven Vorzeigenachbarskindern. Oder das quirlige, extrovertierte Mädchen Momo in Michael Endes gleichnamigem Roman. Sie ist ganz eng mit dem ruhigen, fast schüchternen Beppo Straßenkehrer.


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