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    Government

    Streitkräfte und Strategien

    Euer Podcast zum Krieg in der Ukraine – auch mit dem Blick auf andere Krisen und Kriege in der Welt. Jeden Dienstag und Freitag ab 16.30 Uhr. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit sicherheitspolitischen Expert:innen über die neue Weltordnung und Europas Antwort auf die Machtinteressen der USA, Russlands und Chinas. Fragen und Anregungen zum sicherheitspolitischen Podcast: streitkraefte[at]ndr.de Weitere Interviews und Hintergründe: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/streitkraefte_und_strategien/index.html

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    Latest Episodes:
    Drohnenangriffe auf Moskau (mit Jürgen Webermann) May 19, 2026
    Show notes

    In den vergangenen Tagen hat das russische Militär Städte in der Ukraine wieder massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Aufhorchen lassen aber auch Meldungen über immer stärkere ukrainische Angriffe auf Russland. Nicht nur auf die Energieinfrastruktur, sondern auch auf den Großraum Moskau. Stefan Niemann erklärt, was dahintersteckt. Beim zweiten großen Kriegsschauplatz im Nahen Osten liegen die Positionen der USA und des Iran immer noch weit auseinander. US-Präsident Trump droht dem Regime in Teheran mit neuen Angriffen, andererseits schürt er Hoffnungen auf eine angebliche Verhandlungslösung und erklärt, er habe deshalb einen erneuten Angriff auf den Iran abgeblasen. Ihm falle es schwer, den “plappernden Präsidenten” noch ernst zu nehmen, sagt Stefan. Denn alles, was der US-Präsident poste, sei offensichtlich maßlos übertrieben. Stefan schaut auch Richtung Belarus, das ein gemeinsames Manöver mit Russland abhält, und auf die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, den lange vernachlässigten Schutz der Bevölkerung in Deutschland zu verbessern.
    Im Schwerpunkt der heutigen Ausgabe spricht Host Kai Küstner mit seinem Kollegen Jürgen Webermann über eine NDR-Recherche. Diese zeigt, wie Deutschland dazu beiträgt, Putins Kriegskasse weiter zu füllen. Dabei geht es um eine Gas-Handelsfirma, die eine ehemalige Tochter des russischen Gazprom-Konzerns ist, und die 2022 von Deutschland verstaatlicht wurde. Entgegen der Linie des eigenen, zuständigen Wirtschaftsministeriums hat sie Geschäfte mit Russland über die Lieferung von LNG gemacht, die dem Kreml bis heute Milliarden einbringen. Die Recherchen legen nahe, dass der damalige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nicht eingeweiht war.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Ukrainischer Angriff auf Moskau
    https://edition.cnn.com/2026/05/17/europe/russia-ukraine-moscow-attack-intl-hnk
    Trump erklärt, er habe geplanten Angriff auf Iran gestoppt
    https://www.npr.org/2026/05/19/g-s1-122762/trump-says-hes-called-off-iran-strike
    Interview mit Angela Merkel als Sonderfolge und Videopodcast bei 0630: https://open.spotify.com/episode/146kj3O7urIr0uV1svKRHS?si=4ac65adf7be64180
    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html


    Trotz russischen Großangriffs - selbstbewusste Ukraine (mit Rebecca Barth) May 15, 2026
    Show notes

    Nach einem der längsten und tödlichsten Großangriffe Russlands auf die ukrainische Hauptstadt mit mindestens 24 Toten, zahlreichen Verletzten und Vermissten beleuchtet Kai Küstner mit Rebecca Barth die Lage in Kiew und an der Front. Man habe zu viel Optimismus an diese sogenannte Feuerpause vom Wochenende davor geknüpft, befindet Rebecca. Die Andeutungen des russischen Machthabers Putin, der Krieg neige sich dem Ende zu, hält die ARD-Korrespondentin für reine "Rhetorik", ohne dass dies die Lage entscheidend verändere. Doch jenseits dessen nimmt Rebecca wahr, dass die Ukraine zuletzt durchaus selbstbewusster auftrete. Was sie auf Erfolge der Rüstungsindustrie bei Drohnen und weitreichenden Waffen zurückführt. Die Ukrainer hätten auch wegen der zurückgefahrenen US-Unterstützung verstanden, dass sie sich selbst helfen müssten. Und auch die Lage an den Frontlinien stelle sich deutlich positiver dar als noch vor wenigen Monaten befürchtet.
    Mit seiner langjährigen Erfahrung als China- und USA-Korrespondent analysiert Stefan Niemann den Besuch von Donald Trump in Peking. So demonstrativ ihm seine Gastgeber den Roten Teppich ausgerollt hatten: der US-Präsident wirkte deutlich schwächer als der mächtige Xi Jinping. Im Staatsfernsehen der Volksrepublik laufen die symbolträchtigen Bilder vom Staatsbesuch wie Belege einer Wachablösung: die Tage der Supermacht Amerika seien gezählt, die Zukunft gehöre China. Zwar hat Xi Jinping Donald Trump wohl signalisiert, mäßigend auf das iranische Regime einwirken zu wollen, um die Straße von Hormus wieder frei (auch gebührenfrei!) zu bekommen, aber ob Chinas kommunistische Führung die Mullahs als Verbündete fallen lässt, bleibt ungewiss. Unmissverständlich war Xi nur beim Thema Taiwan: unverhohlen drohte Chinas Staats- und Parteichef Donald Trump mit einem heftigen Konflikt, sollten sich die USA in Sachen Taiwan "falsch verhalten". Gemeint sind vor allem die versprochenen amerikanischen Waffenlieferungen, die Peking als Provokation und Einmischung in "innere Angelegenheiten" versteht. Ob Taiwans de facto Schutzmacht USA die demokratisch regierte Insel tatsächlich "aufgeben", um China in anderen kontroversen Fragen milde zu stimmen, wird sich noch zeigen.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Russischer Zerstörer vor Fehmarn
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/russland-zerstoerer-ostseekueste-100.html
    Podcast-Tipp: 11KM live: Deutsche Geheimdienste - bald größer und gefährlicher?
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:49a4dd917eded8b8/
    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html


    Uni oder Uniform: Sonderfolge aus der Schule (mit Joachim Ruthe) May 12, 2026
    Show notes

    Der Krieg in der Ukraine: Er ist auch an Deutschlands Schulen ein wichtiges Thema. Auch, weil sich für Schülerinnen und Schüler irgendwann die Frage stellt, ob sie vielleicht zur Bundeswehr gehen und was das für sie bedeuten würde. Deshalb sind Anna Engelke und Kai Küstner für diese Folge von „Streitkräfte und Strategien“ nach Göttingen gefahren, um am dortigen Theodor-Heuss-Gymnasium mit jungen Menschen zu diskutieren – über die Bedrohung durch Russland, die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Ängste, die damit verbunden sind.
    Mit in der Schule ist auch Oberstleutnant Joachim Ruthe von der Bundeswehr. Er spricht über seine Erfahrungen als junger Offizier in Afghanistan und als Kommandeur eines Bataillons in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bundeswehr sei noch immer in einem tiefgreifenden Wandel und es fehle ihr an vielem: „Das ist so ein bisschen wie so eine Straße, die über Jahre nicht gepflegt wurde, viele Schlaglöcher bekommen hat - und die werden jetzt sukzessive wieder aufgefüllt.“
    Über die derzeitige Lage in der Ukraine und in Russland sprechen Anna Engelke und Kai Küstner: Dass der russische Präsident Putin bei der Militärparade zum 9. Mai von einem baldigen Ende des Krieges sprach – und Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Vermittler ins Spiel brachte. Der jüngste Besuch von Bundesverteidigungsminister Pistorius in Kyjiw machte derweil deutlich, wie sehr die Ukraine mittlerweile als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen wird – in Sachen Kreativität, bei der Produktion von Waffensystemen und ihren Erfahrungen in moderner Kriegsführung. Im Nahen Osten und in der Golfregion ist eine dauerhafte Lösung noch nicht in Sicht. US-Präsident Trump droht, der Iran hält dagegen. Und die Straße von Hormus ist weiterhin praktisch Kriegsgebiet – mit allen Folgen für die Weltwirtschaft.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Interview mit Oberstleutnant Joachim Ruthe:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3253938.html
    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
    Podcast-Tipp: "Crosspromotion - Straße von Hormus - ein Wirtschaftsupdate" :
    https://1.ard.de/hormus-update


    Deutsche Technik in russischen Drohnen (mit Michael Höft) May 08, 2026
    Show notes

    Es ist eine Route, die noch immer offen ist: Über Kasachstan gelangen deutsche Bauteile nach Russland: Chips, Kugellager und andere Produkte, die auch in Waffensystemen eingesetzt werden können. Sanktionen sollten das eigentlich verhindert. Doch Filmemacher Michael Höft zeigt in der ARD Story "Die Russlandroute - Sind die Sanktionen sinnlos?", dass sie umgangen werden können. Im Gespräch mit Anna Engelke erzählt er, wie ihm und seinem Team in Kasachstan stolz sogenannte Dual-Use-Güter präsentiert wurden, die für Russland bestimmt waren. Die EU zeige sich hilflos, sagt Höft. Dabei brauche es nur mehr Kontrollen. Es reiche eben nicht, "sich nur einen Zettel unterschreiben zu lassen", damit solche kriegswichtigen Produkte nicht beim Aggressor Russland landen und am Ende dazu beitragen, dass Menschen in der Ukraine getötet werden.
    Stefan Niemann beschreibt die widersprüchlichen Entwicklungen im Nahen Osten und in der Golfregion und geht dabei ein auf Waffenstillstände, die keine sind. In der Straße von Hormus beschießen sich US-Streitkräfte und iranische Revolutionsgarden gegenseitig - und jeder gibt der Gegenseite Schuld an der Eskalation. Vom durch US-Präsident Trump großspurig angekündigten "Project Freedom", den Geleitzügen für Handelsschiffe, ist keine Rede mehr. Auch im Süden Libanons und im Norden Israels ist der Waffenstillstand brüchig. Im Angriffskrieg gegen die Ukraine will Russland nun eine Waffenruhe, allerdings nur für zwei Tage anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland. Der Kreml droht der Ukraine mit schwerer Vergeltung, sollte sie die Siegesparade auf dem Roten Platz für einen Angriff nutzen.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Interview mit dem Filmemacher Michael Höft
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3250380.html
    ARD-Story: “Die Russland-Route: Sind die Sanktionen sinnlos?”
    https://www.ardmediathek.de/film/Y3JpZDovL25kci5kZS80ODc4IDllMWU5MGZhLWI4NzEtNGY3NC05YTFkLTcwNzBhZjU0ZTJjMw
    11KM - der tagesschau Podcast: Sanktionen gegen Russland: Geheimer Handel über Kasachstan?
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6d2769ed098f2aa0/
    Podcast-Tipp: Bigger EU - wer kommt als nächstes in den Club?
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6ad134362c0c7f09/
    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html


    Trumps Wut trifft Deutschland (mit Claudia Major) May 05, 2026
    Show notes

    Als “extrem beunruhigend” beschreibt die Politikwissenschaftlerin Claudia Major den von US-Präsident Trump angekündigten Abzug von (mindestens) 5.000 Soldaten aus Deutschland, vor allem aber die Nicht-Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern und Hyperschallwaffen. Diese hätten die Europäer bislang nicht, insofern “schwächt dies die konventionelle Abschreckung der NATO und reißt eine Fähigkeitslücke”, so Claudia Major im Interview mit Kai Küstner. Das Vorenthalten der Mittelstreckenraketen hält Major aber nur für ein Symptom eines viel größeren Problems: dem Auseinanderdriften von USA und Europa. Man könne die Politik Trumps aber nicht ändern, diagnostiziert sie, deshalb sollten sich die Europäer darauf konzentrieren, “militärisch handlungsfähiger” zu werden.
    Stefan Niemann beschreibt die Lage im Nahen Osten, wo in der Straße von Hormus die Spannungen wieder zunehmen. Die von Präsident Trump angekündigte Eskortierung ausgewählter Handelsschiffe durch US-Kriegsschiffe hat begonnen. Dabei gab es Angriffe durch Schnellboote des iranischen Regimes, angeblich auch Raketentreffer auf einem US-Zerstörer und die Versenkung von sechs iranischen Booten. Ob es für die in der Meerenge festsitzenden Handelsschiffe nun einen sicheren Weg durch omanische Küstengewässer gibt, bleibt genauso offen wie der Fortgang der von Pakistan vermittelten Friedensgespräche. Unabhängig davon ist das Minenjagdboot Fulda mit etwa 40 Soldaten in Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Die Marine soll später helfen, möglicherweise in der Straße von Hormus verlegte Minen zu räumen. Zunächst muss aber eine stabile Waffenruhe gewährleistet und ein internationales Mandat erteilt sein.
    In der Ukraine gehen die russischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung weiter. Militärisch kommen die Aggressoren kaum noch voran, verlieren erstmals seit drei Jahren wieder ukrainisches Territorium. Ukrainische Drohnen bedrohen nun auch Moskau, wenige Tage vor der traditionellen Parade zum Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Interview mit Claudia Major, Vizepräsidentin für Transatlantische Sicherheitsinitiativen German Marshall Fund
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3246728.html
    Kanzler Merz zu Trumps Ärger über Deutschland bei Caren Miosga in der ARD
    https://www.ardmediathek.de/video/caren-miosga/ein-jahr-kanzler-wie-schwer-ist-regieren-herr-merz/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8zZGFlMGExZS01MGYwLTQyZTYtYTc3Yy00MmFlZTQzNzVjZDBfZ2FuemVTZW5kdW5n
    Was Zurückhalten von Tomahawk & Co für Deutschland bedeuten könnte
    https://www.tagesschau.de/inland/kiesewetter-usa-abzug-truppen-deutschland-100.html
    Podcast-Tipp: ARD Radiofeature: “Kampf der Geheimhaltung: Doku über Julian Assange, WikiLeaks und die Pressefreiheit”
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:section:7082323e515e82ae/
    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html


    Trump stolpert am Golf - Putins Vorteil (mit Michael Thumann) Apr 28, 2026
    Show notes

    Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist festgefahren. Die Straße von Hormus ist weiterhin zu, neue Verhandlungen stehen nicht an. Die USA und Iran sprechen nur übereinander, aber nicht miteinander, erklärt Astrid Corall. Ein neuer Vorschlag aus Teheran dürfte in den USA kaum auf Zustimmung stoßen, sieht er doch vor, dass über das iranische Atomprogramm erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden soll. Friedrich Merz wirft den USA eine fehlende Strategie vor. Eine ganze Nation werde von der iranischen Staatsführung gedemütigt, erklärte der Bundeskanzler bei einer Veranstaltung. Astrid fasst außerdem die aktuelle Situation im Libanon sowie in der Ukraine zusammen und sie schaut auf die neuesten Rüstungsausgaben, die laut dem Stockholmer Friedens-Forschungsinstitut Sipri 2025 einen neuen Höchststand erreicht haben.
    Über die Lage im Nahen Osten spricht Kai Küstner auch mit Michael Thumann. Der Korrespondent der ZEIT war lange in Istanbul und berichtet jetzt über Russland. Er sieht Teheran am längeren Hebel. US-Präsident Trump habe dem Regime ein gigantisches Geschenk gemacht hat, in dem er es "unwiderruflich zum Schleusenwärter an der Straße von Hormus gemacht" habe. Damit hätten die Iraner ein Mittel in der Hand, das sie immer wieder einsetzen können. Thumann erläutert, wie Russland den Iran unterstützt, bis zu welchem Grad Machthaber Putin vom Krieg im Nahen Osten profitiert und wie es derzeit in Russland selbst aussieht. Man habe es mit einer echten Wirtschaftskrise zu tun, sagt der Buchautor. Trotz des jüngsten Unmuts und öffentlicher Kritik von Bloggerinnen und Bloggern an Putin, glaubt Thumann aber nicht, dass deshalb Putins System ins Wanken gerät. Er analysiert die wirtschaftliche Lage in Russland und den Zustand der Opposition und erklärt, warum wir einem Frieden in der Ukraine nicht nähergekommen sind.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Interview mit Buchautor und ZEIT‑Korrespondent Michael Thumann
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3240182.html
    Karten für die Kino-Preview “Die Russlandroute” am 6. Mai
    https://www.ndr.de/russlandroute
    11KM - der tagesschau-Podcast: Prompt, Klick, Angriff? Wie KI den Krieg verändert
    https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:ec501f6465629aa8/
    Stabile Zeitenlage – neues tagesschau-YouTube-Format (diesmal zu Krieg u KI)
    https://www.youtube.com/watch?v=3x22o46db88&t=2s
    Podcast-Tipp: CHEATS – Wer zerstört Counter-Strike?
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:16d7f8950e911f8c/
    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html


    Neue Militärstrategie - schützt sie vor Putin? (mit Sönke Neitzel) Apr 24, 2026
    Show notes

    Es ist eine Premiere: Erstmals hat Deutschland eine Militärstrategie. Im Schwerpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien analysiert der Militärhistoriker Sönke Neitzel im Gespräch mit Host Kai Küstner das größtenteils geheime Papier. Im Zusammenhang mit dem veröffentlichten Teil spricht Neitzel von Ambitionslosigkeit und er wünscht sich mehr Tempo. Er sei weiterhin skeptisch, was die Reformfähigkeit der Bundeswehr betrifft. „Wir müssen neu denken“, so Neitzel. Das aber falle der militärischen und auch politischen Führungsebene schwer: “Als ob wir im tiefsten Frieden wären.” Der Professor von der Universität Potsdam plädiert erneut für eine Auswahl-Wehrpflicht in Deutschland und erklärt, warum auf europäischer Ebene dringend eine gemeinsame Rüstungsbeschaffung nötig wäre.
    Er ordnet darüber hinaus die Bedrohung der NATO-Staaten durch Russland ein: Man dürfe das Land nicht unterschätzen – auch wenn die russische Armee in der Ukraine nicht wie geplant vorankomme. Außerdem blickt der Historiker mit Kai auf die Straße von Hormus. Den militärischen Sinn einer deutschen Marine-Mission an der Meerenge stellt Neitzel in Frage. Es sei denn, diese sei absolut notwendig, um Trump in der NATO zu halten
    Ein Ende der Blockade der Straße von Hormus zeichnet sich genau so wenig ab wie eine neue Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA, erklärt Stefan Niemann. US-Präsident Trump greife erneut zu martialischen Drohungen gegenüber dem Regime in Teheran, bei dem man laut Experten allerdings nicht so recht weiß, wer das Sagen hat. Stefan fasst die Lage im Nahen Osten zusammen und geht der Frage nach, wie sich die Bundesregierung in diesem Konflikt positioniert. Er berichtet über die direkten Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon in Washington.
    Positive Nachrichten kommen für die Ukraine aus Zypern: beim informellen EU-Gipfel haben die Staats- und Regierungschefs endgültig grünes Licht für einen 90-Miliarden-Euro-Kredit gegeben und ein neues Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Die russische Armee setzt ihre Drohnenangriffe auf die Ukraine fort, die wehrt sich mit Angriffen gegen die russische Energieinfrastruktur. Als Vermittler bringt sich derweil die Türkei ins Spiel – und bemüht sich um eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Das ganze Interview mit dem Militär-Historiker Sönke Neitzel:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3236590.html
    Pistorius-Pressekonferenz zur neuen Militärstrategie:
    https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/pistorius-neue-militaerstrategie-der-bundeswehr/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE5NDc4NA
    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
    Podcast-Tipp: Der KI-Podcast:
    https://www.ardsounds.de/sendung/der-kipodcast/urn:ard:show:65505255c703e51e/


    Trump unter Zugzwang (mit Julia Weigelt) Apr 21, 2026
    Show notes

    Wie geht es im Nahen Osten weiter? Kommt es zu einer zweiten Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA? Und setzt US-Präsident Trump diesmal seine Drohung um, bei einer ausbleibenden Vereinbarung den Iran zu "zerstören"? Es gibt viele Fragen, ein ständiges Hin und Her, eine "wahnsinnige Achterbahnfahrt", wie es Host Stefan Niemann in der aktuellen Folge von Streitkräfte und Strategien ausdrückt. Kai Küstner fasst die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zusammen. Weil die Straße von Hormus blockiert bleibe, gerate Donald Trump zunehmend unter Zugzwang. "Er hält wenig Trümpfe in der Hand, trotz der militärischen Überlegenheit." Kai blickt auf die Lage im Libanon und die Situation in der Ukraine. Präsident Selenskyj bemängelt, dass die US-Regierung die Sanktionserleichterungen gegenüber Russland verlängert hat. Und er beklagt es als "respektlos", dass die US-Unterhändler Witkoff und Kushner zwar immer wieder Moskau, aber noch nie die Ukraine besucht hätten. Neue Verhandlungen zwischen Ukraine und Russland sind nicht in Sicht. An der Front rückt die russische Armee zwar vor, aber sehr viel langsamer als im vergangenen Jahr.
    Im Schwerpunkt dieser Folge geht es um kollektive Traumata, ein Thema, mit dem sich Julia Weigelt intensiv beschäftigt hat. Was Menschen durch Kriege erleiden, kann noch die Generationen nach ihnen belastend prägen. Zum Beispiel in der Ukraine. Julia erklärt, wie individuelles und kollektives Trauma zusammenhängen, welche Auslöser und Symptome es gibt und wie Strategien zum Umgang damit aussehen. Außerdem blickt Julia auf Deutschland, wo Menschen mit Fluchterfahrungen und Traumata zu kämpfen haben.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Transgenerationales Trauma (LMU München)
    https://www.lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/traumata-schweres-erbe-006a5f70.html#:~:text=Das%20Trauma%20der%20Flucht:&text=Aus%20heutiger%20Sicht%20ist%20es,traumatischen%20Erfahrung%20an%20nachfolgende%20Generationen.
    Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin
    https://www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/
    Trump aus Krisensitzungen ausgeschlossen laut WSJ
    https://www.wsj.com/politics/national-security/trump-public-bravado-private-fear-59814dca
    Podcast-Tipp: Machtfragen – Das sicherheitspolitische Update
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:538f5e6323217a4b/
    Alle Folgen von "Streitkräfte und Strategien"
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html


    Kommt ein neuer Iran-Atomdeal? (mit Susanne Wiegand) Apr 17, 2026
    Show notes

    Es ist ein historischer Schritt: Israel und Libanon haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt. Allerdings ist unklar, ob der lang hält und wie sich die Terrormiliz Hisbollah verhalten wird. Über die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten berichtet in dieser Ausgabe von “Streitkräfte und Strategien” Kai Küstner. Im Fokus steht ein mögliches Abkommen mit dem Iran – vor allem über sein Atomprogramm – und die Straße von Hormus. Iran hat mittlerweile angekündigt, die Meerenge wieder zu öffnen und Handelsschiffen die Durchfahrt während der derzeit geltenden Waffenruhe zu erlauben. Die USA halten aber an der Blockade für Schiffe, die iranische Häfen verlassen oder anlaufen wollen, fest. Die Diskussion über die Sicherung der Straße von Hormus geht in Europa weiter. Dabei konkretisiert sich nicht nur, wie eine deutsche Beteiligung aussehen könnte, sondern es treten einmal mehr Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich bei der Frage nach der Einbindung der USA zu Tage.
    Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hinterlässt in Russland immer tiefere wirtschaftliche Spuren. Auch muss der Kreml damit leben, dass er nach der Abwahl des ungarischen Regierungschefs Orbán einen wichtigen Verbündeten verloren hat, der weitere Hilfe für die Ukraine blockiert bzw. neue Sanktionen gegen Russland verhindert hat. Trotzdem, so Kai, gibt es bislang kein Anzeichen, dass Putin diesen grausamen Abnutzungskrieg zu beenden gedenkt.
    Anna Engelke spricht im Interview mit der Topmanagerin im Rüstungsbereich, Susanne Wiegand, über die bemerkenswerte Entwicklung der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Die Aufsichtsrätin bei u.a. dem Drohnenhersteller Quantum Systems erklärt, was in der Ukraine unter dem Eindruck des andauernden russischen Angriffskrieges anders läuft als in Deutschland. Das Land produziere mehr als es brauche. Diese Fähigkeit habe der Westen in 30 Jahren Friedensdividende verloren. Wiegand analysiert, warum die Beschaffung neuer Rüstungsgüter trotz des Sondervermögens eher langsam vorangeht und welche Probleme damit einhergehen. Sie beleuchtet das Vorgehen der Politik, aber auch der Industrie, die ebenfalls eine Verantwortung trägt. Man müsse aus alten Verhaltensmustern rauskommen, rät die Managerin.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Interview mit Susanne Wiegand:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3229316.html
    USA wollen Ölsanktionen gegen Russland wieder in Kraft setzen:
    https://kyivindependent.com/moscow-walks-away-with-billions-as-trumps-russian-oil-waiver-expires/
    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
    Podcast-Tipp: Being The Beatles – Staffel 2
    https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:5d933a937bf865a2/


    Wer wird Herrscher über Hormus? (mit Carlo Masala) Apr 14, 2026
    Show notes

    Wir beginnen die heutige Folge mit einem ungewöhnlichen Schlagabtausch: US-Präsident Donald Trump gegen Papst Leo XIV. – politische Härte und Unberechenbarkeit treffen auf moralische Autorität. Während der Pontifex den Krieg in Nahost und indirekt auch seinen Landsmann scharf kritisiert, reagiert Trump mit demonstrativer Verachtung. Und das, obwohl er die Unterstützung der christlichen Wähler bei den Kongresswahlen im kommenden Herbst doch so dringend benötigt.
    Stefan Niemann und Kai Küstner analysieren außerdem die Lage an der Straße von Hormus, die sich mehr und mehr zum neuralgischen Punkt der globalen Machtpolitik entwickelt: Die USA reagieren auf Teherans Vorgehen an der Meerenge mit einer eigenen Blockade-Strategie, die gezielt die iranischen Häfen und das Ölgeschäft treffen soll - der Beginn einer neuen Eskalationsspirale oder der Versuch, doch noch Bewegung in festgefahrene Verhandlungen zu bringen? Darüber spricht Stefan Niemann im Interview mit dem Politikwissenschaftler Carlo Masala, der gleichermaßen einschätzt, ob etwa NATO-Staaten wie Deutschland in die riskante Strategie der US-Amerikaner hineingezogen werden könnten. Seine Prognose: Kein einziges Mitgliedsland wird sich an einer Operation in der Straße von Hormus beteiligen.
    Im Ukraine-Krieg liegt eine Verhandlungslösung in sehr weiter Ferne. Die angekündigte Feuerpause über Ostern war allenfalls eine teilweise Waffenruhe. Interessant ist jedoch, dass Analysten in letzter Zeit die militärische Lage der Ukraine deutlich optimistischer sehen als noch vor ein paar Wochen. Was vor allem an Technologie-Sprüngen auf Seiten der Ukraine liegt – und obwohl der hohe Ölpreis Putin hilft. Die Hosts blicken außerdem auf den Machtwechsel in Ungarn und die potenziellen Folgen für die Ukraine und diskutieren die europäischen Rüstungskooperationen. Der von französischen Medien berichtete Ausstieg Frankreichs aus dem Eurodrohnen-Projekt stellt nicht nur Zeitpläne und Kosten infrage, sondern wirft ein Licht auf den grundsätzlichen Zustand gemeinsamer Verteidigungsinitiativen.
    Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
    Interview mit dem Politikwissenschaftler Carlo Masala:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3225904.html
    Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
    Podcast-Tipp: 11KM Stories – Schattendeals (Folge 1-5):
    https://www.ardsounds.de/sendung/11km-stories/urn:ard:show:6bb046d00989db56/


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