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    Latest Episodes:
    Der Tod und wir - Rebellion gegen die Endlichkeit Nov 01, 2023
    Show notes

    Wie gehen wir mit unserer Sterblichkeit um? Wie hängen Lebenskunst und Wissen um die eigene Endlichkeit zusammen? Welche Rolle spielt der Trost der Religion? Antworten aus der Psychoanalyse und der Philosophie. (BR 2018) Autorin: Inka Kübel

    Credits

    Autor/in dieser Folge: Inka Kübel
    Regie: Rainer Schaller
    Es sprachen: Hemma Michel, Carsten Fabian
    Technik: Regina Staerke
    Redaktion: Bernhard Kastner
    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

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    Vorstellungen vom Danach - Weiterleben, Wiedergeburt oder Rückkehr?
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    Die Lust am Gruseln - Echte Gänsehautgefühle Oct 31, 2023
    Show notes

    Eine Hexe, ein Monster, der Tod: Das Grauen gehört zum menschlichen Leben wie die Versuche, die Dämonen der Angst zu bekämpfen - etwa durch magische Rituale oder Gebete. Gruseln will gelernt sein. (BR 2015) Autorin: Justina Schreiber

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Justina Schreiber
    Regie: Frank Halbach
    Es sprachen: Laura Maire, Christian Baumann, Carsten Fabian
    Technik: Roland Böhm
    Redaktion: Susanne Poelchau

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    Der Teufel hat viele Namen - Der Mythos vom Bösen
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    Chronomedizin - Therapie im Takt des Körpers Oct 31, 2023
    Show notes

    Der Blutdruck steigt morgens stark an. Die Blase füllt sich mittags am schnellsten. Und die Haut erneuert sich vor allem nachts. Viele Funktionen unseres Körpers schwanken im 24-Stunden-Takt, im sogenannten zirkadianen Rhythmus. (BR 2018) Autorin: Maike Brzoska

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Maike Brzoska
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Hemma Michel, Carsten Fabian
    Technik: Roland Böhm
    Redaktion: Gerda Kuhn, Nicole Ruchlak

    Im Interview:
    Ulf Landmesser (Direktor der Klinik für Kardiologie am Campus Benjamin Franklin der Charité Berlin);
    Björn Lemmer (emeritierter Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Heidelberg);
    Martin Midekke (Leiter des Hypertoniezentrums in München);
    Achim Kramer (Professor für Chronobiologie und Leiter der medizinischen Immunologie an der Charité, Berlin);
    Angela Relógio (Forscherin am Institut für Theoretische Biologie der Charité, Berlin)

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    Linktipp:

    Spanende Berichte über aktuelle Forschung und Kontroversen aus allen relevanten Bereichen wie Medizin, Klima, Astronomie, Technik und Gesellschaft gibt es bei IQ - Wissenschaft und Forschung:
    BAYERN 2 | IQ - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

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    Richard Feynman - Physikgenie mit Charisma Oct 31, 2023
    Show notes

    Eine Mischung aus theoretischem Physiker und Zirkusdirektor: Richard Feynman revolutionierte die Quantenphysik und setzte dabei auch auf den großen Auftritt. (BR 2020) Autorin: Sophie Stigler CreditsAutor/in dieser Folge: Sophie StiglerRegie: Rainer SchallerEs sprachen: Beate Himmelstoß, Johannes Hitzelberger, Benedikt SchregleTechnik: Robin AuldRedaktion: Nicole Ruchlak Im Interview:Finn Ravndal (Doktorand bei Feynman am Caltech von 1968-74)Harald Fritzsch (Forscher in Gruppe Murray Gell-Mann am Caltech, 1972-76) Diese hörenswerten Folgen von radioWissen könnten Sie auch interessieren: Werner Heisenberg - Scharfer Denker der UnschärfeJETZT ANHÖREN Albert Einstein - Porträt eines GeniesJETZT ANHÖREN Schrödingers Katze - Legendäre physikalische ExperimenteJETZT ANHÖREN Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.RadioWissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:ARD Audiothek | RadioWissenJETZT ENTDECKEN Das vollständige Manuskript gibt es HIER. Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript: ATMO großer Hörsaal, voll, Gemurmel, Gespräche MUSIK Beschwingt, positiv, bouncy OTON Ravndal 1 [00:36:57] I remember the first very first time I saw Feynman in the lecture hall. VOICE-OVER – Sprecher: Ravndal 1 Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich Feynman gesehen habe, im Hörsaal war das. OTON Ravndal 2 ((That must have been during my first year and that time I hadn't seen him yet on campus.)) And I was sitting in the audience. And then I saw this man walking down on my left side towards the blackboard and he had a white shirt and gray black pants and he had long black gray hair. VOICE-OVER – Sprecher: Ravndal 2 Ich habe bei den Zuhörern gesessen und sehe dann diesen Mann, der links von mir zur Tafel runtergeht. Er hatte ein weißes Hemd an und eine grauschwarze Hose und lange grauschwarze Haare. SPRECHERIN 2 Finn Ravndal erzählt – einer von Richard Feynmans wenigen Doktoranden. OTON Ravndal 3 ((And he was moving.)) He was almost gliding down towards the blackboard. And he was smiling and he looked in many ways divine. VOICE-OVER – Sprecher: Ravndal 3 Er ist fast runter zur Tafel geschwebt. Und er hat gelächelt und hatte dabei sowas… göttliches. OTON Ravndal 4 I think I thought about Jesus [freistehen lassen], because he almost, you know, he was in a different sphere because he looked so happy and so content. And it was very, it made a very special impression that time. VOICE-OVER – Sprecher: Ravndal 4 Ich glaube, ich dachte da an Jesus. Weil er fast, naja, er war irgendwie in anderen Sphären unterwegs, so glücklich, so zufrieden sah er aus. Und das hat auf mich damals ziemlich Eindruck gemacht. SPRECHERIN 3 Aber dann spricht Jesus über Theoretische Physik. OTON Ravndal 5 [00:38:32] Yes. Yes. Yes. ATMO Hörsaal keine Gespräche mehr, nur noch Raumgeräusch?? MUSIK bouncy steht frei, auch immer wieder mit Akzenten in Pausen von folgendem Sprechertext SPRECHERIN 4 Richard Feynman ist nicht nur theoretischer Physiker. Er hat das Herz eines Zauberers, der das Staunen der Zuschauer liebt – ein Entertainer eben. In einer Vorlesung beschwert er sich halb ironisch, halb ernst: Seine Vorredner erwähnten immer nur, was für ein guter Trommler er sei. SPRECHER Feynman 6 Sie scheinen es nie für nötig zu halten, dass ich auch theoretische Physik betreibe. MUSIK bouncy endet mit Akzent SPRECHERIN 5 Vielleicht waren die Kollegen der Meinung, Feynman brauche keine lange Vorstellung. Schließlich gehört sein Name in die Reihe der bekanntesten Physiker der USA. Und auch, wer in Deutschland einen Physik-Hörsaal betritt, hat gute Chancen, an der Tafel Richard Feynmans Vermächtnis zu sehen: Abstrakte Kunstwerke aus Strichen, Schlangenlinien, Pfeilen – die Feynman-Diagramme. Sie zeigen, was zwischen Elementarteilchen vor sich geht. Und sie haben Feynman einen Nobelpreis eingebracht. Nicht für die eine große Theorie, sondern für den Anspruch, dass Physik einfach und verständlich sein sollte – selbst, wenn es Quantenphysik ist. Das machte ihn zu einem der besten Lehrer, den die Physik je hatte. Das und ein gutes Gefühl für einen dramatischen Auftritt. Schon mit elf, zwölf Jahren. Feynmann erinnert sich in seiner Anekdotensammlung “Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!“ MUSIK nostalgisch, fröhlich, Ende 20er/ Anfang 30er Jahre SPRECHER Feynman 7 Wir haben oft Zauberkunststücke – chemische Zaubereien – für die Kinder aus der Straße vorgeführt. MUSIK Ende SPRECHERIN 7 Am MIT und später an der Universität Princeton gehört Feynman Ende der 30er, Anfang der 40er Jahre zur ersten Generation von Physikern, die Quantenphysik im Studium lernen. Man weiß damals noch nicht allzu lange, dass seltsame Dinge passieren, wenn man immer tiefer in die Materie hineinschaut. In der Welt der kleinsten Teilchen, der Quanten, gibt es plötzlich keine Gewissheiten mehr, sondern es regieren der Zufall und Wahrscheinlichkeiten. Leider wollen die neuen Gesetze der Quantenmechanik so gar nicht zu den „alten“ Gesetzen passen, die die Welt der großen Dinge doch vorher so gut beschrieben haben. Selbst für Feynman wird diese Erkenntnis problematisch: OTON Feynman 9 3:15 We see things that are far from what we would guess. SPRECHERIN 8 Feynmans Vorlesung mit dem Titel “Wahrscheinlichkeit und Unsicherheit“, 1964 aufgenommen von der BBC. OTON Feynman 10 Our imagination is stretched to the utmost just to comprehend the things that are there. VOICE-OVER/SPRECHER Feynman 10 (nicht drüberlegen, bitte) Wir sehen Dinge, die weit weg sind von allem, was wir erwartet hatten. Unsere Vorstellungskraft wird aufs Äußerste gefordert, nur, um die Dinge zu erfassen, die da sind. SPRECHERIN 9 Genau das ist Feynmans Mission: Diese neue unvorstellbare Quantenwelt zu versöhnen mit der bewährten Physik. Aber das reicht ihm noch nicht, erinnert sich sein früherer Doktorand Finn Ravndal. Er ist heute emeritierter Professor der Universität Oslo. OTON Finn Ravndal 11 [00:51:25] He used to say that if you if you have found a truth about nature, something which is of fundamental importance on the basic level, then whatever this level is, when the truth, when it's right, when it's really true, then you should be able to go out and tell an arbitrary person on the street about this truth and this insight. And this arbitrary person should understand right away that this is really right. (…) And it sounds almost hopeless to do that in theoretical physics, in elementary particles. But that was his attitude. VOICE-OVER Ravndal 11 Er sagte immer, dass, wenn du etwas Wahres über die Natur rausgefunden hast, etwas, das grundlegend wichtig ist, dann solltest du in der Lage sein, auf die Straße zu gehen und deine Erkenntnis der nächstbesten Person zu erklären. [Und diese Person sollte sofort verstehen, dass deine Erkenntnis auch stimmt.] Das klingt hoffnungslos in der Theoretischen Physik oder in der Teilchenphysik. Aber das war seine Einstellung. SPRECHERIN 10 Feynman nimmt schon im Physikstudium nichts als gegeben hin, leitet sich alle Gesetze selbst her. Aber noch bevor seine Karriere in der Wissenschaft richtig angefangen hat, wird er vor die Wahl gestellt. MUSIK Spannung sanft SPRECHERIN 11 Ein Kollege berichtet ihm von einem geheimen Projekt, bei dem Feynman unbedingt mitmachen müsse. SPRECHER Feynman 12 Dann erzählte er mir von der Aufgabe, verschiedene Uranisotope voneinander zu trennen, um daraus schließlich eine Bombe zu machen. Er erzählte mir davon und sagte: „Es findet ein Treffen…“ Ich sagte, ich wolle nicht daran mitarbeiten. Er sagte: „Na gut, um drei Uhr findet ein Treffen statt. Bis dann.“ SPRECHERIN 12 Feynman erklärt dem Kollegen noch einmal, dass er nicht mitmachen wird [und wendet sich wieder seiner Doktorarbeit zu – für ungefähr drei Minuten]. SPRECHER Feynman 13 Dann begann ich auf und ab zu gehen und mir die Sache zu überlegen. SPRECHERIN 13 Er denkt an Hitler und dessen Versuche, eine Atombombe zu entwickeln, und an die Möglichkeit, dass es ihm gelingen könnte. Um drei Uhr ist er beim Treffen. Um vier Uhr sitzt er an einem Schreibtisch und rechnet los. So erinnert sich Richard Feynman jedenfalls in seiner Anekdotensammlung „Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!“. MUSIK bleibt noch frei stehen und endet dann SPRECHERIN 14 Am Kernforschungsstützpunkt in Los Alamos, New Mexico arbeitet Feynman also mit an der US-amerikanischen Atombombe. Eine seiner Aufgaben: die Explosionskraft der Bombe berechnen. Wenn er kann, fährt Feynman die knapp zwei Stunden ins Krankenhaus, um seine Frau Arline zu besuchen. Seine große Jugendliebe hat eine lebensbedrohliche Form der Tuberkulose. Feynman gelingt es dennoch, ihre Krankheit und den Erfolgsdruck immer wieder wenigstens für kurze Zeit zu vergessen – etwa mit Streichen, die man einem Physiker, der gerade an der Atombombe forscht, nicht unbedingt zutrauen würde. Er macht sich einen Spaß daraus, die Tresore der Kollegen zu knacken und wird richtig gut darin. SPRECHER Feynman 14 Wir hatten in Los Alamos keine Unterhaltung, und wir mussten uns selbst irgendwie amüsieren. (S. 188) SPRECHERIN 15 Im Manhattan Project gehen Größen in der Physik ein und aus. Paul Dirac etwa, der Mitbegründer der Quantenphysik, und die Kernphysiker Enrico Fermi und Niels Bohr. Feynman hat am Anfang nicht mal einen Doktortitel, verdient sich aber Respekt mit seinem klugen Kopf und seiner unerschrockenen Art. [Noch während seiner Zeit in Los Alamos bekommt er Angebote von Universitäten.] MUSIK traurig, sanft SPRECHERIN 16 Im Sommer 1945 erreicht Feynman schließlich der lange befürchtete Anruf. Auf dem Weg zum Krankenhaus hat sein Auto drei platte Reifen. Er schafft es noch rechtzeitig – Arline stirbt wenige Stunden später. Die Frau, mit der er sein Leben verbringen wollte, wird 25 Jahre alt. MUSIK steht frei SPRECHERIN 17 Wenige Wochen später explodiert die erste Atombombe der USA. SPRECHER Feynman 15 BANG, und dann ein Grollen, wie Donner. Wir schauten alle stumm zu. (178) SPRECHERIN 18 Feynman selbst wird erst danach klar, was er mit angestoßen hat. ATMO Park, Vögel, leiser Verkehr in der Nähe SPRECHERIN 19 Nur selten spricht er darüber, mit seinem Doktoranden Finn Ravndal kommt das Thema ausgerechnet an einem sonnigen, warmen Freitagnachmittag auf. OTON Ravndal 16 [00:09:48] I remember especially one afternoon we were standing in my office and it was a beautiful afternoon. And we looked out over the landscape, the city outside campus, which was very green and a wonderful afternoon. VOICE-OVER – Sprexcher: Ravndal 16 Wir standen in meinem Büro und schauten raus über die grüne Landschaft und die Stadt hinter dem Campus. Es war ein wunderschöner Nachmittag. ATMO steht nochmal kurz frei OTON Ravndal 17 And Feynman came to discuss atomic weapons and his involvement with atomic weapons during the war. And then he said that: When I look at this beautiful landscape, I never thought it would survive so long without being destroyed by atomic weapons. And so he was very well aware of the danger from atomic weapons. Which he had helped to develop. VOICE-OVER – Sprecher: Ravndal 17 Und Feynman fing an, von Atomwaffen zu reden und seiner Rolle dabei während des Kriegs. Und dann sagte er: Wenn ich mir diese schöne Landschaft so ansehe – ich hätte nie gedacht, dass sie so lange überdauert, ohne von Atomwaffen zerstört zu werden. Er war sich also der Gefahr durch die Atombombe sehr wohl bewusst. Und er hatte geholfen, sie zu entwickeln. ATMO fadet langsam aus SPRECHERIN 20 Nach dem ersten Atomwaffentest kehrt Feynman zurück in die Zivilisation, auf eine gutbezahlte Stelle als junger Professor. Aber mit seinen 27 Jahren fühlt er sich ausgebrannt, ohne Perspektive. Er hat sich schon damit abgefunden, dass er nie mehr etwas leisten wird, da macht er eine interessante Beobachtung in der Cafeteria. ATMO Kantine wird unter Sprechertext langsam lauter. Rufe ertönen, als Teller geworfen wird SPRECHER Feynman 18 Und irgendjemand, der herumalbert, wirft einen Teller in die Luft. Als der Teller durch die Luft flog, sah ich, dass er eierte. ATMO fadet aus oder endet mit markantem Klappern SPRECHERIN 21 Feynman macht sich daran, die Bewegung zu berechnen. Er entdeckt, dass der Teller bei kleinem Winkel doppelt so schnell rotiert wie er eiert. Als ein Kollege ihn fragt, was daran so wichtig sei, antwortet er nicht ohne Trotz: SPRECHER Feynman 19 Ha! Daran ist überhaupt nichts wichtig. Ich mache das nur aus Jux und Tollerei. SPRECHERIN 22 Feynman erinnert sich wieder daran, was ihm in der Physik immer am wichtigsten war: Der Spaß am Entdecken. Das ist seine Rettung, wie er in seiner Anekdotensammlung schreibt. SPRECHER Feynman 20 Es war, wie wenn man eine Flasche entkorkt: Alles floss mühelos heraus. Es war nichts wichtig an dem, was ich tat, aber schließlich doch. Die Diagramme und die ganze Geschichte, wofür ich den Nobelpreis erhielt, das kam von dem Herummachen mit dem eiernden Teller. SPRECHERIN 23 Der eiernde Teller führt Feynman zu rotierenden Elektronen und schließlich zurück zu den Widersprüchen, die sich in der Quantentheorie ergeben, wenn man zu genau hinschaut. Beim Versuch, die geladenen Teilchen umfassend zu beschreiben, tauchen damals an allen Ecken und Enden lästige Unendlichkeiten auf, die verhindern, dass man realistische Ergebnisse erhält. 1947 kommt ein weiterer, ganz konkreter Beweis, dass etwas mit der Theorie nicht stimmt. Wissenschaftler der Columbia University in New York haben Elektronen so genau wie noch nie vermessen und herausgefunden: Die geladenen Teilchen halten sich nicht an die bisherigen Vorhersagen – weder ihre Energieniveaus noch ihre magnetischen Eigenschaften sind wie erwartet. Erstmal eine unschöne Überraschung, aber auch eine große Chance. Feynmans Chance. Er stürzt sich auf das Problem – aber anders als andere. O-TON Fritzsch 21 2 /10:39 Ja ja, für ihn, er war net interessiert an Mathematik, mathematische Symbole haben für ihn gar nix bedeutet. Er wollte die Sache verstehen, richtig verstehen. SPRECHERIN 24 Der theoretische Physiker Harald Fritzsch hat in den USA länger mit Feynman zusammengearbeitet. Sie wurden Freunde. O-TON Fritzsch 22 2/ [0:25:03] Er hat alle Probleme intuitiv gelöst, er hat lange nachgedacht über das, bis er dann die richtige Antwort hatte und erst danach hat er die Mathematik dazu gemacht, aber er hat das alles intuitiv gemacht. SPRECHERIN 25 Feynman hat seine eigene Art, die Dinge zu betrachten. Beim Elektron interessiert ihn: Wo geht es hin, wo kommt es her? Der Clou in der Quantenwelt ist: Das Elementarteilchen muss sich nicht „entscheiden“, ob es hierhin oder dahin fliegt, sondern es nimmt alle Wege gleichzeitig. Natürlich sind nicht alle Wege gleich wahrscheinlich – aber wenn man alle Wege und Wahrscheinlichkeiten zusammen betrachtet, bekommt man ein gutes Gesamtbild davon, was das Elektron so treibt und welche Eigenschaften sich daraus ergeben. Feynmans Methode ist noch nicht ganz ausgefeilt, da kommt ihm ein Physiker der Harvard University zuvor. O-TON Fritzsch 23 2/ 28:20 Julian Schwinger. Schwinger hat einen Vortrag gehalten, und dann hat er auf komplizierte Weise dieses magnetische Moment ausgerechnet, und was er gerechnet hatte, stimmte genau überein mit dem Experiment. SPRECHERIN 26 Schwinger gilt damals als wahrer Mathematikakrobat. Seine komplexen Rechnungen zum Elektron erzeugen großes Staunen – aber keiner kapiert sie. O-TON Fritzsch 24 2/ 28:30 Und der Feynman, für ihn war das alles zu kompliziert. SPRECHERIN 27 Ganz ohne Mathematik geht es nicht. Aber Feynman verpackt sie geschickt – in Diagrammen. [Fritzsch zeigt auf eines davon.] O-TON Fritzsch 25 C [0:01:21]: Diese Wellenlinie sind Photonen und die geraden Linien, wie das da oder das, sind Elektronen oder Positronen. [Positronen sind die Antiteilchen zum Elektron] und diese Diagramme sind keine Spielsachen, sondern damit kann man rechnen. SPRECHERIN 28 Mithilfe von Feynmans Diagrammen kann man nachvollziehen, wann ein Elektron Energie abgibt oder aufnimmt, und wie schnell es dabei unterwegs is…

    Full show notes at the publisher

    Friedrich II und die Seidenraupen - Wie Preußen Seidenbau förderte Oct 30, 2023
    Show notes

    Friedrich der Große förderte noch mehr als nur die Kartoffel und die Künste: Auch den Seidenbau. Ausgerechnet im unwirtlichen Brandenburg. Ein historisches Kapitel voller Anstrengungen und Kuriositäten. (BR 2020) Autorin: Katharina Hübel

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Katharina Hübel
    Regie: Axel Wostry
    Es sprachen: Heiko Ruprecht, Katja Schild, Axel Wostry
    Technik: Monika Gsaenger
    Redaktion: Thomas Morawetz

    Im Interview:
    Dr. Susanne Evers,
    Dr. Silke Kamp

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Linktipps:

    Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
    ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
    Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischen Rundrunks.
    DAS KALENDERBLATT
    Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischen Rundfunks.
    EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte

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    Neuroplastizität - Wie das Gehirn sich neu strukturiert Oct 29, 2023
    Show notes

    Unser Gehirn verändert sich ständig. Sonst wäre es nicht möglich, dass wir uns in neuen Situationen zurechtfinden. Im Alter nimmt die Formbarkeit unseres Gehirns allerdings ab. Wie können wir sie erhalten? (BR 2018) Autorin: Maike Brzoska

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Maike Brzoska
    Regie: Irene Schuck
    Es sprachen: Katja Amberger, Peter Weiß
    Technik: Birgit Vetter
    Redaktion: Gerda Kuhn

    Interviewpartner/innen:
    Nicolas Schuck (Forscher am Max Planck Institut für Bildungsforschung, Berlin);
    Gerd Kempermann (Professor; Professor für Neurowissenschaften, TU Dresden);
    Astrid Lunkes (Wissenschaftsmanagerin am Helmholtz Zentrum München);
    Yana Fandakova (Forscherin am Max Planck Institut für Bildungsforschung, Berlin);
    Ulf Ziemann (ärztlicher Direktor der Neurologie am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung, Tübingen)

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    Linktipp:
    Spanende Berichte über aktuelle Forschung und Kontroversen aus allen relevanten Bereichen wie Medizin, Klima, Astronomie, Technik und Gesellschaft gibt es bei IQ - Wissenschaft und Forschung:
    BR PODCAST | BAYERN 2 | IQ - WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG

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    Wie können die Fledermäuse zurückkehren? Alles Natur Oct 26, 2023
    Show notes

    Viele Fledermausarten sind vom Aussterben bedroht: zu wenig Nisthöhlen, zu wenig Nahrung, Lichtverschmutzung, Gefahr durch Windräder. Experten sagen, was zu tun ist, um das Überleben der Fledermäuse zu sichern. Autor: Werner Bader

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Werner Bader
    Regie: Martin Trauner
    Es sprachen: Thomas Birnstiel, Rahel Comtesse
    Technik: Regina Staerke
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Im Interview:
    Christian Söder, Biologe (Naturgeflatter, Fachbüro für Artenschutz;
    Dr. Andreas Zahn, Biologe, Flederrmausschützer;
    Margarete Kistler, Fledermaus-Auffangstation;
    Anika Lustig, Koordinationsstelle für Fledermausschutz, LMU München;
    Dr. Simon Ripperger, Fledermausforscher
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    Artenschutz und grüne Energie - Lösung für beides möglich?
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    Die halbe Erde unter Schutz - Neue Pläne, um Arten und Klima zu retten
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    Illegaler Wildtierhandel - Ausverkauf seltener Arten
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    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Wie gewinne ich die Kraft der Zuversicht? Warum ist es gesund, dankbar zu sein? Der neue Psychologie Podcast von SWR2 Wissen und Bayern 2 radioWissen gibt Euch Antworten. Wissenschaftlich fundiert und lebensnah nimmt Euch „Wie wir ticken“ mit in die Welt der Psychologie. Konstruktiv und auf den Punkt. Immer mittwochs, exklusiv in der ARD Audiothek.
    Wie wir ticken - Euer Psychologie-Podcast
    ZUM PODCAST

    Literaturtipps:

    Mehr Lebensraum für das Graue Langohr
    Ein Leitfaden zur Flurbereicherung. Hrsg vom Landesamt für Umwelt, Augsburg

    Fledermäuse, Lebensweise, Arten und Schutz
    Broschüre des Landesamts für Umwelt, 42 Seiten

    „Die im Dunkeln tanzen“, Autor: Kurt de Swaaf
    in: „Natur“, Heft 4/2023, Seiten 14-19

    „Der Fledermaus auf den Fersen“ Wie funktioniert das soziale Lernen in den Wochenstuben des Großen Mausohrs? Interview mit dem Biologen Simon Ripperger,
    Autorin: Sigrid Krügel
    in: „Natur“, Heft 4/2023, Seiten 21-22

    „So groß wie ein paar Zuckerwürfel“, Autor Ralf Stork
    in: „Natur“, Heft 4/2023, Seiten 22-29

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    Chassidismus - Die Welt der frommen Mystiker Oct 25, 2023
    Show notes

    Gott nahe sein, das wollen die Chassidim, die heute vor allem wegen ihrer religiösen Strenge bekannt sind. Die Wurzeln des Chassidismus liegen im 18. Jahrhundert. Als Erweckungsbewegung wollte der Chassidismus damals das Judentum reformieren. Seit dem Holocaust existiert der Chassidismus in Europa nicht mehr. (BR 2021) Autorin: Barbara Schneider

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Barbara Schneider
    Regie: Anja Scheifinger
    Es sprachen: Katja Amberger, Patrick Zeilhofer
    Technik: Susanne Harasim
    Redaktion: Bernhard Kastner

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Im Interview:
    Susanne Talabardon, Professorin für Judaistik an der Universität Bamberg;
    Karl Erich Grözinger, em. Professor für Religionswissenschaft an der Universität Potsdam;
    Klaus Davidowicz, Professor für Judaistik an der Universität Wien

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    Debatte mit Gott - Was ist der Talmud?
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    Das Reformjudentum - Aufklärung und Emanzipation
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    Die Fischacher Laubhütte - Ein bayerisches Kleinod in Jerusalem Oct 25, 2023
    Show notes

    Sie ist ein weitgereistes Ausstellungsstück mit faszinierender Geschichte: Die Fischacher Laubhütte verbindet Bayern mit Israel - und dokumentiert deutsch-jüdische Schicksale auf einzigartige Weise. Autor: Lukas Grasberger

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Lukas Grasberger
    Regie: Kirsten Böttcher
    Es sprachen: Susanne Schroeder, Annette Wunsch
    Technik: Roland Böhm
    Redaktion: Nicole Ruchlak

    Im Interview:
    Rachel Sarfati, Kuratorin im Israel Museum, Jerusalem;
    Berhard Purin, Direktor Jüdisches Museum München; Klaus Wolf, Prof. für Deutsche Literatur und Sprache in Bayern, Uni Augsburg + Vorsitzender Synagogenstiftung Ichenhausen;
    Bernd Päffgen, Prof. für Vor- und Frühgeschichte, LMU München;
    Naomi Feuchtwanger-Sarig, Kunsthistorikerin,Uni Tel Aviv

    Linktipps:

    Website der Ad hoc-AG „Judentum in Bayern in Geschichte und Gegenwart“ an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften:
    EXTERNER LINK | https://judentum-in-bayern.badw.de/die-arbeitsgruppe.html

    Die Fischacher Laubhütte im Israel Museum, Jerusalem:
    EXTERNER LINK | https://www.imj.org.il/en/collections/199807-0

    Jüdisches Leben in Fischach, Infos des Hauses der Bayerischen Geschichte:
    EXTERNER LINK | https://www.hdbg.eu/juedisches_leben/gemeinde/fischach/270

    Artikel aus der „Jerusalem Post“ über die Restaurierung der Sukkah:
    EXTERNER LINK | https://www.jpost.com/jewish-world/jewish-features/restoring-the-fischach-succa-326451

    Literaturtipps:

    Heike Specht: Die Feuchtwangers: Familie, Tradition und jüdisches Selbstverständnis.

    Naomi Feuchtwanger-Sarig: Fischach and Jerusalem: The Story of a Painted Sukkah.

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    Aus Versehen genial - Wie der Zufall zu neuen Entdeckungen führte Oct 25, 2023
    Show notes

    Penicillin, Röntgenstrahlen oder auch die Pockenimpfung - viele Meilensteine der Medizin verdanken wir dem Zufall. Aber auch alltägliche Dinge wie Tesafilm, die Mikrowelle oder das Eis am Stiel waren eigentlich so nie geplant. Wie kam es zu diesen Entdeckungen? Und was begünstigt Zufallsfunde? Autorin: Maike Brzoska

    Credits
    Autor/in dieser Folge: Maike Brzoska
    Regie: Susi Weichselbaumer
    Es sprachen: Thomas Birnstiel, Dorothea Anzinger, Christian Schuler
    Redaktion: Iska Schreglmann

    Das Manuskript zur Folge gibt es HIER.

    Im Interview:
    Christian Busch, Wirtschaftswissenschaftler und Professor an der New York University, Autor des Buches „Erfolgsfaktor Zufall“;
    Helga Nowotny, Wissenschaftsforscherin und emeritierte Professorin der ETH Zürich

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    Wir empfehlen außerdem diese spannende Folge aus der Staffel „Alles wäre anders ohne...“ von ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN:

    Alles wäre anders ohne... Die Erfindung des Mikroskops
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    Eine weitere spannende Folge zum Thema hat SWR2 Tandem:

    SWR2 Tandem | Serendipität – Christian Busch erforscht den Zufall und wie man ihn nutzen kann
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    Literaturtipps:

    Helga Nowotny: The Cunning of Uncertainty. Polity. 2015.

    Michael Lichtwarck-Aschoff: Als die Giraffe noch Liebhaber hatte. Vier Entdeckungen. Klöpfer&Meyer. 2017.

    Graeme Donald: Glück und Zufall in der Wissenschaft. Spektakuläre Entdeckungen und Erfindungen. Anaconda. 2015.

    Christian Busch: Erfolgsfaktor Zufall. Wie wir Ungewissheit und unerwartete Ereignisse für uns nutzen können. Murmann. 2023.

    Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

    Wie gewinne ich die Kraft der Zuversicht? Warum ist es gesund, dankbar zu sein? Der neue Psychologie Podcast von SWR2 Wissen und Bayern 2 radioWissen gibt Euch Antworten. Wissenschaftlich fundiert und lebensnah nimmt Euch „Wie wir ticken“ mit in die Welt der Psychologie. Konstruktiv und auf den Punkt. Immer mittwochs, exklusiv in der ARD Audiothek.
    WIE WIR TICKEN - EUER PSYCHOLOGIE-PODCAST

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