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    Latest Episodes:
    Die Macht der Pilze - Wie sie das Leben formen Sep 22, 2025
    Show notes

    Mit ihrem geheimen, feinen Netzwerk unter der Erde sind Pilze Meister im Zerteilen und Transportieren von Nährstoffen. Pflanzen brauchen Pilze, sie leben in Symbiose. Mehr noch: Ohne Pilze wären vor vielen Millionen Jahren vermutlich nie Leben an Land möglich gewesen und die Evolution wäre völlig anders gelaufen. Ein Podcast von Miriam Garufo.

    CREDITS

    Autorin dieser Folge: Miriam Garufo

    Regie führte: Sabine Kienhöfer

    Es sprachen: Thomas Birnstiel, Julia Fischer

    Technik: Andreas Lucke

    Redaktion: Katharina Hübel

    Im Interview:

    - Prof. Dr. Caroline Gutjahr, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam, Biologin und Expertin für Wurzelbiologie und Symbiose

    - Prof. Dr. Michael Krings, Paläobotaniker und Paläomykologe, Kurator der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Radiowissen ist mit dabei: Auf den Pilztage an der Universität Bayreuth am 11. und 12. Oktober im Ökologisch-Botanischen Garten – hier das Programm:
    https://www.uni-bayreuth.de/uninotizen-86-2025-pilztage

    Drei außergewöhnliche Wildtierbiografien erzählen von Überlebenskämpfen, Hoffnung und der Kraft der Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur. Ein Podcast von IQ- Wissenschaft und Forschung
    https://1.ard.de/IQWissenschaft

    Hier unsere Podcast-Tipps:

    Steinalte Pilze. Zeugen der ältesten Ökosysteme.

    Pilze sind im wahrsten Sinne des Wortes steinalt. Schon vor 400 Millionen Jahren gab es eine große Vielfalt. Bio-Paläontologen untersuchen fossile Pilze und rekonstruieren, wie frühe Ökosysteme funktioniert haben. Hier geht’s zu Radiowissen:

    https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/steinalte-pilze-zeugen-der-aeltesten-oekosysteme/2063548

    IQ Wissenschaft und Forschung: Kontroverse Kohle!

    Fossile Steinkohle hätte nicht entstehen können, hätten Pilze schon früh im Karbonzeitalter vor über 360 Millionen Jahren die Fähigkeit entwickelt, Holz zu zersetzen. Dafür haben sie noch rund 60 Millionen Jahre gebraucht. Fossile Steinkohle nutzen Menschen nach wie vor, doch die Vorräte der Erde gehen zur Neige – und eine kontroverse Diskussion darum ist entbrannt. Iska Schreglmann spricht in dieser Folge „Alles Natur“ mit dem Biologen Thassilo Franke über Entstehung und Verwendung von Kohle:

    https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9217cb4d022731f0/

    Geschichte des Artensterbens. Von der Urzeit bis heute.

    Pilze haben bislang alle Katastrophen in der Erdgeschichte überlebt. Aber andere Organismen sind weniger anpassungsfähig und zäh. Als vor rund 66 Millionen Jahren ein Asteroid im heutigen Mexiko einschlug, starben rund drei Viertel der damaligen Tierarten auf der Erde aus, vor allem die Dinosaurier. In dieser Größenordnung ein seltenes Ereignis, aber längst nicht das einzige. Immer schon haben Arten empfindlich auf Klimaveränderungen reagiert. Hier geht’s zu Radiowissen:

    https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/die-geschichte-des-artensterbens-von-der-urzeit-bis-heute/2100714

    Literatur-Tipps:

    - Sheldrake, Merlin: „Verwobenes Leben. Wie Pilze unsere Welt formen und unsere Zukunft beeinflussen“, Berlin [Ullstein], 2021.

    - Stamets, Paul: „Das große Netz. Wie Pilze die Welt retten können“, Aarau und München [atVerlag], 2025.

    - Krings, Michael: „Angriff und Abwehr vor 410 Millionen Jahren: Die Pilzpartner der Rynie Chert Landpflanzen und ihre Parasiten“, Fachaufsatz, München, 2022.

    - Taylor, T.N., Krings, M. & Taylor, E.L.: „Fossil Fungi“, 1st Edition. Amsterdam, Boston, Heidelberg, London, [Elsevier/Academic Press Inc.], 2015.

    Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.


    Der Traum vom Weltfrieden - Der chinesische Utopist Kang Youwei Sep 21, 2025
    Show notes

    Eine Weltgemeinschaft in Frieden und Gerechtigkeit, ohne Diskriminierung und Ausbeutung, ohne Hierarchien und Grenzen. Diese Utopie hat der Philosoph und Reformer Kang Youwei um 1900 in China niedergeschrieben. Seiner Zeit weit voraus schuf er eine Philosophie, die zum Weltfrieden führen sollte. Autor: Thomas Grasberger (BR 2021) CreditsAutor dieser Folge: Thomas GrasbergerRegie: Sabine KienhöferEs sprachen: Hemma Michel, Christian Baumann, Friedrich SchlofferTechnik: Regine ElbersRedaktion: Bernhard Kastner Im Interview:Thomas Heberer (Professor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen) Diese hörenswerten Folgen von radioWissen könnten Sie auch interessieren: Frieden - Persönliche Sehnsucht - Politische UtopieJETZT ANHÖREN Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion: Wie wir ticken - Euer Psychologie PodcastWie gewinne ich die Kraft der Zuversicht? Warum ist es gesund, dankbar zu sein? Der neue Psychologie Podcast von SWR2 Wissen und Bayern 2 radioWissen gibt Euch Antworten. Wissenschaftlich fundiert und lebensnah nimmt Euch „Wie wir ticken“ mit in die Welt der Psychologie. Konstruktiv und auf den Punkt. Immer mittwochs, exklusiv in der ARD Audiothek.ZUM PODCAST Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.RadioWissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadioWissenJETZT ENTDECKEN Das vollständige Manuskript gibt es HIER. Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript: Musik: M0007510001 Imperial city 1‘00 Erzähler Als der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Dezember 2018 zum Staatsbesuch in die Volksrepublik China reiste, stand auf dem Programm auch ein Besuch der Sichuan-Universität in Chengdu. In seiner Rede appellierte Steinmeier an die Studierenden: Zitator „Nutzen Sie das, wofür Generationen gekämpft haben – eine globale Ordnung, die Frieden und Zusammenarbeit erst möglich macht!“ Erzähler In einer Zeit, in der nationale Egoismen und Konflikte weltweit auf dem Vormarsch sind, erinnert der deutsche Bundespräsident also an das Gemeinsame. Und zitiert einen chinesischen Gelehrten namens Kang Youwei, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Schrift verfasst hat. Das „Datongshu“, die Utopie einer „Großen Gemeinschaft“, Zitator „die die Grenzen von Nation, Rasse, Geschlecht und Hierarchie überwindet.“ Erzählerin: Den Studierenden der Sichuan-Universität dürfte der Name Kang Youwei geläufig gewesen sein. Schließlich gilt er als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des modernen China. Manche sehen in ihm gar den „Martin Luther der konfuzianischen Lehre“. Und Chinas Parteichef Xi Jinping lobt Kang immer wieder als einen fortschrittlichen Denker. ZSP 1 aktuell in China 0,20 In China ist Kang Youwei und sein Begriff des "Datong" Gegenstand der permanenten Auseinandersetzung über ein neues Wertesystem, ein innerchinesisches Wertesystem, aber auch ein globales Wertesystem. Nur bei uns spielt diese Debatte in China keine Rolle, weil sie auch gar nicht bekannt ist. Erzähler: Deshalb hat Thomas Heberer, Professor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen, die Schrift von Kang Youwei neu herausgegeben: „Datongshu“ - „Das Buch von der Großen Gemeinschaft“ sucht Antworten auf höchst aktuelle Fragen. Erzählerin: Wie werden wir in Zukunft zusammenleben? In Frieden und Gerechtigkeit? Oder im Chaos? Musik: CD603340003 Waves 0‘25 Die Menschheit ist zur Schicksalsgemeinschaft geworden. Größere Konflikte könnten schnell unsere letzten sein. Die globalen Probleme gemeinsam zu lösen, ist heute also eine Überlebensfrage. Erzähler: Kang Youwei hat das bereits vor mehr als 100 Jahren erkannt. Und seine Anleitung zum Weltfrieden geschrieben. Inspiriert wurde er zu dieser Utopie schon in jungen Jahren. Kang las ein Buch über die „Schlacht bei Sedan“, die im deutsch-französischen Krieg 1870/71 stattfand. Diese Lektüre erschütterte den jungen Mann sehr; das „große Leid der Welt“ verfolgte ihn bis in seine Träume, sagt Thomas Heberer. ZSP 2 Sedan 0,16 Diese Brutalität dieser Schlacht, und die vielen Soldaten, die dort gestorben sind, haben in ihm ein bestimmtes Nachdenken hervorgerufen, dass man eigentlich Friede in der Welt braucht und dafür sorgen muss, dass Kriege abgeschafft werden. Das war wohl ein Schlüsselerlebnis. Musik: CD603340008 Song oft he dragon and phoenix 0‘42 Erzählerin: Geboren 1858 in einem Dorf in der südchinesischen Provinz Guangdong, wächst Kang Youwei in einer angesehenen Familie von gelehrten Beamten auf. Es versteht sich von selbst, dass auch er eine klassisch-konfuzianische Erziehung genießen und die Beamten-Laufbahn einschlagen soll. Erzähler: Doch das enge Korsett des alten Konfuzianismus, mit seinem starren Pauken und auswendigen Herunterbeten von Texten, passt dem jungen Kang gar nicht. Er zieht sich zurück und studiert die großen Philosophien des Ostens, den Taoismus und den Buddhismus. ZSP 3 Visionär 0,32 Er hat diese verschiedenen religiösen und philosophischen Komponenten Chinas alle studiert, weil er als junger Mann auf der Suche war nach einer Vision. Und um auf der Suche nach einer Vision zu sein, ist es ganz wichtig, dass man sich mit den ganzen Geistesströmungen über die Geschichte hinweg auseinandersetzt. Und auch kritisch. Er hat sich ja selbst als ein Visionär begriffen, der die Mission vom Himmel erhalten habe, praktisch eine Utopie zu verfassen für die Menschheit. Musik: Z9316499107 Through the bamboo forest 0‘32 Erzähler: China steckte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer tiefen Krise. Das Land war in einem desaströsen Zustand, rückständig, politisch verkrustet, gedemütigt und schikaniert von ausländischen Mächten. Nach einer Reihe militärischer Niederlagen gegen England, Frankreich, Japan und Russland war klar: China brauchte ein umfassendes gesellschaftlich-politisches Reformprogramm und eine weitreichende Vision. Erzählerin: Kang Youwei sollte zu einem Vordenker dieses Reformprojekts werden. Er schlug zum Beispiel vor, den Konfuzianismus als Kirche neu zu organisieren und zur Staatsreligion zu machen. ZSP 4 Staatsreligion 0,36 Diese Idee kam ihm von Europa: Der Staat in Europa zuständig für Recht und Ordnung, und die Kirche für die Moral. Das war bei uns getrennt. In China gab es keine Kirche, da war der Staat für alles zuständig, für die Moral und für die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung. Und dass er wahrscheinlich gesehen hat, das funktioniert besser in Europa. Und wir brauchen eine Institution, die identitätsstiftend wirkt, Sinn gibt. Und auf der anderen Seite auch diese Moralerziehung wahrnehmen kann. Dass der Staat sich auf die Aufgaben konzentrieren kann, die eigentlich seine Kernaufgaben sind, nämlich die Aufrechterhaltung der Ordnung. Erzähler: Kangs Idee einer konfuzianischen Staatsreligion wird auch heute wieder ernsthaft diskutiert in China, sagt Ostasienexperte Thomas Heberer. Zu Lebzeiten jedoch wurde Kang Youwei dafür von jungen Intellektuellen kritisiert, dass er die alte Lehre reformieren wollte. Konfuzius war für Kang nämlich keineswegs jener Reaktionär, der für die Rückständigkeit Chinas verantwortlich war. Man müsse ihn halt nur als Reformer lesen und verstehen, meinte Kang Youwei. Musik: Z9458720002 The eternal vow 0‘35 Erzählerin: Kangs politischen Reformideen stießen im ausgehenden 19. Jahrhunderts für kurze Zeit auf allerhöchstes Interesse. Der Kaiser selbst begeisterte sich dafür. Aber dieser Kaiser Guangxu war politisch schwach. Und so folgte auf den kurzen Frühling der 100-Tage-Reform bald eine neue Eiszeit. Die konservativen, reform-feindlichen Kräfte am Hof setzten sich durch und schlugen unerbittlich zurück. ZSP 5 Exil 0,28 Und sie haben diese Reformer verhaftet. Kang Youwei und Liang Qichao ist es gelungen, nach Japan zu fliehen; die meisten anderen sind hingerichtet worden. Darunter ein Bruder Kang Youweis. Er war dann bis zur Revolution 1911/12, Ende der Kaiserdynastie, nicht mehr in China, sondern in Japan und hat auch andere Länder bereist, vor allem Länder, in denen Auslandschinesen gelebt haben, um zu werben für sein Reformprogramm für die Zukunft Chinas. Erzählerin: Kang Youwei bereiste fast alle Kontinente, war in über 60 Ländern, allein elf Mal in Deutschland. Als er in München sein erstes Bier trank, war er nachhaltig begeistert - vom Geschmack, den Trinksitten und von den großen Gläsern. Erzähler: Erstaunlicher mag erscheinen, dass Kang auch das damalige politische System Deutschlands gut fand. Das konstitutionelle Kaiserreich erschien ihm offenbar fortschrittlich, verglichen mit dem damaligen China. Für die Zukunft jedoch waren Parlamentarismus und Demokratie für Kang die erstrebenswerten politischen Ziele. Weltweit. Musik: Z8030896105 Genetics (reduced) 0‘38 Erzählerin: Denn Kang dachte nie nur an China, sondern immer an die ganze Menschheit. Vor diesem Hintergrund schrieb er 1902 einen ersten Entwurf von „Datongshu“. Intellektuell beeinflusst war seine Utopie nicht nur von alten östlichen Traditionen, sondern auch von modernen westlichen Denkern wie Immanuel Kant oder Karl Marx. Dazu kommen noch Gedanken des Darwinismus und vieler japanischer Wissenschaftler, sagt Thomas Heberer. Kangs Kosmos ist ein Sammelsurium von Ideen unterschiedlicher Epochen und Weltgegenden. ZSP 6 Einflüsse 0,15 Und auf diese Weise hat er eine Utopie für die Menschheit entwickelt. Und das finde ich doch etwas Besonderes, weil Chinesen auch heute sich in der Regel primär befassen mit der Entwicklung Chinas, und relativ selten mit der Entwicklung der Menschheit. Wo soll die Menschheit hin? Erzähler: Für Kang steht das Ziel fest: Zum Datong soll die Menschheit eines fernen Tages gelangen. Dieses Datong, sagt Thomas Heberer, könne man übersetzen mit „Große Gemeinschaft“ oder „Große Harmonie“. Im Grunde ist es eine uralte Idee vom paradiesischen Zustand des Friedens, die die ganze philosophische und politische Geschichte Chinas durchzieht. Bis heute. Musik: CD603340015 Wang Ji 0‘43 Erzähler: Kang Youwei beschreibt seinen Fahrplan zum Weltfrieden in zehn Einzelschritten. Er beginnt mit dem Leiden der Welt und der Fähigkeit des Menschen zum Mitleiden. Erzählerin: “Ren“ - das chinesische Wort für (Mit-)Menschlichkeit - ist ein zentraler Begriff in Kangs konfuzianisch geprägter Utopie. In einem ersten Schritt seien die großen und kleinen Egoismen zu überwinden, zugunsten einer staatsbürgerlichen Gesinnung. Aber dabei darf es nicht bleiben. Deshalb erklärt Kang im zweiten Teil des Buches: Zitator: Wie man die nationalen Grenzen abschafft und die Welt zur Einheit bringt Erzählerin: So etwas geht natürlich nicht von heute auf morgen. Kang Youwei denkt in langen Zeiträumen. Und bedient sich dabei der alten konfuzianischen Vorstellung von den drei Zeitaltern. Sie sind die Generallinie auf dem Weg zur „Großen Gemeinschaft“. Erzähler: Im ersten „Zeitalter der Unordnung“ gibt es noch Einzelstaaten, die ihre nationalen Egoismen durchboxen. Chaos und Krieg herrschen auf der Welt, aber es kommt zu ersten Bündnissen und internationalen Konferenzen. Voraussetzung für den künftigen Frieden ist eine konsequente weltweite Abrüstung. Erzählerin: Im zweiten „Zeitalter der Festigung des Friedens und der Gleichheit“ entwickelt sich die Weltgemeinschaft dann weiter. Neue Gemeinschaftsstaaten, Gemeinschaftsregierungen und Parlamente werden gegründet. Erste Territorien werden einer Gemeinschaftsregierung unterstellt. Erzähler: Im dritten „Zeitalter des ständigen Friedens und der völligen Gleichheit“ wird die "Großen Gemeinschaft dann vollendet. Staaten und Grenzen sind abgeschafft, es gibt nur noch den Weltstaat. Und die Erde wird von einer Gemeinschaftsregierung verwaltet. Keine Monarchen mehr, keine Präsidenten oder Geschäftsführer. Nur noch Gesetze, die von Parlamentariern erlassen werden; die Exekutive erledigen dann Verwaltungsbeauftragte. Und alle wichtigen Angelegenheiten werden durch Mehrheitsbeschluss entschieden. Musik: CD603340018 Azalea 0‘9 Zitator: Wie man die Klassenschranken abschafft und alle Menschen gleichstellt. Erzähler: Auf dem Weg zum irdischen Paradies müssen auch Stände, Privilegien und Hierarchien abgeschafft werden. Mit dieser rechtlichen Gleichheit aller Menschen geht er weit über den traditionellen Konfuzianismus hinaus. Dessen streng hierarchisches Denken ersetzt Kang Youwei durch seine Reformidee einer konfuzianischen Staatskirche, meint Thomas Heberer. In dieser sind grundsätzlich alle gleich. Herausgehoben werden nur diejenigen, die sich durch ihr Verhalten Meriten verdienen. Ein Prinzip, das die heutige chinesische Führung mit dem sozialen Kreditsystem bereits wieder aufgegriffen hat. Musik: Z8024906103 Without you 0‘28 Erzähler: Das problematischste Kapitel in Kang Youweis „Datongshu“ behandelt die Abschaffung der Rassenschranken. Kang ist hier ganz ein Kind des 19. Jahrhunderts, in dem Darwinismus und biologisches Denken weit verbreitet sind. Kang ist zwar alles andere als ein Rassist. Doch in Kategorien der Rasse zu denken, ist damals ganz normal gewesen. Erzählerin: Nach reiflicher Überlegung hat Herausgeber Thomas Heberer entschieden, dieses Kapitel nicht ganz herauszunehmen. Auch wenn manches in heutigen Ohren seltsam klingt, etwa, wenn Kang zur Überwindung des Rassismus vorschlägt, die Weltbevölkerung durch Vermischung praktisch zu Weißen zu machen. ZSP 7 Rassen 0,32 Und dass man vielleicht nachdenken kann, ob man nicht durch ständige Vermischung die Rassen soweit angleicht, dass es keine Diskriminierung mehr gibt. Das ist ein gewagtes Vorhaben, weil das kann auch sehr leicht in Totalitarismus umschlagen. Heute würde man sagen, ja warum kann man das nicht, indem man die ganze Diskriminierung beseitigt und die Menschen aufklärt, dass Schwarze, Weiße, Gelbe, Braune gleichberechtigt sind. Und dass es keine Unterschiede, Rassenunterschiede gibt, sondern nur im Kopf, und nicht in der Realität. Musik: C1454340013 Mandarin 0‘15 Zitator: Das Recht des Menschen auf Unabhängigkeit ist ihm vom Himmel übertragen worden, und auch den Frauen stehen gleiche Rechte zu. Erzählerin: Man beachte das Jahr, in dem Kang Youwei das postuliert hat. 1902 war die völlige Gleichstellung der Frau durchaus noch eine revolutionäre Idee, nicht nur in China. Und auch heute ist diese Forderung nur in den allerwenigsten Weltgegenden tatsächlich verwirklicht. Die Schranken zwischen den Geschlechtern müssen abgeschafft werden, schreibt Kang. Ebenso die traditionelle Form der Ehe. Der Gelehrte fordert stattdessen eine Art Versuchs-Ehe auf Zeit. Wenn einer der Partner nach einem Jahr erkenne, dass man nicht zusammenpasst, könne man sich wieder trennen. Ohne Scheidung und großes Trara! Erzähler Noch moderner erscheint Kangs Haltung zu sexuellen Beziehungen. Auch da war er seiner Zeit weit voraus. Die Akzeptanz von Homosexualität etwa erschien ihm als eine natürliche Selbstverständlichkeit. Zitator: „Was hat es für einen Sinn, Gebote und Verbote auf geschlechtlichem Gebiet zu erlassen? Wälle und Deiche werden doch durchbrochen, wenn sich die Natur ihr Recht verschafft und die Flut hereinbricht.” Erzähler: Ist erst einmal das Zeitalter der Großen Gemeinschaft angebrochen, schreibt Kang, brauche die Gesellschaft ohnehin keine Strafen und Gerichte mehr. In jenem Zeitalter werde dann auch sexuelle Freizügigkeit herrschen. Zumindest für Erwachsene ab dem 20. Lebensjahr. Musik: Faces of Asia 2 C1454340030 0‘10 Zitator: Wie man familiäre Schranken abschafft und wie die Menschheit ein „Volk des Himmels“ wird Erzähler: Auch das ein revolutionärer Gedanke! Denn in China war das Korsett der traditionellen Familie zu Kangs Zeiten noch besonders eng. Ganz oben thronte der Patriarch, der Älteste der Sippe, der alles bestimmte. Männer, die es sich leisten konnten, durften sogar mehrere Ehefrauen haben. Ganz am unteren Ende der Hierarchie standen die Schwiegertöchter. Absoluter Gehorsam gegenüber den Höheren und Älteren war gefordert. Ein starres System also, zu dessen entschiedenen Kritikern Kang Youwei zählte. Musik: C14543400…

    Full show notes at the publisher

    Fleetwood Mac - Von der British-Blues Band zum Mainstream Pop Sep 20, 2025
    Show notes

    "Sex, drugs, and rock‘n roll" - Kaum eine Band verkörpert dieses Lebensmotto mehr als erstaunlicherweise die britische Band "Fleetwood Mac". Gegründet von Peter Green als reine Bluesband in den 1960er Jahren, entwickelte sich die Band zu einer der erfolgreichsten Musikgruppen ihrer Zeit. Ihr neuer Stil, eine Mischung aus Pop - und Rock, macht weltweit Furore. (BR 2025)

    Credits

    Autor/in dieser Folge: Martin Trauner
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Herbert Schäfer, Caroline Ebner, Heiko Ruprecht
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Im Interview:

    • Karl Bruckmaier - Musikjournalist
    • Adrian Wiedenmann – Kenner und Fan

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Ralphs Relevante Rätsel - Wissen mit Ralph Caspers

    Kann ein Herz wirklich brechen? Und zerbricht man sich tatsächlich den Kopf, wenn man zu lange über so etwas nachdenkt? Hoffentlich nicht, sonst müsste Ralph Caspers sich wirklich langsam Sorgen um seinen machen... Denn in 'Ralphs Relevante Rätsel' tut er nämlich genau das: sich für uns den Kopf zerbrechen, damit wir unsere Wissenslücken füllen können.

    Diese hörenswerten Folgen von Radiowissen könnten Sie auch interessieren:

    Country-Musik - Der Blues des weißen Mannes

    Es gibt wohl nur wenige Musikrichtungen, die so polarisieren wie Country-Music. Ihre Fans lieben sie als Inbegriff einer patriotisch-konservativen heilen Welt, Skeptiker betrachten sie als verlogene Cowboy-Romantik und reaktionären Farmer-Kitsch. Doch die Ursprünge der weißen Popularmusik liegen nicht in Nashvilles Tonstudios, sondern in der Wildnis der Appalachen. Von Markus Vanhoefer (BR 2022)

    Der Blues - Feeling so Black and Blue?

    Der Blues. Ende des 19. Jahrhunderts im Süden der Vereinigten Staaten aus afrikanischen, europäischen und karibischen Musikelementen entstanden, tritt der Blues im frühen 20. Jahrhundert seinen Siegeszug an. (BR 2016) Autor: Markus Mähner

    Literatur:

    · Mick Fleetwood: „Play on“ – Mick Fleetwoods Autobiografie; Deutsche Ausgabe beim Heyne Verlag

    · Donald Brackett: „Fleetwood Mack: 40 years of creative Chaos“

    Linktipps:

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    Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

    Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

    01 Zsp Fleetwood Mac (Adrian Wiedenmann)

    Es gibt einfach so Sachen, wo das ganze Album gepasst hat und „Rumours“ war so eines …

    SPRECHER

    … sagt Adrian Wiedenmann. Und meint das Album „Rumours“ der englischen Band Fleetwood Mac.

    MUSIK hoch

    02 Zsp Fleetwood Mac (Karl Bruckmaier)

    Das erschien Mitte der 70er Jahre: „Rumours“ - und hat, glaube ich, 20 Millionen Stück verkauft. Bis zum Michael Jackson Thriller (…) war es auf jeden Fall das am meisten verkaufte Album. Also, das war so eine Konsensplatte von Leuten, die Rockmusik hören wollten, ohne Rockmusik wirklich zu mögen …

    SPRECHER

    … meint der Musikkritiker Karl Bruckmaier.

    MUSIK kurz hoch

    03 Zsp Fleetwood Mac (Adrian Wiedenmann)

    Ja, ja, aber das war auch, ich meine, das war zuvor damals, das war geiler „Mainstream“, das kannst du nicht anders sagen, und ich meine, das war richtig schöne, gute Musik …

    04 Zsp Fleetwood Mac (Mick Fleetwood - Rechtefrei) –

    Fleetwood Mac is a pop band, really. I mean, we play popular music. We're not a jazz band, we're not a full-on, heavy rock and roll band, but sort of. We're more of a rock and roll band than many people think.

    Overvoice männlich:

    Fleetwood Mac ist eigentlich eine Popband. Ich meine, wir spielen populäre Musik. Wir sind keine Jazzband und auch keine Heavy-Rock-and-Roll-Band, Aber: Wir sind mehr Rock-and-Roll-Band, als viele Leute glauben.

    SPRECHER

    Mick Fleetwood. Schlagzeuger. Er ist eines der Gründungsmitglieder von Fleetwod Mac.

    MUSIK hoch und aus

    SPRECHERIN

    „Fleetwood Mac“, eine Band aus England. Man glaubt, den Sound zu erkennen, wenn man ihre Musik, ihre Songs hört … Irgendwie hat man die Stücke im Ohr, auch wenn man sich nicht an alle Titel erinnern kann ...

    MUSIKMIX aus den Hits von Fleetwood Mac

    05 Zsp Fleetwood Mac (Adrian Wiedenmann)

    „Go Your Own Way“ ist sicherlich ihr bekanntester Song und er ist ganz großartig, aber auch „Don't Stop“ oder „You Make Love“, „Loving Fun“ und „Oh Daddy“ ist ein wunderbares, ganz langsames getragenes Lied. Die stehen für sich alleine, die sind schon gut.

    MUSIKMIX Ende

    SPRECHER

    Klingt alles irgendwie bekannt.

    SPRECHERIN

    Doch Fleetwood Mac hat eine musikalische Vergangenheit hinter sich, die mal ganz anders klang ...

    SPRECHER

    … eine Vergangenheit, die aus dem Blues kommt …

    SPRECHERIN

    Und die Adrian Wiedenmann seiner Zeit nicht so schätzte …

    06 Zsp Fleetwood Mac (Adrian Wiedenmann)

    Na, die Bluesband hat mich nicht so interessiert, weil: da habe ich angefangen, einen richtigen Blues zu hören…

    SPRECHERIN:

    Und dennoch: Fleetwood Mac hat nun mal ihre Ursprünge im britischen Blues, im so genannten „White Blues“.

    MUSIK (Fleetwood Mac - Bluesstück)

    07 Zsp Fleetwood Mac (Karl Bruckmaier)

    Ja, die erste ist die Fleetwood Mac Inkarnation, die man unter British Blues einordnen würde. Ausgehende 60er Jahre …

    SPRECHERIN

    … so der Musikkritiker Karl Bruckmaier.

    SPRECHER

    Fleetwood Mac hat mindestens zwei Inkarnationen, also zwei Geburtsstunden hinter sich. Und die erste Geburtsstunde, also Teil eins der Inkarnation dieser Band, wie Karl Bruckmaier es ausdrückt: Na ja: - das ist der Blues… der kommt ja ursprünglich aus Amerika. Der Blues ist die Musik der Afroamerikaner.

    MUSIK: Elmore James

    SPRECHER

    Ende des Zweiten Weltkriegs bringen amerikanische Soldaten den Blues nach England, erzählt Mick Fleetwood. Und er, einer der Namensgeber der Band „Fleetwood Mac, sehe sich in der zweiten Generation der englischen Bluesmusiker.

    SPRECHERIN

    Schreibt Mick Fleetwood in seiner Autobiografie.

    Titel: „Play on“

    SPRECHER

    „Spiel weiter“…

    MUSIK: 1960er Jahre England

    SPRECHERIN

    Im England der 1960er Jahre existiert eine bunte Musikszene. Vor allem junge Männer, meist noch keine 20 Jahre alt, gründen Bands, lösen die auch bald wieder auf, um dann in anderen Musikgruppen anzuheuern. Oder um dann wieder neue Bands zu formieren ...

    SPRECHER

    Aber eines bleibt immer gleich: Der Blues…

    SPRECHERIN

    In diesem Umfeld treibt sich auch Mick Fleetwood herum. Er hat sich, weil er keine Lust auf Schule hatte, autodidaktisch Schlagzeugspielen beigebracht. In der Garage seiner Eltern im Londoner Stadtteil Notting Hill kann er sich austoben. Er übt wie besessen, bis er von einem 20-jährigen Nachbarn angesprochen wird, ob er nicht mal Lust auf einen Gig, auf einen Auftritt hätte.

    SPRECHER

    Natürlich hat Mick Fleetwood Lust. Und so wird er, gerade mal 17 Jahre alt, Schlagzeuger einer Londoner Band. Mit regelmäßigen Auftritten in den Londoner Clubs.

    SPRECHERIN

    Und da lernt er, der Fleetwood, den Mac kennen. Genauer gesagt den Bassisten John McVie.

    MUSIK: Bluesbreakers

    SPRECHER

    John McVie ist nur zwei Jahre älter als Mick Fleetwood, er ist aber zu seiner Zeit schon eine kleine Berühmtheit. Spielt er doch bei den damals legendären „Bluesbreakers“. Zusammen mit dem Gitarristen Eric Clapton.

    SPRECHERIN

    Den kennt man ja heute noch …

    MUSIK Bluesbreakers hoch

    SPRECHERIN

    Fleetwood und Mac. Klingt viel versprechend. Für die künftige Band gibt es jetzt den Schlagzeuger Mick Fleetwood und den Bassisten McVie, aber es braucht noch einen Gitarrenspieler … Dafür fehlt noch der dritte im Bunde. Die treibende Kraft.

    08 Zsp Fleetwood Mac (Karl Bruckmaier)

    Und dann kam Peter Green stilbildend mit an Bord, der, ich sage jetzt mal, ein britischer BB King Verschnitt vielleicht war, aber natürlich wie alle anderen jungen Briten in der Zeit, ich zitiere jetzt Keith Richards, gemeint haben, es sei ziemlich gut, wenn man diese langweilige Altmänner der schwarzen Musik ein bisschen auf Speed bringt und einem neuen Publikum erschließt und da hat sich eben dieser Peter Green ganz wunderbar eingereiht …

    SPRECHER

    Peter Green, eigentlich heißt er Peter Greenbaum, ist der Mastermind der neu zu gründenden Band. Auch er half mal kurzzeitig bei den Bluesbreakers aus, als Ersatz für Eric Clapton. Und dieser Peter Green, der Gitarrist und Sänger gründet 1967 eine neue Band.

    09 Zsp Fleetwood Mac (Karl Bruckmaier)

    … er war ja jemand, der damals nicht umsonst seine Band Fleetwood Mac genannt hat und nicht: „Green Green Green“. Der ist ungern vorne gestanden, der ist ungern als Aushängeschild der Band aufgetreten.

    Ich kenne sonst niemanden, der als Bandnamen die „Rhythm-Section“ Namen verwendet hätte, um daraus einen klingenden und erfolgreichen Namen zu basteln. …

    MUSIK „My heart beats like a hammer“

    SPRECHER

    Die Rhythmusgruppe der neuen Band, das ist: John McVie und Mick Fleetwood. Der „Frontman“ soll der nicht im Vordergrund stehen wollende Peter Green werden. Also beschließt man, noch einen Gitarristen an Bord zu holen: den erst 18 Jahre alten Jeremy Spencer.

    SPRECHERIN

    Und der wird neben Peter Green zu einem der treibenden und kreativen Köpfe der Band.

    SPRECHER

    Anfang 1968 nimmt Fleetwood Mac die erste Schallplatte auf. Mit einigen selbst geschriebenen Songs und mit Coverversionen bekannter amerikanischer Bluesstücke …

    10 Zsp Fleetwood Mac (Karl Bruckmaier)

    … und sie waren ja dann als Rockband mit starken Blues-Anklängen sehr erfolgreich.

    SPRECHERIN

    So erfolgreich, dass sie in Fernsehshows auftreten. Und sich im selben Jahr auf eine Amerikatour begeben. Es geht bergauf. Bald verkaufen sie mehr Schallplatten als die Beatles oder die Rolling Stones.

    SPRECHER

    Was soll da also noch schief gehen?

    MUSIK: „The world keep on turning“ (1968er Version)

    SPRECHERIN

    Na ja, so ziemlich alles geht schief…

    SPRECHER

    Und das liegt ein bisschen an der Hippiezeit und an den Charakteren der beiden Gitarristen … Peter Green und Jeremy Spencer …

    11 Zsp Fleetwood Mac (Mick Fleetwood - Rechtefrei) (Karl Bruckmaier)

    Und dann ereilte auch wieder so ein typisches spät 60er, früh 70er Phänomen, die Religiosität, die Band, zuerst Peter Green und dann auch den Spencer, die wurden in diverse Sekten aufgenommen und meinten etwas für ihr ganzheitliches Seelenheil tun zu müssen und haben also die Musik erst einmal weitgehend vernachlässigt (…)

    MUSIK aus

    SPRECHERIN

    Wie kommt es dazu?

    SPRECHER

    Spurensuche: Die Liveauftritte von Fleetwood Mac waren damals sehr skurril, oft provokativ. So hängt Jeremy Spencer an seinen Gitarrenhals mit Bier oder Milch gefüllte Kondome. Mick Fleetwood lässt zwei Holzeier an seinem Gürtel baumeln. Oder es steht auch mal ein 40 Zentimeter großer Dildo auf der Bühne, der im Takt der Bluesrocker mitwippt.

    SPRECHERIN

    Jeremy Spencer gibt zwar abends den Spaßvogel, reißt derbe Sprüche, tagsüber aber liest er zunehmend in der Bibel. Und auch Peter Green fängt an, christliche Texte zu rezitieren …

    MUSIK: „Albatross“ (Fleetwood Mac)

    SPRECHER

    Dazu kommen die Drogen. Begnügte man sich in England mit Haschisch und Alkohol, lernt die Band in den USA „Lysergsäurediethylamid“ kennen. Kurz: LSD. – Um das Bewusstsein zu erweitern. So meint man.

    SPRECHERIN

    Mick Fleetwood erinnert sich in seiner Autobiografie, soweit das Erinnern da noch möglich war, sie alle hätten zu dieser Zeit LSD genauso regelmäßig konsumiert wie Alkohol und Haschisch. Die beiden Gitarristen und Frontmänner Peter Green und Jeremy Spencer hätten noch ein wenig mehr zugegriffen als die anderen.

    MUSIK Albatross frei

    SPRECHER

    Mit der Single „Albatross“ landet Fleetwood Mac Ende 1968 einen Hit. Aber jetzt klingt der Sound schon ganz anders als bei den früheren Rock and Roll und Bluesnummern. Moderner, berauschter …

    MUSIK aus

    SPRECHERIN

    Mit der nächsten Single aber wird klar: Peter Green plagen dunkle Gedanken. In „Man of the world“ singt er davon …

    MUSIK: „Man of the world“ (MUSIK und Text koordinieren)

    SPRECHERIN

    Shall I tell you about my life

    They say I'm a man of the world

    SPRECHER

    Soll ich Dir von meinem Leben erzählen.

    Man sagt, ich sei ein Mann von Welt. (…)

    Ich glaube, ich habe alles, was ich brauche.

    Ich könnte mir nichts Besseres wünschen.

    Und es gibt niemanden, der ich lieber wäre.

    Aber ich wünschte nur, ich wäre nie geboren …

    SPRECHERIN

    Peter Green, der sensible Künstler, beginnt an allem zu zweifeln. An seiner Rolle als Musiker. Er will nicht jeden Abend die gleichen Songs spielen. Er will mit seiner Musik kein Geld verdienen. Er würde gerne das ganze Vermögen, das Fleetwood Mac mittlerweile eingespielt hat, spenden. Und er und die anderen Bandmitglieder sollen fortan als Mönche in Armut leben …

    MUSIK aus

    SPRECHERIN

    Na ja. Doch damit steht er alleine da. Die anderen Bandmitglieder wollen das nicht!

    SPRECHER

    Endgültig verloren haben sie Peter Green, so erinnert sich Mick Fleetwood, bei einem Konzert in München Anfang 1970.

    MUSIK (Rolling Stones She is a Rainbow“ nur instrumental ab 1:35)

    SPRECHERIN

    Da hätte ihn „eine Gruppe wohlhabender Hippies in die Finger bekommen“, hätten Peter Green in ein großes Haus gelockt, wo er mit den Münchner Hippies tagelang Trips eingeschmissen habe. - Einige dieser Hippies sind bekannt:


    Zivilcourage - Der Mut des Bürgers Sep 19, 2025
    Show notes

    Zivilcourage - klingt gut, fällt aber vielen nicht leicht. Es kostet Überwindung, ohne Rücksicht auf eigene Nachteile für andere und deren Unversehrtheit einzutreten. Dabei ist das Plädoyer danach ziemlich alt. (BR 2017) Autorin: Daniela Remus

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Daniela Remus
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Hemma Michel, Jerzy May, Silke v. Walkhoff
    Technik: Cordula Wanschura
    Redaktion: Nicole Ruchlak

    Im Interview:
    Prof. Simone Dietz, Philosophin, Düsseldorf;
    Prof. Gerd Meyer, Historiker, Tübingen;
    Prof. Michael Wolffsohn, Historiker, München;
    PD, Nils Zurawski, Kriminologe Hamburg

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    WIE WIR TICKEN - EUER PSYCHOLOGIE-PODCAST

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    Leo von Klenze - Der Mann, der Münchens Bild prägte Sep 19, 2025
    Show notes

    Er hat das Stadtbild Münchens geprägt wie kein Zweiter: Leo von Klenze. Er war der Star unter den Architekten seiner Zeit, getrieben vom Traum einer modernen Wiedergeburt griechischer Kunst. Autorin: Brigitte Kohn (BR 2013)

    Credits

    Autor/in dieser Folge: Brigitte Kohn

    Regie: Eva Demmelhuber

    Redaktion: Brigitte Reimer


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    BAYERN 2 | IQ - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

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    Embodiment - Welchen Einfluss hat der Körper auf Psyche und Denken? Sep 19, 2025
    Show notes

    Sich aufrecht hinzustellen und sich groß zu machen verbessert unser Selbstbewusstsein - das behaupten Studien in der Psychologie, die sich auf die Embodiment-Theorie stützen. Aber stimmt das überhaupt? Wie viel Einfluss hat der Körper wirklich auf Denken und Psyche? Autorin: Rebecca Ricker (BR 2024)

    Credits
    Autorin dieser Folge: Rebecca Ricker
    Regie: Kirsten Böttcher
    Es sprachen: Xenia Tiling, Johannes Hitzelberger
    Technik: Simon Lobenhofer
    Redaktion: Nicole Ruchlak

    Im Interview:
    Prof. Thomas Fuchs, Universität Heidelberg
    Prof. Lena Kästner, Universität Bayreuth
    Dr. Robert Körner, Universität Bamberg

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    George Lakoff und Mark Johnson: Metaphors We Live By: Ein radikaler Ansatz zum Thema Embodiment, der annimmt, selbst unsere Sprache ist verkörpert. Der Ansatz war prägend für das Thema „Framing“, was heute in politischem Aktivismus eine große Rolle spielt.

    Francisco J. Varela, Evan Thompson und Eleanor Rosch -The Embodied Mind: Cognitive Science and Human Experience: Ein Standdardwerk zu Embodiment, das Verbindungen zwischen Kognitionswissenschaften, Buddhistischer Meditation, Philosophie und Psychologie zieht.

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    Wetterballons - Datenspione des Himmels Sep 18, 2025
    Show notes

    Mit unbemannten Ballonen spionieren Wetterforscher die Atmosphäre aus. Die so gewonnenen Daten werden für präzisere Wettervorhersagen genutzt. Bis heute sind die Wetterballone unersetzlich. Welche Geheimnisse entlocken sie der Atmosphäre? Und: Können Sie auch für andere Zwecke missbraucht werden? Autorin: Roana Brogsitter (BR 2023)

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Roana Brogsitter
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Hans Jürgen Stockerl, Rahel Comtesse
    Technik: Wolfgang Lösch
    Redaktion: Iska Schreglmann

    Im Interview:

    - Prof. Dr. Cornelia Lüdecke, Meteorologin und Wissenschaftshistorikerin

    - Gertrud Nöth, Sprecherin Deutscher Wetterdienst DWD

    - Markus Garhammer, Meteorologe Ludwig-Maximilians-Universität München


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    https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2020/6/29.html

    https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv3=102176&lv2=102134

    https://www.dwd.de/DE/leistungen/rasomon/sonde_zur%C3%BCck.html;jsessionid=6EE8EA8395684E9A83E6170476000B7E.live31091?nn=16102&lsbId=640786

    https://www.dwd.de/DE/leistungen/hobbymet_hw_europa/hobbyhoehenwettereuropa.html;jsessionid=6EE8EA8395684E9A83E6170476000B7E.live31091?nn=16102

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    KI-Pionier Joseph Weizenbaum - ELIZA und ihre Tücken Sep 17, 2025
    Show notes

    Joseph Weizenbaum war der selbsternannte Ketzer und Dissident der "künstlichen Intelligenz" - die er selbst mitentwickelt hatte. Er hielt Computer für bessere Schreibmaschinen. Sein Programm "ELIZA" aus den 1960er Jahren war der erste "Chatbot", der mit Menschen sprechen konnte. Und zugleich eine Parodie auf den Fortschrittsglauben. Von Martin Trauner (BR 2024)

    Credits
    Autor und Regie dieser Folge: Martin Trauner
    Es sprachen: Susanne Schroeder, Burchard Dabinnus
    Redaktion: Karin Becker

    Im Interview:
    Dr. Christian Strippel, Forschungsgruppenleiter am Weizenbaum Institut in Berlin
    Literaturtipps:
    Joseph Weizenbaum: Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft– Suhrkamp 1977
    Gunna Wendt: Computermacht und Vernunft: Gespräche und Geschichten. Hommage an Joseph Weizenbaum zu seinem 100. Geburtstag – Limbus Preziosen 2023

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    Zu Gast bei Radiowissen: Der Gorilla Fritz (3/3) Sep 16, 2025
    Show notes

    Gorilla Fritz hat schon alles erlebt. Mit 55 Jahren war er der älteste Silberrücken Europas. Er war dabei, als Affen im Zoo noch mit Besteck essen mussten. Er wurde durch Europa gekarrt, um Gorillafrauen zu begatten. Und seine Nachkommen haben Persönlichkeiten wie Michael Jackson und Vitali Klitschko berührt. Das ist die unglaubliche Lebensgeschichte einer faszinierenden Tierpersönlichkeit. Hören Sie die ganze Reihe "Der Gorilla Fritz" (1/3): Der Patriarch: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-gorilla-fritz-1-3/1787477 (2/3): Familienchronik: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-gorilla-fritz-2-3-familienchronik-1/1787476 (3/3): Der Tag X: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-gorilla-fritz-3-3-der-tag-x-1/1787475

    Dieser 3-teilige Podcast erzählt die lange Lebensgeschichte von Gorilla Fritz, der 55 Jahre alt wurde - uralt für einen Menschenaffen. Fritz ist ein Zeitzeuge, der miterlebt hat, wie grundlegend sich die Institution Zoo und unser Umgang mit Wildtieren im letzten halben Jahrhundert verändert hat. Aber es haben nicht nur die Menschen Fritz' Lebensweg bestimmt. Auch Fritz hat viele Menschen geprägt, denen er auf seiner langen Reise begegnet ist.

    Hören Sie die ganze Reihe "Der Gorilla Fritz" :

    (1/3): Der Patriarch

    (2/3): Familienchronik

    (3/3): Der Tag X


    Zu Gast bei Radiowissen: Der Gorilla Fritz (2/3) Sep 16, 2025
    Show notes

    Gorilla Fritz hat schon alles erlebt. Mit 55 Jahren war er der älteste Silberrücken Europas. Er war dabei, als Affen im Zoo noch mit Besteck essen mussten. Er wurde durch Europa gekarrt, um Gorillafrauen zu begatten. Und seine Nachkommen haben Persönlichkeiten wie Michael Jackson und Vitali Klitschko berührt. Das ist die unglaubliche Lebensgeschichte einer faszinierenden Tierpersönlichkeit. Hören Sie die ganze Reihe "Der Gorilla Fritz" (1/3): Der Patriarch: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-gorilla-fritz-1-3/1787477 (2/3): Familienchronik: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-gorilla-fritz-2-3-familienchronik-1/1787476 (3/3): Der Tag X: https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/der-gorilla-fritz-3-3-der-tag-x-1/1787475

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