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    Latest Episodes:
    Das Geheimnis der Mythen - Metaphern von Ursprung und Wandel Jan 25, 2023
    Show notes

    Mythen entstanden in allen Kulturen, sie sind faszinierend und gefährlich zugleich: Sie liefern den Menschen Symbole und Modelle für eigene Konflikte, Übergänge und sie können Orientierungshilfe sein. Von Geseko von Lüpke (BR 2017)

    Credits:
    Autor dieser Folge: Geseko von Lüpke
    Regie: Eva Demmelhuber
    Es sprachen: Christian Baumann, Ruth Geiersberger, Carsten Fabian
    Technik: Ursula Kirstein
    Redaktion: Bernhard Kastner
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    In diesen Folgen erzählt radioWissen spannende Mythen aus Religionen und Kulturen:

    • Mythos Medea - Die mörderisch Liebende
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    • Sita - Indiens mythologische Traumfrau
      JETZT ANHÖREN
    • Die Edda - Nordische Mythen und Sagen
      JETZT ANHÖREN
    • Lilith - Adams erste Frau
      JETZT ANHÖREN


    Die Heiligen Drei Könige - Wahrheit, Legende oder Mythos? Jan 25, 2023
    Show notes

    Wahrheit oder Legende? Den Heiligen Drei Königen auf der Spur. Die christliche Tradition kennt zahlreiche Legenden über die drei Weisen aus dem Morgenland. Gab es sie wirklich? Oder sind sie eine christliche Erfindung? Was wir heute wirklich über die Heiligen Drei Königen wissen können. Autorin: Barbara SchneiderCreditsAutor/in dieser Folge: Barbara SchneiderRegie: Kirsten BöttcherEs sprachen: Andreas Neumann, Hemma Michel, Stefan WilkeningTechnik: Wolfgang LöschRedaktion: Bernhard Kastner Im Interview:Simone Paganini (Professorin; für Biblische Theologie an der RWTH, Aachen Aachen);Manfred Becker-Huberti (römisch-katholischer Theologe und Brauchtumsforscher);Manuela Beer (Stellvertretende Direktorin am Museum Schnütgen in Köln);Ansgar Wucherpfennig (Professor für Neues Testament an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt);Jana Steuer (Astrophysikerin) Das Manuskript zur Folge gibt es HIER. Diese hörenswerten Folgen von radioWissen könnten Sie auch interessieren: Die Weihnachtskrippe - Szenerie der MenschwerdungJETZT ANHÖREN Der Stern von Bethlehem - Wegweiser des HimmelsJETZT ANHÖREN Literaturtipps: Hugo Kehrer, Die Heiligen Drei Könige in Literatur und Kunst, 1. Band, Leipzig 1908. Hans Hofmann, Die Heiligen Drei Könige, Ludwig Röhrscheid Verlag, Bonn 1975. Manuela Beer u.a. (Hg), Die Heiligen Drei Könige, Mythos, Kunst und Kult, Hirmer Verlag, 2014. Claudia Paganini/Simone Paganini, Der große Faktencheck zur Weihnachtsgeschichte, Gütersloher Verlagshaus, 2020. Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.RadioWissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadioWissenJETZT ENTDECKEN Das Manuskript zur Folge: SPRECHER Norditalien im Jahr 1162. Seit Monaten belagern die Truppen von Friedrich Barbarossa Mailand. Der Stauferkaiser will seine Macht in Norditalien ausbauen und den Einfluss des römischen Papsttums zurückdrängen. Und so hat sein Heer die für den Papst strategisch wichtige Metropole umstellt. SPRECHER Die Soldaten brennen die Getreidefelder rund um Mailand nieder. Sie kontrollieren die Handelswege, so dass keine Lebensmittel mehr in die Stadt geliefert werden können. Die Bevölkerung ist dem Hungertod nahe, letztlich bleibt nur die Kapitulation. Mit fatalen Folgen: Barbarossas Heer marschiert in Mailand ein, brennt die Stadtmauern nieder, verwüstet und plündert die Stadt. 01 ZSP BECKER-HUBERTI Barbarossa ist 1162 runter nach Italien, hat Mailand belagert und erobert. SPRECHER Sagt der katholische Theologe Manfred Becker-Huberti. Er forscht zu Brauchtum und Heiligenverehrung im Rheinland. 02 ZSP BECKER-HUBERTI Und da man in diesen Zeiten keine Honorare oder Gehälter für seine Soldaten bezahlte, hieß es, dass die anschließend die Stadt plündern durften. Und was bei der Plünderung an Sakralem gefunden wurde, das gehört aber dem Feldherrn. Und genau das ist ein Punkt. Man fand nämlich in einer Kirche versteckt Reliquien der Heiligen Drei Könige. SPRECHERIN Wie die Reliquien nach Mailand gekommen sind, liegt im Dunkeln. Der Legende nach soll Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin, die Gebeine in Palästina um das Jahr 300 entdeckt haben. Für Barbarossa sind die Reliquien ein Glücksfund. Sie helfen ihm dabei, seinen Herrschaftsanspruch gegenüber dem Papst abzusichern. Wer so wertvolle Reliquien besitzt, so das Denken, braucht keinen Papst mehr, sondern seine Herrschaft ist unmittelbar von Gott eingesetzt. Und so bringt sein Kanzler und Vertrauter, der Erzbischof Rainald von Dassel, den kostbaren Fund 1164 nach Köln, was der Stadt bald eine wirtschaftliche und religiöse Blüte beschert. 03 ZSP BEER Die Ankunft der Reliquien befördert den Reichtum Kölns und damit sozusagen auch die Voraussetzungen für den Bau der gotischen Kathedrale. SPRECHER Manuela Beer ist stellvertretende Direktorin am Museum Schnütgen in Köln. 2014, zur 850-Jahr-Feier der Ankunft der Gebeine in Köln, hat sie eine große Ausstellung zu den Heiligen Drei Königen konzipiert. 04 ZSP BEER Es kommt ganz viel Geld in die Stadt durch die Pilgerströme, die ziemlich alsbald nach der Ankunft der Reliquien nach Köln ziehen, so dass man auch genötigt war, ein Gehäuse zu schaffen, in dem die Reliquien ansprechend präsentiert werden konnten und den Pilgern die Nähe ermöglicht wurde. SPRECHER Nikolaus von Verdun, einer der berühmtesten Goldschmiedemeister seiner Zeit, erhält den Auftrag, einen eigenen Schrein für die Reliquien anzufertigen. Aus allen Ländern der damals bekannten Welt kommen Pilger nach Köln. Aus Belgien, Holland oder Frankreich. Selbst der englische König Edward III. reist an den Rhein, mit wertvollen Geschenken für die Heiligen Drei Könige im Gepäck. Erzbischof Rainald von Dassel spendiert jedes Jahr ein großes Schauspiel zu Ehren der Drei Könige. Eine große Prozession zieht dabei durch die Stadt, in einer Messe werden die Reliquien verehrt. Die Drei Könige werden bald zum Markenzeichen Kölns, drei Kronen sind bis heute Teil des Stadtwappens. Wer allerdings in dem goldenen, mit Edelsteinen verzierten Schrein tatsächlich liegt, ist unklar. 05 ZSP BECKER-HUBERTI Vor dem 700 Jahres-Jubiläum hat man 1864. … den Schrein geöffnet und dabei mal in den Schrein etwas genauer hineingeschaut und versucht festzustellen, was ist eigentlich drin? Und festgestellt hat man, da war natürlich sehr viel mehr drin ist als das, was man eigentlich meint. Es sind nicht nur die Gebeine von den sogenannten Drei Königen drin, sondern da sind auch Reliquien von anderen. … Jedenfalls: Man hat nicht geordnete Reliquien gefunden. Man hat drei Gebeine gefunden von Personen unterschiedlichen Alters, die dann als die Heiligen Drei Könige gedeutet wurden. Interessant ist, dass genau diese Reliquien in ganz besondere, kostbare Seiden gehüllt waren…. Damast, das ist Luxus, den es in der Zeit des zweiten bis vierten Jahrhunderts gab. Das heißt, offensichtlich sind diese Gebeine uralt, aber näher untersucht wurden sie eigentlich nie. SPRECHERIN Dass es die Drei Heilige Könige so wirklich gegeben hat, ist mehr als fraglich. Belege dafür, dass die Reliquien echt sind, gibt es nicht. Einzige historische Quelle ist das Matthäusevangelium, und das erzählt eine ganz andere Geschichte. Von drei Königen ist in der Bibel an keiner Stelle die Rede. ZITATOR (Matthäus 2, 1-2) Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. 06 ZSP PAGANINI Es kommen auf Griechisch „Magoi ton Anatolion“, also Magier … Das waren in der altorientalischen Tradition so etwas wie Astronomen oder Astrologen. Um sich das etwas besser vorstellen zu können: sie waren so etwas wie Priester, die natürlich durch die Beobachtung der Gestirne versucht haben, den Willen der Götter irgendwie für sich zu erschließen. Und diese Magier kommen aus dem Orient. SPRECHERIN Die biblische Erzählung berichtet von Sterndeutern, nicht von Königen oder Herrschern. Dazu werden die Astronomen aus dem Osten erst in Legenden im 6. oder 7. Jahrhundert, sagt Simone Paganini, Professor für Biblische Theologie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Er vermutet dahinter den Versuch, den neugeborenen Jesus in ein würdiges Umfeld zu stellen und gewissermaßen seine Geburt im Stall aufzuwerten. In den ältesten erhaltenen Darstellungen findet sich diese Interpretation jedoch nicht. 07 ZSP BEER Die frühesten Bilder der Magier, die zur Anbetung des Kindes herbeieilen, sind an der Wende vom dritten zum vierten Jahrhundert entstanden. Und die sehen ganz anders aus wie die Bilder, die wir jetzt sofort im Kopf haben, wenn wir an die Heiligen Drei Könige denken - kostbar gewandelte Herrscherpersönlichkeiten mit den Kronen auf dem Kopf -, sondern es sind mit langem Strumpfhosen bekleidete, mit kurzen Tuniken gegürtete und mit sogenannten phrygischen Mützen auf dem Kopf herbeieilende Männer und diese phrygischen Mützen, die sehen so ein bisschen aus wie so Zipfelmützen oder wie so Nikolausmützen, wie wir uns das vorstellen. Und das war der Darstellungs-Typus, den man aus der Antike genommen hat. So stellte man die unterworfenen fremdländischen Völker dar, also Orientalen, die sich dem römischen Kaiser unterwarfen. SPRECHER Die Christenheit ringt von Anfang an darum, wie sie sich die biblischen Figuren vorstellen soll, sagt die Kunsthistorikerin Manuela Beer. Elfenbeintafeln, Skulpturen, Goldschmiedearbeiten und Gemälde zeigen die Heiligen Drei Könige mal zu Pferd, mal mit Krone auf dem Kopf, mal mit schlichtem Hut, mal mit prächtigem, exotischem Gewand, mal mit einfachem Umhang. Um die biblische Erzählung entstehen zahlreiche Legenden. Manche kennen drei Könige andere sprechen von vier, wieder andere berichten von zwölf Königen, die zur Krippe nach Bethlehem kommen. SPRECHERIN Wie viele Personen es letztlich waren, darüber kann heute nur spekuliert werden. Das lässt das Matthäus-Evangelium offen, sagt Ansgar Wucherpfennig, Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. 08 ZSP WUCHERPFENNIG Die Zahl der Sterndeuter ist nicht angegeben, aber es ist auch möglich, dass Frauen darunter waren, bis zu zehn ist überhaupt kein Problem, dass das eine Gruppe bezeichnet, zu denen auch Frauen gezählt haben können, das ist nicht ausgeschlossen. SPRECHERIN Weil die Magier die drei symbolischen Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe dabeihaben, schlussfolgert der Kirchenvater Origenes schon im dritten Jahrhundert: Es müssen drei Personen gewesen sein. Die Deutung setzt sich durch. Ein paar Jahrhunderte später entwickelt Augustin die Idee, dass die Sternendeuter nicht aus dem Morgenland, sondern aus allen Himmelsrichtungen und von allen damals bekannten Kontinenten kommen. Theologisch will er damit sagen: Die ganze Welt verneigt sich vor dem Kind in der Krippe. Schließlich beginnt man, den Königen Namen zu geben. MUSIK weiter: SPRECHER/SPRECHERIN (im Wechsel) Apellus, Amerus, Damasius Galgalat, Balthasar, Melchior Minsuram, Badsiba, Likon Thaddadia, Melchior, Balytora Wiscara, Melikona, Walastar Tanisuram, Mika, Sisisba Gaspar, Baldesar, Melchion 09 ZSP BECKER-HUBERTI Irgendwann sind die Namen dann auf Caspar, Melchior und Balthasar festgelegt.… Es kommen drei Altersstufen dazu. Das heißt nun, sie sind unterschiedlich alt. Der Vornehmste ist der Dunkelhäutige und der Jüngste. Und dann ist der Melchior, der Mittelalte, und der Caspar ist der Älteste. Das ist der Europäer, dann hat man, um sie den Kontinenten zuzuordnen Asien, Afrika und Europa mit entsprechenden Reittieren ausgestattet, nämlich dem Dromedar, dem Kamel und dem Pferd. SPRECHER In der Volksfrömmigkeit spielen die Drei Könige eine wichtige Rolle. In Rouen, Freising, Madrid, Zagreb, Padua oder Neapel entstehen im Mittelalter Prozessionen, bei denen prunkvolle Dreikönigsumzüge durch die Städte ziehen. Am Dreikönigstag wird bei einem großen Festmahl ausgelassen gefeiert. Im Mittelalter ist aber auch der Glaube weit verbreitet, dass die Drei Könige magische Kräfte besitzen. Mit Gold, Weihrauch und Myrrhe sollen sich alle möglichen Leiden kurieren lassen. Die Menschen des Mittelalters lösen sogenannte Dreikönigskreide in Wein auf, um damit Krankheiten zu heilen. Sie glauben an die Kraft eines Dreikönigswassers, das Wunder bewirken soll. Und: Die Drei Könige sollen böse Geister fernhalten können. 10 ZSP BECKER-HUBERTI Die schlimmste Rauhnacht war, das heißt, die Geister tobten ganz besonders, und man musste dann das Haus ausräuchern. Etwas, was bis zum heutigen Tag ja noch in vielen Gegenden Deutschlands geschieht. Denn dieser Weihrauch, das ist das Parfum Gottes, und das vertragen die Dämonen nicht. Deshalb haben sie keine Chance, dagegen anzukommen. Hinzu kommt, dass man das Zeichen der Dreikönige benutzte, um die Dämonen abzuhalten. Es gab Wetterglocken in vielen Kirchen, die läutete man, … weil man dieses Unwetter auf diese Art und Weise bannen wollte. Wenn man mit der Wetterglocke läutete, musste das Unwetter verschwinden und auf diesen Glocken angebracht war in der Regel auch ein Zeichen der Heiligen Drei Könige, oft ein Wallfahrtszeichen, das man aus Köln mitgebracht hatte. Und diese Belege gibt es quer durch Europa. SPRECHERIN Die Legendenbildung kennt keine Grenzen. Gleichzeitig haben aber Theologen und Naturwissenschaftler immer wieder versucht, historische Fakten aus der biblischen Erzählung abzuleiten und letztlich auch damit einen Beleg für die historische Existenz der Weisen aus dem Morgenland zu finden. Besonders der Stern von Bethlehem, von dem die biblische Geschichte erzählt, hat dabei zu Theorien und Erklärungsversuchen angeregt. ZITATOR (Matthäus 2, 9-11) Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 11 ZSP BECKER-HUBERTI Wenn Sie sich heute Krippen anschauen, gemalt, gebastelt, gebaut, dann haben sie meistens einen Stern mit Schweiß, der kometenartig aussieht. Wir wissen heute, dass die Geburt Jesu nicht zu dem Zeitpunkt stattgefunden hat, der der Zeitrechnung zugrunde liegt, also im Jahr Null, sondern vier bis sechs Jahre früher, weil es ein Rechenfehler bei der Zusammenstellung der Jahre gegeben hat. Und wenn man dies untersucht und den Himmel untersucht durch die entsprechenden Fachleute, dann stellt man fest, dass es eine Konstellation am Himmel gegeben hat, … die ist unter den entsprechenden Fachleuten der damaligen Zeit gedeutet worden, dass im Reich der Juden ein König neu geboren wird. SPRECHER Über die Jahrhunderte hinweg haben sich Astronomen und Theologen den Kopf darüber zerbrochen, was es mit dem Himmelsphänomen auf sich hat. War der Stern von Bethlehem ein Komet, wovon schon der Theologe Origenes im dritten Jahrhundert nach Christus spricht? Oder war er eine Supernova, also ein sterbender Stern, der am Nachthimmel explodiert ist? SPRECHERIN Beide Theorien hält die Astrophysikerin Jana Steuer von der Münchner Volkssternwarte - wie die meisten Astronomen heute - für unwahrscheinlich. Noch eher, sagt sie, kann es sich um eine Planeten-Konjunktion gehandelt haben. Also eine optische Täuschung, bei der sich mehrere Planeten scheinbar ganz nahekommen. 12 ZSP STEUER wenn es eine Supernova oder ein Komet gewesen wäre, dann müssten wir das in anderen Aufzeichnungen finden. Also wir müssten andere Berichte aus der Zeit haben eben, und nicht nur diese Geschichte von Jesu Geburt, die von von solchen Ereignissen sprechen. Das müsste anderen Menschen aufgefallen sein, und das fehlt einfach. Was wir aber haben, sind babylonische Aufzeichnungen über eben eine große Konjunktion sieben vor Christus. In der Zeit wird ja auch ungefähr Jesu Geburt vermutet. SPRECHER Im Jahr sieben vor Christus, sagt Jana Steuer, haben sich Jupiter und Saturn sehr nahe aneinander vorbei bewegt. Diese Planeten-Konjunktion dürfte damals aufgefallen sein und könnte eine Erklärung für den Stern sein, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Beweisen lässt sich das allerdings nicht, dass die Magier aus dem Orient tatsächlich dieses Himmelsphänomen beobachtet haben. 13 ZSP STEUER Es bleiben viele Fragen offen. Wir wissen eben, dass diese Konjunktion stattgefunden hat. Was das Problem an dieser Konjunktionstheorie ist, Jupiter und Saturn kamen sich zwar damals sehr nahe, aber sie kamen sich gewiss nicht so nahe, dass man sie für einen einzigen Stern hätte halten können. Das heißt, man muss deutlich damals auch gesehen haben, dass das zwei getrennte Objekte am Himmel sind. Letztendlich, glaube ich, ist es zumindest aus astronomischer Sicht so, dass wir halt nur sagen können das einzige astronomische Phänomen, von dem wir wissen, das…

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    Maria Mitchell - Die Frau, die nach den Sternen griff Jan 25, 2023
    Show notes

    Als Maria Mitchell 1847 zufällig einen Kometen entdeckte, der bis heute "Miss Mitchell´s Komet" genannt wird, wurde die Hobbyastronomin und Bibliothekarin auf einen Schlag berühmt. Mitchell, die nie eine Universität besucht hatte, sondern ihr Wissen aus Büchern bezog, wurde die erste weibliche Astronomie-Professorin in den USA. Sie setzte sich fortan auch für Frauenrechte ein und gründete verschiedene Organisationen mit, um die Bildung von Frauen zu verbessern. Denn, wenn eine Frau Erfolg haben will, so soll Mitchell gesagt haben, muss sie mehr leisten als ein Mann. (BR 2014)

    Autor/in dieser Folge: Maike Brzoska
    Regie: Axel Wostry
    Es sprachen: Rahel Comtesse, Detlef Kügow, Jerzy May, Katja Amberger
    Technik: Lydia Schön
    Redaktion: Gerda Kuhn

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Im Podcast "Sternzeit" finden Sie täglich spannende Folgen über Persönlichkeiten, Ereignisse und Fakten aus der Astronomie:
    ARD Audiothek | Deutschlandfunk | Sternzeit
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    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte

    Interviewpartnerin dieser Folge:
    Dr. Iris Traulsen, Astrophysikerin am Leibniz-Institut in Potsdam.

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    Rembrandt von Rijn - Der Maler der „Nachtwache“ Jan 24, 2023
    Show notes

    Nur spärliche Fakten über Rembrandts Leben sind überliefert. Ein Müllerssohn aus Leiden, der als junger Mann sein Glück als Maler in Amsterdam macht. Doch dann folgen Schicksalsschläge, Frauengeschichten, Bankrott, ein Alter in Armut. Und all dies vor dem Hintergrund einer Ära nie gekannten Prachtentfaltung, des Goldenen Zeitalters der Niederlande. (BR 2016)

    Autor/in dieser Folge: Julia Devlin
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Beate Himmelstoß, Christian Baumann, Peter Weiß
    Technik: Jochen Fornell
    Redaktion: Petra Hermann-Boeck
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
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    Original - Wie wertvoll ist das Unikat? Jan 24, 2023
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    Die Kopie eines Kunstwerks kostet nur den Bruchteil ihres Originals. Aber warum eigentlich? Oft können ja nicht einmal Expertinnen und Experten den Unterschied erkennen. Könnten wir nicht einfach Kopien ins Museum hängen, ohne teure Sicherheitsvorkehrungen und Klimaanlagen?

    Autor/in dieser Folge: julie Metzdorf
    Regie: Anja Scheifinger
    Es sprachen: Stefan Wilkening, Katja Bürkle, Frank Manhold
    Technik: Andreas Lucke
    Redaktion: Nicole Ruchlak
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    Die Erfindung der Schrift - Vom Bild zum Symbol Jan 24, 2023
    Show notes

    In Mesopotamien, im heutigen Irak, entstand vor rund 5.200 Jahren die erste Schrift. Die Keilschrift war kompliziert und dennoch sehr weit verbreitet. Lesen und Schreiben war der Oberschicht vorbehalten. (BR 2018)

    Autor/in dieser Folge: Yvonne Maier
    Regie: Sabine Kienhöfer
    Es sprachen: Beate Himmelstoß
    Technik: Daniela Röder
    Redaktion: Nicole Ruchlak
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Wir empfehlen außerdem eine spannende Staffel von ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN:

    Anfänge der Kultur - Erfindung des Ackerbaus
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    Anfänge der Kultur - Erfindung der Kunst
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    Anfänge der Kultur - Erfindung der Schrift
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    Estland, Lettland, Litauen - Das Baltikum zwischen Ost und West Jan 23, 2023
    Show notes

    1918 gründeten die Balten demokratische Nationalstaaten, die mit dem Zweiten Weltkrieg vorerst wieder verschwanden: mal von sowjetischen, mal von deutschen Truppen besetzt, blieben sie schließlich Teil der Sowjetunion. Erst Anfang der 1990er Jahre erlangten sie ihre Unabhängigkeit zurück.

    Autor/in dieser Folge: Renate Eichmeier
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Andreas Neumann, Berenike Beschle, Katja Amberger
    Technik: Susanne Harasim
    Redaktion: Thomas Morawetz
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
    Eine weitere hörenswerte Folge von radioWissen zum Thema:

    • Das Vielvölkerreich im Osten - Russland und die Sowjetunion
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    Außerdem empfehlen wir folgenden Beitrag über das Baltikum von ARD alpha (online bis 29.10.2024):

    • ARD Mediathek | alpha-demokratie | Baltikum
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    Literaturtipps:

    • Tuchtenhagen, Ralph: Geschichte der Baltischen Länder. München 2016. Kompakte Zusammenfassung, gibt einen guten Überblick
    • Angermann, Norbert; Brüggemann, Karsten: Geschichte der baltischen Länder. Ditzingen 2021. Detailreiche Darstellung, viele Informationen zu verschiedenen Themenkomplexen und Entwicklungen in den baltischen Staaten



    Georgien - Der blockierte Weg nach Westen Jan 23, 2023
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    Georgiens Kampf um nationale Souveränität dauerte Jahrhunderte, der Versuch, sich vom russischen Imperium zu emanzipieren und die gleichzeitige kulturelle und ökonomische Abhängigkeit führten im 19. Und 20. Jahrhundert zu Aufständen und Kriegen. Heute ist das Land gespalten zwischen einer prorussischen Regierung und der nach Westen strebenden Zivilgesellschaft.

    Autor/in dieser Folge: Jochen Rack
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Katja Bürkle, Christoph Jablonka, Florian Schwarz
    Technik: Andreas Lucke
    Redaktion: Thomas Morawetz
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
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    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
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    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischen Rundrunks.
    DAS KALENDERBLATT


    Chili - Heiße Schoten Jan 19, 2023
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    Sie sind grün, knallgelb oder leuchtend orange, mal lang und spitz oder kugelrund, aber vor allem sind Chilis scharf. Dahinter steckt das Alkaloid Capsaicin, das übrigens nicht von den Geschmacksknospen auf der Zunge wahrgenommen wird, sondern von einem Hirnnerv, der zuständig ist für das Hitzeempfinden. (BR 2020)

    Autor/in dieser Folge: Claudia Heissenberg
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Ditte Ferrigan, Frank Manhold
    Technik: Adele Kurdziel
    Redaktion: Matthias Eggert
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.
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    • Pfeffer - Das schwarze Gold
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    Die Jesiden - Das Volk des Engel Pfau Jan 19, 2023
    Show notes

    Etwa eine Million Menschen gehören der kurdischen Minderheit der Jesiden an. Ihre Religion, älter als das Christentum, bezieht sich auf einen allmächtigen Gott, der das gesamte Universum erschaffen hat. (BR 2016)

    Autor/in dieser Folge: Mechthild Müser
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Hemma Michel, Wolfgang Pregler
    Technik: Jochen Fornell
    Redaktion: Bernhard Kastner
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