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    Deja-vu Geschichte

    Mit dem Blick in die Geschichte die Welt mit neuen Augen sehen. Deja-vu ist der Podcast, der Geschichten abseits des Mainstreams ans Licht holt – von Osteuropa bis zu den Mythen, die unsere Welt regieren.

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    Latest Episodes:
    Die Deutsche Ostsiedlung Jan 23, 2023
    Show notes

    Das mittelalterliche Europa, wie wir es uns meist vorstellen, war lange Zeit eine räumlich ziemlich eng beschränkte Angelegenheit. Die römisch-katholische Kirche, das Lehnswesen, Ritterheere und Burgen … all das gab es (zumindest in Vorläufern) nur im heutigen Frankreich, Westdeutschland, den Benelux-Ländern und Norditalien. Der Einfluss des Papstes ging auch nicht weit über diesen Raum hinaus. Tja und dann … dann kam das Hochmittelalter und beginnend mit dem 11. Jahrhundert änderte sich alles explosionsartig. Die Werte dieses lateinisch-fränkischen Westeuropas breiteten sich plötzlich in alle Richtungen aus und dreihundert Jahre später sahen ehemals periphere Regionen Europas dem "alten Westen" verdammt ähnlich. Die Reconquista trug das lateinisch-fränkische System auf die Iberische Halbinsel, die Kreuzzüge in den Nahen Osten und die Deutsche Ostsiedlung (oder Ostkolonisation) brachte dieses System und die deutsche Sprache bis ins Baltikum, ins heutige Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Weite Teile Osteuropas wurden im Hochmittelalter so zur "Germania Slavica".

    Diese Prozesse kann man lose mit der (wenn auch sperrigen) Bezeichnung "Hochmittelalterlicher Landesausbau" zusammenfassen. In dieser Minireihe des Déjà-vu Geschichte Podcasts wollen wir diesem hochmittelalterlichen Landesausbau mal näher auf den Grund gehen. Was waren die Auslöser für die ruckartige Expansionsbewegung aus dem fränkisch geprägten Westeuropa? Und wie sah diese Expansion in den Zielregionen am Rand der damaligen europäischen Welt aus? Dem möchte ich mich in zwei Teilen widmen. In der heutigen ersten Episode machen wir dafür erstmal Stand: Wie sah Europa an der Wende zu Hochmittelalter aus, woher kamen die plötzlichen Veränderungen und was bedeutete das alles? In der nächsten Folge schauen wir uns diesen Prozess dann in den neu besiedelten Gebieten an und finden heraus, wie Europa sich damals selbst kolonisierte und zu dem wurde, was wir heute kennen.

    Déjà-vu Geschichte ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling. Diese Episode findest du auch auf ralfgrabuschnig.com. Hinterlasse mir dort gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte, wo auch immer du ihn hörst.

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    Der hochmittelalterliche Landesausbau. Wie Europa sich selbst kolonisierte Jan 09, 2023
    Show notes

    Das mittelalterliche Europa, wie wir es uns meist vorstellen, war lange Zeit eine räumlich ziemlich eng beschränkte Angelegenheit. Die römisch-katholische Kirche, das Lehnswesen, Ritterheere und Burgen … all das gab es (zumindest in Vorläufern) nur im heutigen Frankreich, Westdeutschland, den Benelux-Ländern und Norditalien. Der Einfluss des Papstes ging auch nicht weit über diesen Raum hinaus. Tja und dann … dann kam das Hochmittelalter und beginnend mit dem 11. Jahrhundert änderte sich alles explosionsartig. Die Werte dieses lateinisch-fränkischen Westeuropas breiteten sich plötzlich in alle Richtungen aus und dreihundert Jahre später sahen ehemals periphere Regionen Europas dem "alten Westen" verdammt ähnlich. Die Reconquista trug das lateinisch-fränkische System auf die Iberische Halbinsel, die Kreuzzüge in den Nahen Osten und die Deutsche Ostsiedlung (oder Ostkolonisation) brachte dieses System und die deutsche Sprache bis ins Baltikum, ins heutige Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Weite Teile Osteuropas wurden im Hochmittelalter so zur "Germania Slavica".

    Diese Prozesse kann man lose mit der (wenn auch sperrigen) Bezeichnung "Hochmittelalterlicher Landesausbau" zusammenfassen. In dieser Minireihe des Déjà-vu Geschichte Podcasts wollen wir diesem hochmittelalterlichen Landesausbau mal näher auf den Grund gehen. Was waren die Auslöser für die ruckartige Expansionsbewegung aus dem fränkisch geprägten Westeuropa? Und wie sah diese Expansion in den Zielregionen am Rand der damaligen europäischen Welt aus? Dem möchte ich mich in zwei Teilen widmen. In der heutigen ersten Episode machen wir dafür erstmal Stand: Wie sah Europa an der Wende zu Hochmittelalter aus, woher kamen die plötzlichen Veränderungen und was bedeutete das alles? In der nächsten Folge schauen wir uns diesen Prozess dann in den neu besiedelten Gebieten an und finden heraus, wie Europa sich damals selbst kolonisierte und zu dem wurde, was wir heute kennen.

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    Marburg und seine Geschichte. Ein Rundgang Dec 26, 2022
    Show notes

    Marburg an der Lahn gehört vielleicht nicht zu den größten Städten in Deutschland. Ja gut … es nicht mal in zu den größten Städten in Hessen. Aber zu den sehenswertesten gehört dieser Ort auf alle Fälle! Die historische Altstadt Marburgs strotzt nur so vor Sehenswürdigkeiten und Geschichte – man kriegt hier geradezu Harry Potter-Vibes – und das alles wollen wir heute in einem Rundgang vor Ort mal besser kennenlernen. Zu Fuß machen wir uns also auf den Weg, dieses Marburg gemeinsam zu erkunden. Da gibt es wirklich so einiges zu sehen: Das Landgrafenschloss, die Oberstadt, den Marktplatz, das Rathaus, die alte Universität … Vertrödeln wir also keine Zeit und legen wir lieber mal los!

    Diese Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast entstand zum Teil während des ersten Treffens des Déjà-vu Clubs im Oktober 2022, was ein ganz besonderer Moment für mich war. Davon wirst du in dieser Folge auch immer wieder Ausschnitte zu hören bekommen. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß in der gar wunderbaren Marburger Innenstadt, haben uns daran erfreut, wie alt hier alles aussieht (und ist) und dabei vielleicht das ein oder andere Kaltgetränk (ich sage nur: Altbierbowle) genossen. Begleite uns heute also auf unserem Tag in Marburg!

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    Rumänien in der Geschichte und im Film. Feindlicher Takeover! Dec 19, 2022
    Show notes

    Es ist erneut geschehen: Der Déjà-vu Podcast wurde gekapert! Wie schon im letzten Dezember fanden sich nämlich die Club-Mitglieder Mirco und Paul zusammen, um in dieser Bonusfolge den Podcast hier zu übernehmen. Dieses mal haben sie sich mit Bina auch noch Verstärkung geholt und haben mir ein echt spannendes Gespräch zugeschickt. Es geht um Rumänien, um das westliche Bild von Rumänien – sowohl das negative wie romantisierende – und vor allem geht es um Filme über und aus diesem Land. Daneben spielt auch die Volksgruppe der Rom:nija eine Rolle und selbstverständlich darf auch er nicht fehlen: Der "Conducător" Nicolae Ceaușescu.

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    Die vielen Gesichter des Geldes Dec 12, 2022
    Show notes

    Geld … Dieses Wort konnte im Lauf der Geschichte sehr unterschiedliche Dinge bedeuten. Und irgendwie ist das ja auch logisch. Denn was ist Geld denn eigentlich? Kann man nicht so ziemlich alles als Geld bezeichnen, solange die Menschen diesem Gegenstand in einer größeren Zahl einen Wert zusprechen? Die kurze Antwort darauf: Ja, das könnte man. Die etwas längere: Immer noch ja, aber wir müssen doch ein wenig ausholen. Die Entwicklung des Geldes über die Jahrtausende war nämlich weder eine homogene noch eine gleichmäßige. Verschiedene Gesellschaften fanden zu unterschiedlichen Zeiten ganz unterschiedliche Lösungen auf diese Frage, aber doch landeten am Ende fast alle beim gleichen System. Das wollen wir uns heute mal näher anschauen!

    Wann haben wir als Menschheit denn nun dieses Geld erfunden? Mhh … das kann man in Wirklichkeit gar nicht so konkret sagen. Im Internet (gerade in der Krypto-Bubble) stolpert man zwar schnell über auffallend lineare Erklärungen, in denen die Entwicklung des Geldes vom primitiven Tauschhandel über Warengeld hin zu Bargeld in Form von Münzen, dann Papiergeld, Wechsel, Buchgeld und Kreditkarten bis – selbstverständlich – Kryptowährungen wie Bitcoin führt. In dieser Erzählung scheinen diese Schritte obendrein fast zwangsläufig, was aber freilich kaum weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte des Geldes war eigentlich eine chaotische, wie die Geschichte der menschlichen Zivilisation an und für sich. Und nein: Auch der Goldstandard stellt nicht den Höhepunkt der menschlichen Entwicklung dar und Geld entwickelt sich noch heute ständig weiter.

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    Der Orient und der Eurozentrismus Nov 28, 2022
    Show notes

    Der Orient. Was ist das eigentlich genau? Wenn man sich diese an und für sich banale Frage mal ehrlich stellt, gelangt man schnell an ein Problem: Der Orient funktioniert eigentlich nur als Gegensatz zum Okzident und ist damit am Ende wieder eine Erfindung des Westens. Das – zumindest im Kern – ist eines der Probleme des Eurozentrismus und der wiederum ist auch der Grund, warum sich etwa die allermeisten Geschichtspodcasts thematisch hauptsächlich in Europa bewegen. Denn mal ganz wild gefragt: Was lernt man wohl in erster Linie, wenn man in Europa Geschichte studiert? Richtig! Die Geschichte Europas. Alles andere verlangt von den Studierenden zumindest eine aktive Entscheidung ab. Mit dem sogenannten Orient beschäftigt sich dagegen eine ganz andere Wissenschaft: Die Orientalistik. Und was das genau ist, das wollen wir uns in der heutigen Folge mal näher anschauen.

    Dazu spreche ich mit Nadja vom Podcast "Tell me a History" und Elias von "Historia Universalis". Neben ihren Podcasts haben sich die beiden auch in ihren Forschungen intensiver mit dem "Orient" und dem islamischen Kulturraum auseinandergesetzt oder tun das noch immer. In unserem Gespräch geht es dann erstmal um die klassischen Themen der Orientalistik oder Islamwissenschaft, den Weg der beiden zu dem Fachbereich, die Bedeutung von Sprache und Quellen und so einiges mehr. Und letztendlich geht es dabei irgendwie auch immer um die europäische Wissenschaft und ihren sehr speziellen Blick auf die Welt.

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    Die komplizierte Geschichte der Siebenbürger Sachsen Nov 14, 2022
    Show notes

    Die Siebenbürger Sachsen und Sächsinnen sind vielen Menschen in Deutschland ein Begriff. Insbesondere im Süden Deutschlands gibt es schließlich kaum einen Ort – egal wie klein er auch sein mag – der nicht etwa mit einer siebenbürgisch-sächsischen Tanzgruppe aufwarten kann. Gefühlt zumindest. Aber wie der Name vermuten lässt, waren diese Menschen nicht immer in Süddeutschland. Sie kommen aus Siebenbürgen im heutigen Rumänien und dort sieht die Sache inzwischen ziemlich anders aus. Von den einst hunderttausenden Sachsen und Sächsinnen ist hier kaum noch etwas übrig geblieben. Nur noch ein paar Tausend von ihnen dürften heute in Rumänien leben. Grund genug, sich der Geschichte dieser ältesten deutschsprachigen Volksgruppe in Osteuropa näher zu widmen.

    Die älteste deutschsprachige Volksgruppe in Osteuropa also? Wie konnte denn so etwas zustandekommen? Nun … Versuchen wir uns an einem kurzen historischen Überblick. Denn erstmal war die Ansiedlung der späteren Siebenbürger Sachsen und Sächsinnen im Karpatenraum gar nicht übermäßig ungewöhnlich. Sie fand im Mittelalter als Teil eines viel größeren Prozesses statt, den man lange als "Deutsche Ostsiedlung" bezeichnet hat (heute bevorzugt die Wissenschaft politisch ungefährlichere, dafür aber einschläfernd langweilige Begriffe wie "Hochmittelalterlicher Landesausbau" oder gar "Germania Slavica"…). Wie man es nennen mag: Dabei handelte es sich um Migrationsbewegungen aus dem deutschsprachigen Raum in Richtung Osten, sowohl entlang der Ostsee wie auch weiter südlich. Und das veränderte Europa für immer.

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    Anna Göldi und die Geschichte der Hexenprozesse Oct 31, 2022
    Show notes

    Anna Göldi wurde im Jahr 1782 im Schweizer Kanton Glarus zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der (zumindest stark implizierte) Grund für ihre Verurteilung? Anna Göldi war eine Hexe. Oder … vielmehr sollte sie natürlich eine sein, weil es Hexen ja bekanntlich nicht gibt. Der Tod Anna Göldis markiert somit das Ende einer Geschichte der Hexenprozesse und (zu guten Teilen) eines Hexenglaubens in Europa, die weit zurückreicht. Hexenprozesse waren davor immerhin 300 Jahre lang in weiten Teilen des Kontinents absolut üblich gewesen. Gemeinsam mit Katha und Nina vom Podcast Früher war mehr Verbrechen schauen wir uns diesen Aufsehen erregenden Prozess um Anna Göldi und die Geschichte der Hexenprozesse heute genauer an.

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    Stalin, Putin und Erinnerungspolitik in Russland Oct 17, 2022
    Show notes

    Josef Stalin. Dieser Name dominiert bis heute die russische Geschichte und auch die Geschichtspolitik. Die Sowjetunion und der Kommunismus mögen inzwischen zwar lange vorbei sein, aber doch erinnert in Russland noch sehr viel an diese Zeit und an Stalin selbst. Der Personenkult von damals strahlt doch nicht zuletzt noch bis heute aus, wenn man sich etwa die alljährlichen Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai in Moskau ansieht. Und siehe da: Auch in öffentlichen Umfragen rangiert Josef Stalin unter der russischen Bevölkerung noch im 21. Jahrhundert unter den größten historischen Figuren des Landes. Platz 3 konnte er etwa im Jahr 2008 noch holen! Höchste Zeit also, sich der Erinnerungspolitik Russlands in Bezug auf diesen Mann näher zu widmen.

    Nun gut … Auch in Russland hat sich natürlich inzwischen herumgesprochen: Stalin war schlecht. Also zumindest eher … Aber das gilt oft nur für die Person. Die Ära des Stalinismus von den 1930ern bis in die 1950er-Jahre wird im Gegensatz dazu nicht unbedingt als rein negativ wahrgenommen. Immerhin war das doch eine Zeit der nationalen Größe für die Sowjetunion! Und genau diese Spannung prägt dann auch das Verhältnis des heutigen starken Mannes Russlands mit seinem Vorgänger. Wladimir Putin ist sich einerseits nicht zu unbedingt schade, Josef Stalin öffentlich als "Verbrecher" zu bezeichnen. Viel Kritisches über das stalinistische System kann man vom ex-KGB-Mann Putin aber auch wieder nicht erwarten.

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    Leipzig. Ein Stadtspaziergang Oct 03, 2022
    Show notes

    Leipzig ist nicht nur aufgrund seiner touristischen Sehenswürdigkeiten und der ein oder anderen Messe immer eine Reise wert. Auch die Stadtgeschichte hat es hier ganz gewaltig in sich! Von der bedeutenden Messestadt seit dem Mittelalter über die Stadt der Musik und der Verlage hat sich hier in der Geschichte schon so einiges abgespielt. Namen wie Johann Sebastian Bach und Johann Wolfgang von Goethe (und sicher noch ganz viele andere Johanns) kommen einem hier an jeder Ecke unter. Und gerade wenn man in die jüngere Geschichte blickt – passend zum heutigen Tag der Deutschen Einheit – wird die historische Bedeutung Leipzigs ganz schnell offensichtlich. Gründe genug also, diese Stadt Leipzig näher kennen zu lernen.

    Gemeinsam erkunden wir in dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast Leipzig an einem Tag. Ich nehme dich dafür vor Ort und zu Fuß mit durch die Innenstadt und erzähle dir Schritt für Schritt die Geschichte dieser Region und der Stadt. Du wirst sehen: Die Überraschungen fangen da schon in der frühesten Zeit an. Bereits die Frage nach der Namensherkunft Leipzigs führt uns etwa zu alten Freunden dieses Podcasts und es wird auch nicht weniger spannend, wenn wir uns dann dem Mittelalter, der Neuzeit, der Völkerschlacht bei Leipzig und schließlich der DDR und den Protesten der späten 80er-Jahre zuwenden. Starten wir also rein!

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